Informationen zur Podcastfolge Nr. 153 Metalistic Health - Systemisch gesundInformationen zur Podcastfolge Nr. 153 Metalistic Health - Systemisch gesund

Metalistic Health - Systemisch gesund

Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. In dieser Episode des HEALTHWISE Podcasts spricht Host Jason Raffington mit Marco Bergmann, Osteopath, Ernährungsmediziner, Kinesiologe und Entwickler der Metalistic-Health-Methode. Seit über zwei Jahrzehnten begleitet er Menschen dabei, ihre Regulationsfähigkeit zurückzugewinnen – die Grundlage für Energie, Widerstandskraft und ganzheitliches Wohlbefinden.

Marco Bergmann erklärt, warum so viele Beschwerden auf eine Störung des vegetativen Nervensystems zurückzuführen sind, weshalb Faszien eine zentrale Rolle spielen und wie Emotionen, Ernährung und Struktur untrennbar miteinander verbunden sind. Marco Bergmann liefert zahlreiche praktische Strategien, um im Alltag Routinen aufzubauen, Stress besser zu verarbeiten und die eigene Regenerationsfähigkeit zu stärken.

 

Die Folge HEALTHWISE auf YouTube

Regulationsmedizin: Warum Heilung nur im Parasympathikus stattfindet

Viele von uns leben in einem dauerhaften Spannungszustand. Termindruck, digitale Dauerberieselung und emotionale Belastungen halten uns im „Flucht-oder-Kampf“-Modus. Marco Bergmann betont, dass dies der Hauptgrund für viele chronische Leiden ist.

Das vegetative Nervensystem verstehen

Unser autonomes Nervensystem besteht aus zwei Hauptspielern:

  • Sympathikus: Zuständig für Leistung, Stressreaktion und Aktivität.
  • Parasympathikus: Zuständig für Regeneration, Verdauung und Heilung.


„Der Körper heilt nur im Parasympathikus“, erklärt Bergmann. Wenn wir chronisch gestresst sind, verlieren wir die Regulationsfähigkeit. Das bedeutet, wir können nicht mehr adäquat zwischen Anspannung und Entspannung wechseln. Ein gesunder Körper sollte wie ein Bambus im Wind sein – flexibel und anpassungsfähig. Ein dysregulierter Körper gleicht eher einer starren Eiche, die beim ersten starken Sturm bricht.

Der Vagusnerv als Schlüssel

Eine zentrale Rolle spielt dabei der Vagusnerv (der 10. Hirnnerv). Er ist der wichtigste Nerv des Parasympathikus und verbindet das Gehirn mit Organen wie Herz, Lunge und Darm. Ist der Vagusnerv aktiv, fühlen wir uns entspannt, die Verdauung funktioniert und wir können regenerieren.

 

Die Metalistic Health Methode: Ein ganzheitlicher Blick

Marco Bergmann hat aus seiner jahrelangen Praxiserfahrung die „Metalistic Health“-Methode entwickelt. Der Name ist Programm: Er verbindet die „Meta-Ebene“ (der Blick von oben auf komplexe Zusammenhänge) mit „Holistik“ (Ganzheitlichkeit). Sein Ansatz kombiniert Osteopathie, Kinesiologie, klinische Psycho-Neuro-Immunologie und Ernährungsmedizin. Sein Ziel ist dabei klar: Nicht Symptome behandeln, sondern Ursachen finden.

Die drei Säulen der Gesundheit

Damit Heilung nachhaltig ist, müssen laut Marco Bergmann immer drei Ebenen gleichzeitig berücksichtigt werden:

  • Die strukturelle Ebene: Hierzu zählen Osteopathie, Faszienarbeit, manuelle Therapie sowie Kiefer- und Wirbelsäulenanalysen.
  • Die biochemische Ebene: Der Fokus liegt auf Darmgesundheit und einer Ernährung, die den Körper entlastet (z. B. Verzicht auf individuelle Trigger wie Milch oder Weizen). Auch gezielte Nährstoffzufuhr spielt hier eine Rolle.
  • Die emotionale/mentale Ebene: Mittels Psychokinesiologie oder Techniken wie EMDR werden Stressmuster erkannt und emotionale Blockaden gelöst.

Warum einzelne Bausteine allein oft nicht reichen

Viele chronische Beschwerden entstehen laut Bergmann aus komplexen Verkettungen, die oft übersehen werden, wenn man nur das Symptom betrachtet. Zwei konkrete Fallbeispiele aus seiner Praxis verdeutlichen, wie individuell diese Wechselwirkungen sein können:

  • Beispiel aus dem Profisport: Bei einem Eishockeyspieler lagen die Ursachen für wiederkehrende Leistenschmerzen nicht im Bein selbst, sondern im Bauchraum. Verdauungsprobleme führten hier zu faszialen Spannungen, die sich bis in die Adduktoren zogen. Die Wurzel des Problems lag jedoch noch tiefer: in einer emotionalen Verlustangst, die den Darm blockierte.
  • Der "Stress-Rücken": Bei einem anderen Patienten zeigten sich Rückenschmerzen als Endglied einer langen Kette. Hier führte emotionaler Stress zu starkem Zähneknirschen, was den Vagusnerv irritierte. Dies beeinträchtigte in diesem speziellen Fall die Verdauungsregulation, was letztlich zu Spannungen in der Rückenmuskulatur führte.

Erst wenn all diese individuellen Schichten – also die strukturelle-, biochemische-, mentale Ebene – gleichzeitig adressiert werden, kann der Körper laut Bergmann zurück in die Regulation finden.

Faszien: Das Gedächtnis des Körpers

„Wir sind so alt wie unsere Faszien“, bestätigt Bergmann. Faszien sind das Bindegewebe, das alles im Körper umhüllt. Sie müssen gleitfähig sein, um uns jung und beweglich zu halten. Doch Stress, Bewegungsmangel und sogar emotionale Traumata können dazu führen, dass Faszien verkleben.

Besonders spannend ist der Speicher-Effekt: Faszien reagieren auf Emotionen. Wenn wir uns vor Angst oder Sorgen innerlich zusammenziehen, verfestigt sich diese Haltung physisch im Gewebe – oft sichtbar in einer nach vorn gebeugten Schutzhaltung. Um die Faszien geschmeidig zu halten, empfiehlt der Experte Yin Yoga oder Bikram Yoga.

 

Störfelder: Die heimlichen Energieräuber

Ein zentrales Thema in der Regulationsmedizin sind sogenannte Störfelder. Darunter versteht Marco Bergmann chronische Belastungen, die das Immunsystem dauerhaft fordern,  oft ohne dass wir akute Schmerzen spüren.

Der Mundraum im Fokus

Marco Bergmann weist darauf hin, dass seiner klinischen Erfahrung nach ein Großteil dieser Störfelder im Kopfbereich liegt.

  • Verborgene Entzündungen: Ein besonderes Augenmerk legt er auf den Kieferknochen. Wenn Wunden nach Zahnziehungen (z. B. Weisheitszähne) nicht optimal verheilen, können laut Bergmann chronische Entzündungsherde (sogenannte NICOs) entstehen.
  • Fernwirkungen: In der ganzheitlichen Betrachtung bleiben solche Prozesse nicht lokal begrenzt. Bergmann beobachtet in seiner Praxis häufig, dass diese Herde das Nervensystem stressen und mit Beschwerden an ganz anderen Körperstellen – wie Nackenverspannungen oder Gelenkproblemen – korrelieren können.

Umweltfaktoren und Regeneration

Auch externe Einflüsse können laut Bergmann das vegetative Nervensystem im Stress-Modus (Sympathikus) halten. Dazu zählt er intensive Handystrahlung und künstliches Blaulicht am Abend.

Praxis-Tipps für mehr Balance:

  • Digital Detox im Schlafzimmer: Um dem Nervensystem eine Pause zu gönnen, empfiehlt Bergmann, das Smartphone nachts aus dem Schlafzimmer zu verbannen und das WLAN auszuschalten (z. B. per Zeitschaltuhr).
  • Verbindung zur Natur: Einfache Routinen wie Barfußlaufen im Wald („Earthing“) können helfen, subjektiv Stress abzubauen und sich zu erden.

Gesunde Routinen und Ernährung: Ordnung im System

„Die Qualität deiner Routinen ist die Qualität deines Lebens“, betont Marco Bergmann. Um den Körper zurück in die Regulation zu führen, brauchen wir verlässliche Strukturen.

Eine neue Gewohnheit benötigt laut Bergmann etwa 33 Tage, um sich zu festigen. Er rät jedoch davon ab, alles auf einmal umzuwerfen. Stattdessen empfiehlt er, sich (wenn möglich) auf eine neue Gewohnheit pro Bereich zu fokussieren:

  • Bewegung: Täglich 30–45 Minuten aktiv sein (z. B. Laufen, Yoga, Radfahren) – die Hauptsache ist die Kontinuität .
  • Ernährung: Verzicht auf raffinierten Zucker, Kuhmilch und Schweinefleisch, die Bergmann als potenzielle Belastungsfaktoren einstuft .
  • Mindset: Eine tägliche Dankbarkeitspraxis (z. B. 3 Minuten schreiben) .

Wem das für den Start zu viel ist, der kann laut Bergmann auch erst einmal nur mit einer einzigen Routine (z. B. der Bewegung) beginnen, bis diese sitzt. 

Ernährung für die Faszien

Ernährungsphysiologisch empfiehlt Bergmann eine Orientierung an Paleo- oder mediterranen Prinzipien: Viel Gemüse, gesunde Fette, moderater Fleischkonsum (ohne Schwein) und wenig Getreide . Dies soll laut seiner Erfahrung Entzündungsprozesse minimieren und das Gewebe geschmeidig halten.

 

Gesunde Routinen und Ernährung: Ordnung im System

„Die Qualität deiner Routinen ist die Qualität deines Lebens“, betont Marco Bergmann. Um den Körper zurück in die Regulation zu führen, brauchen wir verlässliche Strukturen.

Eine neue Gewohnheit benötigt laut Bergmann etwa 33 Tage, um sich zu festigen. Er rät jedoch davon ab, alles auf einmal umzuwerfen. Stattdessen empfiehlt er, sich (wenn möglich) auf eine neue Gewohnheit pro Bereich zu fokussieren:

  • Bewegung: Täglich 30–45 Minuten aktiv sein (z. B. Laufen, Yoga, Radfahren) – die Hauptsache ist die Kontinuität.
  • Ernährung: Verzicht auf raffinierten Zucker, Kuhmilch und Schweinefleisch, die Bergmann als potenzielle Belastungsfaktoren einstuft.
  • Mindset: Eine tägliche Dankbarkeitspraxis (z. B. 3 Minuten schreiben).

Wem das für den Start zu viel ist, der kann laut Bergmann auch erst einmal nur mit einer einzigen Routine (z. B. der Bewegung) beginnen, bis diese sitzt. 

Ernährung für die Faszien

Ernährungsphysiologisch empfiehlt Bergmann eine Orientierung an Paleo- oder mediterranen Prinzipien: Viel Gemüse, gesunde Fette, moderater Fleischkonsum (ohne Schwein) und wenig Getreide. Dies soll laut seiner Erfahrung Entzündungsprozesse minimieren und das Gewebe geschmeidig halten.

 

Mindset: Der gute Eigendialog

Ein zentraler Punkt im Gespräch ist die Macht der Gedanken. Unsere innere Haltung bestimmt unsere äußere Haltung – und umgekehrt.

„Fokussiere dich auf Dinge, die du beeinflussen kannst“, rät Bergmann. Wer sich ständig Sorgen um Weltpolitik oder Nachrichten macht, Dinge die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen, hält sein System permanent im Stressmodus.

Wie wir das steuern: Der Eigendialog

Doch wie gelingt es, diesen Fokus im Alltag zu halten? Hier kommt für Bergmann der „gute Eigendialog“ ins Spiel. Er ist das Werkzeug, mit dem wir unsere Aufmerksamkeit aktiv lenken. Statt dich innerlich zu kritisieren („Das schaffe ich nicht“), geht es darum, sich bewusst für das Vertrauen und gegen die Angst zu entscheiden. Denn das Gehirn kann laut Bergmann nicht beides gleichzeitig fühlen. Für ihn persönlich war diese Erkenntnis der absolute „Gamechanger“.

Die 3-Minuten-Übung: Um diesen positiven Fokus zu trainieren, empfiehlt er eine simple Routine: Stelle dir einen Timer auf 3 Minuten. Schreibe, ohne den Stift abzusetzen,  auf wofür du dankbar bist. Wiederhole dich ruhig, wenn dir nichts Neues einfällt.

Take Aways  

  • Ganzheitlicher Ansatz: Gesundheit basiert laut Bergmann auf dem Gleichgewicht von Struktur (Körper), Biochemie (Ernährung) und Emotionen (Mindset).
  • Bedeutung der Regeneration: Der Körper benötigt Phasen der Entspannung (Parasympathikus), um seine Ressourcen aufzufüllen.
  • Faszien & Bewegung: Einseitige Belastungen und Stress können das Bindegewebe beeinflussen. Regelmäßige Bewegung (z. B. Yoga) unterstützt die Gleitfähigkeit der Faszien.
  • Ernährungsempfehlung: Marco Bergmann rät zu einer anti-entzündlichen Ernährung.
  • Versteckte Stressoren: Faktoren wie intensive Bildschirmnutzung am Abend können laut Bergmann das vegetative Nervensystem belasten.
  • Macht der Gewohnheit: Routinen benötigen Zeit (ca. 33 Tage). Kleine Schritte, wie eine tägliche Dankbarkeitspraxis, fördern die mentale Balance.

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Marco Bergmann ist Osteopath, Ernährungsmediziner, Kinesiologe und Gründer der Praxen Corpus Remedium, in denen er einen ganzheitlichen Ansatz der Regulationsmedizin verfolgt. Seit über zwei Jahrzehnten arbeitet er mit Patient:innen daran, wieder in ihre natürliche körperliche und emotionale Balance zu finden.

Sein medizinischer Weg begann früh, geprägt von eigenen körperlichen Beschwerden und der Erfahrung, wie stark Stress den Körper beeinflussen kann. Diese Suche nach Ursachen statt Symptomen führte ihn zunächst über Ausbildungen als Masseur und Physiotherapeut hin zur Osteopathie, Kinesiologie, klinischen Psycho-Neuro-Immunologie und zum Heilpraktiker. Heute verbindet er dieses Wissen in seiner selbst entwickelten Metalistic-Health-Methode, die den Menschen in seiner Gesamtheit betrachtet.

Mehr über Marco Bergmann & Corpus Remedium: https://www.corpus-remedium.de/

 

153 Metalistic Health - Systemisch gesund. Mit Marco Bergmann

[Marco Bergmann] (0:00 - 0:14)
Baut euch gute Routinen auf. Die Routine, was du im Alltag hast, ist die Routine deines Lebens. Das heißt, was du immer wieder tust, was du immer wieder denkst, zu dem wirst du.

Wenn du jeden Tag eine Tafel Schokolade isst und abends bei Netflix einschläfst, wirst du wahrscheinlich kein High Performer.

[Jason Raffington] (0:14 - 1:10)
Herzlich willkommen zu HEALTHWISE, dem Gesundheitspodcast präsentiert von Sunday Natural. Mein Name ist Jason Raffington und in diesem Podcast erkunden wir gemeinsam, was es bedeutet, gesund zu sein. Wir tauchen ein in Themen wie Medizin, Bewegung, Ernährung und emotionale Gesundheit.

Immer mit einem weisen Blick auf das, was uns wirklich gut tut. Viele von uns versuchen, ihre Gesundheit zu managen mit Apps, Messwerten, Routinen und Nahrungsergänzungsmitteln. Doch manchmal vergessen wir dabei, dass der Körper ein hochkomplexes, selbstregulierendes System ist.

Eines, das im Grunde genau weiß, wie Heilung funktioniert. Diese Regulation kann jedoch aus dem Gleichgewicht geraten und dann verlieren wir die Fähigkeit, uns selbst zu regenerieren. Mein heutiger Gast ist Marco Bergmann.

Marco ist Osteopath, Ernährungsmediziner und Kinesiologe. In seiner Arbeit hilft er Menschen, wieder in die Regulation zu kommen, also den Körper dabei zu unterstützen, seine natürliche Selbstheilungskraft zu aktivieren. Wie das funktioniert und warum ein ganzheitlicher Ansatz so wichtig ist, darüber sprechen wir heute.

Herzlich willkommen, Marco.

[Marco Bergmann] (1:11 - 1:15)
Vielen Dank, mein Lieber. Ich habe mich sehr gefreut über die Einladung.

Eine riesen Ehre für mich, hier zu sein. Dankeschön.

[Jason Raffington] (1:15 - 1:22)
Ja, schön, dass du hier bist.

Marco, was machst du sonntags, um deinen Körper bei der Regeneration zu unterstützen?

[Marco Bergmann] (1:23 - 2:04)
Sonntag ist immer, falls ich nicht als Dozent tätig bin oder selber Fortbildung habe, ich stehe meistens um 6.30 Uhr auf, weil ich wache meistens um 5.30 Uhr auf. Am Wochenende löse ich dann auch weiter, so bis 6.30 Uhr, stehe dann auf, trinke mir ein lauwarmes Wasser, treffe mich um 7 Uhr mit einem Kumpel, dann gehen wir locker joggen, machen ein paar Workouts, zum Schluss eine kleine Yoga-Einheit, also dass wir so ein 1-1,5 Stunden Training haben. Danach mache ich ein bisschen Mindset-Training.

Dann sage ich mal eine Affirmation, danach gehe ich entweder in die Badewanne oder in die Wärmekabine, wo ich daheim hab, und dann lebe ich einfach schön den Tag rein und ein bisschen essen mit der Family und einfach den Tag reinleben.

[Jason Raffington] (2:04 - 2:07)
Klingt gut, straffe Morgenroutine, aber klingt gut.

[Marco Bergmann] (2:07 - 2:13)
Ja, aber es ist kein Stress für mich, also es ist für mich schon automatisiert wie Zähneputzen und mache ich jeden Früh so.

[Jason Raffington] (2:13 - 2:19)
Ja, ist bei mir ähnlich, also es klingt für andere dann vielleicht ein bisschen anstrengend, aber wenn man da so drin ist und es gerne macht, dann ist es natürlich auch entspannend.

[Marco Bergmann] (2:19 - 2:25)
Ich habe das Gefühl danach, ist einfach befreiend, leicht und einfach volle Energie.

[Jason Raffington] (2:26 - 2:36)
Wie bist du denn zu dem Thema Gesundheit gekommen und wie bist du dazu gekommen, dich so breit aufzustellen? Also du bist Osteopath, Kinesiologe, Ernährungsmediziner, wie kam es dazu?

[Marco Bergmann] (2:36 - 4:31)
Ja, also hat ziemlich früh schon angefangen. Ich bin immer früh in der Schule mit Bauchschmerzen aufgewacht. Ich habe ja die Schule wirklich, ich muss so knaller Zahn gehasst.

Ich bin jeden Tag mit Bauchschmerzen in die Schule und habe dann auch ein bisschen Schule geschwänzt. Und dann so mit 14, 15 habe ich beim Fußball immer Muskelschmerzen bekommen und keiner hat rausgerichtet, was es ist und dann bin ich immer ungeknickt. Da hat ein Bekannter von mir gesagt, geh nochmal zu meiner Mutter, die findet raus, was du hast.

Dann bin ich halt dahin und dann hat die mich getestet und meine Mutter war dabei und dann kam halt raus, dass es vom Stress kam, also von meinem schulischen Stress und meine Mutter war dabei und sie hat dann auch gesagt, dass ich Schule schwänze. Und so kam es auch raus und ich wusste gar nicht, fuck, woher weiß sie das? Ja, und dann hat sie gesagt, ja, was möchtest du denn später mal machen?

Und ich so, boah, ich habe überhaupt keine Ahnung. Deswegen war ich halt so gut in der Schule, weil ich wusste gar nicht, wofür ich das mache. Dann hat sie zu mir gesagt, ja, mach halt was Soziales.

Und ich so, pff, was soll ich denn Soziales machen? Ich konnte mir nichts darunter vorstellen, weil ich war überhaupt nicht klar. Ich war immer im Stresshormonrausch, ich konnte gar nicht klar denken.

Dann hat sie gesagt, ich besorge dir mal einen Praktikumsplatz als Physiotherapeut. Und dann hatte ich mir einen Praktikumsplatz in der Neurologie besorgt, wo ich dann bei anderen Therapeuten nur mitgelaufen bin. Und ab dem ersten Tag, dann war ich dann Feuer und Flamme und habe danach meinen Sinn gefunden.

Warum ich hier bin? Also Lebensdienlichkeit. Die Lebensdienlichkeit ist für mich halt, es soll mir immer dienen.

Das heißt, ich verdiene damit mein Geld und es macht mir Spaß. Also ich verdiene praktisch mit meinem Hobby Geld. Es dient meinem Gegenüber.

Das heißt, weil ich dem dann helfe, dem geht es dann gut. Und wenn der dann in sein Umfeld geht, dient es der Familie wieder. Also das heißt, Lebensdienlichkeit ist für mich, es dient mir, es dient meinem Gegenüber.

Und es dient im Großen und Ganzen, weil wenn die Leute, die bei mir sind, auch wieder denen es gut geht und die in ihren Umfeld gehen und die sind gut gelaunt, dann geht es denen auch gut. Und diese Welle, was die dann schlägt, das ist mein Warum, warum ich früher aufstehe.

[Jason Raffington] (4:32 - 4:35)
Ja, klingt gut. Also du hast anfangs mit Physiotherapie dann angefangen und dann ging es weiter.

[Marco Bergmann] (4:35 - 5:52)
Genau, also ich habe dann erst Masseur gemacht, ganz unten in der Nahrungskette angefangen, weil mein Bekannter gesagt hat, mach erst Masseur, weil dann lernst du erst das Tasten. Und ich so, könntest Physios nennen. Und er hat gesagt, ja schon, aber nicht so gut.

Also habe ich gesagt, okay, ich mache erst diese eineinhalb Jahre oder zwei Jahre diese Extrameile. Danach habe ich dann Physio gemacht. Und dann habe ich gedacht, hey, jetzt kann ich alles behandeln.

Ich war echt voll stolz, dass ich es geschafft habe, weil es hat mir im Prinzip da keinem zugedauert, nach meinen schulischen Leistungen. Und dann bin ich in die Praxis gekommen, habe dann gleich sehr schnell gemerkt, ich bin sehr eingeschränkt mit meinen Mitteln. Dann habe ich gesagt, okay, was mache ich als nächstes?

Dann bin ich in die Sportphysiotherapie rein. Konnte aber immer nur den behandeln. Dann habe ich die Osteopathie gemacht.

Und dann habe ich gesagt, wenn ich die Osteopathie habe, dann kann ich alles behandeln. Und dann Osteopathierung. Dann habe ich gesagt, fuck, ich bin immer noch eingeschränkt.

Dann habe ich parallel noch die Kinesiologieausbildung angefangen. Also drei Stück habe ich gemacht, drei verschiedene. Und den Heilpraktiker der noch.

Und dann habe ich so gemerkt, okay, wenn ich die Kinesiologie, alles miteinander paar, dann kann ich schon sehr, sehr vielen Leuten helfen und auch den Ursprung mitbeheben. Und so durch diesen Mangel heraus, schlecht in der Schule, den Antrieb dann gehabt, beim Warum gefunden. Und dann immer gemerkt, okay, das reicht dann nicht aus, was ich gemacht habe.

Also ich möchte noch mehr, ich möchte noch mehr, ich möchte noch mehr Menschen helfen. Also dadurch ist es zu diesem breiten Spektrum gekommen. Und da bin ich ja immer noch dran.

[Jason Raffington] (5:54 - 5:57)
Also lebenslanges Lernen, es kommen bestimmt noch ein paar Sachen dazu.

[Marco Bergmann] (5:57 - 6:08)
Und deswegen auch so meine zweite Berufung als Dozent. Mein Wissen dadurch weiterzugeben. Ich werde nach ein paar Beispielen erzählen, Fallbeispiele.

Dass man den Leuten, dass man schlüssig wird, wie der Körper überhaupt zusammenhängt.

[Jason Raffington] (6:10 - 6:19)
Und jetzt hast du ja eine Praxis für osteopathische Regulationsmedizin, so nennt sie sich. Viele wissen vielleicht nicht, was Regulationsmedizin bedeutet. Vielleicht kannst du das kurz erklären.

[Marco Bergmann] (6:19 - 7:38)
Also ich habe zwei Praxen, also die sind einer, also ich habe die Privatpraxis, wo die Regulationsmedizin stattfindet und eine normale Physiotherapiepraxis. Aber wir arbeiten immer Hand in Hand. Und Regulationsmedizin bedeutet, oder für mich, es kommt immer darauf an, was der Patient eigentlich für ein Ziel hat.

In der Regel, wenn jetzt ein chronisch Kranker zu mir kommt, ist es für mich immer das Ziel, ihn in den Parasympathikus zu bringen. Also meistens sind die chronisch Kranken ja im Sympathikus und im Stresssystem gefangen. Das heißt, der Herzschlag ist mal leicht erhöht, die Verdauung fährt zurück.

Wir stoßen permanent Stresshormone aus, Cortisol, Adrenalin, Noradrenalin. Und dadurch kommen wir einfach in eine neue Regulation, weil der Körper heilt halt nur im Parasympathikus. Das ist der Heilzustand von uns.

Und wenn ich einen chronischen Kranken habe, dann ist mein Ziel der Parasympathikus. Wenn ich natürlich einen Spitzensportler habe, einen Profisportler habe und schieße in den Parasympathikus und er hat am nächsten Tag einen Wettkampf, kriege ich Ärger. Es kommt immer darauf an, welcher Patient vor mir sitzt.

Aber in der Regel, wenn chronisch Kranke da sind, ist mein Hauptziel, den Parasympathikus zu aktivieren, dass er in den Heilzustand kommt und dann auf lange Frist gesehen die optimale Anpassungsfähigkeit von Sympathikus und Parasympathikus, also von Stresssystem und Entspannungssystem, dass wir immer adäquat auf Reize reagieren. Das heißt, wenn wir jetzt auf die Arbeit gehen, wir müssen jetzt was leisten, haben ein bisschen Stress, dann fährt der Sympathikus hoch, dann fährt er gleich wieder runter, Parasympathikus fährt hoch und wir sind immer im ständigen Ausgleichen.

[Jason Raffington] (7:39 - 7:40)
Das soll nicht zu sehr in eine Richtung gehen.

[Marco Bergmann] (7:40 - 7:54)
Genau, es sollte nicht extrem sein. Wir müssen immer, wir dürfen Stressspitzen haben, die dürfen aber nicht mehrere Stunden oder mehrere Tage oder Jahre dauern, sondern Stressspitzen ein paar Minuten, dann geht die Stressspitze wieder runter und der Parasympathikus fährt hoch. Wir passen uns optimal an Reize an, von außen.

[Jason Raffington] (7:55 - 8:02)
Und wenn der Körper nicht in der Lage ist, sich an diese Reize anzupassen, dann ist er disreguliert und dann können Krankheiten eher entstehen.

[Marco Bergmann] (8:02 - 8:51)
Richtig, genau, also ich würde, ich finde eigentlich, wenn Symptome kommen, also jetzt nehmen wir mal an, er ist ein ständig gestresster Körper und es kommt dann mal zur Verdauungsstörung, nur als Beispiel, als Verdauungsstörung, das ist schon ein gutes Zeichen vom Körper, weil der Körper sagt uns ja dann, schau doch mal bitte hin und löst das Problem. Und wenn wir das halt permanent ignorieren, also wenn wir jetzt mal einen Darm hernehmen, wenn wir den Darm, die Blähung oder das Völlegefühl oder den Durchfall permanent ignorieren, dann kann es halt auch mal zu einer chronischen, entzündlichen Darmerkrankung kommen. Also ich erkläre es mal anders.

Stell dir vor, du fährst mit dem Auto, deine Öllampe leuchtet auf und du klebst einen Pflaster drüber, damit du es nicht mehr siehst. Ignorierst du es, was ist die Folge davon? Die Konsequenz ist, du kriegst einen Motorschaden.

Und wenn wir eine chronische, entzündliche Darmerkrankung haben, ist es fast schon ein Motorschaden. Also da braucht man schon sehr viele Hilfsmittel, dass man da wieder rauskommt.

[Jason Raffington] (8:51 - 8:57)
Ja, könnte man im Grunde sagen, dass jede Art von Krankheit oder Symptom eigentlich schon ein Anzeichen für Dysregulation ist, das man genau hinschauen sollte.

[Marco Bergmann] (8:57 - 9:00)
Genau, der Körper kann nicht mehr allein ausgleichen, er braucht Hilfe.

[Jason Raffington] (9:01 - 9:16)
Okay, und wie kann man die eigene Regulationsfähigkeit vielleicht auch messen? Also ich meine, es kann jede Art von Symptom sein, aber gibt es trotzdem noch irgendwie Wege zu schauen, dass ich vielleicht zu sehr im Sympathikus bin, dass ich oder vielleicht auch gar nicht in den Sympathikus komme? Wir sagen ja, wir brauchen beides.

[Marco Bergmann] (9:16 - 10:14)
Richtig. Ja, kann man messen.

Also in erster Linie frage ich natürlich immer, also was für mich am wichtigsten ist, immer das Wohlbefinden vom Patienten. Also ich frage immer, wie fühlst du dich? Ich frage nicht, wie geht es dir?

Sondern ich frage, wie fühlst du dich? Weil er muss erst mal nachdenken, ja wie fühle ich mich eigentlich? Weil wenn ich frage, wie geht es dir?

Dann sagt er immer, ja gut oder schlecht. Und dann ist das Thema erledigt. Wenn ich frage aber, wie fühlst du dich?

Dann muss er nachdenken und sagen, ja wie fühle ich mich eigentlich? Bin ich wütend? Oder fühle ich mich frei?

Ich möchte, dass die Patienten mit ihren Emotionen reden. Genau, also das ist mein erster Messer. Der zweite Messer ist, ich mache immer die VNS-Analyse, wo ich das Vegetative Nervensystem messe, also Herzfrequenz, Sympathikus, Parasympathikus.

Das kann man messen. Oder wie du hast, einen Oura Ring. Den habe ich aber nicht.

Ich mache das eigentlich nur bei VNS. Klar, über das Blutbild kann man gewisse Parameter feststellen. Obwohl ich auf das Blutbild eigentlich nicht so arg schaue.

Da hole ich mir nur die groben Ausreißer an und mache einen Vorher-Nachher-Vergleich nochmal. Genauso wie mit der VNS-Analyse. Das sind so die Hauptpunkte, was ich benutze in der Praxis.

[Jason Raffington] (10:14 - 10:29)
Und wenn dann jemand zu dir kommt und du merkst, okay, die Person ist dysreguliert, wie gehst du dann ran? Ich meine, es ist wahrscheinlich von Fall zu Fall unterschiedlich. Aber du hast ja eigentlich auch diesen ganzheitlichen Ansatz.

Du hast ja auch eine Methode entwickelt. Genau. Die Metallistic Health-Methode.

[Marco Bergmann] (10:30 - 11:47)
Genau, da fange ich kurz am Anfang an. Wie die entstanden ist. Also Metallistic Health ist in den letzten zwei Jahrzehnten entstanden.

Durch eben diesen Mangel heraus. Ich wollte immer mehr und mehr und mehr. Ich wollte immer mehr Patienten helfen.

Und so ist ja eigentlich die Methode auch entstanden, alles zu kombinieren. Die Metallistic Health, der Name ist eigentlich entstanden durch meine größte Stärke, die Meta-Ebene. Die Meta-Ebene ist praktisch eine Stärke, wo du sagst, ich kann komplexe Zusammenhänge einfach runterbrechen.

Ich stelle mir vor, der Tisch ist hier. Wir haben jetzt hier ein Symptom, hier ein Symptom, hier ein Symptom. Und wie hängen die mit dann zusammen?

Ich gucke dann praktisch von oben drauf. Ich gucke jetzt praktisch nicht von hier drauf, aus der Froschperspektive, sondern ich gucke von der Adlerperspektive drauf. Und sehe, ah okay, wenn ich das da löse, dann löse ich das in das Symptom gleich mit auf.

So, die Meta-Ebene und Listik von Holistic, also Metallistic, von Meta-Ebene und Holistic, so ist der Name entstanden. Und wie sieht so eine Sitzung aus? Patienten kommen ja in der Regel, die erste Behandlung dauert so eineinhalb bis zwei Stunden, die folgende Behandlung so eine Stunde.

In der ersten Behandlung ausführliche Anamnese mit VNS-Messung. Danach checke ich die Faszien, die Statik. Wir testen kinesiologisch aus, was ansteht.

Wir testen auf das Symptom, was damit zusammenhängt. Welche Toxine sind da? Welche Erreger sind da?

Welche Störfelder sind da? Wir testen alles gegen dieses Symptom, mit was der Patient da ist.

[Jason Raffington] (11:47 - 11:48)
Testest du das kinesiologisch?

[Marco Bergmann] (11:49 - 12:37)
Genau, kinesiologisch. Und gucke dann natürlich auch vorher und nachher, was verändert sich im VNS, also in der Analyse. Was ich sehr gerne noch mache, was ich gerade vergessen habe zu messen, ich greife den Patienten gerne in den Mund, fasse seine Kaummuskeln an.

Und wenn die schon richtig dick und geschwollen sind, vielleicht sogar noch schmerzhaft sind, das ist schon mal ein Zeichen für Dysregulation. Oder dass er nicht mehr regulieren kann, weil er sich ständig durchbeißt. Und dann probiere ich nochmal, die Kondyle manchmal leicht zu lösen.

Und wenn der Patient mir dann, wenn ich die lösen will, mehr auf den Finger beißt als locker lässt, dann kann er einfach nicht mehr loslassen. Also das heißt, er reguliert nicht mehr. Das ist so die Vorgehensweise, wie ich es am Anfang mache.

Und ich probiere auch gleich in der Erstbehandlung sofort ins Tun zu kommen, auch gleich zu therapieren. Weil wenn die Leute weit weg kommen, will ich, dass sie gleich behandelt werden, dass sie schon einen Unterschied merken. Wir haben ja nicht jede Menge Zeit jetzt auch.

[Jason Raffington] (12:38 - 12:42)
Also du kombinierst verschiedene Methoden, und das macht eben Sinn, weil...

[Marco Bergmann] (12:42 - 13:17)
Genau. Also ich stelle mir vor, ich habe jetzt die Befunde rum, also das kinesiologisch testen, dann mache ich ein paar osteopathische Techniken, zum Beispiel erstmal die Strukturen zu lösen, die Blockaden erstmal wieder zu lösen, dass der Patient wieder überhaupt entgiften kann. Dann teste ich kinesiologisch nach.

Dann kann es sein, wenn ein emotionaler Konflikt da ist, der wohl meistens da ist, dass ich mir den dann ablösen über EMDR oder mit Klopfakupressur. Da wird genau ausgetestet, welche Emotion es ist, in welchem Organ wird es gespeichert, in welcher Faszie ist es gespeichert. Und genau, so gehe ich dann vor.

Ich gehe je nach Befund dann vor. Und jede Behandlung ist immer individuell. Es gibt nie ein Schema F.

Gibt es nicht.

[Jason Raffington] (13:18 - 13:24)
Vielleicht wissen einige unserer Zuhörer auch gar nicht, was Kinesiologie ist. Vielleicht erklärst du das auch nochmal kurz.

[Marco Bergmann] (13:24 - 13:51)
Ja, klar. Also ein Kinesiologentest ist ein schnelles Therapie- und Testverfahren. Also ich teste anhand von einem Muskeltest, einem Arm-Test auf verschiedene Krankheitsreglern

Also stelle dir vor, ein Patient kommt mit Darmbeschwerden. Dann teste ich aus, was ist der strukturelle Hintergrund, warum hat er Darmbeschwerden. Die Emotionen dahinter teste ich aus.

Und was muss ich tun, damit der Darm sich wieder regeneriert. Genau, also ein schnelles Muskeltestverfahren, wo es über einen kinesiologischen Muskeltest geht.

[Jason Raffington] (13:53 - 14:02)
Und wie misst du dann die Erfolge ein? Was ist dann das subjektive Empfinden der Patienten, die dann sagen, ich fühle mich jetzt besser. Und die VNS-Analyse wird dann wahrscheinlich verändert.

[Marco Bergmann] (14:02 - 15:05)
Genau, also wenn wirklich jemand chronisch krank ist, dann hat er danach, wenn die Behandlung erfolgreich war, wo in der Regel auch oft so ist, danach immer so ein leichtes Betrunkenheitsgefühl. Also nicht benommen, aber leicht betrunken. Das heißt, er fühlt sich so leicht, wie wenn du leicht angeheitert bist.

Das ist für mich dieser parasympathische Zustand. Also stelle dir vor, du trinkst jetzt zwei Gläser Wein, und dann wird die Zunge lockerer. Und so ist es dann auch, wenn ich den Patienten in Parasympathikus bringe, dann fühlen sie sich leicht betrunken, aber positiv.

Und ja, die reden einfach freier. Und sind glücklich auf einmal. Und dann hat sich einfach viel gelöst.

Natürlich messe ich dann noch mit der VNS nach. Dann kann man auch noch mal Blut abnehmen, ob sich da noch was verändert hat. Und dann möchte der Kiefer-Test.

Und was ich immer vorher und nachher noch mache, ist der Vargus-Test. Vargus-Test, ich gucke praktisch in den Mund rein, schaue mir das Zäpfchen hinten an. Und wenn das Zäpfchen gerade steht, ist der Vargus noch in der Regulation.

Wenn das Zäpfchen aber hinten auf einer Seite geneigt ist, also stelle dir vor, das Zäpfchen neigt sich nach links, dann haben wir eine Störung vom rechten Vargus.

[Jason Raffington] (15:06 - 15:08)
Für die, die nicht wissen, was der Vargus ist?

[Marco Bergmann] (15:08 - 15:23)
Der Vargus ist der parasympathische Nerv schlechthin im menschlichen Körper. Der steuert unsere Brustkörper, Magen, Darmorgane, dass sie sich entspannen können. Also der fährt uns praktisch runter.

Der hilft uns beim Verdauen, beim Schlafen, bei der Regeneration, beim Entspannen.

[Jason Raffington] (15:24 - 15:25)
Also die Verbindung ist auch vom Hirn?

[Marco Bergmann] (15:25 - 15:31)
Genau.

Das ist der 10. Hirnnerv und versorgt dann Brustkörper, Magen, Darmorgane.

[Jason Raffington] (15:31 - 15:39)
Welche Rolle spielt Mindset da? Können die Patienten, die zu dir kommen, auch schon selber was machen, wenn sie positiv gestimmt sind?

[Marco Bergmann] (15:40 - 17:32)
Genau. Auch wieder eine gute Geschichte. Ich habe 2015 oder 2016 sehr viele Dauerpatienten gehabt.

Ich hatte auch damals schon sehr lange Wartezeiten. Aber ich war sehr unzufrieden, weil die Dauerpatienten immer wieder mit den gleichen Problemen kamen. Dann habe ich gesagt, woran liegt das?

Dann habe ich mir mal überlegt, bin die Patienten mal durchgegangen, habe dann gesagt, setzen die das um, was ich denen auch sage. Nach der Behandlung war es immer gut. Dann hat es vielleicht mal 2-3 Wochen gehalten, dann kamen sie wieder mit den gleichen Beschwerden.

Dann ist mir aufgefallen, dass die mich immer so angelächelt haben, wenn ich denen was gesagt habe. Ich habe gesagt, du musst ein bisschen Ernährung umstellen, musst das und das weglassen, fügst das und das hinzu, nimmst das und das Supplement. Dann habe ich mich bei der nächsten Behandlung gefragt, hast du es umgesetzt?

Nein, ich hatte keine Zeit. Ich war im Urlaub, da wollte ich erst mal das machen. Dann habe ich mir einen Brief zwischen Weihnachten und Silvester geschrieben, das mache ich übrigens jedes Jahr, wo ich in 10 Jahren stehe.

Da schreibe ich einen idealen Tag auf in 10 Jahren. Wenn ich am 26.12. schreibe, dann schreibe ich mir heute am 26.12.2035 auf, wie mein idealer Tag ist. Dann habe ich reingeschrieben, zum Schluss möchte ich nur noch mit Leuten arbeiten, die wohl wollen.

Was ist dann passiert? Gesetzt der Anziehung. Mitte Januar war mein Plan wirklich nicht leer, aber ein Viertel leerer als sonst. Was ist da los?

Dann habe ich geschaut, wer abgesackt hat. Das waren genau die Dauerpatienten, die mir immer die Kraft und die Energie geraubt haben. Dafür sind wir hochwertiger nachgekommen.

Die, die es zur Schätzung gewusst haben, was ich mache. Die ganzen Patienten, die damals gegangen sind, sind jetzt wieder da. Die haben ein paar Jahre noch gebraucht, um zu verstehen, was ich von denen wollte.

Wenn der Patient dazu bereit ist, für diese Ursachentherapie, wir machen ja keine symptombezogene Therapie, wie es auch die Schulmedizin teilweise macht, sondern wir machen ja eine ursachenbezogene Therapie. Da geht es schon ans Eingemachte, emotional, wie über Ernährung oder auch über strukturelle.

[Jason Raffington] (17:34 - 17:44)
Klar, es macht Sinn, wenn man da selber nicht so die Motivation mitbringt, was selbst zu machen, dann kommst du nicht weit. Ich kenne das aus eigener Erfahrung, wenn ich zum Osteopathen gehe, dann frage ich auch immer, was kann ich zu Hause machen.

[Marco Bergmann] (17:44 - 20:33)
Absolut. Wenn ich zum Beispiel jetzt den Konflikt löse, dann bauen wir natürlich auch ein neues Muster auf. Das heißt, er bekommt eine Affirmation mit oder macht ein gewisses Mindset, wie ich es halt auch mache, seit 2008 oder so.

Er bekommt dann schon seine Aufgaben mit. Aber es ist halt immer individuell. Ich kann nie sagen, jetzt nehmen wir mal ein Kältebad, Eisbaden, das ist nicht für jeden was.

Das kann ich nicht jedem empfehlen. Auch nicht die Wärmekabine, wenn jetzt eine Frau zu mir kommt, die so eine Krampfadern hat, kann ich nicht in die Sauna schicken. Das wäre kontradiktiv.

Genau, deswegen kann man es nie pauschalisieren. Ich gebe dir mal ein Beispiel. Ich darf es auch erzählen.

Mein Papa hat mal Darmkrebs gehabt. Dann haben wir erstmal ausgetestet, woher kam das. Er hat die Diagnose bekommen und die wollten ihn in den halben Dickdarm rausschneiden.

den halben Dickdarm. Ich wusste nicht, ob er jetzt noch lebt. Dann bin ich mit zum Arzt gegangen.

Er wusste nicht, dass ich medizinisch ein bisschen bewandt bin. Er hat dann erklärt, in den halben Darm schneiden wir raus. Und die Lymphknoten alle.

Dann habe ich ihn gefragt, wie soll denn dann der Stoffwechsel unten stattfinden? Wie soll denn der Müll unten abtransportiert werden? Welcher Müll denn?

Die ganze Lymph ist unser Abwassersystem. Das gibt es da unten nicht, hat er zu mir gesagt. Dann habe ich gesagt, okay.

Dann habe ich gesagt, wir unsern erstmal eine Zweitbeinung ein. Dann haben wir schön durchgetestet. Das ist logisch.

Ich kann das nicht. Familie sollte man nicht behandeln. Dann kam er raus.

Er hatte eine Zähne- und Pilzbelastung. Er war Fernfahrer, hat viel Getreide gefahren. Hat den ganzen Müll eingeatmet.

Dann haben wir eine Ursachen-Therapie gemacht. Wir haben seine Emotionen abgelöst. Wir haben die Ernährung umgestellt.

Wir haben seine Zähne saniert. Dass alles hausen war. Dann musste nur noch das Stück, wo der Blinddarm war, einfach operiert werden.

Das war ein 10cm Stück, statt einem halben Meter. Die Zahnreparatur hat über 30.000 Euro gekostet. Das war ein Teil von meiner Altersvorsorge von meinem Papa.

Dann hat er gesagt, was soll ich machen? Soll ich es machen oder nicht? Dann habe ich gesagt, dein Mindset muss passen.

Das heißt, wenn du leben willst, dann machst du das. Wenn es nicht wert gewesen wäre, weiterzuleben, wo er gesagt hätte, ich bin jetzt eh schon vor 70 und dann hätte er wahrscheinlich das Geld nicht investiert. Er wollte aber leben, weil er noch viel vorhat.

So stark spielt das Mindset eine Rolle. Du siehst anhand, was die Leute investieren, nicht nur finanziell, sondern auch Ernährungsumstellung ist ja auch ein großer Aufwand. Wenn es denen nicht wert ist, dann kriegen wir die Leute gesund.

Du siehst genau, wer es sich wert ist und wer es nicht wert ist. Deswegen ist die innere Haltung auch so entscheidend. Die innere Haltung beeinflusst die äußere Haltung.

Die äußere Haltung beeinflusst die innere Haltung. Das heißt, wenn es nicht wert ist, sieht man es schon in der Haltung. Sie sind leicht eingebeugt.

Das macht schon was mit einem. Wenn jemand Selbstbewusstes kommt, dann weiß ich, der zieht durch, der will.

[Jason Raffington] (20:34 - 20:44)
Apropos Haltung, das hatte ich eben auch noch gedacht. Zur Frage, wie du Erfolg misst nach einer Behandlung. Stehen die Leute wahrscheinlich auch immer ganz anders im Raum, sehen im Gesicht noch mal anders aus?

[Marco Bergmann] (20:44 - 21:42)
Genau, die meisten, wie ich vorhin gesagt habe, dass die Last abfällt. Sie lächeln auf einmal. Sie sind einfach den entspannten Zustand oder dem parasympathischen Zustand nicht mehr gewohnt.

Weil sie permanent im Stress sind, weil sie Angst haben. Keine Ahnung, vielleicht der Partner verlässt oder Arbeitsplatzverlust oder Krieg. Das sind die Leute, die sich auf die falschen Dinge fokussieren.

Das heißt, die fokussieren sich auf Dinge, was sie nicht beeinflussen können. Und ich bringe den Leuten bei, fokussiere dich auf die Dinge, was du beeinflussen kannst. Und damit haben wir genug zu tun.

Deswegen gucke ich auch überhaupt keine Nachrichten. Dann sagen die Patienten zu mir, das kannst du nicht machen, du musst nur wissen, ob da Krieg kommt. Warum muss ich das wissen?

Ich muss es nicht wissen. Ich lebe in meiner Blase, da geht es mir gut. Wenn ich außerhalb von der Blase leben würde, hätte ich eure Symptome.

Und es sieht dann an von den Patienten, wie gesagt, die Geschichte wird dünner. Wenn wir jetzt den Schädel behandeln, die Lymphe laufen ab, die Leute können klarer denken, sie lachen, sie sind einfach lustig dann. Der parasympathische Zustand ist einfach ein schöner Zustand.

[Jason Raffington] (21:43 - 21:55)
Du hattest vorhin auch schon die Faszien erwähnt. Da würde ich auch gerne noch mal einsteigen. Das haben die meisten wahrscheinlich schon mal gehört.

Aber vielleicht weiß auch hier nicht jeder, was die Faszien sind, welche Rolle sie in unserem Körper spielen. Vielleicht kannst du das auch noch mal kurz erklären.

[Marco Bergmann] (21:55 - 23:42)
Also Faszien sind auch ein ganz wichtiges Gewebe. Es ist ja früher eigentlich in der Schulmedizin komplett verpönt worden. Dann ist es bei den Leichen immer weggeschnitten worden und dann weggeschmissen worden.

Und Faszien, ganz einfach ausgedrückt, ist eine Umhüllung, die unseren ganzen Körper umhüllt. Wir haben oberflächliche Faszien, wir haben tiefe Faszien, wir haben Organfaszien, mit verschiedenen Aufgaben auch. Also Faszien umhüllen praktisch unsere Muskeln, unsere Organe, unsere Blutgefäße, unsere Nerven.

Und Faszien müssen gegeneinander gleiten können. Und wenn es irgendwo nicht gleitet, kommt es eben zu einer Dysregulation. Das heißt, da wird der Stoffwechsel schlechter.

Wir brauchen in dem Bereich Bewegungseinschränkungen. Wie gesagt, die Faszie hat verschiedene Aufgaben. Zum Beispiel befinden sich in den Faszien Makrophagen, die für das Immunsystem und die Erregerbekämpfung zuständig sind.

Wir haben Zellen in den Faszien, die Hyaluron und Elastin, für die Geschmeidigkeit der Faszien. Das die Faszien auch geschmeidig bleiben. So, und ich stelle dir vor, du bekommst einen Schlag hier drauf, ein Eisbein beim Sportler, dann zieht sich die Faszie zusammen, aber gewollt als Schutz, weil da sagt die Faszie, okay, ich bin verletzt, oder der Muskel sagt, ich bin verletzt, zieht dich zusammen, können wir eine Pause.

So, wenn das nicht wäre, würde es vielleicht in die Muskelloge irgendwann einbluten, wenn wir dann einfach weitermachen würden. Und das heißt, da setzen dann die Fibroplasten an. Das heißt, Fibroplasten sind Zellen, die das Gewebe zusammenziehen.

So, jetzt auch ganz Paradebeispiel, du kriegst einen Schlag drauf, Fibroplasten setzen ein, ziehen das Gewebe zusammen. Oder, wenn wir aufs Mentale gehen, viele Leute speichern ja im emotionalen Zentrum ab, was passiert dann? Dann wird hier die Faszie hyperaktiv, Fibroplasten setzen mehr ein, ziehen die Faszie zusammen und deswegen stehen auch die depressiven Patienten eher in der Beugung da.

[Jason Raffington] (23:42 - 23:48)
Also die, die das Video gerade nicht sehen, du hast auf deine Brust gezeigt und die Schultern gehen nach vorne, man fällt nach vorne ein.

[Marco Bergmann] (23:48 - 24:07)
Genau, emotionales Zentrum ist praktisch Perikard Zentrum, also Herzbeutelzentrum, Mitte Sternen ungefähr, Mitte Brustbein und wenn sich da die Fibroplasten zusammenziehen, weil wir halt gerade akuten Stress haben oder chronischen Stress haben, Angst haben, dann machen wir uns natürlich klein. Also das heißt, wir beugen uns. Ja, und dadurch kommt es natürlich auch wieder zu Fehlhaltungen und so weiter.

[Jason Raffington] (24:08 - 24:16)
Ja, ich habe auch gehört, dass man, also ich weiß nicht, ob das so stimmt, ob man es so stehen lassen kann, aber du kannst bestimmt gleich erklären, dass wir Emotionen in den Faszien speichern.

[Marco Bergmann] (24:16 - 24:16)
Richtig, genau.

[Jason Raffington] (24:16 - 24:29)
Und das kennen vielleicht auch manche vom Yoga oder vom Benutzen von Faszientools wie Bällen, dass man auf einmal emotional wird, weil man was in Anführungszeichen gelöst hat.

Ist das so? Kannst du da den Mechanismus auch erklären?

[Marco Bergmann] (24:29 - 26:53)
Ja, also ich gebe jetzt mal ein Beispiel. Ja, ich habe vor einem Jahr einen Eishockeyspieler betreut aus der DEL. Sehr guter auch.

Geht darum, dass immer wenn er in die Nationalmannschaft berufen worden ist und so fünf Tage vor dem Länderspiel hat er sich immer verletzt. Er hat sich immer die Adduktoren gezogen. Und die sind dann weiter gekommen.

Ein Bekannter von mir hat ihn dann zu mir geschickt. Dann habe ich gesagt, okay, wir gucken erst mal, was los ist. Haben VNS gemessen.

Dann Parasympathikus ganz unten, Sympathikus ziemlich hoch. War immer, das System musste immer funktionieren, weil er halt Verlustangst gab. Er wollte nicht seinen Stammplatz verlieren oder das war halt sein Traum.

Und dann war das Thema einfach, also er kam mit mir zu den Symptomen, also er hat sich schnell die Adduktoren gezogen und er hatte Verdauungsprobleme. Okay, dann haben wir geguckt, wo kommen die Verdauungsprobleme her. Also haben wir getestet.

Verdauungsprobleme kamen daher meinem Dickdarm abgespeichert. Er kann nicht loslassen. Er konnte die Angst vor Versagen nicht loslassen.

Immer wenn es hart auf hart gekommen ist, ist der Darm zugegangen. Dadurch ist der Darm, die Darmfaszien mit dem Hüftbeugerfaszien verklebt. Und die Faszien im Hüftbeuger geht er über in die Adduktorenfaszien.

Das heißt, er hat immer, wenn der Druck zu hoch geworden ist, so einen Zug auf den Psoas gehabt, wo dann in die Adduktoren reingezogen ist und er dann noch belastet hat und der Sauerstoff noch weniger geworden ist, weil er halt dann gegen Ende des Spiels mal der Sauerstoff ausgegangen ist, dann hat er den Muskel zugemacht und dann hat er sich gezerrt. Genau, also so kann man das ungefähr sagen. Die Fibroblasten haben dann hier unten sehr starke Arbeit.

Haben das Gewebe immer mehr zusammengezogen. Genau, und was haben wir dann gemacht als Therapie? Wir haben seine Ernährung umgestellt.

Er hat sehr viel Whey-Protein gegessen. Nicht so optimal. Und das auch noch kombiniert mit Kuhmilch.

Das haben wir dann alles umgestellt. Wir haben peu a peu die Ernährung umgestellt, weil beim Profisport die Ernährung umzustellen während der Saison ist auch sehr schwierig. Wir haben das ganz langsam peu a peu gemacht.

Und nach einem halben Jahr hat er wirklich keine Verdauungsprobleme mehr gehabt. Hat ein paar Blähungen ab und zu gehabt, wenn er Stress zu hoch war. Haben die Faszien alle frei gemacht.

Und was natürlich der Game-Changer war, wir haben seine Angst vor Verlust weggemacht mit der Kinesiologie. Wir haben Psychokinesiologie gemacht und haben das abgelöst und seitdem, auch wenn er jetzt spielt in der Nationalmannschaft übrigens, er hat sich seitdem nicht mehr verletzt. Seit einem Jahr ist er verletzungsfrei. So hängt das alles zusammen.

[Jason Raffington] (26:54 - 26:59)
Das ist krass, weil man hat das häufig ja gar nicht so auf dem Schirm, wie komplex das doch dann ist.

[Marco Bergmann] (27:00 - 28:51)
Unheimlich komplex. Deswegen ist es auch so wichtig, von der Metalistic-Health-Methode jede Komponente mit einzubeziehen. Also die Metalistic-Health-Methode besteht ja aus der strukturellen Komponente, wo wir die Osteopathie, die manuelle Therapie, die Physiotherapie, die ANF, das ganze Ding. Dann die Ernährungsmedizin, über die kPNI, die klinische Psychoneuroimmunologie.

Also was macht Psyche mit unseren Immunsystem? Was macht die Ernährung mit unserem Immunsystem, mit unserer Psyche? Also ganz ehrlich, wenn ich jetzt so essen würde wie früher, also viel Getreide auch, und auch Schweinefleisch, dann würde ich glaube ich meinen Tagespensum nicht schaffen, weil da würde mir die Energie ausgehen, weil die Verdauung so viel Energie kostet.

Also das ist halt auch die Ernährung sehr wichtig. Und dann die emotionale neurobiologische Säule nenne ich die. Das heißt, da sind die ganzen Kinesiologie- Ausbildungen drin, wo man dann die ganzen Störfälle testen, die Emotionen natürlich, Nahrungsmittelallergien testen, alles.

Da kannst du praktisch alles testen, was du willst. Und das muss alles ineinander eingreifen, weil nur dann bekommen wir den Körper komplett gesund. Stell dir vor, ich hätte jetzt nur die Faszien immer frei gemacht.

Das hätte dann wieder eine Weile gehalten, vielleicht so 3-4 Wochen, aber die Ursache war ja noch da. Also die Angst vor Verlust, was seinen Darm zugemacht hat, die war ja noch da. Also das heißt, der Mechanismus war Symptom, Adduktorenzerrung.

Ursache von der Adduktorenzerrung war seine Verdauungsbeschwerden, das heißt, sein Dickdarm und sein Dünndarm waren immer aufgebläht, dadurch die Verklebung von von den Faszien. Aber die Ursache von dem Verdauungsproblem war das Emotionale, der hohe Druck, die Angst zu versagen. Und wenn ich eins davon vergessen hätte, also wenn ich jetzt die Angst weggemacht hätte, hätte aber die Faszien nicht gelöst, wäre ich ja trotzdem noch verklebt gewesen.

Du hast ja trotzdem Vernahrung drin, die müssen wir auch alle wegmachen. Hätte ich nur die Ernährung umgestellt, wäre der Darm zwar besser geworden, aber hätte nicht lange gehalten, weil die Emotionen auch da waren. Und hätte ich nur die Faszien frei gemacht, ist alles gleich.

Also es müssen immer alle drei Komponenten gegeben sein. Nur dann funktioniert es.

[Jason Raffington] (28:51 - 29:01)
Wenn ich das jetzt so höre, ich meine, ich kenne dich und ich weiß, was du machst. Und da würde ich mich jetzt fragen, wenn ich dich nicht kennen würde, okay, wo finde ich so jemanden wie dich, der das macht?

[Marco Bergmann] (29:03 - 30:23)
So ganzheitlich wie ich bin, soll das blöd klingen, aber das ist halt meine Methode, die habe ich für mich entwickelt. Ich weiß nicht, ob es jemand noch so macht, ich kann es ja nicht sagen. Es gibt Leute, die machen halt sehr gute Osteopathie, die Leute machen sehr gute kPNI, die Leute machen sehr gute Kinesiologie.

Aber das alles gepaart ist ja eigentlich die Kunst. Und das mache gerade meines Wissens gerade nur ich. Also ich baue jetzt auch neue Kurse auf.

Der erste Kurs kommt vielleicht noch dieses Jahr, vielleicht auch Anfang nächsten Jahres. Das wird ein rein emotionaler Kurs für Patienten und für Therapeuten, weil das ist so eine Grundbasis, weil der Körper und die Menschen müssen komplett auf Heilung ausgerichtet sein. Also wenn du einen chronisch Kranken hast, der zum Beispiel eine chronisch-empfindliche Darmerkrankung hat oder MS oder Parkinson, dann muss alles auf Heilung ausgerichtet sein.

Das heißt, das Mentale muss stimmen beim Therapeuten und beim Patienten, weil, stell dir mal vor, die Schulmedizin sagt, gut, MS können wir nicht heilen. Das ist unheilbar. So, das weiß der Patient.

Und wenn der Therapeut gelernt hat, ja, ich habe in der Schule gelernt, das kann man nicht heilen, kann ich nur symptomalspannen, dann brauche ich da gar nicht hinzugehen. Sondern wir geben eine Intention rein, wir kriegen das wieder weg. Ob wir es letztendlich schaffen, weiß ich nicht.

Aber ich probiere auf jeden Fall mein Bestes und wenn wir die Ursachen rausfinden durch das Testen, woher die MS kommt oder die chronisch-empfindliche Darmerkrankung, wenn wir die Ursache weiß, kann man sie ja behandeln. Wenn ich sie aber nicht weiß, dann schieße ich halt immer ins Blaue mit Immunsuppressiva und so weiter. Du kennst die Geschichten.

[Jason Raffington] (30:23 - 30:42)
Also du sagst, idealerweise behandeln wir den Körper, die Person auf all diesen Ebenen. Trotzdem jetzt für die Leute, die nicht Zugang zu dir haben oder zu jemandem, der so holistisch arbeitet, gibt es da irgendwas, was du empfehlen kannst, wo man dann doch anfängt?

Weil ich kann mir vorstellen, jetzt hören viele zu und denken so, ja, was mache ich denn jetzt?

[Marco Bergmann] (30:42 - 33:32)
Ja, absolut richtige Frage und ich würde immer sagen, baut euch erst mal Routinen auf. Das heißt, wir brauchen erst mal wieder Ordnung im Leben. Routinen aufbauen ist das Wichtigste.

Die Qualität deiner Routinen ist die Qualität deines Lebens, sage ich immer. Bedeutet, nur als Beispiel von mir, ich stehe ja jeden Früh so halb sechs auf, dann mache ich nur eine halbe, dreiviertel Stunde Sport. So 30 bis 45 Minuten, aber moderat.

Das heißt, entweder ich gehe früh zu kurz zum Joggen oder ich fahre ein bisschen auf das Spinningrad. Dann mache ich kurz ein bisschen Mindset-Training, eine Yoga-Einheit, dann dusche ich kalt und dann gehe ich sofort auf die Arbeit, weil meine Praxis direkt an meinem Haus dran ist. Also ich muss praktisch nur die Treppe runterlaufen und dann sind meine Praxen da.

Und schon allein, wenn ich das früh nicht mache, bin ich in der Praxis nicht so präsent, als wenn ich meine Routine mache. Also ich bin dann voller Energie und ich mache das alles nüchtern und ich esse es erst mal auch erst Mittag, aber ich bin dann so präsent, so klar im Kopf und ich mache das nicht, um schlank zu sein, sondern ich mache es, um präsent zu sein. Gut für meinen Patienten.

Also wichtig ist für erst mal, baut euch gute Routinen auf. Und ihr müsst wissen, okay, was macht mir Spaß, weil eine Routine muss Spaß machen. Eine Routine kann auch sein, hier ist eine Tafel Schokolade am Tag.

Das ist halt keine gute Routine. Und wir brauchen die richtigen Routinen und wir brauchen die Routinen, was uns Spaß macht. Also ich würde zum Beispiel anfangen, die ersten 33 Tage, so lange braucht man, bis eine Routine gefestigt ist, Samstag, Sonnag natürlich auch, würde ich sagen, okay, du fängst mal an, jeden Tag dich zu bewegen.

Ob du jetzt einen Tag joggst, einen Tag nur walkst oder nur spazieren gehst, aber eine halb, dreiviertel Stunde am Tag. Einfach Bewegung oder Rad fährst oder nur mal Yoga machst oder am anderen Tag wieder Fahrrad fährst, immer im Wechsel. Hauptsache du bleibst 30 Tage nonstop 30 bis 45 Minuten am Tag in Bewegung.

So, dann baut sich die Routine auf. Dann würde ich sagen, lass mal den raffinierten Zucker weg. Oder den weißen Zucker.

Oder lass mal die Kuhmilch weg oder lass mal das Schweinefleisch weg. Also mehr als drei Routinen am Stück würde ich nie aufbauen, weil eins, zwei, drei ist zu viel. Also maximal drei Routinen.

Und jeder muss für sich entscheiden, okay, wo habe ich am ersten Zugang zu mir, was kann ich als erstes umsetzen? Das kann, am besten ist die Bewegung und die Ernährung ein bisschen. Und dann, was ich noch gerne empfehle, ist halt, schreibt euch auf, wofür ihr dankbar seid.

Also ich mache immer mit meinen Patienten, ich sage immer, zwei, drei Minuten, stell dir eine Uhr auf drei Minuten zum Beispiel, einen Timer und schreib drei Minuten am Stück auf. Der Stift dürft nie das Blatt verlassen. Schreib dir drei Minuten am Stück auf, wofür du dankbar bist.

Und das jeden Tag. Der Stift dürft nie das Blatt verlassen. Du schreibst einfach, und wenn es sich wiederholt, wiederholt es sich halt.

Also wenn du zum Beispiel schreibst, ich bin dankbar, dass ich heute früh aufgestanden bin. Und dir fällt nicht mehr ein, wofür du dankbar bist, dann schreibst du das drei Minuten halt immer auf. Aber das manifestiert sich halt dann.

Also das sind so Routinen, wo ich sage, auf der Bewegungsebene, auf der Ernährungsebene und auf der Mindset-Ebene würde ich je eine Routine aufbauen, 33 Tage am Stück, dann ist es gefestigt. Wenn ich mir schwer tue, mit Routinen aufzubauen, dann fange ich halt wirklich nur mit einer an. Dann mache ich halt wirklich nur Bewegung oder so.

Ja, so würde ich es machen.

[Jason Raffington] (33:32 - 34:06)
Okay. Das ist schon hilfreich. Ich denke, das hilft vielen, gesunde Routinen zu haben.

Ich will noch mal auf die Faszien zu sprechen kommen. Ein anderes, ich weiß nicht, ob es ein Sprichwort ist, aber was anderes, was ich schon mal gehört habe, ist, dass wir so alt sind wie unsere Faszien. Stimmt das?

Können wir die Faszien, in Anführungszeichen, das Alter der Faszien beeinflussen? Können wir sie gesund halten? Wahrscheinlich durch Bewegung würde ich annehmen.

Vielleicht auch durch Hydration. Sie müssen ja geschmeidig sein, beweglich sein. Gibt es noch irgendwas, was wir für die Faszien tun können, beziehungsweise gibt es Dinge, die den Faszien schaden?

[Marco Bergmann] (34:09 - 35:47)
Wir wissen ja, dass z.B. emotionale Traum auch mit Faszien abgespeichert werden. Also ich stelle dir vor, ein emotionales Traum wird in einer Faszie abgespeichert, im Gehirn und in einem Organ. Organe haben ja auch Faszien.

Also müssen wir die Organe damit behandeln, müssen Faszien behandeln, wir müssen es aus dem Gehirn rausbringen. Das heißt, ich stelle dir vor, ich gebe dir wieder ein Beispiel. Ich habe eine Patientin gehabt, die hat eine SIBO gehabt.

Eine SIBO ist eine Dünner- und Fehlbesiedlung. Die war austherapiert, die war schon bei allen Ärzten, die war schon bei allen Heilpraktikern austherapiert. Und dann hat sie gesagt, okay, sie probiert jetzt nur einen Anlauf bei mir.

Und dann habe ich gesagt, okay, wir gucken es uns an. Und dann haben wir die Ursache herausgefunden, dass sie einen Unfall hatte, einen Skiunfall, vor 15 Jahren, wo sie mit dem Kopf gegen einen Baum geknallt ist. Also nicht den Schlag gegen den Baum.

Und der Helm war ganz, aber sie hat eine fette Gehirnerschütterung gehabt. Und seitdem hat sie auch immer leicht Migräne gehabt. Und dann nach zwei Jahren haben dann die Verdauungsstörungen angefangen.

Und Jahr für Jahr ist immer ein Symptom mehr dazugekommen. Okay, was haben wir gemacht? Wir haben getestet, wo kommt es her?

Okay, emotionaler Konflikt. Sie hat den Schock praktisch noch von dem Baum gehabt, also das heißt, wo sie gegen den Baum gefahren ist. Sie weiß noch genau, das wusste sie noch wie gestern, sie ist auf dem Baum zugefahren, konnte aber nicht mehr bremsen, wollte noch rumstehen, ist aber dann in einem Ski hängen geblieben und hat fast einen Überschlag gemacht und ist dann mit dem Kopf so gegen den Baum, ungebremst.

Und deshalb konnte ich sie nie vergessen. davon träumt sie jetzt noch, nachts hat sie gemeint. Dann haben wir erstmal das abgelöst.

Das heißt, wir haben erstmal abgelöst und dann habe ich sie wieder aufstellen lassen. Dann war sie schon viel aufrechter. Nur weil dieser Schock weg war.

[Jason Raffington] (35:47 - 35:51)
Du sagst, Entschuldigung, du sagst abgelöst, nur dass man sich besser vorstellen kann.

[Marco Bergmann] (35:51 - 38:18)
Psychologisch abgelöst, also zum Beispiel durch EMDR oder durch Klopfakupressur. Wir haben den Konflikt, wir haben das nochmal durchlebt und dann haben wir es gleich weggemacht. Dann habe ich sie gefragt, siehst du den Unfall noch?

Dann sagt sie, ah ne, ich sehe nur noch ein schwarzes Bild. Passt. Also das war für sie dann neutral und sie hat das nicht mehr als Bedrohung wahrgenommen.

Außerdem ist auch kein Ski mehr gefahren, das war ein Riesentrauma. Und was ist dann passiert? Also, das heißt, die Kopffaszie war komplett verspannt.

Dadurch ist der Schädel komplett dicht geworden. Dann ging die Kette zu über die Kaumuskeln, über die Atemhilfsmuskeln, über die Pleura, also über das Lungenfell. Zwerchfell ging zu und die Darmfaszien gingen alle zu.

Bis in die Füße eigentlich rein. Über die Adduktoren, bis die Wade und Füße. Also sie war auch bocksteif.

Also sie war ein Klumpen eigentlich. So, dann haben wir das gelöst. Dann stand sie schon viel aufrechter.

Dann haben wir die Faszien frei gemacht. Von Kopf bis Fuß. Auf einmal sagt sie, ich kann wieder abrollen mit dem Fuß.

Und so haben wir die ganzen Faszien frei gemacht. Die Faszien werden gut durchblutet. Deswegen ist es auch so wichtig, den Konflikt überall abzulösen.

Das heißt, im Gehirn. Weil, wenn wir immer ständig dran denken, dann fangen wir das Beißen an. Und das heißt, dann gehen die Faszien auch wieder zu.

Die Dora ist im Prinzip auch eine Faszien. Also die Hirnhaut und die Rückenmarkshaut ist auch eine Faszie. Die waren dann komplett dicht.

Wenn wir sie im Kopf ablösen, haben wir die frei bekommen. Dadurch konnte sie ja schon aufrichten. Dann haben wir sie körperlich frei gemacht.

Dann haben wir die Körperfaszien frei gemacht, wo dieser Konflikt abgespeichert war. Dadurch konnte sie danach wieder abrollen. Das heißt, sie war dann richtig frei.

Was mussten wir noch machen? Dann haben wir noch die Ernährung umgestellt. Dann haben wir praktisch nochmal den Darm aufgebaut.

Die Fehlbesiedlung weggemacht. Den Darm neu aufgebaut. Und dann hat sie es gehalten.

Weil die ganzen Supplements, die sie vorher genommen hat, ich weiß nicht, wie viele tausend Euro sie da ausgegeben hat, das war halt ein sehr teurer Stuhlgang, weil ihr Darm konnte überhaupt nicht entspannen. Weil wenn der Schädel zu ist, geht der Vagus zu. Vagus ist ein Hirnnerv, der wird hinten komprimiert.

Dadurch immer ein höherer Herzschlag. Die Faszie hier vorne ging zu. Zweifel gingen zu, wo den Darm eigentlich mitbewegt und die Peristalte gefördert.

Und der Vagus hat entspannt auch die ganzen Sphincter im Darm, also die Schließmuskeln.

Und die gingen dann immer auf. Und deswegen hat sie dann eine Fehlbesiedlung bekommen. Und wie gesagt, das haben wir dann alles gelöst.

Und die hat dadurch ja, wenn er nicht entspannt, eine Mal-Absorption-Störung, Mal-Digestion-Störung gehabt. Also eine Aufspaltungsstörung und eine Aufnahmestörung überhaupt. Das heißt, sie konnte überhaupt keine Nährstoffe richtig aufnehmen.

[Jason Raffington] (38:19 - 38:21)
Das war sie wahrscheinlich auch die ganze Zeit im Sympathikus.

[Marco Bergmann] (38:21 - 39:20)
Immer. Natürlich, genau. Guck mal, das war 15 Jahre her, und sie konnte es noch genauso sagen, als ob es gestern gewesen wäre. Sie hat davon geträumt, nicht jede Nacht, aber mehrmals in der Woche. Sie war dann schon ziemlich platt.

Also so hängt das alles zusammen. Wir lösen den Konflikt aus den Faszien raus. Wir machen die Faszien manuell frei, dass alle Zellen in den Faszien wieder gut arbeiten können.

Also das heißt, die Fibrozyten nachlassen, dass wir wieder geschmeidig werden. Elastin und Kollagen wird wieder produziert. Hyaluronsäure, wollte ich vorhin eigentlich sagen.

Hyaluronsäure wird noch produziert, dass die Faszien wieder geschmeidig sind. Genau. Und dann bleiben wir auch jung.

Weil wenn die Faszien zu sind, stellen wir mal vor, die Halsfaszie ist immer zu, oder der Abfluss hier, dann staut sich der ganze Müll nach oben. Was bekommen wir dann? Wir bekommen geschwollene Augen.

Der ganze Dreck, was hier eigentlich ablaufen sollte, setzt sich im Gewebe fest. Wir werden faltig. Genau.

Und deswegen glaubt ja auch der Spruch, wie du vorhin gesagt hast, Wir sind so alt wie unsere Faszien. Genau, wir sind so alt wie unsere Faszien. Wenn die Faszien nicht frei ist, altern wir schneller.

Meine Meinung.

[Jason Raffington] (39:21 - 39:38)
Das finden viele jetzt bestimmt auch spannend und denken sich okay, was kann ich denn selber für meine Faszien tun, damit ich lange, jung und fresh aussehe? Gibt es was? Also ich denke jetzt natürlich als erstes an die Faszientools.

Aber wie du auch jetzt schon mehrfach gesagt hast, das ist die Mischung aus verschiedenen Ansätzen.

[Marco Bergmann] (39:38 - 40:37)
Ich bin jetzt kein Fan von Blackrolls oder so, oder von den Faszienrollen. Weil es ist im Spitzensport okay. Finde ich, glaube ich, auch angebracht.

Im Breitensport eher nicht, so weil wir da noch mehr Stress ins Gewebe reingeben. Da bin ich jetzt nicht so ein Fan von. Ich benutze es selber gar nicht.

Was kann man selber tun? Ja, Yoga. Am besten finde ich das Yin-Yoga in dem Fall.

Yin-Yoga und Bikram-Yoga auch sehr gut für die Faszien. Hat einfach den Vorteil, weil wer Bikram-Yoga nicht kennt, es wird in 40 Grad oder 45 Grad warmen Raum gemacht. Das heißt, du spitzt unendlich und dadurch entgiftest du natürlich schneller.

Das heißt, die Faszien dehnen wir und die Giftstoffe werden über die Haut gleich ausgeschieden. Genau. Das sind so zwei Dinge, wo ich sagen würde, da kann jeder selber ran.

Und Yin-Yoga ist ja nichts Anstrengendes großartig. Das ist in langem eine Dehnung, eine Dehnlagerung. Sowas würde ich als erstes empfehlen.

Und viel trinken natürlich. Sauberes Wasser und die richtigen Supplements einnehmen in dem Fall, was den Körper und die Faszien durch entgiften.

[Jason Raffington] (40:39 - 40:46)
Gibt es andere Sachen, die wir über die Ernährung machen können, um die Faszien zu unterstützen? Oder gibt es bestimmte Lebensmittel, die wir vielleicht eher meiden sollten?

[Marco Bergmann] (40:48 - 42:32)
Meine Ernährung ist ja anti-entzündlich. Ich lebe sehr stark Paleo. Das heißt, ich esse sehr stark anti-entzündlich.

Das heißt, ich esse kein Getreide oder ganz selten keine Kuhmilch, kein Schweinefleisch. Ich ernähre mich hauptsächlich von Gemüse, Salat, Fleisch außer Schwein. Viel gesunde Fette, so mediterran auch.

Wenn du dich so ernährst und das gut durchhältst, 80 zu 20, das Verhältnis, dann hast du auf jeden Fall eine gute Chance. Ich merke das manchmal auch im Urlaub. Früher, als ich die Ernährung umstellte, 2008, habe ich die Ernährung schnell umgestellt und sah wirklich auch viel jünger gleich aus.

Ich war vorher schon ein bisschen faltig, und dann bin ich im Urlaub und habe gesagt, jetzt esse ich mal wieder wieder wie sonst, weil es gönnt mich jetzt, weil ich jetzt Urlaub mache. Dann habe ich im Urlaub immer so eine schlechte Laune gehabt, weil ich dann so eine Wampe rumgeschoben habe, weil ich es nicht mehr verdaut habe. Dann habe ich schlechte Laune bekommen.

Ganz einfach erklärt, weil wenn ich entzündliche Nahrungsmittel esse, produziere ich nicht mehr so viel Tryptophan. Weniger Tryptophan, weniger 5-HTP, weniger Serotonin und natürlich weniger Melatonin. Melatonin ist unser Schlafhormon und unser Entgiftungshormon fürs Gehirn.

Dadurch bekommst du dann eine Verdauungsstörung, hast auch schlechte Laune. Dann habe ich gesagt, warum soll ich das im Urlaub umstellen, mir ist wirklich die Ernährung noch gut, dann esse ich halt mal ein Croissant, habe ich heute früh übrigens auch im Hotel, und das gönne ich mir natürlich auch, man dürfte sich ja nicht geißeln, deswegen sage ich immer 90-10 oder 80-20, das Verhältnis. Und umso gesünder ich esse, umso jünger sind die Faszien.

Das heißt, wenn ich jetzt eine Woche Getreide esse, wäre ich wahrscheinlich in der Woche natürlich viel zugenommen und meine Haut schwemmt auch gleich aus und wird sehr schnell fettig, wenn ich zu viel Getreide esse. Das heißt, die Faszien verkleben dann. Wenn ich zu viel schlechtes Zeug esse, verkleben Faszien.

[Jason Raffington] (42:34 - 42:44)
Ja, das ist spannend. Ich sehe das so wie du, 80-20, 90-10, das finde ich genau richtig. Und wenn man dann doch mal was isst, was nicht optimal ist, dann ist das okay.

[Marco Bergmann] (42:44 - 43:33)
Je nach Ziel natürlich auch. Ich würde mal sagen, im Alltag 80-20, wenn du jetzt einen High-Performer hast, der wohl jetzt ein Projekt anschiebt, dann sollte er sich schon 90-10 oder fast 100% danach ernähren, weil er die ganze Energie einfach für sein Projekt braucht. Aber das ist ja nur zeitlich begrenzt.

Vor dem Projekt geht es drei Monate, dann muss er richtig Gas geben. Dann sage ich, okay, wenn du deine ganze Energie da reinstecken willst, dann halte ich an die Ernährung. Geh früh schlafen.

Geh vor, ich würde sagen, um 10 Uhr sogar schon ins Bett, weil die meisten haben ja die Angebote, nach 12 Uhr ins Bett zu gehen. Und das ist natürlich wirklich tödlich, weil wir müssen spätstens um 2 Uhr im Tiefschlaf sein, damit wir gut entgiften. Das schaffst du aber nach 12 Uhr nichts mehr.

Also wir lernen jetzt nach die Energie. Also geh da schon richtig ins Bett, um 10 Uhr. Dann schlafst du eine 7 Stunden, steh von mir aus um 5, halb 6 wieder auf.

Das wäre ganz gut, ja.

[Jason Raffington] (43:33 - 43:47)
Okay, also es gibt einige Lifestyle-Sachen, die wir tun können, um die Faszien zu unterstützen. Und du hast vorhin ein Wort benutzt, worauf ich nochmal zurückkommen möchte, und zwar Störfelder. Was sind Störfelder, und wie beeinflussen sie unsere Gesundheit?

[Marco Bergmann] (43:47 - 45:33)
Also Störfelder, 80% unserer Störfelder sitzen im Kopf. Das können Stirnhöhlen sein, Nasennebeln, Zähne, Mandeln zum Beispiel, Narben, am ganzen Körper. Aber 80% der Störfelder sind an den Zähnen.

Im Gesicht zum Beispiel, also vor allem Zähne. Wenn zum Beispiel weiße Zähne gezogen werden, und meistens werden weiße Zähne ja so in der Pubertät gezogen. Das heißt, da fehlen uns Nährstoffe, und wir schlafen nicht ausreichend im Teenager-Alter.

Wir gehen feiern, wir trinken Alkohol, wir essen schlecht. Also das heißt, der Körper ist nicht im Parasympathikus, wo wir einen guten Heilzustand haben. Das heißt, wenn wir jetzt den Zahn ziehen, wäre es ideal, wenn die Knochenstruktur wieder durchgebaut wird.

Passiert aber im Sympathikus nicht, wenn wir zu wenig schlafen oder schlecht essen, sondern bilden wir nur eine Knochenplatte. Und hier, dieser Raum wird praktisch gefüllt mit Fettgewebe, voll mit Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten. Ja, auch Parasiten und ganzen Toxinen wie Glyphosat.

Das ist so die Mülltonne vom Mund. Was macht das? Das macht eine chronische Entzündung.

Die legt sich dann auf den Trigeminusnerv drauf, zum Beispiel. Und der Trigeminusnerv ist der größte Hirnnerv. Und der versorgt zum Beispiel alle Zähne, oben im Unterkiefer, die Stirn, und sensibel die Nasennebenhöhlen.

Das heißt, wir können davon, wenn wir hier einen Nikon haben, so nennt sich dieser Hohlraum, wenn das entzündet ist, Nasenebenhöhlenprobleme zum Beispiel bekommen, weil der Trigeminus entzündet ist. Oder wir bekommen Nackenverspannung, weil der Trigeminus gibt auch Äste ab, an den ersten, zweiten, dritten Halswirbel. Das heißt, dann zieht sich die Dura zusammen, die Rückenmarkshaut.

Oder, noch krasser, der Trigeminus hat ja praktisch Einfluss auf alle anderen Hirnnerven, wo hinten im Hirnstamm entspringt, das heißt, auf dem Vagus auch. Dann kriegt man Verdauungsprobleme. Nur weil wir hier zum Beispiel ein Störfeld haben, wie eine Niko.

[Jason Raffington] (45:34 - 45:37)
Und da müsste man dann wahrscheinlich zu einem biologischen Zahnarzt gehen.

[Marco Bergmann] (45:37 - 46:44)
Richtig, deswegen ist das Netzwerk so wichtig. Ein gutes Netzwerk ist ein guter Zahnarzt, wenn es geht, ein biologischer, eine Orthopäde, Gynäkologe, oder Gynäkologin. Wie gesagt, Heilpraktiker und so bin ich alles selber, das brauche ich jetzt nicht.

Aber natürlich, überweise ich auch an andere Kollegen. Aber du brauchst ein gutes Netzwerk, also vor allem auch einen guten Zahnarzt. Der, der auch das versteht, was du eigentlich willst.

Wir haben leider in der Gegend bei uns Zahnärzte, das soll jetzt auch keine Böse sein, die haben halt eher eine normale klassische Zahnmedizin. Und wenn ich dann die Patienten zum Röntgen hinschicke und sage, ich brauche einen OBG, ja, warum? Dann sage ich, weil ich Verdacht habe, da ist ein Niko.

Dann fragen die, was ist denn ein Niko? Dann erkläre ich denen das, dann sagen sie, das gibt es doch gar nicht. Also, was sie nicht kennen, gibt es halt nicht.

Und okay, das muss ich akzeptieren. Und deswegen müssen halt die Patienten dann ein paar Kilometer weiterfahren. Ich habe leider nur immer eine Stunde, also ich muss nach Erfurt zum Beispiel, bei der Frau Pahn, oder nach Baden-Württemberg zu Herrn Remus, schicke ich immer meine Hauptpatienten.

Und es sind biologische Zahnärzte, und da ist das Ding erledigt dann. Da wird es gemacht, ich mache dann die Faszien frei, löse den Konflikt hinter dem Zahn ab, warum das entstanden ist, warum der Stress da war. Entgiften, genau.

[Jason Raffington] (46:44 - 46:55)
Okay, also die Hauptstörfelder sagst du, kommen aus dem Kopf. Ist das doch noch deine Erfahrung bei Patienten, dass wenn sie zum Beispiel, viele, die mit Nackenverspannungen kommen, dass da auch ein Störfeld mit einer Rolle spielt?

[Marco Bergmann] (46:55 - 47:24)
Auf jeden Fall, auf jeden Fall. Also, wir testen ja auch immer aus, Zähne, Mandeln, und Mandeln sind auch sehr häufige Störfelder. Es sammeln sich viele Streptokokken zum Beispiel an Bakterien, was zum Beispiel auch zu Gelenkschmerzen führen kann.

Also Störfeld, Mandeln, wie gesagt, wenn da Streptokokken drin sind, und der Körper mehr auf Stress kommt, und die Stresshormone unsere Immunsystem runter regeln, vermehren die sich, gehen ins Blut, und gehen dann gerne in die Gelenke und machen Gelenkschmerzen. Rheumatische Beschwerden? Rheumatische Beschwerden gucke ich, Zähne, Nasen, Nebenhöhlen, Stirnhöhlen, alles erstmal durch.

 

[Jason Raffington] (47:25 - 47:29)
Das ist wahrscheinlich auch die meisten nicht auf dem Schirm, dass man sich die Zähne anguckt, bei Rheumatische Beschwerden.

[Marco Bergmann] (47:29 - 47:44)
Das ist halt auch wirklich, deswegen brauchst du halt ein gutes Netzwerk, und in dem Fall muss ich auch immer viel Verständnis für die Ärzte haben, weil was die Ärzte halt oft nicht kennen, gibt's nicht. Das muss ich akzeptieren, und das hab ich auch mal von net akzeptiert.

Das war für mich sehr, sehr schwierig. Aber es war ein Lernprozess für mich.

[Jason Raffington] (47:45 - 47:53)
Also ich denk so eine andere, ich sag mal, Alltagsbeschwerde, die viele haben, sind Rückenschmerzen. Hast du da auch was, wo du sagst, bei vielen Leuten ist das die Ursache?

[Marco Bergmann] (47:54 - 50:16)
Ja, also auch wieder ganz klassisch, Patient von mir kam mit klassischen Lendenwirbelsäulenbeschwerden. Er sagt, oh, ich hab immer das Gefühl, ich brech da auseinander. Und dann musste er immer so ins Hohlkreuz gehen, und dann haben wir ja auch geguckt, wo kommt's her?

Okay, dann letztendlich kam raus, also seine Rückenbeschwerden kamen von seiner verspannten Rückenmuskulatur. Okay, klar, ne? Die verspannte Rückenmuskulatur kam von seinem Dünndarm.

Sein Dünndarm war sehr, sehr stark aufgebläht, hat sehr, sehr viel Stress gehabt, Arbeit und privat, also hat Probleme in der Ehe gehabt und hat eine Arbeit gemacht, wo ihm kein Spaß gemacht hat. Dadurch war er immer maximal angespannt, dadurch Verdauungsstörungen bekommen. Und warum verspannt sich dann die Muskulatur hinten?

Klar, weil der Abfluss über den Darm abläuft. So, wenn der Darm aber gestaut ist, dann staut sich die ganze Lymphe und das venöse Blut hinten in den Wirbelkanal rein und in die Rückenmuskulatur und dadurch haben wir einen Überdruck. Und dieser Überdruck, den hat er ausgeliehen, wenn er zu uns ins Hohlkreuz gegangen ist.

Das ist so das Typische. Wo kamen seine Verdauungsbeschwerden her? Weil er geknirscht hat, also er hat einen Bruxismus gehabt, richtig massiv, das test ich ja am Anfang, wie stark sind die Kaumuskeln, und die waren natürlich brechfest.

Ganz extrem und die konntest du auch kaum lösen, also haben wir erstmal rausgefunden, warum beißt er. Und dann kam das eben raus mit Problemen in der Ehe, Probleme auf der Arbeit, dass es keinen Spaß gemacht hat. Der hatte ja nie entspannt.

Der konnte auf der Arbeit entspannen, weil es keinen Spaß gemacht hat. Er konnte daheim entspannen, weil er, also ich will nicht sagen, die falsche Frau hatte, aber er war einfach unglücklich in seiner Ehe, das liegt ja natürlich immer an beiden, also gab es keine Schuldzuweisung, das wusste er auch selber. Und dann haben wir erstmal das emotionale ein bisschen gelöst, dann hab ich sein Kiefer gelöst.

Also letztendlich war es die verspannte Rückenmuskulatur, also die Lendenwirbelsäulenbeschwerden kamen von der verspannten Rückenmuskulatur, die verspannte Rückenmuskulatur von seinen Darmbeschwerden, die Darmbeschwerden vom Kiefer, weil der Kiefer den Vagusnerv hinten eingeklemmt hat, wofür die Magen-Darmorgane zuständig ist, für die Entspannung. Und das Beißen war die Ursache emotional. Also wieder auch ganz klar, wenn du einen Teil vergisst von der Mentalistic-Health-Methode, das mentale oder die Ernährung umzustellen oder dann die Osteopathie, wo du die Struktur wieder frei machst, funktioniert die Geschichte nicht.

Wenn ich jetzt rein osteopathisch behandelt hätte, das ist auch der Unterschied zur klassischen Osteopathie, hätte ich praktisch sein Darm behandelt und seine Faszien vorne frei gemacht und seine Rücken, vielleicht die Blockade noch weggemacht, das wäre dann die Osteopathie gewesen. Vielleicht noch den Vagus frei.

[Jason Raffington] (50:17 - 50:18)
Kopf behandelt, wegen dem Beißen.

 

[Marco Bergmann] (50:19 - 50:32)
Also das wäre es dann osteopathisch gewesen, aber dann hätten wir noch keine Ernährung umgestellt und wir hätten die Emotionen noch gehabt. Also es wäre wiedergekommen. Und das ist halt das Fatale, warum die Leute immer wieder mit dem gleichen Mist kommen, weil immer ein gewisser Teil vergessen wird.

[Jason Raffington] (50:33 - 50:42)
Also abgesehen von den Störfeldern, die beispielsweise in unserem Gesicht sind, gibt es ja auch noch welche, die extern kommen. Ich denke jetzt an Strahlung, EMF, Internet, solche Sachen.

[Marco Bergmann] (50:42 - 51:40)
Also was natürlich ein sehr großes Störfeld ist, unser Smartwatch. Ich sehe den Oura Ring auch als Störfeld. Aber alles gut.

Das muss immer jeder spezifisch entscheiden. Und als Tool ist es sehr, sehr gut, wenn man es nicht jede Nacht trägt. Einfach mal zur Kontrolle, weil ich mag eigentlich keine Kontrolle.

Wenn ich früh aufstehe und ich sehe oder ich merke, ich fühle mich eigentlich sehr gut, ich bin gut ausgestattet, ich bin fit, dann brauche ich ja keinen Wecker oder keine Uhr oder den Ring, wo mir sagt, wie habe ich geschlafen. Ich gehe dann schon mehr nach Körpergefühl. Ich finde, dass diese ganzen zu vielen Tools uns auch die Sensibilität rauben, weil wir verlassen uns nur noch auf die Uhr.

Ich bin zwar total krockig, aber ich habe geil geschlafen. Verstehst du? Und wenn die Leute fit sind und die Uhr zeigt an, du hast aber schlecht geschlafen, dann verlassen sie sich auf die Uhr und auf einmal geht ihr Sensibilität verloren.

Ich habe ja schlecht geschlafen. Ah, ich bin doch schlecht drauf. Also das machen wirklich viele.

Und das finde ich ein bisschen gefährlich auch.

[Jason Raffington] (51:40 - 52:26)
Ja, ich merke das auch manchmal selber. Ich wache auf, merke eigentlich okay, ich fühle mich eigentlich fit. Also ich nutze es viel für Sport.

Und dann sehe ich, okay, meine Recovery, mein Readiness Score heißt er da, also wie bereit ich bin, wie viel Energie ich habe, ist nicht so gut, obwohl ich mich eigentlich ganz gut fühle. Und dann gehe ich halt doch nicht zum Sport. Manchmal, also oft mache ich dann tatsächlich das, was mein Körper mir sagt, wie ich mich fühle.

Aber manchmal sagt der Ring dann, okay, vielleicht ist heute doch eher Recovery angesagt. Und da denke ich dann, ja, okay, vielleicht ist es auch nicht verkehrt, mal die Pause zu machen. Also ich versuche das schon irgendwie zu balancieren.

Ich verlasse mich nicht zu 100 Prozent auf den Ring. Ich verlasse mich mehr auf mich selbst, aber es ist einfach noch so ein zusätzlicher ja, zusätzliche Informationsquelle.

[Marco Bergmann] (52:26 - 53:26)
Wie gesagt, ich finde es, ich verteufle ihn auch geil. Also ich finde ihn auch, wenn man es sinnvoll einsetzt, auch sehr gut. Ich mache es überhaupt nicht, weil ich verlasse mich einfach auf mein Körpergefühl.

Kann ich heute Sport machen? Genau, also das merke ich dann schon selber. Und muss sich halt sensibilisieren.

Weitere Störfälle hat man natürlich noch. Also ich habe ein Baubiologen zu mir in die Praxis kommen lassen. Habe Wasseradern entstören lassen.

Habe den Elektrostress rausgeschmissen. Habe in die Steckdose Adapter reingemacht, was den Elektrostress ausschaltet. Wir haben an die Hauptstromleitung ein Chip geklebt, dass die entstört ist.

Das haben wir alles gemacht und das merkt man auch wirklich. An die Hauptleitung habe ich auch was dran machen lassen, dass das Wasser energetisiert wird. Kann man daran glauben?

Ich teste es aus. Ich teste es kinesologisch aus und es funktioniert. Ich schmecke jetzt nicht den Riesenunterschied.

Ich habe auch einen sehr guten Wasserfilter. Deswegen schmecke ich den Unterschied auch nicht. Ob es noch energetisiert ist oder nicht.

Vom kinesologischen Test zeigt es aber auch schon.

[Jason Raffington] (53:27 - 53:39)
Du sagst, man spürt den Unterschied, auch wenn man zu dir in die Praxis kommt. Was macht das denn mit dem Körper? Viele wissen ja inzwischen, Strahlung ist nicht gut.

Das ist bekannt. Aber was genau macht das denn mit uns?

[Marco Bergmann] (53:40 - 54:23)
Wenn wir zu viel Strahlung ausgesetzt sind, sind wir nur im Sympathikus. Wir fahren schlechter runter. Wenn du dauerhaft zum Badekurs bist, was passiert dann?

In der Peripherie gehen die Gefäße eher zu. Das Blut zentralisiert sich auch ein bisschen. Wir haben auch eine schlechte Durchblutung.

Unser Herzschlag ist permanent schneller. Unsere Verdauung sinkt runter. Und uns geht die Klarheit verloren.

Wenn wir zu arg im Stress sind, auch wenn es nur Elektrostress ist, es fährt die Klarheit runter. Wenn du zu uns in die Praxis kommst, ist gleich an der Tür bitte Handy aus. Ich muss ab und zu meinen Laptop anmachen, weil ich muss im Internet ab und zu etwas nachschauen.

Aber ich habe das in meinem Raum auch entsteuern lassen. Das ist mir schon sehr wichtig.

[Jason Raffington] (54:23 - 54:31)
Also so einfache Steps für Leute zu Hause ist vor allem nicht mal das Handy in der Hosentasche zu haben, sondern auch mal woanders hinlegen.

[Marco Bergmann] (54:31 - 55:37)
Die einfachsten Steps sind, lad dein Handy nicht im Schlafzimmer neben deinem Kopf. Am besten nimmst du einen ganz normalen Wecker mit Batterie und tust dein Handy einfach nachts raus. Du brauchst dann nachts kein Handy.

Das wäre das Erste. Das Zweite ist, einen guten Baubiologen holen und die ganzen Störfälle austesten lassen, Wasseradern vor allem. Ein ganz krasses Beispiel, bevor wir umgezogen sind, mit sechs, sieben, sind wir umgezogen in ein anderes Haus und vorher hat meine Mutter extrem Migräne gehabt.

Und das hat überhaupt keiner in den Griff gekriegt. Ich will nicht sagen, sie war dann suizidgefährdet, aber sie konnte es nicht ansprechen zu dem Zeitpunkt. Und dann haben wir einen Baubiologen holen lassen und dann hat die mit dem Kopf auf einer gekreuzten Wasserader geschlafen.

Der ist da reingekommen in das Schlafzimmer, wo meine Mutter geschlafen hat und hat gesagt, dass sie runtergeknallt hat, also seine Hand, das weiß ich noch wie heute, und der ist käsweiß angelaufen und hat gesagt, wer da schläft, lebt nimmer lang. Und da lag meine Mutter mit ihrem Kopf auf einer gekreuzten Wasserader. Dann haben wir nur das Zimmer dran gewechselt, haben dadurch das Wohnzimmer ins Schlafzimmer umgewandelt und dann war die Migräne weg.

Also ein Baubiologen ist auch unersetzlich.

[Jason Raffington] (55:38 - 56:17)
Ja, das ist schon krass, was man da zu Hause auch machen kann. Also für mich, ich versuche, also ich mache nachts immer das WLAN aus, ich habe da so einen Timer, dass um zehn das Internet ausgeht und morgens um halb sieben geht es wieder an. Und Freunde von mir sagen so, ja okay, du wohnst in einem Haus, über mir wohnt niemand, aber unter mir wohnen Leute, neben mir wohnen Leute, da ist ja auch Internet.

Und dann sage ich so, ja okay, wenn ich irgendwie in einer Bar bin und alle um mich rum rauchen, dann sage ich nicht, dann kann ich ja jetzt auch rauchen, es macht ja eh nichts mehr. Also die Zigarette würde mir ja trotzdem schaden, es ist ja nochmal viel näher an mir. Und der Router wäre theoretisch genau neben meinem Kopf auf der anderen Seite im nächsten Zimmer, also fühle ich mich auf jeden Fall wohler, wenn ich den ausmache.

[Marco Bergmann] (56:17 - 56:25)
Genau, also wenn jeder dann so denkt, ist überall das WLAN aus. Wenn jeder denkt, über mir ist ja was, aber wir wissen es ja eigentlich auch gerade. Und ja, du hast vollkommen recht, das mit dem Rauchen ist ein sehr gutes Beispiel.

[Jason Raffington] (56:25 - 56:29)
Vielleicht muss ich mal einen Zettel ins Treppenhaus hängen, bitte alle WLAN aus.

[Marco Bergmann] (56:31 - 56:32)
Aber das wäre gut, ne?

[Jason Raffington] (56:32 - 56:33)
Ja, das wäre ideal.

[Marco Bergmann] (56:34 - 56:53)
Also ich merke schon den Unterschied, wenn ich im Hotel schlafe, ich habe heute im Hotel geschlafen, auch im obersten Stock, auf dem Hotel drauf ist auch eine schöne große Antenne. Ich merke das natürlich an der Schlafqualität.

Obwohl ich gestern, ich bin erst ziemlich spät angekommen, war ich ja auch K.O. Aber du merkst einfach, der Tiefschlaf ist einfach nicht so da. Klar war ich auch aufgeregt, aber ich merke dann schon auch diese Strahlung.

[Jason Raffington] (56:54 - 56:57)
Ja, in einer Stadt wie Berlin ist das natürlich dann auch nochmal ein bisschen stressiger.

 

[Marco Bergmann] (56:57 - 57:03)
Und ich wohne auf einem Land mit 400 Einwohnern. Also das ist ein riesen Unterschied, ne? Das ist schon ein brutaler Input auch.

[Jason Raffington] (57:03 - 57:10)
Ja, ich merke das auch, wenn ich mal wieder auf dem Land bin, von der Helligkeit her, da hast du halt noch Dunkelheit. Da siehst du die Sterne noch, und hier in Berlin siehst du kaum was.

 

[Marco Bergmann] (57:10 - 57:11)
Richtig, richtig.

[Jason Raffington] (57:12 - 57:34)
Du hattest vorhin das Wort Entspannung erwähnt, und wir haben jetzt auch viel über Sympathikus und Parasympathikus gesprochen. Jetzt frage ich mich, ob es einen Unterschied zwischen Entspannung und Regeneration gibt.

Also sind wir immer, wenn wir uns entspannt fühlen, auch gleichzeitig im Parasympathikus und regenerieren? Oder gibt es auch Situationen, wo man denkt, man ist entspannt, aber trotzdem regeneriert man nicht?

[Marco Bergmann] (57:35 - 58:00)
Du hast vorhin das klasse Beispiel genannt. Stell dir vor, du liegst auf der Couch und guckst auf den Fernseher, und wir haben das Gefühl, entspannt zu sein, aber wir gucken zum Beispiel einen Actionfilm oder einen Horrorfilm. Klar, das macht auch nicht was mit uns.

Das heißt, nur weil du auf der Couch liegst und guckst jetzt einen Horrorfilm, heißt das nicht, dass du entspannt bist, sondern weil du gehst ja in den Film mit, du siehst die Bilder, die werden verarbeitet, dann bist du höchstwahrscheinlich, wenn du einen Horrorfilm guckst oder einen Actionfilm guckst oder was ganz Trauriges guckst, ein Drama, höchstwahrscheinlich Sympathikus.

[Jason Raffington] (58:01 - 58:03)
Also müsste man wirklich aktiv oder so.

[Marco Bergmann] (58:03 - 1:02:08)
Ich sage mal zu meinen Patienten, ich habe mal Vipassana gemacht, sagt dir das was?

Vipassana ist ein Schweige-Retreat und geht zehn Tage. Da habe ich von meinem Mentor Christian Bischof gelernt. Du gehst praktisch, das ist ein Grundstück, da ist ein Haus, da sind 15 bis 20 Leute, jeder hat sein eigenes Schlafzimmer, da ist ein großer Raum, da machst du Yoga, jeder hat zwei Quadratmeter.

Du darfst während diesen zehn Tagen niemanden anschauen, nicht reden, nicht schreiben, nicht lesen, keine sozialen Medien. Du machst am Tag eigentlich nur, du hast Atemformen gezeigt und machst ein bisschen Yoga. Das machst du zehn Tage lang.

Und die ersten fünf Tage ist natürlich der Horror, weil der Kopf immer rattert. Ab dem fünften Tag sagt dein Kopf, ich habe jetzt die Schnauze voll, ich will es jetzt nicht mehr denken. Wir haben das jetzt 10.000 Mal durchgedacht die letzten paar Tage, es ändert sich doch nicht. Und auf einmal ist der Kopf leer. Das ist Parasympathikus, wenn der Kopf auf einmal leer ist. Aber ich sage immer zu den Leuten, macht mal nichts, nichts.

Das heißt, wenn ich nur sage, mach mal nichts, dann gehe ich auf die Couch, nehme ihr Handy, ich mache ja nichts. Nichts, nichts machen heißt, du legst dich hin, du atmest und machst nichts. Du atmest nur.

Und lässt dir Gedanken kommen, lässt sie gehen. Einatmen, ausatmen. So haben wir das immer gelernt.

Einatmen, ausatmen. Gedanken kommt, einatmen. Gedanken gehen lassen, ausatmen.

Und so gehst du mit den Gedanken um. Wenn du so ein richtiger Grüblei bist, wo du gerade ein Problem hast, du kommst gerade nicht raus, lass den Gedanken kommen, durchleben, einatmen, lass den Gedanken gehen, ausatmen. Es passiert ja nichts.

Das ist ja nur die Angst, was uns in diesem Sympatikus hält. Und wir wissen, wenn wir den 10.000 Mal durchgedacht haben, mit diesen Gedanken, und wir sehen ja, es passiert nichts, dann gehen wir durch, die Angst ist durch und dann ist die Angst keine Angst mehr. Nur als Beispiel.

Also nochmal ein Unterschied zwischen Entspannung und Regeneration. Entspannung ist ein kurzzeitiger Zustand, wenn du dich mal auf die Couch schlägst, ohne alles, das ist Entspannung. Regeneration habe ich ein geiles Beispiel.

Ich habe einen Spitzensportler betreut, 2016 war das vor Olympia, und er hat sich vier Wochen vor Olympia das Innenband gerissen. Und in dieser Sportart mit einem gerissenen Innenband ist das eigentlich nicht möglich. Und dann habe ich gesagt, ich will da trotzdem hin.

Dann hat er sich ein Team aufgebaut, und dann war ich Gott sei Dank auch drin. Und dann habe ich gesagt, Marco, ich habe mir das Innenband gerissen, ich muss vier Wochen starten, Olympia. Dann sage ich, ist nicht möglich.

Dann sagt er, erzähl mir jetzt keine Scheiße. Ich will, dass du sagst, dass ich das schaffe. Und ich so, okay, verstehst du, es war ja in meinem Kopf in dem Moment nicht möglich.

Aber natürlich ist es möglich, weil wir haben dann seine Faszien richtig aufgemacht, wir haben seine Ernährung brutal umgestellt, wir haben seinen Mindset gefertigt, wir haben seinen ganzen Körper auf Regeneration gepusht, auf Heilung. Alles war auf Heilung ausgerichtet. Also das ganze Team war auf Heilung ausgerichtet.

Ich war auf Heilung ausgerichtet, der Therapeut, der Sportler selber natürlich auch, weil der hatte das angetrieben, der wollte das unbedingt. Das heißt, wir haben ihn auf Regeneration getrimmt, vier Wochen lang. Das heißt, der Arzt, der hat ihn gespritzt und Infusionen gegeben.

Ich habe ihn behandelt, habe die Faszien freigemacht, habe mental gearbeitet, habe Ernährung umgestellt. Sein Athletik-Trainer hat alle anderen Muskeln ums Knie herum aufgebaut, ohne dass er das Knie belasten muss. Wir haben ihn dann so zusammengetapet, dass er dann letztendlich, glaube ich, fünfter geworden ist bei Olympia.

Das ist überhaupt nicht möglich. Aber du siehst, wenn du alles auf Heilung ausrichtest, alles auf Regeneration ausrichtest, alles auf, in dem Fall diese vier Wochen, auf Parasympathikus, dass der Körper schnell heilt, dann ist alles möglich. Hört sich jetzt blöd an, aber ich habe Krebspatienten, die im Endstadium waren, weit aus dem Fenster gelehnt, weil das passiert ja dann nicht bei jedem.

Aber wenn alles auf Heilung ausgerichtet ist, warum soll der Tumor wieder zurückgehen? Ich habe den Fall auch schon ein paar Mal gehabt. Das war kein Verdienst von mir allein, sondern das war auch immer eine Teamarbeit.

Aber der Arzt konnte sich nicht mehr erklären. Der Tumor ist viel kleiner geworden. Er war nicht weg, aber schon viel kleiner.

Und der lebt heute noch. Das war vor sechs Jahren. Der Arzt hat gesagt, sie haben noch ein halbes Jahr zu leben.

Dann haben wir alles ausgerichtet, und der lebt heute noch. Der ist gesund. Der Tumor ist immer noch kleiner, aber er stört nichts mehr.

[Jason Raffington] (1:02:09 - 1:02:34)
Wir hatten Störfelder angesprochen. Da frage ich mich, ob es im Gegenteil auch Heilfelder gibt, also Umgebungen oder Tools, die dann die Heilung begünstigen. Ich würde z.B. an Natur denken, weil wir da nicht die ganze Strahlung haben, nicht die ganzen Belastungen oder nicht so viele wie in der Stadt. Gibt es noch andere solche Umgebungen oder Dinge, die man machen kann?

[Marco Bergmann] (1:02:34 - 1:03:40)
Wichtig ist, wie du gesagt hast, verbinde dich mit der Natur. Gehe viel barfuß. Gehe viel auf die Wiese.

Erdung. Ganz wichtig. Erdung ist Parasympathikus.

Gehe viel im Wald spazieren. Ich wohne direkt am Wald. Jetzt ist etwas ganz Kritisches passiert.

Ich jogge immer hinten im Wald. Das mache ich früh. Da entspanne ich.

Jetzt bauen die hinten bei uns eine riesige Photovoltaik-Anlage über alle Felder. Seitdem das Ding steht oder die Bauarbeiten machen, habe ich kein Tier mehr gesehen. Wenn ich durch den Wald laufe, spüre ich diese Energie nichts mehr.

Das kann man als Spinnerei sehen, aber ich spüre es und ich vertraue meinem Körper. Wald ist schon etwas ganz Entscheidendes. Wald gibt schon sehr viel Energie und die Natur.

Wenn wir die Natur mit so etwas zerstören, zerstören wir uns natürlich auch selber. Was haben wir noch für Tools? Eine Wärmekabine würde ich mir immer anschaffen.

Wärmekabine ist geil. Ich will nicht sagen, dass ich jeden Tag drin bin, aber wenn ich krank bin, gehe ich jeden Tag rein.

[Jason Raffington] (1:03:41 - 1:03:42)
Also eine Infrarotsauna?

[Marco Bergmann] (1:03:42 - 1:04:37)
Genau, eine Infrarotsauna. Wir haben im Garten eine große Sauna gebaut. Die benutzen wir am Wochenende, aber unter der Woche benutze ich immer die Infrarot.

In der Zeit, wo ich trainiere, schmeiße ich die an und nach dem Trainieren gehe ich kurz in die Infrarot. Zehn Minuten reicht aus. Der erste Schweiß ist die Entgiftung.

Dann entgifte ich schnell, dann gehe ich in die Dusche, duschkalt und dann gehe ich auf die Arbeit. Das sind die Routinen, die den Unterschied machen. Früher war es auch so, wenn ich um 8 Uhr das Arbeiten angefangen habe, habe ich um 7.45 Uhr aufgestanden und habe geduscht, habe schön Zähne geputzt und dann bin ich in die Praxis gerannt.

Früher hätte ich nicht mein erster Patient sein wollen. Jetzt stehe ich um halb sechs auf und mache meine Routinen, bin doll relaxed und gehe richtig motiviert in die Behandlung rein. Diese Frequenz, die sich dann ausstrahlt, das ist ja schon der erste Weg in die Heilung.

Die Frequenz ist das Entscheidende.

[Jason Raffington] (1:04:37 - 1:04:44)
Du strahlst etwas ganz anderes aus, wenn du selber mit dir zufrieden bist, wenn du im Reinen bist, wenn du erholt bist, wenn du regeneriert bist.

[Marco Bergmann] (1:04:44 - 1:05:54)
Ich hatte ein paar Handwerker daheim, wo die Sauna draußen bauen. Die kamen früh um sieben. Die haben meine Routine ein bisschen durcheinander gemacht.

Der Tag war schon ein bisschen anders. Ich kann mich dann immer gut fangen, aber natürlich ist meine Routine unterbrochen worden. Die Routine geht dann bis halb acht.

Das ist die Anpassungsfähigkeit. Man darf die Routine nicht zu starr halten. Man muss auch ein bisschen anpassungsfähig sein.

Wenn es mal nicht so hundertprozentig geht, ist es auch genauso okay, dafür dann morgen wieder. Wenn ich noch kurz ein Beispiel zeigen darf: Der ideale Zustand des vegetativen Nervensystems – also Sympathikus und Parasympathikus – das müsst ihr euch so vorstellen. Wir haben hier eine Eiche.

Kennst du Bambusgras? Bambusgras wird auch sehr hoch, aber es ist flexibel. Die Eiche steht starr.

Stell dir mal vor, die zwei stehen nebeneinander und es kommt ein Sturm. Irgendwann ist der Sturm so stark, dass vielleicht die Eiche entwurzelt wird. Dann liegt die, aber die richtet sich nicht mehr auf.

Wenn die liegt, dann liegt sie. Sie hält schwer aus, aber wenn sie liegt, dann liegt sie. Die wurzelst du nicht mehr ein.

Und das Bambusgras, wenn der Wind kommt, gibt sie nach, passt sich an und wenn der Wind weggeht, passt sie sich an die neue Situation an. Das ist der ideale Zustand vom vegetativen Nervenstem, Anpassungsfähig.

[Jason Raffington] (1:05:55 - 1:06:15)
Das ist ja auch das, was uns gesund altern lässt. Wir müssen uns an neue Situationen anpassen können. Wenn wir von gesund altern sprechen, würdest du auch sagen, dass diese Regulationsmedizin ein wichtiger Grundpfeiler ist.

Wenn wir das eben nicht können, dann kann ja alles andere auch nicht funktionieren.

[Marco Bergmann] (1:06:15 - 1:07:05)
Unerlässlich natürlich. Regulationsmedizin ist so abgedroschen wie Longevity. Holistik ist ja auch mittlerweile sehr abgedroschen.

Deswegen mache ich diese Wörter immer nicht so, aber klar ist die Regulationsmedizin unerlässlich für das gesunde Altern. Was verbinden wir denn überhaupt mit Gesundheit? Klar, WHO sagt immer, Abwesenheit von Krankheit.

Das ist natürlich viel zu wenig. Auf dem Stand wollen sie uns ja auch halten. Damit sie zufrieden sind, wenn es halbwegs läuft.

Aber wir wollen ja ein Leben haben, wo es sehr gut bis gut ist. Und dazu reicht die Abwesenheit von Krankheit nicht aus. Dazu brauchen wir ein gutes Mindset.

Wir brauchen freie Faszien. Wir brauchen eine saubere Ernährung. Wir brauchen sauberes Wasser.

Gute Gedanken, gute Vibes.

[Jason Raffington] (1:07:06 - 1:07:21)
Du hast jetzt schon einige Sachen genannt, die man zu Hause selbst machen kann. Gibt es noch etwas, was du unseren Zuhörern mitgeben kannst oder empfehlen würdest, was man vielleicht in seinen Alltag integriert oder Check-Ups, die man regelmäßig macht, damit die Regulation weiterhin gut funktioniert?

[Marco Bergmann] (1:07:22 - 1:08:54)
Ich würde natürlich einmal im Jahr empfehlen, macht man ein großes Blutbild, macht man die Schilddrüsenwerte mit, macht man die Leberwerte mit, lässt den Blutzucker messen. Einfach ein Check-Up. Ganz grob.

Was mir am wichtigsten ist, ist immer der gute Eigendialog. Der gute Eigendialog ist das Selbstgespräch mit sich.

Wo ich jetzt auch hier war oder gewartet habe oder hierher gelaufen bin, habe ich nur mit mir, ich rede ja nur mit mir selber und ich sage mir dann auf, für was ich alles dankbar bin. Ich bin dankbar, dass ich hier sein darf. Ich bin dankbar für diesen idealen Podcast.

Ich bin dankbar für die Einladung. Ich bin dankbar, dass ich nachher mit Freunden zum Essen gehe. Ich sage, das wiederhole ich permanent.

Das ist der gute Eigendialog. Das ist so, finde ich, auch der Game-Changer für mich gewesen. Wenn du immer im guten Eigendialog bist, du kannst entweder nur gut oder schlecht denken.

Und wenn ich im guten Eigendialog bin, kann ich das Schlechte nicht denken. Das Gehirn kann nur eins. Entweder ich bin in Angst oder im Vertrauen.

Und ich entscheide mich für was ich mich entscheide. Ich entscheide mich für das Vertrauen oder für die Angst. Das ist eine Entscheidung, eine bewusste Entscheidung.

Ich kann jede Sekunde mein Leben ändern. Das wäre eine gute Routine zum Beispiel, was ich jedem empfehlen würde, den guten Eigendialog. Die meisten Leute reden ja so, ich würde euch jetzt einen Auftrag und sagen, schaffe ich nicht, kann ich nicht.

So reden die sich mit sich. Dann schaffe ich es natürlich auch nicht. Oder nur mit sehr viel Mühe und Aufwand, wo es viel Energie kostet und sehr, sehr viel Stresshormone ausstattet.

Und dadurch sind wir wieder im Sympathekurs. Wir entspannen wir nicht. Was passiert dann?

Vegetative Symptome, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, schnelles Schwitzen, Zittern, die Folge davon.

[Jason Raffington] (1:08:54 - 1:09:03)
Eine ganz wichtige Connection ist, unsere Gedanken, unsere Biochemie beeinflussen und dadurch unsere negativen Gedanken, Stresshormone und so weiter, dann haben wir die ganze Kaskade.

[Marco Bergmann] (1:09:03 - 1:09:48)
Es gibt ja eine gute Studie, glaube ich, da haben sie Blinde einen Test gemacht, wie sie sich hinstellen, wenn sie sich freuen. Und alle Blinden haben immer so gemacht. Immer die Siegerpose.

Das haben alle gemacht. Du siehst, wenn du dich aufrichtest, in einem aufrichtenden Stand bist, die Vorderkette frei ist, der Darm entspannt ist, die Lunge auf ist, dann produzierst du natürlich auch gute Hormone. Aber Stell dir vor, du hast dein Handy ständig an, guckst immer ständig nach unten, dann produzierst du halt nicht diese Seltonien oder Glücksgefühle.

Dann produzierst du halt eher die negativen Symptome, die negativen Neurotransmitter beziehungsweise Hormone. Dann schießt du halt mehr ACTH aus.

[Jason Raffington] (1:09:49 - 1:09:53)
Also aufrechte Haltung ist wichtig, gute Gedanken, positive Gedanken sind wichtig.

[Marco Bergmann] (1:09:54 - 1:10:08)
Haltung ist Haltung. Die innerliche Haltung, so wie wir denken, beeinflusst unsere äußere Haltung. Du kannst nicht selbstbewusst sein und so rumlaufen.

Du kannst nicht depressiv sein und so rumlaufen. Das geht nicht. Sondern du ziehst anhand von der Körperhaltung, wie es der Patient halt drauf.

 

[Jason Raffington] (1:10:11 - 1:10:12)
Das macht total Sinn.

[Marco Bergmann] (1:10:12 - 1:10:27)
Also wie gesagt, der gute Eigendialog ist für mich der Gamechanger. Das würde ich als Routine immer aufbauen und dann bewegen, bewegen, bewegen, gesunde Ernährung.

Das ist eigentlich immer dasselbe, weil es einfach das ist das Grundstück, das ist die Basis. Wenn die nicht passt, du kannst ja den fünften Schritt vom ersten gehen.

[Jason Raffington] (1:10:28 - 1:10:48)
Ja, ich glaube, das ist auch nochmal ein wichtiger Punkt, wie du vorhin gesagt hast, wenn die Regulation nicht funktioniert, kannst du alle Supplements reinschmeißen, die du willst, aber es kommt halt nicht an. Und erst mal mit den einfachen Routinen anfangen, die Basis schaffen und dann kann man darauf aufbauen. Super.

Gibt es sonst noch irgendwas, was du unseren ZuhörerInnen mitgeben möchtest oder was dir noch einfällt?

[Marco Bergmann] (1:10:48 - 1:11:56)
Ja, also was ich immer wieder sage, baue eine gute Routine auf. Die Routine, was du im Alltag hast, ist die Routine deines Lebens. Das heißt, was du immer wieder tust, was du immer wieder denkst, zu dem wirst du.

Wenn ich jeden Tag eine Tafel Schokolade esse und abends bei Netflix einschlafe, wirst du wahrscheinlich kein High Performer. Muss auch nicht. Es kommt immer davon an, was du für ein Ziel halt hast.

Ich würde mir gute Routinen aufbauen, ich würde mir meine Ziele überlegen, ich würde mir meine Vision überlegen, warum bin ich hier überhaupt? Und dementsprechend meine Routinen aufbauen. Und ich sage immer, 33 Tage am Stück jeden Tag bewegen, macht jeden Tag was anderes.

Geht einmal Laufen, ein Tag Radfahren, ein bisschen Yoga, dann wieder schwimmen vielleicht mal, aber ihr macht jeden Tag irgendwas in Bewegung. Und probiert von der Ernährung her, etwas zu ändern. Einfach das, wo ihr merkt, da bläht ihr stark auf oder davon werdet ihr müde, das lasst ihr einfach weg.

Das sind so zwei Routinen, wo ich mit anfangen würde. Und besorgt euch gute Supplements. Ohne geht es ja heute so dauernd nichts mehr.

Muss man auch ganz klar sagen, wenn du und wir haben einfach viele Umweltgifte, die kosten uns viele Nährstoffe, da muss man schon ab und zu auffüllen.

[Jason Raffington] (1:11:56 - 1:12:13)
Ja, Marco, vielen Dank. Das waren ein paar sehr spannende Insights und für die ZuhörerInnen, die vielleicht mehr von dir erfahren möchten oder mit dir zusammenarbeiten möchten. Ich weiß nicht, wie dein Kalender aussieht, ob du noch Platz hast, aber falls ja, wo kann man dich kontaktieren?

[Marco Bergmann] (1:12:14 - 1:12:36)
Also einmal über die Homepage natürlich. Da steht meine ganze Adresse drauf. Also die Homepage ist leider nicht fertig.

Es ist eine Landingpage, aber dafür könnt ihr mich kontaktieren. Ihr könnt mir auf Instagram folgen. Bitte nicht so viel über Instagram schreiben, dazu komme ich nicht in meinem Alltag.

Das ist auch ganz wichtig. Schreibt mir eine E-Mail über die Praxis oder ruft telefonisch an. Genau, wir verlinken, glaube ich.

[Jason Raffington] (1:12:36 - 1:12:41)
Genau, wir werden die Praxis verlinken und deinen Instagram-Account und dann werden die Leute dich schon finden.

[Marco Bergmann] (1:12:42 - 1:12:58)
Wartezeiten sind leider immer so sehr, sehr lange. Leider, heute war es wirklich extrem mit acht Monaten, aber mein neuer Plan kommt jetzt erst raus. Also der ist noch nicht gefüllt.

Den mache ich immer bewusst erst Anfang, Ende November frei, dass viele neue Leute auch mit reinrutschen. Marco, vielen Dank. Danke dir, mein Lieber.

[Jason Raffington] (1:13:02 - 1:13:05)
Dann frage ich dich jetzt direkt mal, was deine Lieblingssupplements sind.

[Marco Bergmann] (1:13:05 - 1:13:06)
Ja, Chlorella.

[Jason Raffington] (1:13:08 - 1:13:09)
Für die Entgiftung.

[Marco Bergmann] (1:13:09 - 1:13:30)
Das sind Giftstoffbinder.

Wenn du jeden Tag mit Patienten arbeitest und die husten dich an oder die dünsten aus, musst du binden, binden, binden. Das mache ich Früh, Mittag, Abend. Und Vitamin D3 K2 und für mich ganz wichtig, Magnesium Glycinat.

Für guten Schlaf, für Entspannung. Genau, das sind so meine drei wichtigsten Supplements.

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