

Zucker – Gesundheitskiller Nr. 1: Warum zu viel Zucker uns schneller altern lässt
Süßes gehört für viele zum Alltag – Schokolade, Softdrinks, Pasta, Brot. Doch wie groß die Auswirkungen von Zucker auf unsere Gesundheit wirklich sind, wissen die wenigsten.
Im HEALTHWISE Podcast spricht Moderatorin Jennifer Knäble mit der renommierten Anti-Aging-Expertin Dr. Susanne von Schmiedeberg über die unterschätzte Rolle von Zucker bei Alterungsprozessen, Hautgesundheit und Zivilisationskrankheiten.
„Jeder darf Süßes essen“, sagt sie, „aber wir müssen genauer hinschauen, wie viel wir wirklich konsumieren.“
Zucker – das „stille Gift“ in unserer Ernährung
Zucker ist kein unmittelbares Nervengift, aber in großen Mengen wirkt er wie ein chronischer Zellstressfaktor.
Übermäßiger Zuckerkonsum wird mit zahlreichen Erkrankungen in Verbindung gebracht:
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Diabetes und Insulinresistenz
- NierenerkrankungenEntzündungsprozesse
- beschleunigte Hautalterung
Dr. Schmiedeberg nennt Zucker ein „schwaches Gift“, das schleichend wirkt – anders als Zyanid oder Arsen, aber mit enormer Langzeitwirkung. Das Heimtückische: Zucker tut anfangs nicht weh. Im Gegenteil – er schmeckt gut und ist überall.
Glykation – wie Zucker die Haut von innen angreift
Das eigentliche Problem ist nicht der Zucker an sich, sondern das, was er in unserem Körper bewirkt: Glykation.
Dieser Prozess läuft so ab:
- Wir essen Kohlenhydrate (z. B. Pasta, Brot, Süßigkeiten).
- Diese werden in Glukose aufgespalten.
- Glukose bindet sich an Kollagenfasern in der Haut.
- Es entstehen sogenannte AGEs (Advanced Glycation Endproducts).
- Diese Verbindungen sind irreversibel – das Kollagen wird brüchig und die Haut verliert Spannkraft.
Die Folgen: schlaffe Haut, Faltenbildung, matte Ausstrahlung.
Das, was äußerlich sichtbar wird, passiert auch innerlich – in Gefäßen, Organen und Zellen.
Zucker & Alterung: Warum Glykation uns altern lässt
Wenn Zucker an Kollagen andockt, aktiviert er den sogenannten RAGE-Rezeptor – und löst einen regelrechten Entzündungs-Tsunami aus.
Diese AGEs lagern sich nicht nur in der Haut an, sondern auch an Blutgefäßen, in Organen und sogar im Gehirn. Studien bringen hohen Zuckerkonsum mit Arteriosklerose, Demenz und Alzheimer („Diabetes Typ 3“) in Verbindung.
Zucker ist damit nicht nur ein „Hautkiller“, sondern ein echter Gesundheitsbeschleuniger – im negativen Sinne.
Zuckerfalle Supermarkt – warum es so schwer ist, ihn zu vermeiden
Das Problem: Zucker steckt längst nicht mehr nur in Süßigkeiten.
- Brot, Fleischprodukte, Soßen, Fertiggerichte – überall wird Zucker zugesetzt.
- Zucker hat über 200 verschiedene Namen (z. B. Dextrose, Maltose, Sirup, Fructose).
- Selbst Produkte mit gutem Nutri-Score können große Mengen enthalten.
Praktischer Tipp:
Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich – aber Achtung: Zucker wird oft „versteckt“. Je weiter vorne er steht, desto höher der Gehalt.
Wie viel Zucker ist „zu viel“?
Laut Expertin: Einen festen Schwellenwert gibt es nicht – jeder Körper reagiert anders.
Aber: Schon 50–80 g Zucker pro Tag werden in einer normalen westlichen Ernährung leicht erreicht – oft unbewusst.
Take Away: Es geht nicht um Verbote. Es geht um Bewusstsein und bewusste Reduktion.
Zucker & Hautalterung – betrifft Männer genauso
Frauen achten oft stärker auf Hautpflege, aber Glykation macht keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Männer haben zwar eine dickere Haut, doch auch sie verzuckert mit der Zeit. Die sichtbaren Zeichen zeigen sich nur etwas später.
Aktive Maßnahmen gegen die Verzuckerung
Die gute Nachricht: Auch wenn AGEs irreversibel sind, lässt sich die Zuckerbelastung deutlich senken – und neue Schäden verhindern.
1. Zucker reduzieren
- Hauptquelle sind verarbeitete Lebensmittel, Softdrinks & Snacks.
- Selbst kochen = Kontrolle über den Zuckergehalt.
- Alternativen: ballaststoffreiche, natürliche Kost.
2. Bewegung & Sport
- Regelmäßiger Sport verbessert die Sauerstoffversorgung und senkt Blutzuckerspitzen.
- Ideal ist eine Mischung aus Ausdauer- und Krafttraining.
- Schon 30–40 Minuten 2–3x pro Woche bringen messbare Effekte.
3. Hautpflege mit Wirkung
- Antioxidantien (z. B. Vitamin C, Astaxanthin) schützen vor oxidativem Stress.
- Liposomal verkapseltes L-Carnosin kann Glykation in der Frühphase blockieren.
- Regelmäßige Pflege von außen + gesunde Ernährung = Sandwich-Effekt.
Fazit
Zucker ist kein Feind – aber in großen Mengen ein leiser Gesundheitsbeschleuniger in die falsche Richtung.
Mit bewusster Ernährung, Bewegung und gezielter Pflege können wir die negativen Effekte deutlich reduzieren – und unsere Gesundheit und Hautalterung aktiv beeinflussen.
Wie Dr. Schmiedeberg sagt: „Es ist so einfach – schaut auf euren Teller.“
Nährstoffe gegen Zuckerschäden – von innen unterstützen
- Vitamin D3 + K2: unterstützt Immun- und Zellfunktionen.
- Magnesium & B-Vitamine: wichtig für Energie- und Zuckerstoffwechsel.
- Coenzym Q10 & Astaxanthin: starke Antioxidantien gegen Zellstress.
- Omega-3-Fettsäuren: entzündungshemmend und gefäßschützend.
- Carnosin: schützt Kollagen vor Glykation.
- Kollagen + Hyaluronsäure: können die Hautstruktur und -feuchtigkeit unterstützen.
Mehr erfahren im healthwise Podcast von sunday natural
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Dr. Susanne von Schmiedeberg ist Fachärztin für Dermatologie und Anti-Aging-Expertin mit Sitz in Düsseldorf. Sie verfolgt einen innovativen Ansatz, bei dem Hautgesundheit und äußerliche Schönheit nicht isoliert betrachtet werden, sondern als Ergebnis innerer Prozesse – etwa durch Ernährung, Stoffwechsel und Lebensstil – verstanden werden.
Ihr Kerngedanke lautet: Alterung beginnt nicht erst äußerlich, sondern bereits auf zellulärer Ebene durch Prozesse wie Verzuckerung („Glykation“). Durch gezielte Maßnahmen wie eine kohlenhydrat- und zuckerreduzierte Ernährung, ausreichende Proteinzufuhr und hochwertige Hautpflegewirkstoffe will sie diesen Prozessen entgegenwirken und die Haut nachhaltig jung und vital erhalten. Gleichzeitig blickt sie auf ganzheitliche Aspekte wie effiziente Hautkrebs-Vorsorge, dokumentierte Muttermalüberwachung und bewusste Hautpflege – nicht nur kosmetisch, sondern medizinisch fundiert.
Mit ihrem Ansatz kombiniert Dr. von Schmiedeberg moderne Dermatologie mit präventiven Strategien und Lebensstil-medizin: Sie sieht Hautgesundheit als Teil eines größeren Ganzen, in dem Ernährung, Bewegung, Zellgesundheit und Hautpflege Hand in Hand gehen.
Mehr über Dr. Susanne von Schmiedeberg : https://www.dr-schmiedeberg.com/de/
023 Zucker Gesundheitskiller No. 1. Mit Dr. Susanne von Schmiedeberg
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (0:00 - 0:54)
Ich will das gar nicht verbieten. Jeder soll auch Süßes essen, aber er soll genauer hinschauen und genau schauen, wie viel er isst. Das zu viel, was wir in unserer heutigen zivilisierten westlichen Ernährung zu uns nehmen, ist der Grund, warum wir kränker werden, warum wir, das sagen auch immer viele, ja, Frau Schmiedeberg, wir werden doch heute älter, viel älter als früher.
Ja, werden wir, aber wir sind nicht gesünder. Das heißt, die Zeit, bevor wir krank werden oder sterben, ist mit irgendwelchen Zivilisationserkrankungen gefüllt. Und wenn wir doch mit Leichtigkeit etwas dagegen machen können, dann sollten wir das tun.
Und deshalb versuche ich, aufzuklären, seit vielen Jahren über dieses Thema ein bisschen zu sensibilisieren. Nicht zu sagen, ihr müsst, ihr müsst, ihr müsst, sondern einfach nur zu sagen, was ist eigentlich Fakt und was wissen wir alles über den Zucker.
[Jennifer Knäble] (0:54 - 2:14)
Herzlich willkommen zu HEALTHWISE, dem Gesundheitspodcast, präsentiert von Sunday Natural. Ich bin Jenny Knebel und wir erkunden gemeinsam, was es bedeutet, gesund zu sein. Wir sprechen über Themen wie Ernährung, Mental Health, Beauty und über Frauengesundheit.
Immer mit einem weisen Blick auf das, was uns wirklich guttut.
Zucker ist der Beautykiller Nummer eins. Wir alle kennen das.
Zucker kann müde machen, antriebslos und er bleibt ja leider auch gerne auf unseren Hüften sitzen. Aber was viele, vielleicht auch von euch, nicht wissen, Zucker ist neben UV-Strahlung und Rauchen für unsere Haut eine der Hauptursachen für Hautalterung. Wir sprechen hier über die sogenannte Glykation, so nennt man das.
Die Verzuckerung der Haut, heißt mehr Falten, schlechte, unreine Haut, schlaffes, fahles Gewebe und natürlich eben auch Hautkrankheiten. Die Liste ist lang und ich freue mich heute mit der renommierten Anti-Aging-Expertin Dr. Susanne von Schmiedeberg über dieses Thema zu sprechen. Denn sie beschäftigt sich, man muss sagen, seit vielen, vielen Jahren mit nichts anderem.
Und hat sich damals aus einem persönlichen Motiv heraus, muss man auch sagen, auf die Verzuckerung der Zellen und eben natürlich auch, was dagegen hilft, spezialisiert. Und ich freue mich sagen zu können, herzlich willkommen, liebe Dr. Susanne von Schmiedeberg hier im HEALTHWISE-Podcast.
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (2:14 - 2:26)
Vielen Dank, Jenny, für die Einladung. Ich freue mich, hier zu sein.
Das hast du perfekt gesagt. Ein kompliziertes Thema auf den ersten Blick, aber so kompliziert ist es gar nicht, aber dazu kommen wir sicherlich heute.
[Jennifer Knäble] (2:26 - 3:05)
Ja und ein so wichtiges und spannendes Thema, ich habe es eingangs gesagt, Verzuckerung der Haut, Glykation, das haben viele so gar nicht auf der Uhr. Und wir wollen auch an euch jetzt sagen, wir wollen gar nicht heute mit dem erhobenen Zeigefinger sprechen über dieses Thema, sondern wir wollen einfach mal aufklären, weil das einfach noch nicht so in den Köpfen drin ist. Man weiß vielleicht, ich esse nicht so viel Zucker, weil dann kommen die Fettpölsterchen nicht oder so ganz gesund ist es auch nicht, weiß ich eigentlich.
Aber dass wir dadurch wirklich alt aussehen, das wissen die wenigsten. Vielleicht kannst du einfach mal erzählen, Suse, wir kennen uns schon ein bisschen, deswegen ich darf Suse sagen.
Glykation heißt dieses ganze Thema. Was passiert da in unseren Zellen?
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (3:07 - 3:51)
So, wie viel Zeit hast du Jenny? Also es ist so, du hast es eigentlich ganz schön gesagt, eigentlich wissen wir ja, dass Zucker überhaupt nicht gut für uns ist. Es ist so, dass Zucker, ich sage das immer so, zu den Giften gehört, aber es gibt mehrere Kategorien von Giften.
Ja, und zwar kennst du Zyankali zum Beispiel, das ist ein sehr, sehr starkes Gift, das nimmst du ein, bist du sofort tot. Dann gibt es so mittlere Gifte, Arsen zum Beispiel, das kannst du irgendwo reinmischen, dann dauert das ein bisschen bis du stirbst, das kommt dann auf die Dosis an.
Und es gibt die schwachen Gifte und dazu gehört der Zucker und der steht da an erster Position.
[Jennifer Knäble] (3:52 - 3:53)
Das ist ein spannender Vergleich.
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (3:53 - 7:08)
Ja, das ist ein Vergleich, der absolut der Wahrheit entspricht und auch den wissenschaftlichen Fakten entspricht. Denn die Wissenschaftler wissen, dass der Zucker in allen, also du kannst das einfach aufklicken in den Online-Büchereien, kannst du nachgucken. Zucker und Gesundheit findest du an Platz 1, wirklich alle tollen Erkrankungen, die wir nicht haben wollen.
Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nephropathien, also Nierenerkrankungen, Retinopathien, Augenerkrankungen. Krebs, eine ganz große Entität, die durch den Zucker bedingt ist.
Und warum? Weil wir heutzutage einfach zu viel von diesem leichten Gift zu uns nehmen. Und das Schlimme daran ist, du merkst es ja gar nicht, es geht dir erst mal ja sehr gut.
Und deshalb sagen viele, ne, interessiert mich nicht, ich möchte mir das nicht verbieten lassen, meinen Pastateller oder meine Süßigkeiten oder meine Schokolade oder sowas. Und mir geht es auch nicht darum, ich will das gar nicht verbieten. Jeder soll auch Süßes essen, aber er soll genauer hinschauen und genau schauen, wie viel er isst.
Denn das zu viel, was wir in unserer heutigen zivilisierten westlichen Ernährung zu uns nehmen, ist der Grund, warum wir kränker werden, warum wir unsere, das sagen auch immer viele, ja Frau Schmiedeberg, wir werden doch heute älter, viel älter als früher. Ja, werden wir, aber wir sind nicht gesünder. Das heißt, die Zeit bevor wir krank werden oder sterben, ist mit irgendwelchen Zivilisationserkrankungen gefüllt.
Und wenn wir doch mit Leichtigkeit etwas dagegen machen können, dann sollten wir das tun. Und deshalb versuche ich, aufzuklären seit vielen Jahren, über dieses Thema ein bisschen zu sensibilisieren. Nicht zu sagen, ihr müsst, ihr müsst, ihr müsst, sondern einfach nur zu sagen, was ist eigentlich Fakt und was wissen wir alles über den Zucker.
Und das war so, du hast es eben gesagt, ich beschäftige mich schon seit vielen Jahren. Das war so erst mein Einstieg, dass ich mich mit dem Körper und der körperlichen Gesundheit beschäftigt habe. Ich war immer auf der Suche, diese Frage zu beantworten, wie können wir 120 Jahre alt werden und dabei gesund und schön bleiben.
Und diese zweite Sache, die Schönheit, die kam natürlich insbesondere, als ich dann Hautärztin wurde und irgendwie dieses Wissen aus dem Zucker hatte und gedacht habe, Mensch, der Zucker macht so vieles im Körper, was schlecht ist. Was macht der eigentlich an der Haut? Da hat ja überhaupt gar keiner nachgeschaut, weil du stirbst ja nicht daran, wenn du mal was an der Haut vielleicht hast.
Also gibt es kaum wissenschaftliche Untersuchungen dafür, aber inzwischen schon. Also inzwischen weiß man schon viel, viel mehr. Und ja, deshalb bin ich auch sehr, sagen wir mal, fokussiert auf dieses Thema, was macht der Zucker eigentlich mit der Haut.
Und man kann es ein bisschen analogisieren und sagen, das, was der Zucker an der Haut macht, macht er auch innerlich. Und du hast eben gefragt, wie läuft das überhaupt mit diesem Glykationsprozess? Ich quatsche zu viel.
[Jennifer Knäble] (7:08 - 7:50)
Nein, es ist super. Oh mein Gott. Glaub mir, ich würde dich unterbrechen, wenn irgendwas nicht stimmt.
Ich klebe an deinen Lippen, weil ich das nur kurz einwerfen darf, auch bevor du jetzt die Glykation nochmal anhand der Zellen erklärst. Ich habe mich auch so gefreut, dass du mein erster Gast bist, weil ich dich als Mensch so schätze, aber weil ich auch finde, und ich hoffe, die HEALTHWISE-Community empfindet das dann auch so, weil ich finde, dass du diese komplexen Dinge auch so schön erklären kannst, dass man sie versteht und nachvollziehen kann. Und eben nicht mit so, ihr müsst jetzt das irgendwie ab heute so und so machen.
Das haben wir ja gesagt, das wollen wir hier nicht. Und deswegen freue ich mich sehr, dass du hier sitzt. Und jetzt hast du aber gerade angesetzt und wolltest die Zellveränderung.
Man muss ja sagen, das fängt ja in der Zelle an, was dann passiert.
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (7:50 - 11:23)
Also ich würde einfach mal so den Schritt vorher nehmen, damit wirklich alle sagen können, okay, das habe ich verstanden. Also die Glykation ist ein Prozess, wo wir Zucker oder Kohlenhydrate zu uns nehmen. Das per se, wie gesagt, ist kein Problem.
Also jeder soll Kohlenhydrate essen. Es geht nicht um Size Zero, um Abnehmen, um Kalorienrestriktionen oder sonst irgendwas, sondern es geht wirklich um das zu viel an Zucker. So, wenn wir uns also jetzt, ich nehme mal einfach ein Mittagessen, ein Pastateller.
Ich esse diesen Pastateller, schiebe mir die Gabel mit den Nudeln in den Mund, kaue und verschlucke diese Nudeln. Dann rutschen die vom Mund in meine Speiseröhre, in den Magen und dann in den Darmtrakt. Und ja, die Nudeln sind Kohlenhydrate.
Und Kohlenhydrate sind nichts anderes als Zuckerketten. Und diese Zuckerketten haben verschiedene Längen. Also die können sehr schnell verfügbar sein.
Dann sind die Ketten kurz und sehr komplex sein. Also Vollkorn, Nudeln zum Beispiel. Dann muss unser Darm ein bisschen arbeiten.
Aber im Prinzip, wenn unsere Nudeln, unsere Kartoffeln, unser Reis, egal was, Brot, Sodapops, Schokolade, Gummibärchen, Kuchen, alles was du möchtest, runterkommt in unseren Darm, sind dort Enzyme, die warten nur darauf. Diese Kohlenhydratketten aufzuspalten in einzelne Glukosemoleküle. Denn die Glukose muss ja irgendwie in den Blutkreislauf, über die Darmwand in den Blutkreislauf.
Und so passiert das dann auch. Also das dauert dann eine kleine Zeit, bis alle Kohlenhydratketten aufgespalten sind und die Glukosemoleküle durch die Darmwand dann in unserem Blut erscheinen. Und die Glukosemoleküle sind ganz schöne kleine Schlingel, denn die möchten sich gerne, die sind sehr reaktiv, die möchten sich sofort mit irgendwelchen Strukturen verbinden.
Du kennst das ja zum Beispiel, Sauerstoff zum Beispiel ist ein sehr reaktiver Stoff, der will sich auch sofort verbinden und irgendwas oxidieren. Und so ist die Glukose auch. Und der Hammer kommt jetzt, in Bezug auf die Haut und die Schönheit, nimmt das Glukosemolekül direkten Ansteuerung auf unser Stützgerüst der Haut, nämlich das Kollagen.
Und das ist nicht irgendein Kollagen, sondern unser Hauptstützgerüst Kollagen Typ 1, was 90 Prozent unseres Kollagens in der Haut ausmacht und verbindet sich mit dieser Kollagenstruktur. Man kann sich das ungefähr so vorstellen wie ein Wollfaden. Wenn du einen Wollfaden von der Wolle irgendwie genau betrachtest, sind das ja so einzelne kleine Wollfäden, die so ineinander gedreht sind.
Und wenn du da mit einem Messerchen immer ein Wollfädchen durchschneidest, so funktioniert die Glykation an der Kollagenfaser. Das heißt, nicht ein Glukosemolekül kommt jetzt an die Kollagenfaser und zack ist sie durch, sondern es benötigt eine gewisse Zeit, um unsere Kollagenfaser nachhaltig zu stören. Und irgendwann ist diese Kollagenfaser so fragil durch die Andockung dieser Glukosemoleküle, dass sie durchreißt.
Und optisch oder klinisch gesehen sehen wir das am Schlafferwerden der Haut, am Ausbilden vom Falten, am Hängen der Haut.
[Jennifer Knäble] (11:24 - 11:31)
Stellst du mir gerade wie so ein Gerüst vor. Wie so ein Gerüst, was dann irgendwann zusammenkracht und es fällt halt im wahrsten Sinne des Wortes alles mit der Schwerkraft nach unten.
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (11:32 - 13:11)
Und so ist das auch, so ist das auch, sich vorzustellen. Und um das noch ein bisschen, sagen wir mal, wissenschaftlicher zu sagen, ist es so, dass diese Glukosemoleküle tatsächlich über einen Rezeptor andocken an die Struktur, an die ausgewählte Struktur dieser Kollagenfasern. Und dieser Rezeptor hat sogar einen Namen.
Der heißt RAGE-Rezeptor. Und der entsteht daraus, wenn die Glukose andockt an diesen Rezeptor, gibt es eine feste Verbindung. Und es wird aus der Glukose mit der Struktur sozusagen ein Advanced-Glucation-Endprodukt.
Und das ist wirklich ein Endprodukt. Also das kannst du nie wieder trennen. Diese Störung oder diese Verbindung ist unwiederbringlich.
Du kannst die nicht mehr umkehren. Das ist wirklich krass.
Also als ich selbst als Ärztin gedacht habe, oh mein Gott, also man kann das mit nichts mehr umkehren. Weißt du, es ist so, ich muss es ein bisschen genauer sagen, weil das bei der Glykation sehr wichtig ist. Es gibt drei bis sechs Wochen, ist diese Verbindung mit dem Rezeptor etwas lockerer.
Da hast du noch Zeit einzugreifen. Hättest du noch Zeit, die Glukose wieder abzuleiten, wenn du wüsstest mit was. Aber nach diesen sechs Wochen ist dieser Zustand so stabil, dass er irreversibel ist.
Du kannst ihn nie wieder umkehren. Und du kannst dir ja vorstellen, es kommen ja Millionen von Glukosemolekülen aus unserem Frühstück, die Semmel mit der Konfitüre, die Oak-Milk in deinem Kaffeelatte.
[Jennifer Knäble] (13:11 - 13:13)
Ja, wir hatten es gerade, ich weiß.
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (13:14 - 15:56)
Muss ich ja mal sagen. Da ist Oak-Milk in deinem Kaffeelatte.
Die Gummibärchen, der Pastateller. Dann isst du noch mal nachmittags irgendwie ein Stück Kuchen oder Schoki.
Unsere heutige Ernährung ist einfach zu voll von Kohlenhydraten. Und da will ich es so ein bisschen sensibilisieren. Und dieser Zustand der Glykation, der ruft, nachdem diese Rezeptor-Fusion mit dem Glukosemolekül gekommen ist, an dem RAGE-Rezeptor, fast ein Tsunami in der Zelle aus von Entzündungszellen, die ausgeschüttet werden.
Alle inflammatorischen Prozesse auf jedweder Ebene werden losgetreten wie in einem Feuersturm. Das kann man sich gar nicht vorstellen, aber das ist so. Und diese Ages nennt man die.
Also die nennt man nicht umsonst so, weil die altern. Das kann man sich auch immer, alle schauen dann immer ein bisschen bedrückt. Das ist wie so ein Hähnchen.
Wenn du das hast, so mit der Haut in Rosa, bevor du es in den Ofen packst und packst aber vorher noch so deine Marinade drüber und schiebst das in den Ofen, dann bräunt dieses Hähnchen langsam vor sich hin. Und das passiert mit den Ages in unserem Körper, an allen Gefäßen, die du dir vorstellen kannst. Arteriosklerose, du weißt ja, dass manchmal am Herzen die Herzkranzgefäße verengt sein können.
Das kann auch an den Nieren sein, Diabetes, Insulinresistenz. Ich sage auch immer, Diabetes ist die eine Sache, aber es gibt auch ein Diabetes des Gehirns und das ist Alzheimer. Also man weiß heute, dass wirklich, man nennt das in der englischen Fachliteratur, englischsprachigen Fachliteratur, sagt man immer Diabetes Type 3.
Also es gibt ja Typ 1, Typ 2 und die Alzheimer heißt in der englischsprachigen Literatur Diabetes Typ 3. Weil man weiß, der Fokus der Ursache ist zu viel an Zucker, was wir zu uns nehmen. Und wenn man jetzt diese ganze Information so runtergebrochen und möglichst einfach erklärt, aber das ist jetzt schon für die Zuhörer, sagen wir mal, sehr wissenschaftlich und man weiß jetzt viel dazu.
Wenn man dann sagt, hey Mann, es ist so einfach, einfach ein bisschen auf seine Ernährung zu achten und den Grund für ein gesundes Leben im Alter schon den Grundstein zu setzen, jetzt, was Besseres kann einem nicht passieren.
[Jennifer Knäble] (15:56 - 17:03)
Absolut. Weißt du, was ich mich frage an der Stelle, Suse? Und da jetzt die Frage auch an dich oder an die Wissenschaft.
Ich finde, Rauchen weiß man, oh, absolutes No-Go für die Gesundheit und das macht auch alt. UV-Strahlung ist man ja auch mittlerweile so, dass man die Leute da hat, dass man sagt, okay, wir müssen uns tatsächlich auch tagsüber eincremen, nicht nur am Strand. Warum ist Zucker, also ich finde mal umgekehrt gesagt, ich finde Zucker ist noch so salonfähig.
Es ist total egal, ob man Gummibärchen isst und auch bei Kindern. Ich merke das selbst, wir haben zwei kleine Kinder. Wie schlimm hier, wir sagen immer so eine Speckmaus, so ein Mausespeck, so ein Marshmallow-Ding.
Da liegt die Schokolade, da gibt es mal irgendwie eine Schokocreme aufs Brot. Also das ist ja, wie du sagst, die Summe, wo man, wenn man mal drauf achtet, sich selbst wirklich so an den Ohren packen muss und sagen muss, so jetzt reicht es, es gibt jetzt keinen Flutschfinger mehr. Aber das ist noch nicht eingestuft, glaube ich, in unserer Gesellschaft als wirklich schlimm.
Ich finde, es kommt jetzt immer mehr. Ist das, weil es jetzt immer mehr Erkenntnisse darüber gibt? Oder hat irgendeiner mit einem Gong-Schlag jetzt gesagt, so Leute, Achtung Zucker?
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (17:04 - 19:50)
Nee, also ich muss hier sagen, ich beschäftige mich ja seit 20 Jahren, über 20 Jahren damit. Und ich warte auf diesen Gong-Schlag, aber der passiert gar nicht. Das ist, glaube ich, ein bisschen so wie, ich darf ja keine Werbung machen, wie diese Fastfood-Ketten, die wir alle kennen, aber keiner geht hin.
Die sind aber trotzdem total voll und immer noch nicht pleite. So ist das mit dem Zucker, das ist das bestgehütetste Geheimnis, glaube ich. Und man muss tatsächlich sagen, und das ist auch meine Beobachtung, ich bin darüber selbst auch manchmal fassungslos, es ist mehr Zucker denn je in unserer heutigen Ernährung.
Wir hatten noch nie so viel Zucker zugesetzt in Lebensmitteln wie heutzutage. Das ist so unfassbar, du kannst dem gar nicht mehr aus dem Weg gehen. Wenn wir jetzt sagen, wir mal Verschwörungstheoretiker wären, dann würde ich jetzt sagen, es ist natürlich auch okay, die Industrie verdient damit Geld.
Aber wir sind ja keine Verschwörungstheoretiker. Es ist ein wichtiger Punkt und ich glaube, das ist genau der Punkt.
Ich sage immer, viele kennen ja diesen Nutri-Score auch auf den Lebensmitteln, viele halten sich da dran, aber wer kann mir denn bitte mal plausibel erklären, warum auf einem Weißbrot Toastbrot ein Nutri-Score A plus drauf ist. Das ist der beste Score, den du ernährungstechnisch haben kannst. Das kann ja nicht sein.
Während dann zum Beispiel Mandeln oder Cashewkern oder sowas, weil die fettiger sind, einfach einen schlechteren Nutri-Score kriegen. Also ich lasse das mal so dahingestellt, aber da ist auch jeder, und das würde ich auch gerne anregen für alle, die heute zuhören, macht euch auch selbst mal schlau, lest auch mal und denkt mal drüber nach, wie es eigentlich ist. Das stille Gift Zucker ist mehr vorhanden als überhaupt jemals in der menschlichen Historie.
Andererseits, um deine Frage auch mal zu beantworten mit den Kindern, warum mögen die das so gerne, warum mögen wir alle so gerne Süßes? Evolutionär. Das ist evolutionär bedingt, dass wir Menschen uns früher nur von dem Hungertod retten konnten, wenn wir dann schnell was Süßes, süße Früchte oder sowas, zur Verfügung hatten.
Und ich glaube, das ist so ein bisschen in unserer Genstruktur enthalten, damit man einfach mal weiß, jeder liebt Süßes, jeder. Aber es wird halt ausgenutzt und 90%, wahrscheinlich eher mehr, eher 95% der Lebensmittel in einem Supermarkt hat zugesetzten Zucker. Also da ist das Süßigkeitenregal noch nicht mitgerechnet.
Also kennst du diese Brotverpackungen und sowas?
[Jennifer Knäble] (19:50 - 21:06)
Ja, oder was ich ganz krass finde, weil du das gerade ansprichst und auch den Tipp gegeben hast, den würde ich euch jetzt auch mal geben, an alle, die zuhören, dass man wirklich mal drauf guckt, was steht hinten drauf. Mein Mann und ich haben mal eine Darmsanierung gemacht und haben dadurch bedingt eben alles wirklich checken müssen, außer jetzt, weiß ich nicht, Gemüse. Da weißt du, okay, das durften wir essen.
Also wir durften keine Kohlenhydrate, kein Zucker. Also wirklich nur gesundes Gemüse, ganz bisschen Obst und so weiter. Und da sind wir, glaube ich, auch drei Stunden in so einem Supermarkt gewesen.
Und da waren wir wirklich sprachlos. Und den Test kann man wirklich mal machen. Also auch jeder von euch wirklich mal schauen.
Wenn ihr irgendwas findet ohne Zucker, könnt ihr es uns direkt bitte als Direct Message schicken, weil es gibt so, so wenig. Und das ist, glaube ich, auch das Fatale, was du eben gesagt hast. Wir reden gar nicht über das zusätzliche Stück Kuchen oder mal so ein Ministückchen Schokolade.
Darum geht es gar nicht. Es geht am Ende um die Menge. Ich weiß nicht, hast du Zahlen Suse, wie viel Zucker man, also sagen wir mal, okay wäre und wie viel man eigentlich schon, ich sag mal, nur mit normalem Essen, ohne jetzt zu sagen, da ist ein Dessert dabei oder da ist irgendwie so ein Gummibärchen zwischendurch dabei, zu sich nehmen sollte und was wir eigentlich tun?
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (21:06 - 22:18)
Also erstmal möchte ich gerne noch ein, also ich beantworte dir das sofort, wenn ich vergesse, wie die Frage war. Ich frag auch noch mal.
Mit dem Supermarkt und der Liste, der Inki-Liste oder Inhaltsstoffliste, muss ich auch sagen, es ist super schwer geworden, weil die Industrie ist schlau. Die schreibt da nicht mehr Zucker drauf. Zucker hat 200, wahrscheinlich mehr inzwischen, 200 verschiedene Namen.
Du kannst gar nicht mehr erkennen, auch ich manchmal nicht, dass ich denke, könnte sich das irgendwie, ist das vielleicht irgendwas, wo sich Zucker hinter verbirgt? Also das wollte ich auch noch mal sagen. Das heißt also, du gehst ambitioniert, die Zuhörer gehen jetzt los in den Supermarkt, drehen das um und denken sich, keine Ahnung, Dextrose, Maltose, High-Fructose-Korn-Sirup, mein Lieblingsding, was nichts ist außer Zucker sozusagen.
Deshalb checken wir auch gar nicht, dass wir so viel Zucker essen. Ich meine, was soll Zucker in der Fleischwurst eigentlich drin? Kennst du das nicht auch?
Deine Kinder beim Metzger, der rollt dir die Fleischwurst ein und gibt dieses Röllchen an die Kinder weiter. Die Kinder lieben das und futtern das. Und da ist einfach Dextrose, Maltose, da ist alles drin.
[Jennifer Knäble] (22:18 - 22:26)
Aber deswegen, umso spannender, dass du heute da bist, weil genau darum geht es nämlich. Wir sagen nicht, in einer Sahnetorte ist Zucker drin. Das weiß auch am Ende jeder.
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (22:27 - 22:52)
Und es ist auch nicht schlimm, dass du die Sahnetorte mal isst, aber du musst dann dir klar sein, okay, ich habe mir das gegönnt, ich habe mich verwöhnt, damit das soll auch sein. Aber ich passe jetzt wieder auf, was ich sonst noch am Tage auf meinem Teller habe. Mehr ist gar nicht zu tun.
Und du hast so ein Outcome für deine Gesundheit und deine Schönheit. Das ist krass, das ist so krass.
Und jetzt komme ich aber auf die Frage zurück, die da war.
[Jennifer Knäble] (22:52 - 23:02)
Siehst du, meine Frage war, wie viel Zucker ist denn in Anführungszeichen erlaubt und wie viel nehmen wir denn zu uns? Gibt es da Zahlen?
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (23:05 - 24:01)
Nein. Ich sage mal, es gibt keinen Schwellenwert, weil jeder ist anders. Der eine verträgt mehr, der andere verträgt weniger. Aber generell ist zu sagen, das, was wir heute zu uns nehmen, ist einfach zu viel.
Schau mal, 50 Gramm Zucker am Tag hast du superschnell zusammen. Also man geht eher davon aus, dass wir viel mehr, dass wir 80 Gramm zu uns nehmen. Das geht ganz rasch.
Und jeder kann es selbst mal ausrechnen. Das heißt aber nicht, dass ich als Ärztin hingehen kann und sage, so Jenny, du darfst aber leider nur 30 Gramm nehmen. So kann man das nicht.
Da gibt es auch gar keine Studien dazu. Also es gibt keinen Schwellenwert tatsächlich. Aber wenn man anfängt, sich damit zu beschäftigen, fällt es einem auf einmal erst auf, was für ein Wahnsinn abgeht mit unserer Ernährung. Und das war noch nie so.
[Jennifer Knäble] (24:01 - 24:10)
Suse, vielleicht kannst du aber auch mal erzählen, wie ist es bei dir in der Familie? Es ist wirklich dein Thema.
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (24:11 - 25:47)
Das ist der Horror. Meine Kinder würden jetzt sagen, okay, vergiss die Frage, pack wieder ein, geh nach Hause, Mama. Nein, es ist natürlich so. Ich habe auch gelernt.
Ich habe ja 3 Kinder. Meine Kinder haben immer 7 Jahre Abstand. Das heißt, unsere Jüngste ist 12.
Mit der habe ich natürlich dieses Thema und mit allen Kindern auch. Und denen hängt das Thema Zucker zum Halse raus. Ich habe aber gelernt, von Kind zu Kind das klüger zu machen und lasse die Kinder selbst ihre Lehren daraus ziehen aus dem von mir und meinem Mann gelernten Dingen, die wir über Zucker wissen.
Und es ist manchmal so, dass ich sehe, die Gier nach Zucker, also ich nehme jetzt mal meine Tochter, ist wirklich krass. Und wenn du es verbietest, ist sie noch krasser. Und deshalb lasse ich das.
Bei uns gibt es auch, ich weiß nicht, wie das bei euch ist, so einen klassischen Süßigkeitenschrank. Wir haben den auch.
Und ich sage immer nur, macht ihr einfach, aber versucht, das irgendwie im Blick zu halten. Ich koche mit wenig Kohlenhydraten. Das heißt, jetzt fallen wahrscheinlich alle Vegetarier und Veganer in Ohnmacht.
Bei uns gibt es Fleisch, vielleicht nicht täglich, aber oft. Und Salat und Gemüse. Und bei uns gibt es auch den Klassiker Spaghetti Bolo zum Beispiel.
Gerne mit Nudeln, auch mal, wenn die Kinder das wollen. Aber es gibt dann auch die Portion aus diesen Sudels. Sagt dir das was?
[Jennifer Knäble] (25:47 - 25:49)
Ah, aus Gemüse.
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (25:49 - 26:20)
Aus Gemüse. Und die schmecken richtig lecker. Ich habe so einen Handteil. Ach, da drehst du selbst.
Deine Zucchini tust du da drauf oder die rote Beete. Das schmeckt toll, weil du hast diesen nussigen Geschmack. Und dann diese Spaghetti-Soße selbst gekocht.
Das ist übrigens auch ein Tipp. Kocht einfach selbst. Am schlimmsten sind die Sachen, die in die Mikrowelle fertig geschoben werden.
Die haben den höchsten Anteil an Zucker. Und das ist wirklich der absolute Horror. Einfach selbst kochen.
Da habt ihr schon so viel eingespart. Das ist also ein Tipp, wo jeder schon mit anfangen könnte.
[Jennifer Knäble] (26:21 - 26:51)
Suse, ist denn das Thema, also ihr merkt schon, Zucker ist natürlich ein ganzheitliches Thema, was man auch gar nicht so abgehackt jetzt betrachten kann. Es hängt immer alles irgendwie zusammen. Wir kommen noch mal auf die Haut zurück.
Ist denn die Verzuckerung der Haut, Suse, eher ein Thema bei uns Frauen, weil wir auch ein anderes Bindegewebe haben? Oder ist das bei Männern und Frauen gleich? Ich überlege jetzt nur so auch in der Pflege.
Wir Frauen machen uns da vielleicht schon ein bisschen mehr in den Kopf. Also mein Mann, der Felix, den interessiert eigentlich nicht, hat er da eine Creme oder nicht.
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (26:52 - 27:49)
Der kommt noch. Den kriegen wir auch noch. Den kriegen wir auch noch. Weil ja, es ist ein kleiner, also wissenschaftlich von den Studien her gibt es keinen Unterschied in der Verzuckerung.
Die Haut eines Mannes und einer Frau verzuckert auf dieselbe Art und Weise. Und beim Mann ist es nur so, Männer haben 20% dickere Haut. Und die, ich sag mal, die Folgen, sichtbaren Folgen der Verzuckerung kommen deshalb leicht verzögert.
Aber die sind auch irgendwann dran. Also das beschäftigt die dann auch. Und das sehe ich auch in meiner Praxis.
Die kommen dann schon mal irgendwann und sagen, Mensch, also irgendwie fällt mir das jetzt auf. Und so, was mache ich denn? Also ist auch absolut ein Thema für die Männer, wenn auch ein bisschen später.
Und ja, bei uns Frauen kommt das Thema auch zum Beispiel mit Hormonen oder Hormonumstellung oder unserem Zyklus überhaupt. Da haben wir halt so viel Änderung, dass wir uns mehr darum kümmern, sag ich mal.
[Jennifer Knäble] (27:50 - 28:42)
Vielleicht schauen wir jetzt mal, Suse, natürlich auch, was kann man denn aktiv vielleicht auch dagegen tun? Oder zumindest ein bisschen, sagen wir mal, unseren Körpersupporten, unsere Hautsupporten, dass wir hoffentlich alle noch lange jugendlich strahlend und jung aussehen. Eine Sache haben wir natürlich gesagt, klar, Zucker reduzieren.
Und du hast eben ja auch schon gesagt, auch ein bisschen als SOS-Signal, also was einmal hinüber ist, ist halt leider auch hinüber. Also irreversibel die Schäden, die wir unserer Haut dann durch Zucker zufügen. Gibt es denn noch andere Dinge, wo du sagst, damit kann man seinen Körper ein bisschen fitter machen?
Keine Ahnung, löst Sport in uns auch irgendwelche Prozesse aus, die vielleicht dem entgegenwirken? Also was gibt es vielleicht von dir noch als Tipp, was man dagegen tun kann? Oder kann man von außen schmieren, um es zu retten ein bisschen?
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (28:42 - 29:27)
Also ich bin natürlich ein großer Verfechter der portriege. Und ich sage immer, man kann leider, also man würde es ja gerne hören, so bleibt doch einfach auf dem Sofa sitzen, greift nochmal in die Chipstüte rein und alles wird gut. Aber Sport ist tatsächlich ein Teil, was ich jedem empfehlen würde, zu tun, auch wenn es schwerfällt.
Aber such dir irgendwas aus, was du magst. Ich bin zum Beispiel nicht so der Jogger-Typ. Ich mag das irgendwie nicht.
Es gibt übrigens witzigerweise, auch was die Schönheit angeht, Studien, die zeigen, wenn du joggst, dass dann die Nasen labial falten, durch diese Gravitation rauf und runter und sowas. Und auch hier vielleicht, also weiß ich nicht.
[Jennifer Knäble] (29:28 - 29:42)
Das ist lustig, dass du das sagst. Entschuldigung, das hat die liebe Birgit Schrowange, eine ganz liebe Kollegin von mir und Freundin, hat mir das auch irgendwann gesagt. Sie sagte, Jenny, ich bin doch nicht bescheuert und jogge, dann fängt ja alles an, noch mehr zu hängen und zu schwabbeln.
Also sowas mache ich nicht. Lustig, dass du das jetzt auch sagst.
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (29:43 - 31:40)
Ich habe mich damit beschäftigt und habe gesagt, ich gucke mal, was für ein Thema kann man denn machen, dass es einem gut geht und die Gesundheit total pusht. Und Sport ist ein Thema, da können wir drei Podcasts draus machen. Aber ich würde das mal so ganz kurz einkategorisieren.
Also es gibt ja den Ausdauersport, die Fangruppe Ausdauersport und die Fangruppe Muskelsport. Und ich gehöre in diese zweite Kategorie. Und ich muss sagen, ein bisschen von beidem ist vermutlich die beste Mischung, um lange gesund zu bleiben.
Beide machen etwas an deinen Mitochondrien, deine Kraftwerke, deine Energiekraftwerke in den Zellen. Und Sport gehört dazu. Ich kann es euch nur empfehlen.
Ich sage mal, wenn jetzt irgendjemand dabei ist, der nicht so gerne Sport macht, mache irgendwas. Nimm zum Beispiel die Alltagsbeweglichkeit. Du brauchst dich ja gar nicht im Fitnessstudio anzumelden, sondern geh die Treppen hoch.
Nimm nicht den Fahrstuhl, fahr mit dem Fahrrad irgendwo hin, wenn du irgendwo hinmusst. Oder geh zu Fuß die längere Strecke oder so. Man kann einfach ganz einfache Dinge machen, die super viel bringen für deine lange Gesundheit und für die Mitochondrien und für deinen Push.
Sport macht Sauerstoffversorgung, der Körper wird besser durchblutet, die Haut wird besser durchblutet, die Schönheit wird unterstützt, das muss man einfach so sagen. Und derjenige, der sagt, Sport ist Mord, das mache ich nicht, da muss ich sagen, es geht leider nicht ohne. Und es wäre einfach, auch hier sage ich immer, nehmt euch doch den einfachen Weg, jeder kann ein bisschen was tun.
Es ist auch bewiesen, dass zum Beispiel Profisportler, also ein sehr ambitionierter Sport, ist auch nicht gut. Also wenn du das im Profisektor machst, ist das auch wieder zu viel. Ist ja eigentlich auch mal eine gute Nachricht.
[Jennifer Knäble] (31:41 - 32:44)
Auf dem Thema auf jeden Fall eine gute Nachricht. Aber weißt du, was ich auch gelernt habe im Alter, vielleicht betrifft das auch den ein oder anderen da draußen, dass man früher immer gedacht hat, man muss oder man macht ja nur Sport, dass man irgendwie wieder in die Jeans reinpasst oder das T-Shirt nicht zwickt oder so. Mit den Jahren lernt man ja eigentlich, dass man Sport macht, um im Alter oder im fortschreitenden Alter beweglich und gesund zu bleiben.
Weil da gibt es ja auch wirklich spannende Studien und Nachweise von Sportgruppen, wo die wirklich gesehen haben, okay, jemand im gleichen Alter, der nichts macht versus jemand, der einfach spazieren geht, mit dem Fahrrad fährt, auch im hohen Alter. 80-Jährige, 90-Jährige, die wirklich noch fit sind für ihr Alter. Das ist eine ganz andere Nummer, als wenn man irgendwie die letzten 50 Jahre keinen Sport gemacht hat.
Und ich finde, wenn man sich das mitnimmt, ist auch der innere Schweinehund nochmal eine andere Nummer. Dann ist es nicht so, jetzt muss ich wieder in diese doofe Stunde und so. Du machst es eigentlich für dich, was du gerade gesagt hast, Longevity, im Alter gesund zu bleiben.
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (32:44 - 33:32)
Und schau mal, ganz am Ende des Tages, wenn ich Sport gemacht habe, fühle ich mich mental besser. Der Einfluss auf deine Psyche, ich finde den enorm. Und ich denke, ich mache auch nicht gerne Sport.
Ich muss mich auch echt aufraffen dazu. Also, ich mache dreimal bis viermal die Woche, gehe ich ins Fitnessstudio, aber ich quäle mich da auch manchmal hin. Aber wenn ich da rausgehe, sage ich mir, ich fühle mich einfach besser.
Ich bin konzentrierter, ich empfinde weniger Stress und, und, und. Und das ist doch vielleicht auch etwas, was jemanden motivieren könnte, um zu sagen, okay, es muss nicht im Fokus nur die Gesundheit sein, die Gesundheit des Körpers, sondern auch deine psychische Gesundheit und wie du Stress besser abbauen kannst und so weiter. Du bist einfach glücklicher.
[Jennifer Knäble] (33:32 - 33:55)
Ja, und mal ehrlich unter uns, wie schnell hat man eine Stunde verbaselt mit Blödsinn. Hier mal Instagram, da mal Telefon, da mal irgendwas noch umgeräumt und so. Da kannst du auch eine Stunde Sport machen.
Suse, was können wir vielleicht auch tun von außen? Also Sport ist eins, das haben wir verstanden. Gibt es auch, kann man cremen, kann man, hilft die Sauna, hilft, weiß ich nicht.
Was können wir noch tun?
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (33:55 - 37:16)
Also, ich meine, es ist ja kein Geheimnis, dass ich auch Gründerin einer Pflegeserie bin. Und diese Pflegeserie ist nur entstanden, weil ich mich mit Zucker beschäftigt habe und mich dieser Punkt, den ich eben ganz am Anfang von der Glykation erklärt habe, gestört hat, dass man beim Andocken dieser Glukose nichts mehr tun kann ab irgendeinem Punkt, diese Glukose da wieder abzubringen und unsere Kollagen einfach altert. Nachhaltig altert.
Nicht mit mir, ich war schockiert eigentlich sogar. Also, ich war schockiert und hab mir gedacht, ach, da hat ja bestimmt schon irgendein schlauer Mensch irgendwas erfunden und hab mal so rumgesucht und fand gar nichts.
Und da hab ich gedacht, ich muss was finden, weil ich will das für mich selbst nicht. Ich will das für meine Patienten nicht und ich will das für niemanden, dass man sich damit abfinden muss. Die häufigste Frage natürlich, die mir dabei gestellt wird, ist, bringt denn das wirklich was, eine Creme, wie du das gerade gesagt hast, von außen drauf zu machen?
Ich sage ja. Jetzt könnte man sagen, ja, die will ja auch ihre Creme verkaufen, aber ich hab mir schon was dabei gedacht. Ich hab einmal einen Stoff gefunden, den wir evolutionär in unserem Körper haben.
Das ist das L-Carnosin. Du hast eben gesagt, deine Kinder essen gerne Süßes, meine auch. Die altern aber nicht so, weil die haben nämlich noch genügend Carnosin.
Das ist schon mal ein wichtiger Punkt, aber wenn wir älter werden, wenn wir altern, dann geht dieser Carnosin-Spiegel herab und zwar bis fast auf Null. Mit 30 Jahren hast du schon 70% weniger Carnosin. Deshalb habe ich dieses Carnosin als Hauptwirkstoff in meine Creme gebracht.
Aber, und das ist jetzt das Besondere, in Liposomen verkapselt. Denn ich finde, und ich muss dir sagen, das ist auch witzig, ich hab einen Podcast gehört, von Bunte VIP Gloss hattest du, glaube ich, einen Podcast mit der Kollegin Berkay. Und die hat gesagt, also keine Creme bringt irgendwas, wenn das nicht besonders bearbeitet ist, der Wirkstoff.
Und mein Wirkstoff ist in Liposomen verkapselt. Das ist ein Wirkstoff, der auch da hinziehen kann, wo er was bringt und wo wir ihn brauchen. Und Carnosin kann nämlich die Zuckermoleküle in dieser fragilen Anfangsphase von der Kollagenphase abhalten.
Und ich sag mal, das ist schon sehr sensationell, das ist auch keine Marketing-Story und es klappt auch, weil man ständig einen Liposomen-Carnosin-Spiegel auf die Haut cremt. Für mich ist das zum Beispiel ein sehr gutes Beispiel, von außen was zu machen und von innen. Ich sag immer, der Sandwich-Effekt muss sein.
Und du kannst das Carnosin auch innerlich nehmen und dann hast du, sagen wir mal, was die Glykation angeht, schon sehr viel gemacht. Es gibt noch ein paar andere Stoffe, die gut sind, wie zum Beispiel Polyphenole oder auch Stoffe, die Antioxidantien sind, also starke Antioxidantien wie zum Beispiel Astaxanthin oder sowas. Das sind tolle Stoffe, um wirklich, oder Vitamin C von außen aufgebracht.
Also alles das, würde ich sagen, das funktioniert, aber nur wenn es speziell verkapselt und zubereitet ist.
[Jennifer Knäble] (37:16 - 37:17)
Das ist der Trick.
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (37:19 - 37:56)
Und der Trick ist kosmetologisch gesehen teuer, um das zu formulieren, aber der einzige Weg, um wirklich einen Wirkstoff ohne Nebenwirkung, denn diese Verkapselung, da fragen auch immer viele nach, alles was liposomal verkapselt ist, kann das nicht schlecht sein oder nachteilig sein? Nein, weil diese an der Haut jetzt gesprochen, diese Kapsel verflüssigt sich, lässt den Wirkstoff runter in die Tiefe und repariert und regeneriert die Hautbarriere. Das ist wirklich Win-Win Situation.
[Jennifer Knäble] (37:56 - 38:22)
Win-Win, das hast du schön gesagt. Und du hast eben auch gesagt, Sandwich-Effekt, das wäre quasi von außen. Was kann man deiner Meinung nach auch von innen tun?
Es gibt ja nun auch viele Supplements, die mittlerweile auch unverzichtbar sind. Ich finde, da hat sich auch in den letzten Jahren unfassbar viel getan. Früher war man schon ganz weit vorne, wenn man mal eine Magnesium-Tablette oder eine Calcium-Tablette irgendwie einmal im Monat genommen hat.
Also gibt es auch von innen etwas, was wir tun können mit Nahrungsergänzungsmitteln?
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (38:22 - 41:10)
Ich nehme so viel. Wie viel Zeit hast du da mitgebracht? Also ich fange mal ganz allgemein an, weil das werde ich in der Praxis tatsächlich häufig gefragt, ach ist doch auch Quatsch mit den Supplementen und so, nimmst du was ein, wird das wieder ausgeschieden, alles nur Geldmacherei und bla bla bla.
Ich sage mal, die Supplemente sind nur eine Version, dass wir das nachahmen können, was uns fehlt. Und darüber muss man sich immer im Klaren sein. Aber das Nachahmen dieser Situation, was uns fehlt, ist besser als gar nichts zu tun.
Ende der Aussage sozusagen. Deshalb nehme ich auch was. Und wenn ich das jetzt so sagen wir mal in Kategorien einteilen würde, dann würde ich sagen, meine wichtigste Version ist das Vitamin D.
Das finde ich ist unverzichtbar. Also wer das noch nie gehört hat, Vitamin D ist das Sonnenhormon. Als Hautärztin natürlich habe ich mich damit beschäftigt.
Das wird gebildet, wenn Sonnenlicht auf unsere Haut kommt, dann wird es in der Haut sozusagen gebildet und dann weitergegeben in den Körper. Ich habe mit meinem Mann in der Praxis zusammen, weil es auch mit dir zusammen in der Praxis muss man dazu sagen, haben wir bei fast 10.000 Patienten Blut abgenommen. Und alle hatten einen Vitamin D Mangel.
Und das nicht nur irgendwie, könnte man jetzt sagen, hast du in der Winterzeit gemacht oder so. Egal, welche Jahreszeit, Sommer, wo wir alle mal ein bisschen lockerer, luftiger rumlaufen. Sommer wie Winter, jeder hatte in unserer Praxis einen Vitamin D Mangel.
Und das ist so evident finde ich, dass ich denke, also man kann das ganz einfach sagen, so sage ich es auch dem Patienten, einfach mal das Blut abnehmen lassen, nur den Vitamin D Wert bestimmen und dann kann man loslegen und das Vitamin D ist so einfach zu supplementieren und bringt so viele Vorteile. Also ich fange mal an mit immunologisch, du bist gestärkt, du wirst nicht so oft krank. Dein Stresslevel ist reduziert.
Deine Antikrebspotentialistik hat in so vielen epigenetischen Ebenen einen Einfluss. Es gibt Studien zu Vitamin D, krass. Das ist für mich ein unverzichtbares Supplement, was ich täglich in, also weiß ich nicht, ob ich das sagen darf, ich nehme 5000 Einheiten und damit kommt man sehr, sehr gut klar.
Ich habe Patienten schon höhere Dosen gegeben, das kann man auch machen, zum Beispiel wenn ich mich krank fühle, dann nehme ich auch mal eine 20.000er Kapsel und ich verbinde das immer mit der Einnahme von Vitamin K und MK7.
[Jennifer Knäble] (41:11 - 41:11)
Was macht das? Beides?
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (41:11 - 44:21)
Das sind einfach besondere Zusatzformen, dass das Vitamin D besser unterstützt wird, was den Calcium Einbau in Knochen, Zähne und so weiter angeht, würde ich immer empfehlen. Ist eine tolle Kombination und nehme ich genau so. 5000 Einheiten.
Wenn ich krank bin, nehme ich mal 20.000 Einheiten, das kann man wirklich einfach mal 3 Tage hintereinander machen und dann als Kur, als Booster-Shot sozusagen. Ansonsten kommt man sehr gut klar. Und wer sich unsicher ist, ich werde das auch immer wieder gefragt in der Praxis, wer sich unsicher ist wegen der Dosierung, hey, du kannst das Blut einfach bestimmen.
Also wenn du sagst, okay, ich nehme jetzt das Vitamin D, aber ich habe Angst, mich zu überdosieren. Es gibt eine lustige Story aus meiner Praxis. Eine ältere Dame, die immer zu mir kam und die kam so richtig völlig schlaff zu mir.
Ja, hallo Frau XY, was ist denn los? Ich fühle mich nicht gut, bin jetzt 93 und so. Vielleicht mag ich auch nicht mehr.
Also eine ganz Süße, die immer sonst sehr drahtig und fit ist. Und dann habe ich gesagt, keine Sorgen, wir nehmen mal Blut ab, vielleicht stimmt irgendwas nicht. Entzündungswert oder Infekt oder sonst irgendwas.
Und siehe da, diese Dame, 93, hatte einfach null Vitamin D. Null, das ist wirklich auch, ist auch selten so null. So gar nicht nachweisbar.
Da schreibt schon das Labor auch mal so ein Kreuzchen dran, gar nicht nachweisbar. Okay, dann habe ich der gesagt, alles erklärt, jetzt nimmst du mal Vitamin D, 20.000 füllen wir mal erstmal so auf und dann am Anfang mal eine Woche 20.000 jeden Tag und dann kann man jede Woche eine 20.000er weiternehmen. Und okay, die ging dann mit diesem Rezept, hat sich das geholt, gar kein Problem.
Irgendwann, nach drei Wochen, war ich in meinem Untersuchungssimmer und hörte also laut, ja, ich will zur Frau Doktor. Und dann dachte ich, da ist Ärger irgendwie in der Praxis. Rausgeguckt, da war diese Patientin, 93-Jährige und mit einem riesen Blumenstrauß, aufrechter Gang, zackig drauf und dann hat sie gesagt, ich muss sie in die Blumen bringen, mir geht es sensationell, ich fühle mich mega.
Und dann haben wir gequatscht und hab gedacht, was will die eigentlich dann noch? Wollte vielleicht nur die Blumen, ja danke, auf Wiedersehen. Ja, nee, nee, sie wollte noch ein neues Rezept haben und die hat dann einfach jeden Tag diese 20.000er genommen. Also wer auch immer, also ich hab ihr dann Blut abgenommen, sie war leicht über dem Normwert. Wer auch immer Angst hat davor, sich über zu dosieren, ich hab mir angewöhnt in den 20 Jahren, wo ich mich mit dem Vitamin D auch beschäftige, zu sagen, hoher Normwert ist der beste Normwert, da passiert am meisten für die Gesundheit. Und messt es einfach, ist ganz easy, du kannst auch privat zu deinem Arzt gehen und einfach sagen, hey, ich nehm jetzt dies und dies Supplement, erstmal bestimmen, dann sagt der dir, du hast, was weiß ich, einen Wert von, unteren Wert von so und so und dann das nächste mal geht es nach drei Monaten und dann sagt der dir, der Wert ist so, dann sollte man an dem oberen Normwert sein und dann ist alles gut.
[Jennifer Knäble] (44:21 - 44:53)
Super spannend. Dann gibt es noch, Suse, was ich auch jetzt in letzter Zeit ganz viel gehört habe in meinem Freundeskreis, dass das viele nehmen, ich nehm’s auch tatsächlich, Kollagen, ja, das ist ja auch, wo viele sagen, ja, aber bringt das was, wenn man das jetzt von innen irgendwie nimmt, so als Kapsel? Ich habe das Gefühl, es ist, also man hat so ein bisschen...
Du siehst sensationell aus, aber immer, also immer. Aber ich habe das Gefühl, man muss es natürlich eine Zeit lang nehmen, man merkt schon so eine leichte Straffung und so ein Glow.
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (44:54 - 48:47)
Also, ich sag mal so, ich hab das ausprobiert, Kollagen, ich sag einfach mal, wie die Faktenlage ist, die Studienlage, weil das ist ja sehr gehypt, und da bin ich immer selbst erstmal so, warte mal ab. Möchte ich dann erstmal gucken, geht das wirklich?
Weil ich als Ärztin und Wissenschaftlerin habe ich mir immer gedacht, wie kann das eigentlich sein, weil die Hyaluronsäure oder auch die Kollagenpräparate werden hydrolysiert, die sind in kleinen Stücken in diesen Supplementen oder Drinks oder so enthalten. Und wie kann man hinterher das wieder zusammenbauen zu so komplizierten Strukturen wie einer Kollagenfaser. Das ist schon schwierig von der ich sag mal Pathophysiologie, wenn du dich damit beschäftigst.
Aber, jeder kann jetzt gleich wieder Luft holen, es scheint zu funktionieren, man weiß aber aus den Studien, dass wirklich durch die zwölfwöchige Kur mit Kollagenpräparaten die Haut einfach durchfeuchteter ist, die Haut einfach praller ist, ein bisschen straffer sich anfühlt, was ich immer sage, ich habe so ein bisschen das Problem, wenn das Kollagen von Rindern ist, ich gucke immer nach der Quelle, also für mich kommt ein Rinderkollagen nicht in Betracht. Dann ist es auch immer so, machst du es in Form einer Kur über einen gewissen Zeitraum und in welcher Form nimmst du das? Das ist so die andere Frage, die ich mir stelle und wo ich total von abgekommen bin, sind Kollagen-Drinks, also Flüssigkeiten.
Schon vorbereitet, es gibt ja so Shots. Krass, was da an Zucker drin ist.
Da sage ich mal, Zucker und Süßstoffe en masse in diesen Dingern, damit die natürlich nach irgendetwas schmecken und du die irgendwie runterkriegst, halte ich für eine ganz schlechte Idee, Zucker haben wir jetzt eben drüber gesprochen, aber Süßstoffe haben einen ebenso schlechten Ruf, in letzter Zeit gerade wissenschaftlich gesehen werden die Süßstoffe gerade sehr, sehr gebashed, sage ich mal, auch zu Recht wie ich finde.
Muss nirgendwo drin sein, deshalb schaut auch da wieder auf die Packung, was ist eigentlich da drin und was nehme ich und dann ist für mich auch noch wichtig, wo ist die Quelle? Jetzt fragt man sich, was gibt es denn außer Rinderkollagen überhaupt noch für ein Kollagen? Ich persönlich, also gibt es eine Vielzahl wirklich an Präparaten, die das aus der Ei-Membran nehmen.
Also nicht die Eierschale, sondern die Membran des Eis, also du weißt ja, da ist so eine ganz dünne Haut und wenn du die durchstechen würdest, dann wärst du dann im Weiß-Eigelb Bereich. Sehr gut wird oft als vegetarische Form des Kollagens verkauft oder angeboten, kann man ja dann auch so nehmen. Jetzt fragen sich natürlich die Veganer, was machen die?
Das ist natürlich auch schwierig. Es gibt dann noch eine dritte Variante, die marines Kollagen wird aus so Fischbestandteilen, Knorpelbestandteilen gemacht. Also das ist so das, was es gibt.
Da muss man so seine Vorlieben gucken und anschauen, was einem passt. Vegan schwierig, weil veganes Kollagen ist ein Kollagen, was die Aminosäuren enthält, woraus eine Kollagenfaser zusammengebaut wird. Ist aber auch nicht so verkehrt, kann auch funktionieren.
Und kleiner Tipp von mir, wenn ihr eine Kur macht, nehmt immer Hyaluronsäure-Serum, das pusht unheimlich.
[Jennifer Knäble] (48:47 - 48:48)
Wirkt sehr gut zusammen.
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (48:50 - 49:03)
Und es gibt zum Beispiel ja auch oft, und das halte ich auch für eine sinnvolle Alternative, Kollagen plus Hyaluronsäure-Präparate. Sehr gute Idee.
Wissenschaftlich gesehen eine sehr gute Kombination, die sich gegenseitig pusht.
[Jennifer Knäble] (49:04 - 49:23)
Suse, also ich sehe schon, wir müssen 2.0 machen, auf jeden Fall als Podcast. Vielleicht nochmal abschließend deine Top 3 Tipps, wie wir es schaffen, lange jung und strahlend zu bleiben und unsere Haut so wenig wie möglich zu verzuckern.
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (49:25 - 50:29)
Also wirklich ganz oben ist wirklich der Zucker. Und es ist so simpel, fangt einfach alle an, es ist überhaupt nicht schwer. Schaut auf euren Teller, guckt, dass diese unsinnigen Summen an Zuckern wegkommen von eurem Teller.
Das ist die ganze Miete für Schönheit und Gesundheit. Also das muss ich wirklich sagen. Und ein bisschen Sport, wozu man Lust hat.
Zweimal die Woche, dreimal die Woche, muss nicht drei Stunden sein, halbe Stunde, 40 Minuten, fertig. Und ja, ein bisschen Supplemente helfen natürlich auch und gute Kosmetik, also gute Cremes. Das ist so mein Dreigestirn, sag ich mal, wo ich erhoffe, dass ich mir meine Schönheit und meine Gesundheit, ist es ja auch immer so, Schönheit bringt uns ja dann auch nichts mehr, wenn wir nicht gesund sind.
Deshalb ist das eine unbedingte Einheit, die man gehen muss und die du automatisch bedingt bekommst aus der guten Gesundheit auch den schönen Glow und die Schönheit.
[Jennifer Knäble] (50:30 - 50:39)
Dr. Susanne von Schmiedeberg, vielen, vielen Dank für diese tollen Einblicke und bleib so herzlich und strahlend wie du bist. Vielen Dank.
[Jennifer Knäble] (50:44 – 50:45)
Dein Must-Have-Supplement?
[Dr. Susanne von Schmiedeberg] (50:45 - 51:48)
Also number one unverzichtbar Vitamin D, weil das bringt uns so viel für die Gesundheit und für die Schönheit und für das Immunsystem, dass ich sagen würde, niemals würde ich da ohne gehen. Also das wäre für mich das Wichtigste.
Und das Zweite ist, ich bin so ein bisschen speziell. Ich nehme viele Stoffe, wie zum Beispiel Astaxanthin, also Antioxidantien, als liposomale verkapselte Form. Damit es einfach besser aufgenommen wird.
Das ist supersimpel. Du nimmst einfach einen Löffel einer Flüssigkeit, darauf achten, dass kein Zucker, keine Süßstoffe drin sind. Genial, genial.
Kommt da an, wo es hinsoll. Ja, das ist so das, was ich nehmen würde, was ich unbedingt empfehlen würde. Aber Vitamin D ist bei mir wirklich das Supplement, was jeder nehmen sollte, wo es einem einfach, wo man merkt, dass es einem besser geht.
Dass man weniger krank ist. Das ist so das, was meine Patienten auch in der Praxis sagen.
[Jennifer Knäble] (51:48 - 52:10)
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