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"Gesundheit kannst du lernen": Vom Wissen ins Handeln kommen

Gesundheit ist kein Zufall – sie entsteht durch deine täglichen Entscheidungen. In dieser Episode des HEALTHWISE Podcasts spricht Nils Behrens mit Dr. med. Cordelia Schott darüber, wie wir Verantwortung für unser Wohlbefinden übernehmen und Gesundheit wirklich lernen können. Die erfahrene Ärztin, Podcasterin und Autorin des Buchs „Gesundheit kannst du lernen“ zeigt, wie du ohne Verzicht und Druck mit ihrem Sieben-Schlüssel-Programm mehr Energie, Ausgeglichenheit und Gesundheit in deinen Alltag bringst.

Die Folge HEALTHWISE auf YouTube

Gesundheit beginnt im Kopf: Bewusstsein statt Verzicht

„Gesundheit ist kein Verzicht, sondern Gewinn“, so Dr. Schott. Wer den Fokus darauf legt, was neu und positiv ins Leben kommt, statt auf das, was wegfällt, verändert langfristig sein Verhalten. Vom “Muss” zum “Darf” ist die Devise. Ich darf neue Routinen entdecken, die mich gut fühlen lassen. Auch Kleinigkeiten wie frische Luft, echte Lebensmittel und Licht am Morgen können ein entscheidender Schritt zu einem gesteigerten Wohlbefinden sein. Wenn du dich auf diese positiven Reize konzentrierst, entstehen Motivation und Leichtigkeit fast automatisch. Jede Kleinigkeit, die du aktiv heute machst, ist besser als alles, was du dir morgen vornimmst.

Der "Best Boddy"-Ansatz und Selbstmitgefühl

Dr. Schott nennt es liebevoll den “Best Boddy”. Dein Körper, dein bester Freund. Wenn du lernst, auf deinen Körper zu hören, Signale wie Hunger, Müdigkeit oder Bewegungslust richtig zu deuten und ihm zuzuhören, kannst du mit ihm viel besser zusammenarbeiten. Dies geht auch mit einem weiteren wichtigen Punkt einher: dem Selbstmitgefühl. Behandle deinen Körper mit derselben Wertschätzung, die du auch deiner besten Freundin oder deinem besten Freund entgegenbringst.

Schlaf: Der unterschätzte Schlüssel zur Regeneration

Schlaf ist laut Dr. Schott „der wichtigste Gesundheits-Booster, den wir haben“. Die Nacht entscheidet über deine Energie, Konzentration und sogar über deine Regenerationsfähigkeit.

Licht steuert deinen Rhythmus

Morgens natürliches Licht zu sehen, kann deinem Körper helfen, den inneren Takt zu halten, idealerweise sogar beim Sonnenaufgang. Dabei wird, so die Theorie, die Melatonin-Produktion gesenkt und Cortisol gefördert. Auch die Schlafhygiene sollte nicht vernachlässigt werden. Feste Schlafenszeiten können ebenfalls eine gute Routine unterstützen.

  • Tipp: Vermeide Displays und Blaulicht vor allem in den letzten zwei Stunden vor dem Schlafen.
  • Biohack: Nutze eine Gelblicht-Brille oder einen Tageslichtwecker, um den Sonnenaufgang zu imitieren und deinen Tag-Nacht-Rhythmus zu verbessern.

Die “Schotti-Schublade”: Ernährung ohne Stress

„Bitte keine Diäten mehr“, betont Dr. Schott. Entscheidend sei, gesunde Lebensmittel als Bereicherung zu sehen, nicht als Einschränkung. Diäten erzeugen mentalen Stress und das Gefühl von Verzicht. Lege den Fokus immer auf das, was gut für dich ist und was du dazugewinnst.

Ein einfaches, aber geniales Konzept von Dr. Cordelia Schott ist die “Schotti-Schublade”. Das ist eine Schublade gefüllt mit gesunden, leckeren Snacks, Zuhause oder im Büro. Wenn der Heißhunger aufkommt, musst du nicht auf Ungesundes wie Chips oder Gummibärchen zurückgreifen. Du kannst einfach deine Schublade öffnen, in der du dann Datteln, Nüsse und getrocknete Früchte findest. Ein echter Gamechanger für den Alltag.

Hormone verstehen: Innere Balance steuern

Auch Hormone reagieren stark auf Ernährung, Stress und Schlaf. Hormonelle Dysbalancen können oft dazu beitragen, dass du dich dauerhaft müde oder reizbar fühlst. Hier kann ein ärztlich begleiteter Hormonstatus Aufschluss geben. Besonders Frauen um die 40 können sensibel auf hormonelle Veränderungen reagieren. Doch du kannst deine Hormone positiv durch einen gesunden Lebensstil beeinflussen:

  • Ausreichender Schlaf
  • Regelmäßige Bewegung
  • Bewusste Ernährung
  • Sonnenlicht 
  • Stressmanagement

Eine gute Basisversorgung mit Nährstoffen ist hier essenziell. Als Nährstoff ist Vitamin D für das Immunsystem von Bedeutung, da es zu einer normalen Funktion dieses beiträgt. Bei Stress, den Dr. Schott selbst erlebt, nutzt sie gerne Ashwagandha.

Routinen etablieren

Dr. Cordelia Schott arbeitet in ihrem Programm mit einem 12-Wochen-Plan, um Routinen durchzusetzen. Die Wissenschaft zeigt, dass das Gehirn etwa zwölf Wochen braucht, um eine neue Routine tief zu verankern, so Dr. Schott. In ihrem Buch nutzt sie einfache Tools, um dies zu erleichtern:

  • Die F.R.E.U.D.E.-Formel: F steht für Freude, R für Routine und D für Disziplin. Dieses Prinzip hilft, gesunde Gewohnheiten mit Spaß zu verankern.
  • Atemtechnik: Dreimal täglich drei tiefe Atemzüge mit längerer Ausatmung (4–7–8-Methode) aktivieren den Vagusnerv, der für Regeneration und Entspannung zuständig ist.
  • Dankbarkeit als Energiequelle: Jeden Tag mit drei Gedanken starten, für die man dankbar ist. Dies kann laut Dr. Cordelia Schott das persönliche Stressempfinden positiv beeinflussen und zu mehr innerer Ruhe beitragen.

Take Aways  

  • Gesundheit ist lernbar – mit Bewusstsein, Routinen und Freude.
  • Der Körper ist dein „Best Boddy“ – lerne, ihm zuzuhören.
  • Kein Verzicht: Fokus auf neue, gesunde Gewohnheiten, die guttun.
  • Lichtmanagement unterstützt den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus.
  • Atemtechniken können helfen, zu entspannen.
  • Dankbarkeit und Routinen fördern die mentale Resilienz.
  • Gesundheit darf Spaß machen – sie ist ein täglicher Lernprozess.

Mehr erfahren im healthwise Podcast von sunday natural

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Dr. med. Cordelia Schott ist renommierte Orthopädin mit eigener Praxis in Essen und Expertin für Bandscheibenerkrankungen. Als Präsidentin des Bundesverbands konservative Orthopädie setzt sie sich für innovative, nachhaltige Therapiekonzepte ein. Sie engagiert sich in Forschung und Lehre, veröffentlicht Fachbeiträge, ist Vorsitzende auf großen Kongressen und wissenschaftliche Leiterin von Fortbildungen für Ärzte.

In diversen TV-Formaten, zum Beispiel als RTL-Doc, und in ihrem Bühnenprogramm klärt sie verständlich über Gesundheitsthemen auf. Auf den sozialen Medien folgen ihr Hunderttausende, da sie hier Gesundheitsmythen entlarvt und anwendbare Tipps teilt, die funktionieren. In ihrem Buch „Gesundheit kannst du lernen“ vermittelt sie praxisnahes Wissen, damit Menschen ihre Gesundheit eigenverantwortlich stärken können.

Die gefragte Speakerin steht auch in Seminaren und in ihrem Podcast „Gesundheit kannst Du lernen.” Menschen mit Rat und Tat zur Seite. Mehr Informationen unter: gesundheitkannstdulernen.de. Zusätzlich ist sie mit humorvoll-informativen Bühnenshows im ganzen Land unterwegs. Ihr Motto: „Lieber Gesundheit erschaffen als Krankheiten behandeln.

Mehr über Dr. Cordelia Schott: https://dr-cordelia-schott.de/dr-schott/

139 Gesundheit kannst du lernen. Mit Dr. Cordelia Schott

[Dr. Cordelia Schott] (0:00 - 0:17)
sondern tatsächlich verzichtest du auf gar nichts, du kriegst was dazu und du kannst dich dann selber entscheiden, was fühlt sich denn für mich besser an. Nicht nur was ist leckerer im Mund, sondern vielleicht habe ich ja in zwei, drei Tagen mehr Energie, vielleicht sehe ich auf einmal besser aus, vielleicht fühle ich mich nicht nur besser, vielleicht fühle ich mich ja sogar besser an.

[Nils Behrens] (0:17 - 1:15)
Herzlich willkommen zu HEALTHWISE, dem Gesundheitspodcast präsentiert von Sunday Natural. Ich bin Nils Behrens und in diesem Podcast erkunden wir gemeinsam, was es bedeutet, gesund zu sein. Wir tauchen ein in Themen wie Medizin, Bewegung, Ernährung und emotionale Gesundheit.

Immer mit einem weisen Blick auf das, was uns wirklich gut tut. Gesundheit ist kein Zufall, sie ist das Ergebnis täglicher Entscheidungen. Wir alle wissen, dass wir uns mehr bewegen, besser essen, ausreichend schlafen sollten, aber wie schaffen wir es, das Wissen wirklich in unseren Alltag zu integrieren und dran zu bleiben?

Heute geht es darum, wie aus Theorie gelebte Praxis wird und warum kleine konsequente Schritte oft der Gamechanger sind. Mein heutiger Gast ist Dr. Cordelia Schott, seit über 25 Jahre Ärztin, Podcasterin und Entwicklerin des Sieben-Schlüssel-Programms für nachhaltige Gesundheit. Sie hat in ihrer Praxis unzähligen Menschen dabei geholfen, ihre Ernährung, Bewegung, Schlafqualität und mentale Stärke zu verbessern, dass sie echt langfristige Veränderungen erleben und deswegen sage ich herzlich willkommen, Dr. Cordelia Schott.

[Dr. Cordelia Schott] (1:16 - 1:25)
Ja, ganz lieben Dank für diese großartige Begrüßung und diese ganz liebe Anmoderation und danke für die Gegeneinladung. Gestern Abend hast du ja mich besucht. Toll, dass ich heute hier bin.

[Nils Behrens] (1:25 - 1:37)
Ja, ich war gestern Abend bei deiner Bühnenshow, das war sehr schön hier in Berlin bei den Wühlmäusen und es war deshalb noch mal besonders schön, weil wir auch noch dein Geburtstag feiern durften. Insofern herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle noch mal nachträglich.

[Dr. Cordelia Schott] (1:37 - 1:39)
Danke, ganz lieben Dank.

[Nils Behrens] (1:39 - 1:42)
Cordelia, wie sieht für dich ein gesunder Sonntag aus?

[Dr. Cordelia Schott] (1:42 - 1:44)
Wie ein gesunder Sonntag aussieht oder was ich mache?

[Nils Behrens] (1:45 - 1:50)
Das kommt darauf an, ob das sich überschneidet. Wenn es sich gar nicht überschneidet, dann weiß ich nicht so genau.

[Dr. Cordelia Schott] (1:50 - 2:07)
Also es gibt auf jeden Fall Schnittmengen. Ich feiere Sonntags, wie jeder weiß, stehe ich trotzdem morgens um fünf oder halb sechs spätestens auf mit einem Hund in den Wald und dann in die Praxis und den Podcast führe ich auf. Das ist, können wir streiten, ob das gesund ist.

Ich würde gerne häufiger mehr ausschlafen. Aber ich habe nur Sonntagszeit, den Podcast aufzunehmen.

[Nils Behrens] (2:07 - 2:22)
Naja, aber da kommen wir jetzt direkt schon gleich mit rein, weil das Thema Social Jetlag, das heißt also, dass die Leute am Wochenende ihren Schlafrhythmus verändern, ist ja auch sehr ungesund. Also von daher, wenn du gewohnt bist, immer um diese Zeit aufzustehen, dann ist es ja gut.

[Dr. Cordelia Schott] (2:22 - 3:13)
Ich wache sowieso um diese Zeit auf, weil ich immer so früh aufstehe und Sonntags könnte ich halt länger schlafen, bin aber sowieso wach. Und ehrlich, ich bin immer hin und her, so zwei Herzen in meiner Brust. Ich liebe das auch, meine Männer schlafen ja alle noch.

Ich habe ja vier Männer zu Hause, ich sage immer vier Unkastrierte. Einen habe ich geheiratet, zwei haben wir selber gemacht und den Hund, den haben wir gekauft. Und der ist mit mir dann wach und mit dem alleine morgens im Wald, gerade im Sommer, wenn das so ruhig ist und der Wald aufwacht und so, das ist auch was Tolles.

Und das ist übrigens was sehr Gesundes im Wald, sich aufzuhalten. Das heißt, man kann es so und so sehen. Ich mache es aber aus verschiedensten Gründen wahnsinnig gerne.

Ich liebe ja auch diesen Podcast zu machen. Und ich habe so ein paar Rituale, da willst du wahrscheinlich drauf hinaus. Ich frühstücke zum Beispiel nicht.

Das war schon immer so. Ich habe noch nie Hunger gehabt morgens in meiner Kindheit, haben immer alle gesagt, das ist ganz schrecklich, ist ganz super ungesund, also man muss ja frühstücken wie ein König und das kennst du so Sprüche, ne?

[Nils Behrens] (3:15 - 3:17)
Frühstücken wie ein Kaiser, Mittag wie ein König und Abend wie ein Bettelmann.

[Dr. Cordelia Schott] (3:18 - 3:27)
Genau. Und mein Körper hat aber morgens nie Hunger gehabt, das ist bis heute so und ich habe gar nichts verändert, aber jetzt bin ich ja Top-Biohacker. Jetzt mache ich ja intermittierendes Fasten.

[Nils Behrens] (3:29 - 3:32)
Genau, du musst einfach so lange warten, bis das, was du tust, Trend wird.

[Dr. Cordelia Schott] (3:32 - 4:14)
Bin ganz weit vorne damit, genau. Und da kannst du sehen, das war so ein Learning für mich, wie sehr der Körper dir eigentlich oft sagt, was er gerne möchte, aber wir hören nicht drauf, ne? Wir hören nicht drauf und Mutti und Papi hören vielleicht auch nicht drauf, muss den Teller leer essen, sonst gibt es schlechtes Essen und es gehört sich nicht und blablabla.

Aber eigentlich ist dein Körper ja, das sage ich ja immer, dein bester Freund, dein Best Boddy, B-O-D-D-Y, dein Best Boddy, das wird mir auch ein paar Mal verbessert, wenn ich das irgendwo schreibe, ich meine es aber ernst, Best Boddy, dein bester Freund und der sagt dir das eigentlich immer, was er braucht und ein wesentlicher Punkt für Gesundheit erschaffen ist ja für mich, werde bester Freund, Partner von deinem Körper und wenn ihr anfangt miteinander zu sprechen und zuzuhören und auch richtig zu übersetzen, das ist schon mal ein super Game Changer.

[Nils Behrens] (4:15 - 4:38)
Total gut, total gut. Zwei Punkte dazu, das eine ist, weil du es gerade ansprichst, ich habe das letzten Samstag gemacht, bin ich auch irgendwie zufälligerweise um Viertel nach fünf aufgewacht und ich war in Hamburg und ich wohne direkt am Kanal und dann bin ich dann runter und bin dann auf meinen Sub gestiegen und bin dann rausgepaddelt, um den Sonnenaufgang quasi auf dem Wasser zu erleben. Also auch das sehr schön, leider war kein Sonnenaufgang da.

[Dr. Cordelia Schott] (4:39 - 4:59)
Das macht aber nichts, weil das Licht ist ja trotzdem da und das Licht wird über deine Augen aufgenommen, sogar wenn du blind wärst und das macht was mit deinem Gehirn. Ich habe eine Podcast Folge aufgenommen dazu, Sonnenauf- und Untergang, was das für gesundheitliche Effekte hat und wenn du gar keine Zeit hast für Gesundheit, aber kannst vielleicht ab und zu wirklich den Sonnenaufgang oder Untergang anschauen, hör mal die Folge, du wirst erstaunt sein, was das für deinen Körper macht.

[Nils Behrens] (4:59 - 5:05)
Insofern alles richtig gemacht und das zweite, weil du sagst, jetzt ist das, was du machst, Trend geworden, bei mir ist es so.

[Dr. Cordelia Schott] (5:06 - 5:07)
Nicht, weil ich es mache.

[Nils Behrens] (5:07 - 5:32)
Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein. Genau, darauf will ich hinaus. Ich habe auch, weil ich immer keinen Kaffee mochte, bin ich seit 2011 Matchatrinker, weil ich das einfach, ja, weil es einfach als Teetrinker eine schöne Art ist, mal andere Art von Tee zu trinken sozusagen und vor allem auch in einer guten Trinktemperatur und so weiter und damals noch sehr schwer zu kriegen und jetzt heute ist ja dieser Mega-Hype dann irgendwie sowas so, dass ich dann irgendwie mittlerweile dann immer so denke, jetzt habe ich gar keine Lust mehr auf Matcha.

[Dr. Cordelia Schott] (5:32 - 5:42)
Ja, jetzt macht es jeder. Mach es weiter, weil da ist ja EGCG drin, das Supermolekül, Epigallocatechingallat, ja, ich liebe dieses Wort, also die Leute immer denken, ich wäre schlau.

[Nils Behrens] (5:42 - 5:46)
Ich mache das immer im Englisch, immer EGCG.

[Dr. Cordelia Schott] (5:46 - 5:46)
Oh, das ist auch smart.

[Nils Behrens] (5:47 - 5:47)
EGCG.

[Dr. Cordelia Schott] (5:47 - 5:52)
Dann denken die Leute nicht nur, du bist intelligent, sondern auch noch international. Wow, Respekt.

[Nils Behrens] (5:54 - 6:11)
Ja, also von daher. Ich habe gar nicht erwähnt, dass du ja auch ein Buch geschrieben hast. Deswegen müsste ich an dieser Stelle das jetzt mal spätestens tun, weil meine Frage beginnt nämlich so. Du schreibst, Wissen allein verändert nichts, Umsetzung zählt.

Was aus deiner Sicht ist der wichtigste erste Schritt, um ins Handeln zu kommen?

[Dr. Cordelia Schott] (6:11 - 6:11)
Machen.

[Nils Behrens] (6:12 - 6:12)
Machen.

[Dr. Cordelia Schott] (6:13 - 6:14)
Ja, machen. Nicht labern. Machen.

[Nils Behrens] (6:14 - 6:17)
Ja, sehr gut, sehr gut. Dann gehe ich jetzt weiter zur nächsten Frage.

[Dr. Cordelia Schott] (6:17 - 6:27)
Nee, muss ich noch zu Ende sagen. Morgen höre ich mit Rauchen auf. Was ist denn das für eine Scheiße?

Du hörst ja jetzt auf. Du bist, jetzt, jetzt bist du Nichtraucher. So habe ich Rauchen aufgehört zum Beispiel.

Ich habe auch mal geraucht.

[Nils Behrens] (6:27 - 6:27)
Wirklich?

[Dr. Cordelia Schott] (6:28 - 7:41)
Tatsächlich, ernsthaft. Und ich habe, ich war Leistungssportlerin. Ich habe ganz lange nicht geraucht, habe dann Medizin studiert und habe dann im Medizinstudium angefangen zu rauchen.

Das war nicht so schlau. Aber es war damals für mich so richtig sozialer Druck. Es gab ein paar Ärzte, die fand ich ganz toll.

In einem war ich auch ein bisschen verknallt. Und die ganz coolen Krankenschwestern, die sind immer rausgegangen zum Rauchen. Ich wollte so sein wie die.

Ich habe als Medizinstudentin gearbeitet im Krankenhaus, musste mir das selber verdienen, das Studium. Und ich wollte so sein wie die. Und einfach mit rausgehen und nicht rauchen, habe ich ein, zwei mal gemacht, fand die irgendwie uncool.

Und dann habe ich mir eingeredet, dass es ja, wenn das Ärzte machen, kann ja nicht so schlimm sein mit dem Rauchen. Und habe tatsächlich einige Jahre geraucht. Und aufgehört habe ich zusammen mit meinem Mann tatsächlich, indem ich gesagt habe, ich glaube wirklich, man kann unfassbar viel tun, aber der Clou ist, es machen.

Also nicht, ich werde Nichtraucher, sondern ab jetzt bin ich Nichtraucher. Ich habe meinem Mann versprochen, es wird nie mehr eine Zigarette in meinen Mund berühren. Und das hat mir sehr geholfen in den ersten Wochen und Monaten, weil die Verführung ja da ist, wenn du Stress hast oder wenn du nach dem Essen und alle rauchen.

Und ich gehe bis heute mit raus. Ich gehe bis heute, wenn mich einer sieht, ich gehe immer mit raus. Es sind wirklich manchmal die cooleren Leute, die rausgehen vor die Tür und rauchen.

Und ich werde niemals, wirst du mich rauchen sehen, aber ich gehe immer noch mit raus.

[Nils Behrens] (7:42 - 8:02)
Ist bei mir genauso. Ich bin seit jeher immer in der Raucherecke schon in der Schule gewesen. Auch als ich noch zu jung war, kam die Lehre immer bei mir an und haben dann immer gesagt, so hier, ich habe dich in der Raucherecke gesehen, meine ich ja und, also ich habe nicht geraucht.

Bis heute nicht, ich bin mein Leben lang Nichtraucher, aber ich bin immer bei den Leuten, die rauchen, weil die einfach cooler sind.

[Dr. Cordelia Schott] (8:03 - 8:04)
Ja, dann verstehst du mich, oder?

[Nils Behrens] (8:04 - 8:05)
Ja, genau.

[Dr. Cordelia Schott] (8:05 - 8:10)
Und ich finde auch dieses Socializing schön, dass man kurz rausgeht, man unterhält sich und spricht ein bisschen was.

[Nils Behrens] (8:10 - 8:16)
Total, dann kommen immer meine Freundinnen und haben dann immer die tollsten Frauen kennengelernt. Wo hast du die denn jetzt schon wieder her? Ja, wir haben Rauchen kennengelernt.

[Dr. Cordelia Schott] (8:19 - 8:25)
Du bist rausgegangen zum Rauchen. Ich bin rausgegangen, aber nicht zum Rauchen, sondern zum Sprechen. Das geht auch.

[Nils Behrens] (8:25 - 9:46)
Total gut, total gut. Also von daher umsetzen, ja. Und ich kann das mit dem jetzt machen.

Man muss es dann aber auch wirklich wollen. Das ist so der Punkt. Du musst es vor allem machen.

Ja, machen, aber auch wollen. Weil bei mir war es zum Beispiel so, ich hatte immer, also wenn ich mal eine Art von Sucht hatte, dann war es schon Zucker. Bei mir ist es dann so, wenn du mir ein Stück Schokolade gegeben hast, dann ist bei mir so ein Motor angesprungen und dann konnte ich auch die ganze Tafel dann essen.

Und das ist so etwas, das hatte ich dann viele Jahre. Ich hatte tatsächlich auch mal mit einer Hypnotiseurin gesprochen, die sagte, ich kann dir das hier sozusagen hypnotisieren, dass du dann keinen Zucker mehr magst. Und dann habe ich gesagt, naja, aber im Sommer mal so ein Eis essen oder das Stück Kuchen zum Geburtstag, irgendwie finde ich das schade.

Und dann habe ich aber irgendwann gemerkt, so nee, ich kriege dieses bisschen nicht hin. Und dann habe ich dann von heute auf morgen gesagt, jetzt ist Schluss. So, und dann habe ich auch tatsächlich den Geburtstagskuchen abgesagt, keine Desserts mehr und keinen Sommer ohne Eis.

Mittlerweile, das habe ich dann so zweieinhalb Jahre lang durchgezogen, jetzt habe ich wieder ein normales Verhältnis zum Thema Zucker. Aber ich meinte einfach so, ich habe es von heute auf morgen gemacht. Ja, und ich habe dann einfach so drei Hafertage gemacht, um dann eben halt insgesamt dieses Thema Zucker runterzubringen und danach einfach dann nicht mehr.

Und das hat wahnsinnig gut geklappt. Aber wie gesagt, man von heute auf morgen gemacht, aber auch gewollt. Und ich glaube, diese Kombination ist wahrscheinlich der Punkt.

[Dr. Cordelia Schott] (9:47 - 10:11)
Ja, ich glaube, ich würde das gerne nochmal aufklären. Also, weswegen ich dich so verbessert habe mit dem einfach machen ist, weil ich hätte gerne die Entscheidung vom Kopf in die Hand verschoben. Weil der Kopf, weißt du, man wird im Schnitt am Tag etwa 200 Mal belogen, als Chef noch ein bisschen öfter.

Da gibt es Studien zu, auch total spannende Studien. Als Chef wird man sogar noch öfter belogen oder Chefin. Und der Mensch, der dich am allerbesten belügen kann, weißt du, wer es ist?

[Nils Behrens] (10:12 - 10:12)
Du selbst.

[Dr. Cordelia Schott] (10:13 - 10:57)
Völlig richtig, genau. Ich kann ja nicht. Ich muss aber jetzt, weil es geht ja nicht ab morgen so.

Und das wollte ich sagen mit dem einfach machen. Ich weiß, dass das nicht einfach ist, aber ich nehme schon mal eine Hürde, indem ich mache. Also, Beispiel.

Jede krüppelige Liegestütze ist tausendmal besser als die Idee, morgen ins Fitnessstudio zu gehen. Ich mache einfach drei doofe kleine Kniebeugen. Kann ich jetzt sofort machen.

Es ist so viel leichter, als zu sagen, ab morgen laufe ich 20 Kilometer jeden Tag. Oder einfach die Laufschuhe anziehen und ich gehe um den Block. Ja, ist kein Marathon, aber du hast die Schuhe angezogen.

Dein Gehirn belohnt sich. Du schüttest Serotonin und Dopamin aus. Und morgen gehst du vielleicht zweimal um den Block.

Und übermorgen hast du drei Laufschritte drin. Und so weiter. Weißt du, was ich meine?

Ich weiß total, was du meinst. Einfach machen.

[Nils Behrens] (10:57 - 11:00)
Genau. Aber die große Frage ist, woher kriege ich die Motivation dafür?

[Dr. Cordelia Schott] (11:00 - 11:37)
Ja, sprechen wir sofort drüber. Und da habe ich einen Tipp für dich. Und das zweite ist, wenn du was aufhören willst, so wie ich mit dem Rauchen und du mit dem Zucker, dann ist, glaube ich, andersrum viel einfacher, dass man erst mal schwarz-weiß denkt.

Also, dass man erst mal sagt, null nada, geht gar nichts, niente nix. Und wenn du dann, weil du bist ja in einer Sucht, das heißt, dein Verhältnis ist eh verschoben. Du hast nicht mehr dein richtiges gesundes Augenmaß.

Wenn du dann sozusagen entziehst, und ich bin ein ganz großer Verfechter von Fasten übrigens. Ich faste, seit ich 16 bin, jedes Jahr mindestens ein bis zwei Mal. Wirklich ehrliches, richtiges Heilfasten, nicht das intermittentierende Fasten.

[Nils Behrens] (11:37 - 11:39)
Ich komme ja vom Lanserhof, also Fasten finden wir gut.

[Dr. Cordelia Schott] (11:39 - 11:56)
Hervorragend. Fasten ist Wahnsinn für den Körper. Da kann man gleich noch darüber reden.

Und du sozusagen erst mal die Substanz entziehst, ob jetzt Zigarette oder Alkohol oder Zucker oder, oder, oder. Dann kann der Körper sich wieder auf das rechte Maß besser einspielen. Und dann kann es dir leichter fallen, wieder ein gesundes Verhältnis zu kriegen.

[Nils Behrens] (11:57 - 12:04)
Sehr gut, sehr gut. Ich hatte übrigens hier Schokolade, gesunde Schokolade für uns mit Magnesium und Tagatose gesüßt. Möchtest du die mal probieren?

[Dr. Cordelia Schott] (12:04 - 12:08)
Ja, selbstverständlich. Gesunde Schokolade, das ist ja die gute Orthopäde. Das gibt es, glaube ich, gar nicht.

[Nils Behrens] (12:10 - 12:16)
Die einen sagen so, die anderen sagen so. Das ist aber lecker. Gut, ne?

Jetzt haben wir beide einen vollen Mund.

[Dr. Cordelia Schott] (12:17 - 12:18)
Kaffee dazu, tolle Kombi.

[Nils Behrens] (12:19 - 12:21)
Ja, total gut.

[Dr. Cordelia Schott] (12:22 - 12:32)
Weil Gesundheit darf auch lecker sein und Gesundheit darf Spaß machen. Und ich weiß, du musst, glaube ich, von den zehn Fragen noch acht vorlesen. Ich quatsche einfach.

Ich habe einen wichtigen Punkt.

[Nils Behrens] (12:32 - 12:34)
Nein, ich habe meine Frage schon gestellt. Ich habe meine Frage schon gestellt.

[Dr. Cordelia Schott] (12:34 - 12:35)
Also, ich habe sie nur nicht beantwortet, oder?

[Nils Behrens] (12:35 - 12:38)
Du hast sie nur nicht beantwortet. Wo kriege ich die Motivation für es jetzt machen?

[Dr. Cordelia Schott] (12:39 - 13:13)
Aber mach doch einen eleganten Schwung. Weißt du, wie du die Motivation kriegst dafür? .

Denk doch nicht, was wir alle tun. Gesundheit heißt, du musst auf was verzichten. Du musst auf den Zucker verzichten, wie du gerade gesagt hast, auf das leckere Eis im Sommer verzichten.

Ich weiß nicht, woher der Gedanke immer kommt, dass man auf was verzichten muss, wenn man gesünder ist. Wenn du das switchen kannst im Kopf und umdrehst und auf einmal ein ganzes Weltall voller neuer, toller Sachen dazukommst, also zum Beispiel diese Schokolade hier, muss ich mir nochmal angucken, die schmeckt tatsächlich unfassbar lecker.

[Nils Behrens] (13:14 - 13:15)
Ja, triffst du heute als Geburtstagsgeschenk mit.

[Dr. Cordelia Schott] (13:16 - 13:18)
Oh, danke schön. Vielen lieben Dank.

[Nils Behrens] (13:18 - 13:20)
Ich habe heute schon einen Entspannungstee von dir bekommen.

[Dr. Cordelia Schott] (13:20 - 13:50)
Sehr gerne. Und einfach nicht in diesen Gedanken gehen, jetzt muss ich gesund, jetzt kann ich nichts Leckeres mehr essen, sondern andersrum. Es gibt unfassbar tolle, leckere Sachen, die gesund sind.

Es gibt unfassbar tolle Routinen und Dinge von Hormonen, über Schlaf und so, werden wir gleich noch was dazu sagen, die dein Leben bereichern. Und dann verspreche ich dir eins, wenn du diese tollen Sachen in dein Leben zusätzlich kriegst, dann werden automatisch ungesündere Sachen hinten rausfallen. Merkst du gar nicht.

[Nils Behrens] (13:50 - 13:57)
Total. Couldn't agree more. Und das ist ja das, guck mal, ich werde ja immer wieder so als Longevity-Experte irgendwo vorgestellt.

 

[Dr. Cordelia Schott] (13:57 - 13:58)
Weil du aussiehst wie 20.

[Nils Behrens] (13:58 - 14:16)
Ja, wahrscheinlich ist das so. Aber da fragen mich die Leute ja auch immer, willst du wirklich so alt werden?

Und da sage ich immer so, nein, mir geht es nicht darum, alt zu werden. Ich möchte ja, alles, was ich für meine Longevity heute tue, lässt mich ja heute schon gut fühlen. Weißt du, wenn ich jetzt heute Morgen, ich habe heute Morgen Paddel gespielt und fühle mich gut, ich habe heute Morgen schon Sport gemacht.

 

[Dr. Cordelia Schott] (14:16 - 14:16)
Super.

[Nils Behrens] (14:16 - 14:35)
Und das mag am Ende, weil man hat ja in der Studie in Kopenhagen gelernt, dass Tennisspieler ungefähr 9,7 mehr gesunde Lebensjahre haben als Leute, die keinen Sport machen. So, also Tennis ist da wirklich der Spitzenreiter von der Sportart.

Deswegen hoffe ich, dass Paddel vielleicht in einem ähnlichen Thema ist, in der Nähe ist.

[Dr. Cordelia Schott] (14:35 - 14:39)
Ich habe mir ein ähnliches Medikament geholt, Herr Doktor. Ich hoffe, das wirkt genau.

[Nils Behrens] (14:39 - 14:54)
Jaja, auf jeden Fall ist es dann so, dass ich dann sage, okay, vielleicht bringt es mir am Ende 7, 8 mehr gesunde Lebensjahre. Aber ich fühle mich einfach, ich hatte heute Morgen schon Spaß und ich fühle mich gut, weil ich es heute Morgen schon gemacht habe. Und das ist eben genau das, was du sagst.

Du sagst eigentlich kein Verzicht.

[Dr. Cordelia Schott] (14:54 - 14:54)
Nein.

[Nils Behrens] (14:55 - 14:59)
Es geht ja einfach darum, dass das, was du heute tust, dich auch besser fühlen lässt.

[Dr. Cordelia Schott] (14:59 - 15:20)
Sofort. Also nicht eigentlich, sondern tatsächlich verzichtest du auf gar nichts. Du kriegst was dazu und du kannst dich dann selber entscheiden, was fühlt sich denn für mich besser an?

Nicht nur, was ist leckerer im Mund, sondern vielleicht habe ich ja in zwei, drei Tagen mehr Energie. Vielleicht sehe ich ja auf einmal besser aus. Vielleicht fühle ich mich nicht nur besser, vielleicht fühle ich mich ja sogar besser an.

Also wenn ich Sport mache, fühle ich mich ja auch besser an.

[Nils Behrens] (15:20 - 15:22)
Nackt gut aussehen, das ist ja das, was ich sage.

[Dr. Cordelia Schott] (15:22 - 15:40)
Das ist übrigens meine absolute Lieblingsdiät. Wenn ich denke, ich muss abnehmen, dann ist meine Ansage, du darfst alles essen, was du willst, immer, wann du willst. Es gibt nur eine Sache.

Du tust es nackt vorm Spiegel. Du würdest dich wundern, wie dein Appetit vergeht.

[Nils Behrens] (15:40 - 15:48)
Das ist ja so ein bisschen, ich glaube, es ist von Kate Moss, die hat mal gesagt, dass es nicht so gut schmeckt, wie es sich anfühlt, schlank zu sein. Also von daher.

[Dr. Cordelia Schott] (15:48 - 15:49)
Die war aber sehr schlank auch.

[Nils Behrens] (15:49 - 16:04)
Ja, die war wirklich sehr schlank. Wir steigen jetzt mal richtig in dein Buch ein und du hast da die sieben Schlüssel zur Gesundheit beschrieben. Und dann lass uns doch mal erst mal anfangen.

Womit sollte die Höre unbedingt als erstes beginnen?

[Dr. Cordelia Schott] (16:04 - 16:12)
Ich würde sagen, damit das Buch vorzubestellen. Gesundheit kannst du lernen. Es kommt am 24.

Oktober raus. Du kannst es jetzt schon vorbestellen. Würde ich mich sehr freuen.

[Nils Behrens] (16:12 - 16:13)
Aber es ist keine der sieben Punkte.

[Dr. Cordelia Schott] (16:14 - 17:16)
Nein, in dem Buch habe ich sieben Schlüssel aufgeführt, sieben unterschätzte Schlüssel zu deiner Gesundheit, von denen ich als Ärztin, und ich mache das schon sehr lange, denke dass diese maximal unterschätzt sind, obwohl sie vor deiner Haustür sind. Das sind sieben Sachen, die jeder, du auch, ich auch ins Leben ganz leicht integrieren können. Und es würde deine Gesundheit sofort erheblich verbessern können.

Dieses Wissen und dieses Umsetzen. Wir lernen das aber nicht. Wir lernen Gesundheit ja nicht in der Kindheit.

In der Regel lernen wir das nicht, nicht in der Grundschule, nicht weiter für eine Schule, ehrlicherweise auch nicht im Beruf und auch nicht als Arzt. Wir lernen in der Medizin Abweichungen von der Norm und Krankheiten. Aber wir lernen nicht wirklich.

Ich nenne das Gesundheit erschaffen, wie man Gesundheit erschafft. Und es sind sieben Sachen, die ich in meinem Buch beschreibe, als Schlüssel für dich, die du sofort umsetzen kannst, die massiv helfen können, Gesundheit zu erschaffen und die so unbewusst sind. Die wissen wir einfach nicht.

[Nils Behrens] (17:17 - 17:18)
Magst du ein Beispiel hier teilen?

[Dr. Cordelia Schott] (17:18 - 18:40)
Ja, also wir haben schon ganz viele angesprochen, zum Beispiel, den Sonnenaufgang habe ich gerade angesprochen. Sonnenaufgang, Untergang gucken macht ganz viel mit deinem Gehirn. Das Bewusstsein für Licht zum Beispiel.

Wir sind ja seit Jahren Millionen auf diesem Planeten und alles ist angepasst in der Natur auf Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Mondphasen und sowas alles. Jetzt haben wir aber vor wenigen Jahrzehnten mit diesem künstlichen Licht angefangen und unser Körper ist daran nicht wirklich gewöhnt. Es geht ja um Blaulichtfilter, um Displays und all diese Sachen.

Du kannst deinen Schlaf radikal verbessern, wenn du zwei, drei Sachen beachtest, wie die letzten zwei Stunden vorm Schlafen nicht mehr ein Display gucken, vielleicht die letzten vier, fünf Stunden ein Blaulichtfilter aufziehen. Es gibt auch eine Gelblichtfilterbrille oder eine Gelbbrille, so eine gelbe Brille, die morgens den Sonnenaufgang imitiert. Ich habe zum Beispiel schon ganz lange so ein Tageslichtwecker.

Das heißt, ich muss auch früh aufstehen, auch im Winter. Da ist es ja noch sehr dunkel draußen, imitiert den Sonnenaufgang. Das hat was damit zu tun, dass in meinem Körper dann Cortisol-Spiegel hochgehen, Melatonin-Spiegel runtergehen oder andersrum.

Und alle diese Sachen sind sehr leicht. Also ein Wecker kaufen ist ja jetzt nicht schwer, auch nicht teuer, wirklich nicht. Und es kann wahnsinnig viel verändern in deinem Nachtwachrhythmus.

Morgens fit aufwachen, abends schnell und gut einschlafen können, nachts durchschlafen können, nicht nachts um drei aufwachen und nicht mehr einschlafen können und diese Sachen. Das ist jetzt ein Beispiel.

[Nils Behrens] (18:40 - 19:18)
Ja, ich erkläre das immer so ein bisschen wie so eine Eieruhr. Das kennt man ja, man zieht die auf und dann, wenn sie abgelaufen ist, dann klingelt es sozusagen. Und so ähnlich ist es ja auch, wenn ich morgens als erstes mich eben mit dem Thema Sonnenlicht prime, dann ziehe ich die Eieruhr auf und dann wissen wir einfach, dass nach ungefähr 16 Stunden dann irgendwie sie abläuft und dann weiß der Körper auch, jetzt ist Schluss sozusagen.

Wenn ich aber eben halt die Eieruhr, das erste Mal Sonnenlicht vielleicht ich erst in der Mittagspause habe, weil ich morgens ganz schön dunkel zur Arbeit fahre und dann vielleicht das erste Mal mittags mal wirklich so richtig Licht habe, dann ist natürlich logisch, dass die Eieruhr zum falschen Zeitpunkt klingelt.

[Dr. Cordelia Schott] (19:18 - 19:58)
Die ist verschoben einfach, genau. Und wenn du abends dann noch lange in ein Handy guckst und das Schlimmste, was du ja machen kannst, ist praktisch mit dem Handy in der Hand einschlafen, auch noch aus vielen anderen Gründen wie Strahlung und sowas. Aber dann weiß ja dein Gehirn gar nicht mehr, was ist denn jetzt eigentlich mit dieser Sonne? Wann ist denn Regeneration?

Wann ist denn jetzt dunkel? Wann soll ich denn mal mit den Hormonen rauf und runter? Und wenn wir ehrlich sind, machen wir das ja alle.

Das heißt, morgens Wecker, Licht an, bam, null auf hundert und dann den ganzen Tag künstliches Licht. Wir sind ganz wenig draußen. Der Körper hat gar nicht mehr wirklich einen Bezug zur Natur, kann sich gar nicht mehr mit der so richtig abstimmen.

Abends lange Licht an und dann Boom Licht aus, schlafen. Dann liegst du im Bett und denkst, wieso schlafe ich denn jetzt nicht ein? Ja, deswegen.

[Nils Behrens] (19:59 - 20:00)
Ja, total gutes Beispiel.

[Dr. Cordelia Schott] (20:00 - 20:17)
Ein Tipp, also ein Schlüssel ist Schlaf, wahnsinnig unterschätzt. Und Schlaf wird nicht gelehrt in dem Sinne. Das heißt, wann hat ein Arzt schon mal zu dir gesagt, haben Sie eine gute Schlafhygiene?

Schlafen Sie genug? Wie viele Stunden schlafen Sie denn? Schlaf ist ein Kapitel, vielleicht fast das wichtigste Kapitel im Buch.

[Nils Behrens] (20:17 - 20:43)
Ja, und ich finde tatsächlich, was du sagst, weil die meisten Menschen fokussieren sich bei dem Thema Schlaf auf die letzten zwei Stunden vorm Einschlafen. Und das, was du ja gerade sagst, ist ja, dass quasi, wenn der Schlaf schon beendet ist, wie heißt der Satz immer so, nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Und eigentlich denkt da keiner drüber nach, dass das, wie du deinen Tag startest, quasi es beeinflusst, wie du ihn beendest.

[Dr. Cordelia Schott] (20:43 - 21:17)
Absolut. Also der Zauber liegt im Anbeginn. Und dein erster Gedanke morgens, der rundet dir schon den ganzen Tag ab.

Der framet schon den Tag. Und wenn du morgens mit einem positiven Gedanken aufwachst, kannst du einmal darauf achten, das ist Kapitel 1, das ist übrigens Bewusstsein meines Buches, Kapitel 1. Wie wachst du denn morgens auf?

Scheiße, ich muss aufstehen. Oder grandios, vielen Dank, dass ich lebe und diesen Tag genießen darf. Ich übertreibe jetzt bewusst.

Aber wie stehst du morgens auf? Was ist dein erster Gedanke? Scheiße, schon sechs Uhr, ich muss aufstehen.

Nein, deiner bestimmt nicht. Du bist ja Longevity-Experte.

[Nils Behrens] (21:17 - 21:27)
Nein, nein, natürlich nicht. Aber tatsächlich, ich habe das eine ganze Zeit lang auch gemacht mit dem Journaling, dass ich dann wirklich so aufgeschrieben habe, wie ich mich heute freue. Und das ist schon einfach auch ein Gamechanger.

[Dr. Cordelia Schott] (21:27 - 22:28)
So, und dann fokussierst du dich nämlich tatsächlich auf das Positive und wirst viel mehr in deinem Leben sehen. Das ist ja da, du siehst es ja nur nicht. Gibt es ja interessante Studien zu, dass Menschen, die sich darauf trainieren, das Positive zu sehen, das auch wirklich sehen und finden.

Was ich sagen wollte mit dem Schlaf, es ist ja wahnsinnig unterschätzt. Also du kannst mehrere Jahre länger gesünder leben in der Regel, kannst eine höhere Potenz haben, du kannst schneller denken, dich länger konzentrieren, ganz viele tolle Sachen machen, wenn du einfach nur gesunden Schlaf hast. Anders, ich bin Orthopädin, eine Freundin von mir hat sich gerade einen Fuß gebrochen.

Sie hat gesagt, was kann ich machen, dass der Knochen schneller heilt? Ich bin selbstständig. Und die wollte von mir jetzt hören, Spritzen Bisphosphonat oder sowas.

Und ich habe gesagt, Schlaf gesünder. Dann hat sie gesagt, wie jetzt? Ich rede vom Knochen.

Dann habe ich gesagt, ich auch. Die Hauptknochenbruchheilung findet nachts im Schlaf statt. Und Schlaf ist hochkomplex, hat verschiedene Phasen und sowas.

Bevor wir uns unterhalten über Kalzium, Vitamin D, man kann viele tolle Sachen supplementieren, um den Knochen schneller heilen zu lassen. Basis ist Schlaf. Da hat sie ganz große Augen gemacht.

Sie hat noch nie einen Orthopäde gesagt. Sowas meine ich. Das steht alles in meinem Buch.

[Nils Behrens] (22:28 - 22:32)
Finde ich total gut. Wir haben ja auch schon dieses Thema Ernährung immer wieder ein bisschen gestriffen.

[Dr. Cordelia Schott] (22:32 - 22:33)
Wir haben Schokolade gegessen.

[Nils Behrens] (22:34 - 22:47)
Und wir haben Schokolade auch schon gegessen. Ich kann ja gleich noch Aschwagandagummis hier anbieten, die können wir als nächstes probieren. Wo wir dann eben halt auch das Wort Stress in diesem Zusammenhang sowieso gut benutzen können.

Wie kann man denn seine Ernährung verbessern, ohne in einen Diätstress zu geraten?

[Dr. Cordelia Schott] (22:47 - 24:13)
Ja, also das mit dem Diäten machen wir bitte gar nicht mehr. Wir haben ja schon gelernt, Gesundheit heißt noch mehr Fülle, noch leckerere Sachen, noch viel tollere Sachen in deinem Leben haben. Vielleicht starten wir wieder mit Kapitel 1, Bewusstsein.

Wir haben alle aktuell in der Regel viel zu viel Stress in unserem Leben. Also schreib doch mal auf, was stresst dich denn eigentlich? Stresst dich das, morgens aufzuwachen?

Stresst dich das, aufzustehen? Stresst dich das, vielleicht zur Arbeit zu fahren? Stresst dich die Arbeit?

Stresst dich wirklich die Arbeit? Stresst dich wirklich der Chef? Oder stresst dich eigentlich was ganz anderes, weil du im falschen Beruf bist?

Welche Menschen stressen dich denn? Was stresst dich denn, dass vielleicht auf deinem Handy die ganze Zeit ping, ping, ping, ping, musst du alles noch lesen, die ganzen Nachrichten? Also das wäre für mich schon mal der Anfang, dass man so wie bei einem guten Arzt einmal so rund um eine Amnese macht, was stresst dich denn eigentlich?

Schreib das mal auf. Wahrscheinlich ist das schon ein Schlüssel für dich. Vielleicht gibt es ja auch Stressoren, die du rausnehmen kannst.

Bis du das rausfindest, kannst du deinen Körper unterstützen mit Antistress-Lebensmitteln. Also wir haben gerade über den Matcha-Tee gesprochen, grüner Tee, kann dich wahnsinnig unterstützen, resilienter zu sein, hat noch ganz viele andere tolle Wirkungen. Rote Beete aus meiner Sicht extrem unterschätzt.

Rote Beete enthält ganz viele spannende Stoffe, die dir helfen können, nicht nur gesünder zu sein, bessere Durchblutung zu haben, ganz viele Leistungssportler nehmen das, um bessere Leistungen zu bringen.

[Nils Behrens] (24:13 - 24:16)
Da ist tatsächlich bei uns auch in den Potenzmitteln drin, wenn ich das richtig weiß.

[Dr. Cordelia Schott] (24:16 - 24:18)
Ja, wenn es was mit Durchblutung zu tun hat, selbstverständlich.

[Nils Behrens] (24:18 - 24:20)
Also für die Männer natürlich, für die Männer das Mittel, ja.

[Dr. Cordelia Schott] (24:22 - 24:53)
Und Hafer kann sehr dich unterstützen und dein Gehirn gegen Stress. Ich persönlich liebe Aschwagandha. Ich hatte ja in Vorbereitung auf meine Bühnenshow gestern aber 500 Leute, war ausverkauft.

Viel Stress, insbesondere die letzten anderthalb Tage und zwei, drei Stunden vor dem Auftritt. Tatsächlich bin ich da total gestresst. Ich mache mir dann sozusagen fast wörtlich in die Hose und denke, oh Gott, oh Gott, oh Gott, oh Gott, die kommen jetzt alle wegen mir, hoffentlich bin ich nicht langweilig und hoffentlich lernen die auch was und hoffentlich fühlen die auch was und so bin ich total gestresst.

 

[Nils Behrens] (24:53 - 24:53)
Ja.

[Dr. Cordelia Schott] (24:54 - 25:01)
Nämlich ganz viel Aschwagandha. Hilft mir total, auch als berufstätige Mama, runterzukommen und...

[Nils Behrens] (25:01 - 25:02)
Aschwagandha Gummies...

[Dr. Cordelia Schott] (25:02 - 25:02)
...sehe ich gestresst aus.

[Nils Behrens] (25:04 - 25:05)
Nein, aber dass du noch entspannter bist.

[Dr. Cordelia Schott] (25:05 - 25:06)
Dankeschön.

[Nils Behrens] (25:07 - 25:09)
Schön, dass wir einen Podcast mit so viel vollem Mund hier machen.

[Dr. Cordelia Schott] (25:09 - 25:28)
Das ist ein Ess-Podcast. Also ihr müsst öfter in diesen Podcast kommen, man geht satt nach Hause, super. Also sehr lecker übrigens, sehr, sehr lecker.

Aschwagandha halte ich auch für eine sehr smarte Idee, dich zu unterstützen, weil du ja fragtest, was kann ich essen, dass ich weniger gestresst bin. Und so gibt es ganz viele...

[Nils Behrens] (25:28 - 25:33)
Nein, nein, meine Frage war, wie kann ich meine Ernährung verbessern, ohne in den Diätstress zu kommen?

[Dr. Cordelia Schott] (25:34 - 25:40)
Ah, guck mal, habe ich sogar falsch verstanden. Ja, Diäten weglassen, hatte ich ja als erstes gesagt.

[Nils Behrens] (25:40 - 25:40)
Diäten weglassen hast du geantwortet.

[Dr. Cordelia Schott] (25:41 - 25:51)
Den Gedanken zu verzichten, weglassen. Den Gedanken brauchst du nicht, sondern immer der Gedanke, was kann ich noch Neues, Tolles, Leckeres in mein Leben holen, um mich gesünder zu ernähren.

[Nils Behrens] (25:54 - 26:18)
Ja, ein konkretes Beispiel dafür, also ich hatte jetzt lustigerweise am Sonntag gerade ein Gespräch mit einem sehr guten Freund von mir, der liebt Colaflaschen, diese kleinen kleinen Weingummi-Colaflaschen. Und da hat seine Freundin jetzt auf einmal irgendwie Datteln gefunden, die so aufbereitet sind, dass sie wie Colaflaschen schmecken. Ich weiß nicht, was sie damit machen, aber die hat er blind verkostet und er meinte, krass, ist wirklich fast wie Colaflaschen.

[Dr. Cordelia Schott] (26:19 - 26:45)
Ja, also Süßigkeiten mögen wir alle gerne, das hat ja auch einen Grund, warum wir Süßes mögen und tatsächlich gibt es unfassbar köstliche Sachen. Ich liebe zum Beispiel Datteln, ich finde Datteln ganz toll, war schon immer so. Und mit Sicherheit hast du auch irgendwas, ob das jetzt getrocknete Mangos sind oder es gibt wirklich irre leckere, süß schmeckende Sachen aus der Natur oder Birnenkompott, Vanille oder so, was gesund ist.

[Nils Behrens] (26:45 - 27:05)
Weintrauben, ich finde Weintrauben, aber jede Beeren-Form, also wenn du gute Brombeeren, Heidelbeeren, Blaubeeren hast. Erdbeeren. Erdbeeren sind einem ja so ein bisschen verleidet worden jetzt, weil man ja weiß, dass sie doch sehr viele Toxine dann irgendwie enthalten können.

[Dr. Cordelia Schott] (27:05 - 27:46)
Ja, es wird immer irgendwas kaputt gemacht, aber ich komme noch mal rein mit diesem, jede Erdbeere ist trotzdem immer noch besser als so ein Weingummi, das ja ehrlicherweise aus Schlachtabfällen hergestellt wird, mit ein bisschen Chemiearomastoffen und Farbstoffen drin, finde ich immer noch eine Erdbeere besser, natürlich fände ich eine Bio-Erdbeere noch besser, natürlich fände ich eine regionale Bio-Erdbeere noch besser, natürlich fände ich sie noch besser, du würdest sie vielleicht noch kurz vorher in Natron baden, um noch restliche Pestizide rauszuholen oder, oder, oder, genau, und dann kann man ja immer noch eine Liga und noch eine Liga und noch eine Liga, aber ganz ehrlich, wenn du jetzt beim Discounter stehst, hast du jetzt kurz Hunger auf Süße, musst dich entscheiden, Süßigkeit oder Obst und du nimmst das Obst, ich würde dich schon feiern.

[Nils Behrens] (27:46 - 27:59)
Ja, zu Recht, zu Recht, ja, aber dann gibst du mir schon eine gute Vorlage, was ich auch wirklich richtig feiere, war ja die Schotti-Schublade, also das ist ja etwas, was du in deinem Buch hast, was ist denn die Schotti-Schublade, nimm unsere Hörer doch mal mit.

[Dr. Cordelia Schott] (27:59 - 29:13)
Also das freut mich, dass du das feierst, die Schotti-Schublade, die habt ihr so genannt, habe ich gar nicht so genannt, also meine Schottunity, die nennt sich Schottunity Community, das ist eine Schublade in deinem Haus, in deiner Wohnung, an deinem Arbeitsplatz und da sind geile, gesunde Sachen drin, tatsächlich, weil, das kennst du bestimmt auch, abends, vielleicht, also ich habe das vor allem abends, ich bin irgendwie so auf der Suche, will noch irgendwas Leckeres im Mund haben und dann ist ja, wenn du den Schrank aufmachst und da ist vielleicht Chips, Schokolade, sowas drin, ab dann ist auch eigentlich schon der Zug abgefahren, aber wenn du eine Schotti-Schublade hast und da sind zum Beispiel diese Datteln drin, über die wir gerade gesprochen haben oder diese leckere, gesunde Schokolade, die wir gerade genascht haben und noch fünf andere Sachen und ich würde in eine Schotti-Schublade auch immer Frühstückszeug tun, also ich würde da getrocknetes Obst rein tun, ich würde da Haferflocken vielleicht rein tun, alles, was du so gerne in deinem Morgenmüsli oder Granola oder was man so zwischendurch mal schnubbeln kann, alles, was so lecker im Mund ist, das will ich also in die Schotti-Schublade packen und wenn du zwischendurch mal einen Grief hast und hast Hunger, dann gehst du zu der Schotti-Schublade, weil dein Schrank ist ja leer, du hast ja gar keine Chips und so Sachen mehr, hast sie nicht im Haus, keine Chance und dann gehst du zu der Schotti-Schublade, ich verspreche dir, irgendwas Leckeres für dich wird da drin sein und dann schnubbelst du das.

[Nils Behrens] (29:13 - 29:28)
Also mein Favorite, weil du es gerade sagtest, so irgendwas hat man ja immer, hat jeder, wir haben so Aschwagandha-Mango-Drops, das heißt also, das ist gefriergetrocknete Mango mit Aschwagandha versetzt.

[Dr. Cordelia Schott] (29:28 - 29:30)
Das würde ich sehr gerne probieren, leider steht das hier gar nicht.

[Nils Behrens] (29:30 - 29:32)
Nee, warum steht das nicht hier? Also ich muss nochmal mit dem…

[Dr. Cordelia Schott] (29:32 - 29:33)
Dann müssen wir noch eine zweite Folge aufnehmen.

[Nils Behrens] (29:34 - 29:40)
Ja, ja, ja, du hast einfach meinen, ich hab dir ja vorher den Rider zugeschickt, so mit der Bühnenausstattung, da hast du nicht nachgefragt, aber okay.

[Dr. Cordelia Schott] (29:41 - 29:43)
Ja, tut mir leid, ich hatte gehofft, du hast recherchiert.

[Nils Behrens] (29:45 - 29:49)
Dann lass uns nochmal auf einen Punkt, was in deinem Buch auch eine Rolle spielt, Hormone.

[Dr. Cordelia Schott] (29:49 - 29:50)
Oh ja.

[Nils Behrens] (29:50 - 30:01)
So, lassen wir darüber sprechen. Ich meine, es ist schon interessant, dass wir jetzt mit der Orthopädie und über Hormone sprechen, aber nevertheless, was kann ich dafür tun, dass meine innere Balance stimmt, bzw. was sollte ich nicht tun?

[Dr. Cordelia Schott] (30:01 - 31:51)
Also genau, machst du jetzt auf Allgemeinmediziner, hat ein Allgemeinmediziner-Freund von mir gesagt, der sich sehr viel mit Laufen und Orthopädie auseinandersetzt, der sagte, ich mache auf Orthopäde, du machst jetzt auf Allgemeinmediziner. Ehrlicherweise ist es so, je tiefer du in die Medizin reinkommst, ist einer der sieben Schlüssel ist Hormone, kommst du an Hormonen nicht vorbei. Und Hormone ist jetzt nicht nur Östrogen, Gestagen, was der typische Mensch denkt bei Hormonen ist Östrogen, Gestagen, also Frauenhormone, Hormone ist aber sehr viel mehr, ist auch nicht Testosteron, zum Beispiel deine Schilddrüsenhormone sind wahnsinnig wichtig.

Da spricht aber kaum jemand drüber, also wenn du morgens schlecht aus dem Bett kommst, wenn du energiearm bist, wenn du müde bist, gerade Frauen so um die 40 haben das ganz oft. Und Vorsicht, das ist ja dann aber auch oft ein Lebensabschnitt, du hast vielleicht ältere Kinder, vielleicht bist du schon sehr lange in einer Beziehung, vielleicht bist du auch noch nebenher berufstätig, neben dem Haushalt, hast ja tausend Gründe müde zu sein. Hast ja wirklich genug Gründe, um zu sagen, ja das ist halt so, ich werde jetzt älter oder ich mache zu viel oder so.

Ganz oft sind das deine Hormone. Und ich habe zum Beispiel eine Freundin, die wurde immer trauriger, immer meckeriger, immer depressiver, immer motziger, da haben wir schon gedacht, oh Gott, die muss sich scheiden lassen oder die braucht jetzt einen Psychiater oder sowas. Dann hat sie aber einen Hormonstatus machen lassen und klebt sich ein Pflaster, boom auf den Oberschenkel, andere Freundin.

Das ist Wahnsinn, was Hormone machen, wissen wir aber gar nicht, reden wir gar nicht drüber. Dopamin ist ein Hormon in deinem Körper, was dafür sorgt, dass du zum Beispiel rausgehst, was machst, motiviert bist, was leistest, was löst, also was angehst und nicht nur wie eine Couchpotato rumliest oder Serotonin, das ist ja ein Belohnungssystem, hat wieder was mit Sucht und diesen Dingen zu tun, das sind alles Hormone. Wir sind Hormoncocktails, ehrlicherweise sind wir alle hormongesteuert, nicht nur die Herren, auch die Damen.

[Nils Behrens] (31:51 - 31:51)
Total.

[Dr. Cordelia Schott] (31:51 - 32:20)
Wenn wir aber doch gar nicht einen Plan haben, wie hoch ist denn mein Cortisol eigentlich, mein Stresshormon. Stresshormon?

Ja, hoch bestimmt, aber wie hoch denn und wann denn besonders und wenn wir gar nicht wissen, wie kriegst du den runter, muss ich jetzt ein Anti-Cortisol-Tablettchen nehmen? Nee, musst du nicht, das kannst du auch wieder ganz viel mit Ernährung und solchen Sachen machen. Wenn du diese Schlüssel hast, wie du auf einmal der Steuermann wirst für deine Hormone und das geht wirklich leicht und macht auch Spaß im Alltag, auch dann hast du wieder einen Schlüssel.

[Nils Behrens] (32:20 - 32:30)
Finde ich total gut. Du hast ja in deinem Buch, wo wir jetzt schon sagen, du machst jetzt einen auf Allgemeinmedizin, du machst ja nicht nur einen auf Allgemeinmedizin, sondern du machst ja auch noch einen auf Psychologin dann in diesem Zusammenhang.

[Dr. Cordelia Schott] (32:30 - 32:34)
Oder Bio-Hackerin. Longevity-Expertin, also da ist ja alles drin.

[Nils Behrens] (32:34 - 32:55)
Und deswegen, ich habe nicht nur die Schottisch-Schublade gefeiert, sondern auch die Freude-Formel, weil Freude ist ja auch da ein Akronym, glaube ich, ist die Fachbezeichnung, das heißt also jeder Buchstabe steht ja für etwas. Magst du einmal für unsere HörerInnen erklären, was ist denn Freude?

[Dr. Cordelia Schott] (32:56 - 34:11)
Ja, also der Grundgedanke ist, dir ein Tool an die Hand zu geben in meinem Buch, was dir sofort hilft umzusetzen. Also mein Buch ist kein Gesundheitsratgeber in dem Sinne, davon haben ja viele Leute von uns schon viele gelesen und wieder in den Schrank gestellt und eigentlich nichts verändert. Und mein Buch ist genau nicht so.

Und Kapitel 8 in meinem Buch ist nur Umsetzen, Umsetzen, Umsetzen, Umsetzen, Umsetzen. Und die Freude-Formel ist ein Tool, wie du leicht und zwar mit Freude umsetzen kannst. Also das F zum Beispiel steht für Freude oder das R steht für Routine oder das D in Freude steht für Disziplin und ich erkläre in dem Buch ganz einfach und leicht, pragmatisch zum sofort Umsetzen, wie du wirklich mit Spaß Gesundheitssachen umsetzen kannst.

Also nicht verzichten, keine Diäten, alles, was wir heute schon gesagt haben, wie du auf einmal denkst, das ist ja geil. Ach und ich werde noch gesünder dadurch, wie cool ist denn das bitte. Und das ist das Tool, die Freude-Formel und das ist in meinem Buch einmal ausführlich erklärt und auch, es ist ein Workbook eigentlich, es ist immer direkt in jedem Kapitel auch ganz viel Anleitung und praktische Sachen, Werkzeuge nenne ich das, zum sofort machen.

Weil ich will nicht, dass du das Buch erst sieben Kapitel liest und dann anfängst, sondern eigentlich fängst du mit Kapitel 1 sofort an, musst du was machen.

[Nils Behrens] (34:12 - 34:21)
Magst du unseren HörerInnen dann vielleicht jetzt gleich mal direkt machen, ein mentales Werkzeug an die Hand geben, was vielleicht sofort mehr Ruhe in den Alltag bringt?

[Dr. Cordelia Schott] (34:22 - 35:30)
Ja, oh ja. Also vielleicht hast du schon mal von deinem Vagusnerv gehört, der Vagusnerv, das ist übrigens, entdecken wir immer mehr in der Forschung, wie wichtig der ist, das ist dein zehnter Hirnnerv. Wir haben zwölf Hirnnerven, der erste ist zum Beispiel der, der dein Auge steuert und der Vagusnerv, der zehnte Nerv, der zieht durch deinen Körper und der ist verantwortlich unter anderem für Regeneration und Heilung, für Ruhe, für Entspannung und auch, ganz spannend, ein Zweig davon für Connection, also was wir beide gerade haben, miteinander interagieren, gemeinsam eine gute Zeit haben und du kannst den aktiv beeinflussen. Und eine Sache, die du sofort machen kannst, wäre zum Beispiel Atmen. Einfach jetzt mal ganz tief einatmen, vielleicht vier Sekunden lang, dann die Luft vielleicht einfach mal anhalten, sieben Sekunden.

Das ist natürlich sieben Sekunden Pause im Podcast. Und dann acht Sekunden ausatmen, also doppelt so lange wie einatmen, wirklich ausatmen, ausatmen, ausatmen, ausatmen, ausatmen, da geht noch was, da kommt noch ein bisschen Quetsch raus. Und das machst du jetzt dreimal hintereinander.

[Nils Behrens] (35:30 - 35:31)
Aber nicht im Podcast.

[Dr. Cordelia Schott] (35:32 - 36:25)
Nein, das schneiden wir dann raus. Und das ist eine gängige Formel, eine Atemformel, die ganz viele Sachen auch in deinem Gehirn macht, auch Stresshormone steuert, aber auch dein Vagusnerv aktiviert, dass du in die Ruhe kommst.

Also, hast jetzt ein schwieriges Gespräch oder hast dich gerade gestritten oder hast gerade eine doofe Nachricht gekriegt oder dir ist alles zu viel, alles zu viel, einfach einmal atmen, ne dreimal, Minimum, und sofort wirst du merken, wie du deinen Vagus beeinflusst. Oder eine andere Sache, die ich auch super spannend finde, auf den Horizont gucken. Zwischendurch einfach mal wirklich auf den Horizont gucken.

Wenn du keinen Horizont hast, weil du irgendwo in einem Gebäude bist, wo es keinen Horizont gibt, dann nimmst du bitte ein Bild mit einem Horizont. Und das macht was mit deinem Gehirn. Und so gibt es ganz viele Biohacking-Tricks, wie du ganz leicht dich selber beeinflussen kannst, ohne großen Aufwand, indem du einfach das, was der Körper dir schon vorprogrammiert hat, benutzt, zum Beispiel den Vagus zu stimulieren.

[Nils Behrens] (36:25 - 36:49)
Ich finde es so lustig, ich habe das auch schon häufig an diesem Podcast gesagt, aber es ist immer noch für mich ein großes Phänomen damals gewesen. Es gab ja damals 2000 die Serie Big Brother das erste Mal. Und da sind die Leute aus dem Container gekommen und dann wurden sie immer gefragt, was haben die am meisten vermisst?

Und die Antwort, die die ja unabhängig voneinander gegeben haben, weil sie konnten ja gar nicht wissen, was die anderen so gesagt haben, ist Weitblick.

[Dr. Cordelia Schott] (36:49 - 36:53)
Das ist unsere Natur, das ist unser Körper, den haben wir so lange.

[Nils Behrens] (36:53 - 37:15)
Dadurch, dass die eben halt auf diesem engen Raum, ich meine, die hatten einen Minigarten, aber da war ja eine hohe Mauer, so, und die sagen einfach, sie haben den Weitblick vermisst. Und seitdem ich das damals gehört habe, das hat mich total überrascht, merke ich immer, in dem Augenblick, wo ich mal irgendwo Weitblick habe, also auch hier bei Sunday haben wir im elften Stock eine Dachterrasse, wahnsinnig schön, ich liebe das einfach, Weitblick zu haben.

[Dr. Cordelia Schott] (37:15 - 38:25)
Und es ist so tief in unseren Zellen und das meine ich mit Gesundheit lernen, wir lernen das nicht. Und es ist so tief in unseren Zellen, uralt, in ganz alten Gehirnabschnitten, wir brauchen das, so wie wir Sonnenlicht brauchen, so wie wir Mondlicht brauchen, so wie wir die Weite brauchen, so wie wir den Wald brauchen. Also Waldbaden ist ja auch ein Thema, das Gott sei Dank immer mehr ins Bewusstsein bekommt, wie wichtig das ist, dass wir durch den Wald gehen, wirklich ohne Handy am besten, also nicht ins Handy gucken.

Weil zum Beispiel auch die Bäume Stoffe ausdünsten, ähnlich wie Pheromone, die wichtig sind, dass unser Immunsystem angeregt wird zum Beispiel. Wir sind als Mensch, als Biomasse, als Mensch mit Seele, Körper, Geist ganz tief verbunden mit diesem Planeten. Auch wenn wir das vergessen haben, hier mit unseren ganzen Erfindungen und Revolutionen, aber unsere Körper sind uralt und genau auf diese Sachen geprägt.

Und wenn wir gegen unsere Instinkte leben, werden wir ganz oft krank. Aha! Und wenn wir lernen, wie man Gesundheit erschaffen kann, indem wir bestimmte Dinge machen oder weglassen, dann können wir viel gesünder leben.

Ohne, dass ich hier ein Heilversprechen machen will, ich will einfach nur erklären, was dieser Körper, diese Zellansammlung gerne hätte, weil wir das nicht lernen.

[Nils Behrens] (38:25 - 38:51)
Ja, man macht sich ja immer so lustig über dieses Baum umarmen und ich mache das jetzt auch nicht unbedingt, aber das, was ich mir angewöhnt habe, wenn ich morgens laufen gehe und ich jetzt hier in Berlin zum Beispiel im Tiergarten laufe, ich lasse total gerne einfach meine Hände mal so durch so ein paar Blätter einfach, also jetzt sowieso, wenn sowieso hübsch ist oder irgendwie sowas, dann schweife ich da einfach mal mit der Hand durch und ich merke alleine, was das mir schon bringt, dass ich einfach mal so ein Stück Pflanze dann im Vorbeigehen berühre.

[Dr. Cordelia Schott] (38:51 - 39:10)
Und das kannst du sogar energetisch messen. Also heute können wir das tatsächlich auch physikalisch nachweisen, dass da was passiert mit deinen Frequenzen im Körper, mit Austausch von Ladungen und auch barfuß übers Gras gehen. Das ist nicht alles nur Blödsinn, so können wir heute tatsächlich wissenschaftlich alles belegen, warum das deinem Körper gut tut und was mit dir macht.

[Nils Behrens] (39:11 - 39:15)
Du empfiehlst wöchentliche Gesundheitschecks in deinem Buch, wie funktioniert das in der Praxis?

[Dr. Cordelia Schott] (39:15 - 39:31)
Auf gar keinen Fall zum Arzt gehen, das meine ich damit nicht, ich empfehle auch nicht auf gar keinen Fall zum Arzt zu gehen, sondern ich empfehle, dass du dich selber checkst. Du kannst natürlich so einen Ring tragen, sehe ich gerade, du hast ja auch den Oura-Ring.

[Nils Behrens] (39:31 - 39:34)
Ich habe einen Oura-Ring, ich habe eine Apple Watch und ein Whoop-Band, also von daher…

[Dr. Cordelia Schott] (39:34 - 39:35)
Alter Falter!

[Nils Behrens] (39:35 - 39:36)
Naja, ich bin ganz sicher.

[Dr. Cordelia Schott] (39:36 - 41:11)
Jeder zeigt was unterschiedliches und was machst du jetzt? Genau, also das wollte ich sagen, du kannst natürlich alle diese Tools nutzen, ich persönlich fände aber noch toller, dass du dich selber nutzen lernst. Also zum Beispiel, du könntest so einfache Sachen machen, wie so eine Linie zeichnen, zehn Zentimeter lang und ganz links ist eine Null und ganz rechts ist eine Zehn und trägst jeden Abend ein, zum Beispiel, wie wäre meine Energie heute?

Morgen, heute Mittag, heute Abend und morgens trägst du ein, wie habe ich geschlafen? Wie gut oder wie schlecht? Oder also selber checken, tracken, wie geht es mir, wie fühle ich mich, habe ich irgendwelche körperlichen Beschwerden, was war besonders schön?

Also ich konnte rennen wie ein Dilldöppchen zum Beispiel oder ich habe ganz besonders toll nachdenken können. Schreib diese Sachen auf und schau auch kurz in die Umstände, was war denn kurz danach und davor? Vielleicht auch, was habe ich gegessen, wie geht es mir danach?

Du wirst wahrscheinlich erschrocken sein, wenn du wirklich mal hinfühlst, wenn du was isst und bist danach müde, ist von der Natur gar nicht unbedingt so gedacht, Energie soll es dir eigentlich geben. Normalerweise gibt dir ein gutes, gesundes Essen Energie, du kannst jetzt schneller, höher, weiter machen. Wir kennen aber eigentlich so Völlerei, danach musst du erst mal auf den Couch und auch da lern doch mal bei dir selber und das meine ich mit diesen Gesundheitschecks, wie checkst du denn eigentlich deine Gesundheit?

Weil in aller Regel checken wir gar nichts, gehen zum Arzt und sagen, mach mal ein großes Blutbild. Ein großes Blutbild ist übrigens was ganz anderes, als was die meisten Leute denken, aber ich hätte gerne, dass du diese Checks weitgehend wieder selber machen kannst, damit du deinen Körper besser einschätzen kannst.

[Nils Behrens] (41:11 - 41:40)
Total gut, total gut und das was du sagst, also es war immer so die Lanserhof-Philosophie, war immer so die Energy Cuisine, also eine Ernährung, die einem mehr Energie gibt, als sie einem raubt und das ist im Grunde genommen auch das, genau wie du sagst, das ist etwas, was die meisten Menschen einfach als gegeben annehmen und ich finde das ist so interessant, du hast es ja auch in deiner aktuellen Podcast-Folge zum Thema Arthrose, hast du ja auch nochmal gesagt, Arthrose ist jetzt kein Schicksal oder nichts Gottgegebenes sozusagen, sondern auch da kann man was tun und ich glaube, das ist mit den meisten Dingen so.

[Dr. Cordelia Schott] (41:40 - 41:41)
Ganz viel

[Nils Behrens] (41:41 - 41:58)
Dass man einfach sagt, ja ich bin jetzt einfach alt und deswegen muss ich damit leben, dass das immer wehtut, nein und dass ich keine Energie mehr habe, nein, also von daher, eigentlich man muss gar nichts akzeptieren und ich glaube, das ist so der entscheidende Punkt und das ist auch die Botschaft, die du in deinem Buch sehr deutlich rüberbringst.

[Dr. Cordelia Schott] (41:58 - 42:50)
Ja, also ich sage nicht, dass es nicht Unfälle gibt oder angeborene Erkrankungen oder schicksalhafte Verläufe, alles richtig, aber einen ganz riesengroßen Teil unserer Erkrankungen, wenigstens in Deutschland, sind selbst angeeignete Erkrankungen durch Lifestyle, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auch Demenzen, ganz viele Sachen haben tatsächlich ernsthaft damit zu tun, wie wir leben jeden Tag, das ist Ernährung nur ein Teil und ich wünsche mir so sehr und das ist so eine Mission, die ich habe, dass so viele Krankheiten gar nicht erst entstehen, weil wir einfach wissen und nicht nur wissen, sondern fühlen und weil wir uns selber lieben und unseren Best Boddy mögen, ist ja unser bester Freund, unser Körper, gar nicht zulassen, dass es entsteht.

Und das ist so, was ich mir so wünsche, dass jedes Kind im Kindergarten schon weiß, nein, nach der Möhre fühle ich mich viel besser, als nach den Gummibärchen zum Beispiel, weil es das schon kann, weil es das fühlen kann.

[Nils Behrens] (42:51 - 43:15)
Ja, total schön, also ich frage mich das ja so häufig, wenn ich jetzt immer so ältere Herrschaften sehe, die schon deutlich gebrechlich sind, Rollator haben und allen drum und dran und ich frage mich dann immer wieder, wenn man jetzt so den Lifestyle, den man im Augenblick hat, wir sind ja ungefähr gleich alt und sind noch sehr weit davon entfernt, irgendwie einen Rollator oder sowas zu benutzen, aber wenn wir so weitermachen, wie wir jetzt im Augenblick machen, ob der dann nicht auch vermeidbar ist, sage ich mal so.

[Dr. Cordelia Schott] (43:15 - 44:02)
Ich gehe davon aus, also mein Ziel ist ja immer, dass ich mit 130 beim Joggen vielleicht aus Versehen vom Auto überfahren werde. Das fände ich einen schönen Tod, also oder abends einschlafen, ich habe alles geregelt, topfit, einschlafen und dann morgens nicht mehr aufwachen. Und das, was wir ja alle wollen, ist lange Leben und das, was aber keiner von uns will, ist ja die letzten 10, 20 Jahre so gebrechlich sein, nicht mehr gut laufen können.

Alles tut weh, nicht mehr gut hören können, angewiesen sein auf ganz viele Medikamente und auf fremde Hilfe, das wäre niemand von uns. Und dieses gesünder Leben klingt ja vielleicht so ausgelutscht, aber das, was ich meine mit Gesundheit erschaffen ist, einfach topfit, energiereich sein und mit deinem Körper wirklich noch alles machen können, bis in ganz hohes Alter, das wäre mein Wunsch, auch für mich.

[Nils Behrens] (44:02 - 44:09)
Als ob du auf meinen Zettel geguckt hast, Energie ist mein nächster Punkt. Energie ist ja nicht nur körperlich, welche Gewohnheiten geben dir selbst in der meisten Kraft?

[Dr. Cordelia Schott] (44:10 - 45:10)
Also tatsächlich Dankbarkeit, wir wissen auch in der Spiritualität, dass Dankbarkeit die höchste Frequenz hat, noch über Liebe und das ist auch, wenn Leute in Dankbarkeit sind, das können wir auch messen im Gehirn, also mit dem PET zum Beispiel oder anderen ärztlichen Möglichkeiten, dass wenn du in diesen Gedanken der Dankbarkeit gehst, bestimmte Hormone ausgeschüttet werden, die werden wieder sehr viele Gesundheitseffekte auf dich haben. Ich wache tatsächlich morgens auf und konzentriere mich die ersten zwei, drei Minuten, da bin ich noch gar nicht richtig wach, da bin ich so halb wach, ich würde sagen, mein Körper schläft noch halb, mein Gehirn fängt an aufzuwachen, immer darauf, wofür bin ich dankbar und dann merke ich, bam, da kann ich aus dem Bett springen, weil ich habe auch wirklich sehr viel Glück in meinem Leben, ich habe ganz tolle Menschen in meinem Leben, ich habe einen gut funktionierenden Körper, ich kann viele tolle Sachen machen, wie hier in so einem Podcast sein oder gestern Abend die Bühnen showen und das sage ich mir dann immer, was habe ich alles Tolles in meinem Leben, wofür bin ich dankbar und dann merke ich, boah, jetzt will ich aber, jetzt will ich auch raus, jetzt stehe ich auf.

[Nils Behrens] (45:10 - 45:22)
Total gut. Das ist tatsächlich, also ich hatte es ja eben schon mit dem Journaling erzählt, dass ich sagte, so worauf freue ich mich und dann auch diese genau drei Sachen, wofür ich dankbar bin und das ist auch okay, dass man häufig für die gleichen Sachen dankbar ist, da finde ich auch überhaupt nichts Schlimmes dran.

[Dr. Cordelia Schott] (45:22 - 45:23)
Immer für dieselben Sachen.

[Nils Behrens] (45:23 - 45:25)
Nein, es sind nicht immer dieselben Sachen.

[Dr. Cordelia Schott] (45:25 - 45:27)
Bei mir schon, meistens. Also ich habe so eine Basis.

[Nils Behrens] (45:27 - 46:00)
Ja, eine Basis, aber es sind auch ganz häufig, bei mir ist es wirklich so, ich habe sehr viele Begegnungen einfach immer so und ich bin ganz häufig, es ist zwar dann die Wiederholung, dass es die Begegnung war, aber trotz allem war es dann diese Begegnung, die ich dann eben halt am Abend vorher hatte oder aber eben halt auch die Möglichkeit, andere, ich würde vielleicht dann auch reinschreiben, ich freue mich eben halt auf den Tag heute, aber ich bin auch dankbar, dass wir uns persönlich kennenlernen.

Weißt du, ich meine, du bist ja ein Fernsehstar, ein Podcaststar, bald auch noch ein Buchautorstar, das ist ja auch nicht selbstverständlich, dass man sich kennenlernt.

[Dr. Cordelia Schott] (46:01 - 46:23)
Vielen, vielen Dank, ich finde das unfassbar toll, bin sehr dankbar für unsere Begegnung, weil du so viele tolle Sachen weißt, weil das so spannend ist, mit dir zu sprechen und dann hast du mir gestern sogar noch die Ehre erwiesen und bist sogar auf meine Show gekommen und dafür bin ich total dankbar, das heißt, ich bin heute hier hingefahren und wusste schon, ich treffe einen tollen Menschen und es wird ein spannendes Gespräch und ich lerne auch was.

Für sowas bin ich immer wahnsinnig dankbar.

[Nils Behrens] (46:23 - 46:39)
Siehst du, und Dankbarkeit, also ich bin da, Florian Langenscheidt hat mal zu mir gesagt, er hat sich ja über 30 Jahre mit der beschäftigt, was macht die Menschen glücklich? Und er sagt, Dankbarkeit ist bei far Nummer eins sozusagen und der größte Unlücksfaktor, weißt du das auch? Neid.

[Dr. Cordelia Schott] (46:41 - 46:41)
Ja.

[Nils Behrens] (46:41 - 46:58)
Er sagte, nichts zerstört Glück so sehr wie Neid, weil wenn du jetzt, sage ich mal, so was im Krankenhaus angestellt wirst und du kommst dann eben, hat dein Chef gesagt und sagt, Cordelia, ja, guter Job oder Frau Schott, äh, Dr. Schott, ihr habt einen guten Job gemacht, sie kriegen ab jetzt 500 Euro mehr im Monat sozusagen.

[Dr. Cordelia Schott] (46:59 - 47:00)
It never happened in my life.

[Nils Behrens] (47:00 - 47:02)
Ja, aber nimm dir das mal an.

[Dr. Cordelia Schott] (47:02 - 47:03)
Schöner Gedanke.

[Nils Behrens] (47:03 - 47:25)
Du warst noch kleine Assistenzärztin, sage ich mal sowas so und jetzt kommt dann die Assistenzärztin, die mit dir zusammen angefangen hat, auch Freude strahlen aus dem Büro und sagt, du glaubst es nicht, ich kriege ab dem nächsten Monat 1000 Euro mehr. So, dann könnte es sein, dass die Freude, die du eben gerade noch über die 500 Euro hattest, geschmälert wurde dadurch, dass jetzt deine, auf gleicher Augenhöhe, Kollegin 1000 Euro mehr bekommt.

[Dr. Cordelia Schott] (47:25 - 47:39)
Also ich verstehe, was du meinst, ja. Ich verstehe, was du meinst. Ich habe gerade den Gedanken gehabt, boah, wie cool, die kriegt 1000, ich muss sie unbedingt fragen, was sie besser macht als ich, ich will das auch, ja.

Aber das stimmt, du machst ja natürlich selber wahnsinnig viel kaputt, wenn du neidisch bist.

[Nils Behrens] (47:40 - 47:40)
Genau.

[Dr. Cordelia Schott] (47:40 - 47:41)
Ich habe das nicht so.

[Nils Behrens] (47:41 - 47:42)
Ich habe das auch nicht so.

[Dr. Cordelia Schott] (47:42 - 49:47)
Also diesen Gedanken Neid habe ich nicht so in meinem Leben, das hat Vor- und Nachteile.

Ich glaube, es hat einen Vorteil, ich bin viel glücklicher, hat den Nachteil, ich schnall das oft gar nicht, dass Leute neidisch sind und ich finde dieses Gefühl, Neid ist für mich ineffektiv, jetzt bin ich berufstätige Mama, ich bin ja ineffektiv, das bringt ja nichts, das bringt ja allen nur Nachteile. Aber ich verstehe, was du meinst, es gibt ja spannende Studien, dass wenn du jemandem Geld schenkst oder allen anderen doppelt so viel Geld schenkst, die Leute in der Regel sagen, nee, dann soll lieber keiner was haben, was ja auch total bescheuert ist, wenn man mal drüber nachdenkt, einfach so wie viele Menschen ticken und ich glaube das sofort von der Frequenz, dass wenn du was Tolles hast, Neid das kaputt macht oder andersrum, wenn du einen Erfolg feierst, schau doch mal in deiner Umgebung, wer sich wirklich ernsthaft mit dir freut. Also man sagt ja oft, Freund, erkennst du eine unsichere Sache, wer ist für dich da, wenn es dir schlecht geht?

Ich glaube, einen richtigen Freund erkennst du, wenn du gerade der Star bist, wenn du gerade im Lotto gewinnst, wenn du gerade gefeiert wirst, wenn du gerade einen tollen Erfolg hast, schau mal, wer sich wirklich ehrlich mit dir freut und sagt, das gönne ich dir. Weil das, was ich eben noch sagen wollte, ist ein wesentlicher Schlüssel auch für deine Gesundheit sind Beziehungen. Wirklich, auch das wird ja nicht erlehrt im Gesundheitswesen.

Wer ist um dich rum, an Familie, an Freunden und auch vielleicht beruflich oder im Freundeskreis, weil zu mir in die Sprechstunde kommt kein Patient, der privat und beruflich komplett glücklich ist, außer der kommt zum Kaffee trinken. Aber in aller Regel haben wir immer ein Thema auch dahinter. Es kann ja sein, dass die Migräne getriggert ist von dem Beruf, den du ausübst, der dich vielleicht gar nicht glücklich macht oder unglückliche Beziehungen und so weiter.

Beziehungen sind so viel wichtiger, weil es wirklich was mit dir macht, weil es auch wirklich wie dein Körper reagiert, ob du verkrampfst, ob du Hormone ausschüttest, welche Hormone du ausschüttest, ob du schlafen kannst oder grübelst, ist ein wesentlicher Einfluss auf Gesundheit und Krankheit, sind Beziehungen mit den Menschen um dich herum und viel mehr Beziehungen kannst du tatsächlich beeinflussen, vielleicht auch mehr, als dir bewusst ist.

[Nils Behrens] (49:48 - 49:51)
Und sie auch pflegen. Ich finde, das ist einfach immer der entscheidende Punkt, aber...

[Dr. Cordelia Schott] (49:51 - 49:52)
Oder loswerden.

[Nils Behrens] (49:52 - 50:26)
Oder loswerden, wer weiß das schon. Also ich finde das ganz spannend, der Henry Hubermann, der hat sich wirklich auch mal da in einem Interview hingestellt und hat gesagt, alleine jeden Morgen irgendjemanden zu texten, guten Morgen, und dann eben halt einen Text auch nur zurückzubekommen, guten Morgen. Er sagt, es gibt keine Studien dazu, aber er ist auch bereit sozusagen, I'm ready to take the heat on that, aber er meint eben halt, es gibt kaum etwas, was einem so ein unheimliches Gefühl von Konnektivität eben halt gibt, dass man einfach wirklich zu einem Tribe gehört sozusagen, also dass da einfach jemand anderes, eine andere Person ist, die sich um einen kümmert.

[Dr. Cordelia Schott] (50:27 - 50:28)
Verbindung.

[Nils Behrens] (50:28 - 50:28)
Verbindung.

[Dr. Cordelia Schott] (50:28 - 50:51)
Oder was ich mit dem Vagus eben gesagt habe, ne, Verbindung. Also ich habe zum Beispiel zwei, drei Leute, mit denen bin ich ganz eng, und die sind überall auf der Welt, die sind gar nicht bei mir in Essen, und zweien schicke ich immer eine Sonne und einer schicke ich immer einen Einhorn, und wir schicken uns nur dieses Emoji, sonst gar nichts. Das heißt, hi, ich bin wach, ich denke an dich, ich habe einen tollen Tag, und ich sitze da, habe gerade irgendwas ganz anderes, und ich sehe diese Sonne erscheint, oder dieses eine, ich freue mich.

[Nils Behrens] (50:52 - 51:16)
Da kommt Dopamin, Serotonin kommt, also ich finde, das ist so einfach und ist gesundheitlich Ja, und wir schreiben ja eh tausend Nachrichten und allen drum und dran, aber sie dann einfach auch mal regelmäßig an die richtigen Leute zu schreiben, ich glaube, das einfach als Ritual zu machen, das ist wirklich wahnsinnig schön. Damit sind wir auch schon so ein bisschen bei meiner nächsten Frage, was ist für dich der einfachste, aber wohl auch vielleicht wirkungsvollste Biohack in deinem Alltag?

[Dr. Cordelia Schott] (51:16 - 52:38)
Ja, das werde ich ganz oft gefragt. Und Leute erwarten dann, dass ich sage, trink morgens ein Glas Wasser, mache ich auch, übrigens auch mit Limette oder Zitrone, aber das, aus meiner Sicht, war nicht mein entscheidender Biohack. Weißt du, was mein entscheidender Game Changer war tatsächlich?

Selbstmitgefühl, ist ein interessantes Wort, ja, also Selbstliebe trifft es nicht so ganz, ist auch mit drin, selbstwert, ich nenne es Selbstmitgefühl, weil ich war nicht mitfühlend mit mir selber. Also je nachdem, wie wir aufgewachsen sind, ich glaube, Frauen haben noch viel mehr ein Thema häufiger als Männer auf jeden Fall, wie spreche ich mit mir selber und wie gehe ich mit mir selber um? Und jetzt gerade, jetzt komme ich aus der Medizin, ich habe ewig lang in der Uniklinik gearbeitet, ja, jetzt bin Chirurgin, das heißt, du stehst am Tisch, du operierst, hast ganz viele schwere Sachen an Röntgen, Schurz, mehrere Schichten und so, du hast keinen Hunger zu haben, du hast keinen Durst zu haben, du hast nicht pinkeln zu müssen, du hast keine Schmerzen zu haben, du hast überhaupt nichts zu haben eigentlich, du hast zu funktionieren. Und dieses ins Selbstmitgefühl gehen, wie geht es mir gerade, wie geht es in meinem Körper gerade? Und das, was es verändert hat, war der Gedanke, wie behandle ich mich und dass ich mich am besten doch so behandeln sollte, wie meine beste Freundin, weil wenn ich Scheiße baue, würde meine beste Freundin nicht zu mir sagen, habe ich doch vorher gewusst, war ja klar, dass sie verkackst.

[Nils Behrens] (52:38 - 52:40)
Ja, aber sie würde auch nicht sagen, hast du toll gemacht.

[Dr. Cordelia Schott] (52:40 - 53:40)
Nein, sie würde mich nicht anlügen, dann wäre es meine Ex-beste Freundin, sie muss mir die Wahrheit sagen, weil die, nur die allerbesten engsten Freunde können dir ja wirklich die Wahrheit sagen oder sollten sie auf jeden Fall tun oder die Feinde, machen sie manchmal auch, da weißt du nur nicht, ob es wahr ist, weil sie sich trauen. Und die beste Freundin würde aber sagen, ja, das war wirklich Scheiße und jetzt komm mal her und jetzt heul mal eine Runde und komm auf meinen Schoß, ich nehme dich in den Arm, du bist nicht alleine. Und dann überlegen wir mal, was hast du denn vielleicht nicht so gut gemacht und könntest es das nächste Mal besser machen?

Das wird eine beste Freundin sagen. Die wird vielleicht auch sagen, ich habe noch eine andere Idee, wie ich dich unterstützen kann oder verliere das Ziel nicht aus den Augen. Es gibt einfach so Phasen, da musst du durch, das wird eine beste Freundin sagen.

So habe ich aber nicht mit mir und meinem Körper gesprochen. Und das war für mich der Game Changer, also alles richtig mit Vitamin D nehmen und  Omega 3 und bewegen, alles richtig, aber der Game Changer war für mich selbst Mitgefühl und das ist nicht Mitleid.

[Nils Behrens] (53:40 - 53:41)
Nicht selbst Mitleid, genau.

[Dr. Cordelia Schott] (53:41 - 54:02)
Nein, das ist ein ganz anderes Wort, andere Frequenz, ich sage auch nie zum Patienten, ich habe Mitleid. Sage ich nie, habe ich mir abgewöhnt, Mitgefühl habe ich, habe ich wirklich, fühle das, aber nicht Leid, sondern Gefühl und dieses Selbstmitgefühl und das würde auch vielen Männern gut tun ehrlicherweise, das war für mich der Schlüssel, wirklich mit meiner Gesundheit in Kontakt zu kommen.

[Nils Behrens] (54:03 - 54:08)
Nach deiner Bühnenschuhe gestern haben Männer ja überhaupt kein Mitgefühl, wie sollen sie es dann für sich selber haben? Was?

[Dr. Cordelia Schott] (54:08 - 54:09)
Das musst du erklären.

[Nils Behrens] (54:09 - 54:14)
Nein, nein, alles gut. Wie erkenne ich denn, ob meine neuen Gesundheitsroutinen wirklich auch zu mir passen?

[Dr. Cordelia Schott] (54:14 - 55:09)
Ja, du machst ja diesen Gesundheitscheck, also du checkst ja, wie fühle ich mich? Mach doch mal zwei, drei Tage oder vielleicht ein, zwei Wochen und guck mal, macht dir das Spaß? Ich wette, die meisten Gesundheitssachen machen dir nämlich gar keinen Spaß und jetzt rat mal, warum wir die alle immer wieder aufhören.

Also wenn dir Joggen gehen gar keinen Spaß macht, auch wenn das sicherlich gesund ist, dann wirst du das nicht durchhalten. Also erst Sache ist, macht dir das eigentlich Spaß, macht dir das Bock, kriegst das leicht in den Alltag. Oder vielleicht macht dir ja Joggen Spaß, aber du bist eine berufstätige Mutter mit kleinen Kindern und Joggen stresst dich morgens total oder abends spät.

Wenn dich das mehr stresst, als dass es dir was gibt, passt die Routine nicht zu dir. Also erster Check, macht dir das Spaß? Zweiter Check, passt es gerade in deine Lebenssituation?

Dritter wichtigster Check, bringt mir das was? Fühle ich mich besser? Fühle ich mich besser an?

Geht es mir besser? Habe ich mehr Energie, habe ich weniger Beschwerden und so weiter? Die drei Checks würde ich immer machen.

[Nils Behrens] (55:09 - 55:25)
Ich habe gestern eine Routine mal wieder aufleben lassen, die ich von dir inspiriert bekommen habe, nämlich das auf einem Bein Zähneputzen, barfuß auf einem Bein Zähneputzen. Und ich habe es wirklich lange nicht mehr gemacht und war überrascht, wie schlecht ich da drin war.

[Dr. Cordelia Schott] (55:26 - 55:57)
Also auf einem Bein Zähneputzen, finde ich, muss jeder immer machen. Morgens und abends, drei Minuten. Und wenn du das steigern willst, machst du mal die Augen zu.

Wenn du nämlich denkst, du kannst da stehen wie ein Zementiert, mach doch mal die Augen zu. Und wenn du das noch weiter steigern willst, mach das mal auf einem ganz dicken Badehandtuch, also im ganz weichen Untergrund. Und es hilft nicht nur, die Fußmuskulatur zu verbessern, die Beinmuskulatur anzuspannen, Po-Rückenmuskulatur zu verbessern.

Es macht auch was mit deinem Gehirn, deinem Gleichgewichtssinn, Koordination. Also es hat ganz viele positive Effekte. Und Zähneputzen solltest du sowieso.

Du verlierst keine Sekunde Zeit.

[Nils Behrens] (55:58 - 56:14)
Ja, ich mache das tatsächlich. Also mein Badevorlieger, Duschvorlieger, wie immer man den nennen will, der ist schon sehr hochflorig. Von daher war das schon mal die erste größere Challenge dabei.

Und ich habe dann eben halt gewechselt, aber auch mit drin. Also wenn ich von unten auf oben wechsle, wechsle ich auch das Bein.

[Dr. Cordelia Schott] (56:15 - 56:17)
Sehr gut. Wechsel doch mal die Hand beim Zähneputzen.

[Nils Behrens] (56:18 - 56:41)
Ja, das sind so Übungen, da muss ich dann sagen, irgendwann fängt an, das Biohacking dann quasi vielleicht die Qualität zu reduzieren. Verstehst du, was ich meine? Also wenn ich dann Angst habe, dass dann vielleicht meine Zähne nicht mehr so sauber werden, dann weiß ich nicht.

Also das Bein, würde ich sagen, reduziert jetzt noch nicht die Putzleistung. Wenn ich es anfange mit der linken Hand zu machen, I'm not sure. Ich würde es mal probieren, aber ich glaube, das wäre sowas, wo ich noch drüber nachdenken würde.

[Dr. Cordelia Schott] (56:41 - 56:44)
Weißt du, was ich gerade gehört habe? Mi, mi, mi, mi, mi.

[Nils Behrens] (56:45 - 56:46)
Nein.

[Dr. Cordelia Schott] (56:46 - 56:48)
Putz doch mal mit links. Nein. Ist da keine Herztransplantation?

[Nils Behrens] (56:48 - 56:48)
Hallo?

[Dr. Cordelia Schott] (56:48 - 56:49)
Putz doch mal mit links.

[Nils Behrens] (56:49 - 57:00)
Ich probiere es. Ja, ich probiere es, aber ich habe nämlich tatsächlich genau aus diesem Grund jahrelang auch dieses auf dem einen Bein stehen abgelehnt, weil ich immer dachte, es könnte meine Putzleistung reduzieren.

[Dr. Cordelia Schott] (57:00 - 57:00)
Alter, Falter.

[Nils Behrens] (57:00 - 57:09)
Aber tut es nicht. Tut es nicht. Tut es nicht.

Auf dem einen Bein, links, I'm not sure. Aber ich verspreche dir jetzt hier heute, ich werde es heute Abend auch nochmal ausprobieren.

[Dr. Cordelia Schott] (57:09 - 57:12)
Ich hoffe, es wird nicht rausgeschnitten. Ich werde es auf jeden Fall nachfragen.

[Nils Behrens] (57:12 - 57:40)
Ja, ja, ja. Wenn die Folge rauskommt, dann, es werden noch ein paar Wochen hin sein. Guck mal, wir haben jetzt hier Ende August, das kann man ja nachgucken, weil mal ja dein Geburtstag vielleicht bei Wikipedia drin ist.

Also von daher werden wir dann, dein Buch kommt raus am 24. Oktober. Das heißt, wir wollen die Woche vor der Bucherscheinung, wollen wir diesen Podcast dann launchen.

Das heißt also, bis dahin, gucken wir mal, wie weit, du rufst mich einfach an, wenn die Folge raus ist, was meine Putzroutine ist.

[Dr. Cordelia Schott] (57:40 - 57:42)
Richtig, mit links Zähne geputzt.

[Nils Behrens] (57:42 - 57:47)
Wir haben eine Verabredung. So, du arbeitest in dem Buch mit einem Zwölf-Wochen-Plan. Warum genau zwölf Wochen?

[Dr. Cordelia Schott] (57:47 - 58:49)
Oh, das habe ich mir nicht ausgedacht, sondern wir wissen tatsächlich aus sehr vielen validen Studien, dass zwölf Wochen das Gehirn in der Regel braucht, um wirklich Routinen zu verankern. Also, wenn du was Neues anfängst oder was weglassen willst, die ersten ein, zwei Wochen sind ja meistens geprägt von Enthusiasmus, das kennst du ja auch, willst jetzt irgendeine neue Routine integrieren oder so. Und in Woche vier bis sechs hören wir in der Regel auf.

Das hat auch einen Grund. Wenn wir durchhalten bis Woche zwölf, ist es Charakter geworden, ist es implementiert, ist es tatsächlich integriert und du wirst sehr, sehr wahrscheinlich dabei bleiben. Und deswegen habe ich das Buch so aufgebaut, dass du diese zwölf Wochen sozusagen gezwungen bist, auch on track zu bleiben und immer wieder, immer wieder irgendwas umzusetzen, damit dieses Buch eben Nebenwirkungen auf dich hat.

Und nach diesen zwölf Wochen, drei Monaten, du wirklich was verändert haben kannst, ohne dass du es gemerkt hast. Also ideal wäre, du kaufst das Buch, weil du jetzt gerade irgendwie vielleicht angefixt bist und vier Monate später guckst du zurück und sagst, alter, ich habe jetzt krass wirklich was verändert, toll. Und das so elegant, unterbewusst, deswegen habe ich diese zwölf Wochen gezwungen.

[Nils Behrens] (58:49 - 58:56)
Die Folge wird wahrscheinlich so in sieben Wochen rauskommen, dann werden wir ja sagen, dann bin ich über die kritische Phase weg. Also von daher wird es dann spannend, was mein Zähne putzen ist.

[Dr. Cordelia Schott] (58:56 - 58:56)
Ja, absolut.

[Nils Behrens] (58:57 - 59:02)
Du sprichst oft von Gesundheitsidentität. Magst du mal kurz für unsere Hörerin erklären, was das denn heißt?

[Dr. Cordelia Schott] (59:02 - 59:03)
Genau, hast du ein Gesundheitsbild von dir?

[Nils Behrens] (59:03 - 59:04)
Ein Gesundheitsbild von mir?

[Dr. Cordelia Schott] (59:06 - 59:06)
Das hat man nicht gemeint.

[Nils Behrens] (59:06 - 59:08)
Warte mal, ich habe mein iPhone hier.

[Dr. Cordelia Schott] (59:08 - 1:00:07)
Alleine, dass du jetzt so suchst, der nestelt so und sucht jetzt hier überall rum. Das haben wir nicht. Und wie schade ist das denn?

Jeder weiß, was ein Krankheitsbild ist, oder? Wenn ich jetzt sag, gebrochene Arme, hast du sofort ein Krankheitsbild. Wenn ich jetzt sag, Fieber, hast du sofort ein Krankheitsbild. Aber niemand von uns hat ein Gesundheitsbild. Aber das wäre doch das Ziel. Wir reden doch immer von Vision Boards und imaginieren und so. Wie bist du denn in deinem Gesundheitsbild? Und wie cool wäre das denn? Du hättest von dir wirklich fest in deinem Kopf ein Gesundheitsbild. Strahlend schön, topfit. Ich weiß nicht, was deins ist. Muss ja nicht viel verändern. Wenig Körperfett, kannst rennen wie verrückt. Wahnsinnig viel Energie, strahlende Augen. Das wäre ein Gesundheitsbild.

Also wie siehst du dich denn selber persönlich in total gesund? Wie siehst du aus? Wie bewegst du dich?

Wie fühlt sich das an? Wie fühlst du dich in diesem Körper? Das ist ein Gesundheitsbild.

Und ich wünsche mir, dass jeder von sich ein Gesundheitsbild hat. Weil das ist das Ziel.

[Nils Behrens] (1:00:08 - 1:00:23)
Finde ich sehr schön. Dann komme ich mal zu diesem Thema Motivation Abschluss noch mal wieder zurück. Wir hatten das schon am Anfang so.

Aber wenn du nur drei Sätze hättest, um jemanden zu motivieren, heute seine Gesundheitsreise anzufangen. Welche wären das?

[Dr. Cordelia Schott] (1:00:24 - 1:00:55)
Machen ist geiler als denken. Der stärkste Satz, den ich habe ist, stell dir vor, dein Leben würde von deiner Gesundheit abhängen. Denn das tut es.

Und der dritte Satz wäre, anfangen, durchhalten, Spaß haben und dann feststellen, wie toll eigentlich dein Körper ist. Anfangen, einfach anfangen.

[Nils Behrens] (1:00:55 - 1:00:56)
Finde ich super.

[Dr. Cordelia Schott] (1:00:56 - 1:01:20)
Du musst nicht Medizin studieren. Manchmal machst du das sogar schlechter. Also mach doch einfach.

Mach doch einfach jetzt, während du diesen Podcast hörst, drei Kniebeugen. Mach doch einfach jetzt, während du diesen Podcast hörst, einmal tief einatmen, Luft anhalten, ausatmen. Wir haben ja ganz viele Sachen gerade gesagt.

Mach doch einfach, bevor der Abspann kommt von dieser Folge, irgendeine von diesen Sachen. Streck dich, irgendwas. Ich würde es feiern.

[Nils Behrens] (1:01:21 - 1:01:28)
Finde ich auch sehr gut. Was wünschst du dir, was jeder Hörer nach dieser Folge konkret ausprobiert? Diese Sachen wahrscheinlich oder vielleicht doch noch was anderes?

[Dr. Cordelia Schott] (1:01:30 - 1:02:13)
Was ich mir wirklich wünschen würde, ist, dass du mal für sieben Tage diese Checks machst. Vielleicht drei Sachen aufschreibst, entweder jeden Morgen oder jeden Abend oder beides, die deinen Körper betreffen. Also zum Beispiel, wie fühlst du dich morgens?

Wie viel Energie hast du? Oder was hast du gegessen? Wie fühlst du dich danach?

Also, dass du in Kontakt kommst mit dir selber. Das wünsche ich mir. Das sind nur sieben Tage, Leute.

Das ist jetzt wirklich nicht anstrengend. Das kann man machen. In meinem Podcast gibt es jede Woche eine Hausaufgabe für sieben Tage.

Und dann gibt es wieder eine neue Hausaufgabe. Jetzt in deinem Podcast vielleicht einfach mal für sieben Tage aufschreiben. Drei Sachen, worüber hast du dich heute gefreut?

Worüber bist du dankbar? Schreib doch jeden Tag drei Sachen auf. Und ich verspreche dir, du kommst in Kontakt mit dir und deinem Körper, deinem Best Boddy, deiner Gesundheit.

[Nils Behrens] (1:02:13 - 1:02:30)
Ich habe mir lustigerweise zum Abschluss einen anderen Satz aus deinem Buch aufgeschrieben, der für mich hängen geblieben ist, weil ich ihn auch wirklich aus einem anderen Grund gut finde. Da kann ich gleich noch was dazu sagen. Aber du sagst, Gesundheit ist eine Entscheidung Tag für Tag.

Was hilft, diese Entscheidung immer wieder neu zu treffen?

[Dr. Cordelia Schott] (1:02:30 - 1:03:13)
Ich würde sagen, Selbstmitgefühl. Weil dieser Körper, in dem du geboren bist, in dem bleibst du ja, ehrlicherweise bis zu deinem Tod, den wirst du mit dir tragen, in dem wirst du sterben. Du kannst ein neues Knie einbauen lassen, aber nicht einen neuen Körper.

Neue Wirbelsäule gibt es übrigens auch nicht. Dieser Gedanke, dass dieser Körper mein bester Freund ist, das hilft mir jeden Tag zu sagen, ich entscheide mich jetzt für Bewegung zum Beispiel oder Sonnenaufgang oder ein Glas Wasser und gegen Zigarette oder Junkfood. Wie würde ich meine beste Freundin behandeln, meinen besten Freund?

Bei mir hilft das sehr stark. Ich weiß nicht, was deine Motivation ist.

[Nils Behrens] (1:03:13 - 1:03:38)
Nein, nein, ich wollte auf einen anderen Punkt raus. Ich finde es sehr schön, was du sagst. Für mich ist das so dieses Thema Entscheidung.

Ich glaube, die größte Gesundheitsentscheidung, die wir jeden Tag für uns treffen können, ist ja dreimal am Tag sozusagen, wenn du dreimal am Tag was isst. Und ich finde tatsächlich diesen Punkt, sich zu überlegen, was macht das mit meinem Körper, wenn ich das jetzt zu mir nehme? Und du sagst das jetzt so ein bisschen als beste Freundin, dein Best Boddy.

[Dr. Cordelia Schott] (1:03:38 - 1:03:42)
Stell das meiner besten Freundin hin, weil ich die liebe. Würde ich der das hinstellen?

[Nils Behrens] (1:03:42 - 1:04:27)
Genau. Und ich finde, das ist so wirklich ein ganz entscheidender Punkt, weil es natürlich einer der größten Einflüsse mit auch ist. Weil wir wissen ja, dass ein Großteil unseres Alterungsprozesses mit der Entzündung im Körper zu tun hat.

Und ein großer Teil der Entzündung im Körper natürlich durch das Essen dann auch eben halt provoziert werden. Das heißt also, umso anti-entzündlicher ich esse, desto weniger altere ich. Und deswegen ist das eben halt etwas, wo man sagt, das hast du dreimal am Tag.

Kannst du etwas für deine Langlebigkeit tun, für deine Gesundheit tun, wie immer du es nennen möchtest? Aber es ist dreimal am Tag eine so wichtige Entscheidung, die, glaube ich, sich kaum jemand drüber Gedanken macht, wie wichtig sie ist. Deswegen habe ich diesen Satz, mag ich ihn auch so.

Gesundheit ist eine Entscheidung Tag für Tag, beim Essen dreimal am Tag.

[Dr. Cordelia Schott] (1:04:27 - 1:04:59)
Ja, genau. Oder öfter. Und alles hat Konsequenzen.

Also das meinte ich mit, stell dir vor, da sitzt dein bester Freund oder dein Kind, das du über alles liebst und sagst so, Schatz, ich habe hier was für dich vorbereitet. Hier ist ein Essen für dich. Und dann überlege ich mal, legst du dann irgendwelche Transfette, was Frittiertes, hochindustriell Verarbeitetes hin, weil du ja diesen Menschen so liebst.

Oder vielleicht dann lieber doch was anderes. Und mit sich selber ist man ja oft nicht so bewusst. Und das meine ich mit besten Freund, bester Freundin.

Hier, Schatz, ich habe hier was Wertvolles, damit du lange in meinem Leben gesund und fit bleiben kannst. Guten Appetit.

[Nils Behrens] (1:05:00 - 1:05:29)
Guten Appetit. Cordelia, ich habe das Gefühl, wir könnten wirklich noch Stunden weiter reden. Es hat wirklich ganz viel Spaß gemacht.

Ich hoffe, dass alle wirklich große Lust bekommen haben, auf dein Buch, was rauskommt. Gesundheit kannst du lernen. Genauso wie dein Podcast heißt das.

Es ist erschienen im Becker Joest Volk Verlag. Herzliche Grüße an Ralf Just an dieser Stelle. Und ich möchte es wirklich allen an Herz legen.

Denn es ist wirklich, wie du sagst, es ist kein Gesundheitsratgeber. Es ist wirklich ein Werkzeugkoffer für alle, die wirklich mehr Energie, mehr Klarheit und meiner Meinung nach auch mehr Selbstwirksamkeit im Leben haben möchten.

[Dr. Cordelia Schott] (1:05:29 - 1:05:45)
Ja, absolut. Vielen Dank. Danke, dass du das so schön zusammengefasst hast.

Und danke für diese ganzen vielen tollen Fragen heute. Und trotzdem gibt es die Hausaufgabe am Ende. Bitte nicht vergessen, eine Sache, mindestens eine Sache ab sofort sieben Tage umzusetzen, damit dieser Podcast Nebenwirkungen hat.

[Nils Behrens] (1:05:50 - 1:05:52)
Hast du eigentlich ein Lieblingssupplement, das dich persönlich begleitet?

[Dr. Cordelia Schott] (1:05:53 - 1:06:23)
Oh, ich habe viele, viele Lieblingssupplements. Also ich bin immer der Meinung, absolut. In Deutschland wenigstens haben wir in der Regel viel zu wenig Vitamin D und viel, viel, viel zu wenig Omega 3.

Das würde ich immer ans Herz legen. Und ich spiele ein bisschen rum. Also selber gesagt, die letzten Tage, insbesondere gestern gegen 20 Uhr, hatte ich ganz viel Stress.

Dann mag ich sehr gerne Ashwagandha nehmen zum Beispiel. Ich bin ganz großer Fan von Spermidine. Da gab es übrigens Nobelpreis in Medizin für.

Das hat was zu tun eben, du kennst es ja mit Sicherheit, Longevity, dass wir nicht so schnell ...

[Nils Behrens] (1:06:23 - 1:06:25)
Autophagie, es fördert die Autophagie.

[Dr. Cordelia Schott] (1:06:25 - 1:06:52)
Genau, dass wir mehr regenerieren können. Deswegen bin ich großer Fan von Spermidine. NAD bin ich auch großer Fan.

Und ich spiele dann so ein bisschen rum. Also in den Zeiten, wo ich mehr Stress habe, nehme ich mir von den einen Sachen, in den Zeiten, wo ich mehr Ruhe habe, nehme ich mir andere Sachen. Magnesium nehme ich recht regelmäßig.

Und dann gucke ich so auch, oft fühle ich das. Also ich habe natürlich eine große Auswahl an Supplements. Und oft greife ich fast unbewusst hin.

So, was brauche ich denn heute? Brauche ich heute mehr das oder brauche ich heute mehr das?

[Nils Behrens] (1:06:53 - 1:07:17)
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