

Reverse Aging: Das Geheimnis junger Haut
„Forever young“ – der Wunsch nach junger, gesunder Haut begleitet die Menschheit seit jeher. Heute sprechen Expert:innen zunehmend von Reverse Aging: Strategien, die Alterungsprozesse nicht nur verlangsamen, sondern teilweise sogar umkehren können.
Im Healthwise-Podcast erklärt Dr. Susanne Steinkraus, Dermatologin mit Praxis in Hamburg, gemeinsam mit Moderatorin Jennifer Knäble, welche Faktoren unsere Hautalterung wirklich beeinflussen – und welche Rolle Pflege, Ernährung und Lebensstil dabei spielen.
Warum unsere Haut altert
Hautalterung ist ein natürlicher Prozess, der durch zwei Faktoren beeinflusst wird:
-intrinsisch – genetisch bedingte, innere Prozesse wie sinkende Kollagenproduktion,
-extrinsisch – äußere Einflüsse wie UV-Strahlung, Stress, Rauchen oder eine zuckerreiche Ernährung.
Typische Anzeichen:
- Elastizitätsverlust,
- Falten und Linien,
- Pigmentstörungen,
- trockene, dünner werdende Haut.
Besonders relevant: Bis zu 80 % der sichtbaren Hautalterung sind auf äußere Faktoren zurückzuführen – damit haben wir viel selbst in der Hand.
Die Hautpflege-Basics: Weniger ist mehr
Viele Menschen überladen ihre Haut mit Produkten. Dr. Steinkraus empfiehlt stattdessen eine klare, minimalistische Routine:
- Sonnenschutz – täglicher Schutz ist der wichtigste Anti-Aging-Faktor.
- Retinol – steigert die Zellerneuerung, reduziert Falten, verfeinert das Hautbild. Einschleichen ist Pflicht, da die Haut Zeit braucht, sich daran zu gewöhnen.
- Vitamin C & Niacinamide – antioxidativer Zellschutz, wirken aufhellend und entzündungshemmend.
- Hyaluron – spendet Feuchtigkeit, polstert die Hautoberfläche auf, ersetzt aber keine Regeneration.
Lifestyle als Schlüssel zum Reverse Aging
Pflege allein reicht nicht aus – der Lebensstil bestimmt maßgeblich, wie jung und vital unsere Haut wirkt.
- Ernährung: Frisches Obst und Gemüse (v. a. Beeren, Brokkoli, Spinat), hochwertige Proteine und gesunde Fette liefern Nährstoffe für Haut und Kollagenaufbau. Zucker und Alkohol hingegen beschleunigen Alterungsprozesse.
- Schlaf: 7–8 Stunden tiefer Schlaf sind unverzichtbar – nachts läuft die Zellregeneration auf Hochtouren.
- Stressmanagement: Dauerstress fördert Entzündungen und sichtbar müde Haut. Achtsamkeit, Pausen und Bewegung wirken wie ein inneres Anti-Aging-Programm.
- Hormone & Menopause: Hormonelle Veränderungen beeinflussen Hautstruktur stark. Eine ärztlich begleitete Anpassung kann helfen, die Hautqualität zu erhalten.
Moderne Anti-Aging-Trends
Neben Pflege und Lifestyle gibt es innovative Ansätze, die in der Dermatologie an Bedeutung gewinnen:
- Nicht-invasive Behandlungen: Needling, Laser oder Radiofrequenz stimulieren die Hautregeneration.
- Biostimulation & Exosomen: vielversprechende neue Verfahren zur Förderung von Kollagen- und Elastinbildung.
- Infusionen & Supplements: Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien können unterstützend wirken, sollten aber gezielt eingesetzt werden.
Praktische Take Aways
- Sonnenschutz & Schlaf sind die wirksamsten Anti-Aging-Tipps.
- Retinol und Antioxidantien sind unverzichtbare Wirkstoffe.
- Eine gesunde Ernährung und Stressmanagement wirken von innen nach außen.
- Neue Verfahren wie Biostimulation und Exosomen haben großes Potenzial.
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Dr. med. Susanne Steinkraus ist Fachärztin für Dermatologie mit besonderer Expertise in ästhetischer Medizin und Lasermedizin. Sie studierte Humanmedizin an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und absolvierte ihre Facharztausbildung in Dermatologie sowohl an der Universitäts-Hautklinik Erlangen-Nürnberg als auch am Nordklinikum Nürnberg. Parallel bildete sie sich weiter in Ernährungsmedizin, Anti-Aging-Medizin, Wundmanagement und als Neurodermitistrainerin. Ihr Ansatz ist ganzheitlich: Sie legt großen Wert auf Vorsorge, individuelle Beratung und wissenschaftlich fundierte Methoden, wobei Hautgesundheit, Ästhetik und Lebensqualität miteinander verknüpft werden.
Mehr zu Dr. Susanne Steinkraus: https://www.dermatologikum-eppendorf.de/dr-med-susanne-steinkraus
129 Reverse Aging Das Geheimnis junger Haut. Mit Dr. Susanne Steinkraus & Jennifer Knäble
[Dr. Susanne Steinkraus] (0:00 - 0:27)
Wir Dermatologen lieben Retinol, also ich eingeschlossen. Retinol und seine Derivate sagen wir immer, also andere chemische Verbindungen. Retinol gibt es einfach schon ganz, ganz, ganz lange, also Jahrzehnte.
Und es ist wirklich der am besten untersuchte Wirkstoff ever. Also, Retinol eindeutig pro, definitiv ja, in unterschiedlicher Zusammensetzung. Und der Trick bei Retinol, es muss richtig angewendet werden.
[Jennifer Knäble] (0:46 - 2:24)
Willkommen zu einer neuen Folge Healthwise. Heute mit einem Thema, das gerade für viel Gesprächsstoff sorgt, Reverse Aging der Haut.
Das heißt, altersbedingte Zellschäden rückgängig machen und die jugendliche Zellfunktion wiederherstellen. Die große Frage ist aber natürlich, können wir die Zeit wirklich zurückdrehen? Wie lässt sich Hautalterung verlangsamen oder vielleicht sogar umkehren?
Und was können wir im Alltag tun von gesunder Ernährung und Beauty Sleep bis hin zum Verzicht von Zucker? Darüber spreche ich heute mit einer Expertin, die es wissen muss. Sie ist renommierte Dermatologin, Speakerin und Gründerin ihrer eigenen Hautpraxen in Hamburg und München.
Ihre Leidenschaft gilt moderner, evidenzbasierter Hautmedizin mit dem Ziel, Menschen zu einer Haut zu verhelfen, in der sie sich wirklich wohlfühlen. Ich freue mich sehr, dass sie bei mir ist. Herzlich willkommen, liebe Dr. Susanne Steinkraut.
[Dr. Susanne Steinkraus] (1:40 – 1:43)
Hallo, meine Liebe. Ich freue mich auch wahnsinnig.
[Jennifer Knäble] (1:43 -
Es ist immer schön, dich hier zu haben, Susanne.
Das muss man sagen, weil du auch neben all dem, was ich gerade erzählt habe, ein unfassbar sympathischer Mensch bist. Deswegen freue ich mich heute doppelt auf diesen Podcast und von dir ganz viele spannende Sachen zu erfahren. Also, wenn wir von Reverse Aging sprechen, das habt ihr vielleicht auch mal irgendwo gehört.
Es geistert ja im Moment sehr, sehr viel, muss man sagen, in dem Beauty und Health Kosmos. Liebe Susanne, Reverse Aging ist ein Begriff, den man im Moment sehr viel liest und hört. Was ist das eigentlich aus medizinischer Sicht?
Als Laie würde man sagen, irgendwie die Zeit zurückdrehen oder langsam altern.
[Dr. Susanne Steinkraus] (2:25 - 3:22)
Du hast es genau richtig ja schon gesagt, also in deinem Intro sozusagen. Also einfach die Zellalterung umkehren. Das ist jetzt einfach ein Zusatz zu den vorherigen Begriffen.
Wir haben ja Anti-Aging, wir haben Longevity. Das sind Begriffe, die versuchen zu beschreiben, all das, was wir uns eigentlich wünschen. Wir wollen quasi die Alterung aufhalten, nicht nur, was jetzt die Schönheit, was unsere Haut angeht.
Auch natürlich den Körper. Wir wollen alle älter werden. Wir wollen dabei gesund bleiben.
Wir wollen schön bleiben. Und ich finde, ein guter Ansatz ist, es kam mir gerade die Idee tatsächlich, als du das Intro gemacht hast, was quasi alles falsch wäre oder was man nicht tun sollte oder was wir umkehren wollen. Und dann muss man vielleicht einfach mal drüber nachdenken, was ist denn richtig?
Du hast schon ganz viele Dinge genannt, die richtig sind, die wir auch alle kennen. Je nach Belieben, wir können auf alles eingehen. Vielleicht uns aber auch so kleine Pointen hier raussuchen.
[Jennifer Knäble] (3:23 - 3:57)
Ja, auf jeden Fall.
Also alles werden wir wahrscheinlich nicht schaffen. Dann hätte der Podcast Überlänge. Aber wir haben gesagt, wir wollen uns mal so durch diesen Gesundheits-Beauty-Dschungel so ein bisschen durchtasten.
Haben ein paar Sachen rausgesucht. Was hilft vielleicht wirklich was? Ja, was ist Quatsch?
Was braucht man nicht? Und da hat die Susanne gesagt, alles klar, das mache ich mit euch. Das finde ich super.
Vielleicht kannst du anfangs mal erklären, Susanne, medizinisch gesehen, wie altert unsere Haut überhaupt? Also was passiert da auf Zellebene, wenn Falten entstehen, die Elastizität langsam weggeht? Was passiert, wenn die Schwerkraft überhandnimmt?
[Dr. Susanne Steinkraus] (3:57 - 5:14)
Du hast es genau richtig gesagt. Also auf Zellebene, das ist ja auch gerade das Interessante, wo die ganze Entwicklung hingeht. Wir wissen, dass der Kollagenaufbau im Laufe der Zeit nachlässt, weniger wird einfach.
Das heißt, wir produzieren einfach weniger nach. Und dadurch kommt es zu einem Verlust von Kollagen im Fasergewebe, von Hautelastizität und damit zur Faltenbildung. Zusätzlich muss man natürlich auch wissen, es betrifft nicht nur die Haut, sondern es betrifft eben auch Knochengewebe.
Es kommt so ein bisschen zum Abbau von Fettgewebe. Und das alles lässt das Gesicht eben älter erscheinen. Jetzt reden wir natürlich wieder übers Gesicht, aber logischerweise auch die ganze Haut.
Sie ist weniger fest, sie wird dünner. Zusätzlich kommt es zu Gefäßneubildungen, zu Pigmentflecken. Also es ist so ein großes Zusammenspiel, warum wir dann älter wirken, warum die Hautbarriere letztendlich auch nicht mehr ganz so gut ist.
Die Haut wird empfindlicher, neigt eher mal zu Entzündungen, zu Rötungen. Und das hängt wiederum mit oxidativen Prozessen zusammen. Also du merkst, es sind ganz, ganz viele Dinge, die im Laufe der Zeit stattfinden.
Und die vermehrt stattfinden, wenn entsprechende äußere Einflüsse vorhanden sind oder eben wenn unser Lebensstil ein entsprechender ist oder auch nicht.
[Jennifer Knäble] (5:15 - 5:32)
Ja, die Zellverjüngung, du hast eben gesagt Zellen, das ist ja auch das Schlüsselwort in dem ganzen Spiel. Wo steht die Forschung da aktuell? Also wie realistisch ist es, die Haut oder unseren Körper von außen gesehen wieder zurückzudrehen?
[Dr. Susanne Steinkraus] (5:33 - 5:46)
Da gibt es ganz viele Dinge, die wir richtig tun können. Zellebene heißt, es ist speziell auf die Haut bezogen, natürlich der Fibrinoblast. Und den müssen wir eben immer mal so ein bisschen aktivieren und sagen, Mensch, also mach weiter, wir wollen weiter Kollagen produzieren.
[Jennifer Knäble] (5:46 - 5:46)
Was ist das? Das ist die Kollagenproduktion?
[Dr. Susanne Steinkraus] (5:47 - 6:53)
Das ist der Motor zur Kollagenproduktion, genau. Und wir müssen aber natürlich entsprechendes Material zur Verfügung stellen.
Wir brauchen auch die Energie dafür. Und hier kommen natürlich diese ganzen Sachen ins Spiel, die du genannt hast. Wir brauchen eine gesunde Ernährung, genügend Sauerstoff, ausreichend Schlaf.
Gegebenenfalls auch, jetzt komme ich gleich zum Schlagwort Supplements, also Unterstützung auch. Mikronährstoffen etc. pp.. Unsere Verdauung muss entsprechend funktionieren, damit diese Nährstoffe auch aufgenommen werden können. Und zusätzlich können wir natürlich ganz viele Dinge, die negativen Einfluss haben, einschränken.
Also und da an alleroberster Stelle natürlich Sonnenschutz. Also wir wissen natürlich, dass UV-Licht die Haut schädigt. Und wir wissen aber auch, dass Rauchen die Haut schädigt.
Und wir wissen auch, dass sämtliche andere Toxine wie Alkohol und sonstige Dinge, die man zu sich nehmen kann, die den Körper schädigen und Zellen schädigen, sich da eben negativ auswirken. Und all das ist natürlich zu vermeiden. Das fand ich toll, Susanne.
[Jennifer Knäble] (6:53 - 8:11)
Das war sozusagen das Intro mal für diesen Reverse Aging Kosmos, dass wir überhaupt mal verstehen, wo sind wir? Was passiert mit uns? Wie altern wir eigentlich?
Was passiert da in der Haut? Spannend finde ich auch immer die Inhaltsstoffe. Ich finde ja im Moment in dem ganzen Beauty- und Gesundheitsmarkt, ich habe es eingangs gesagt, das ist wirklich ein Dschungel.
Man hat das Gefühl, man weiß schon gar nicht mehr. Es gibt jeden Tag gefühlt einen neuen Begriff, jeden Tag gefühlt einen neuen Trend. Also von Longevity über Reverse Aging, über Healthy Aging statt Anti-Aging, über gesund altern, zuckerfrei.
Also man ist schon ein bisschen beschäftigt, um jung zu bleiben und frisch zu bleiben. Ein Dschungel, finde ich auch, sind die Inhaltsstoffe in Produkten. Wir bleiben bei der Haut vornehmlich im Gesicht.
Retinol, das ist ja so ein bisschen was wie der Goldstandard im Anti-Aging Bereich. Warum eigentlich? Was macht es?
Gleich drei Fragen. Für wen ist es geeignet? Weil ich weiß, Retinol, das klappt nicht bei jedem.
Also ich habe es einmal benutzt in einer Creme und ich kriege regelmäßig Ausschlag an den Augen, hier an den Seiten. Also ich weiß nicht, ob ich einfach nicht dafür geeignet bin. Aber es ist ja spannend, auf jeden Fall ein spannender Wirkstoff.
[Dr. Susanne Steinkraus] (8:12 - 9:25)
So eine Steilvorlage, großartig. Also hier die total positive Nachricht. Wir Dermatologen lieben Retinol.
Also ich bin eingeschlossen. Retinol und seine Derivate sagen wir immer, also andere chemische Verbindungen. Retinol gibt es einfach schon ganz, ganz, ganz lange, also Jahrzehnte.
Und es ist wirklich der am besten untersuchte Wirkstoff ever. Ja, aber also Retinol eindeutig pro, definitiv ja, in unterschiedlicher Zusammensetzung. Und der Trick bei Retinol ist einfach, es muss richtig angewendet werden.
Jetzt sagst du, du kriegst ein bisschen Ausschlag. Ja, das kann tatsächlich bei Retinol immer mal passieren. Man kann gerötet sein, die Haut kann jucken, brennen, vielleicht sogar schuppen.
Also keine Wirkung ohne Nebenwirkung in diesem Fall. Und man muss es eben langsam einschleichen. Das ist immer die Idee.
Zielsetzung niedrige, niedrige Konzentration. Vielleicht erst mal ein- bis zweimal pro Woche und dann Steigerung. Ziel ist jeden Tag, am besten eben abends.
Das ist gut aufzutragen, weil eben Retinol auch so ein bisschen lichtempfindlich macht und dann in der Konzentration eben so gesteigert. Also Retinol absolut. Yes, yes.
[Jennifer Knäble] (9:25 - 9:29)
Und das Motto dahinter ist Durchhalten und langsam ranführen. Alles klar.
[Dr. Susanne Steinkraus] (9:29 - 9:44)
Consistency is key. Die Haut braucht zur Gewöhnung minimum drei Monate.
Okay, also du kannst ein bisschen mit Juckreiz, Rötung etc.
[Jennifer Knäble] (9:45 - 9:51)
Ich habe es direkt jeden Tag aufgetragen. Gut, okay, das war natürlich ein klassischer Anfänger.
[Dr. Susanne Steinkraus] (9:52 - 9:55)
Klassischer Anfänger würde ich sagen. Kennst du eine gute Dermatologin oder einen guten Dermatologen?
[Jennifer Knäble] (9:55 - 9:56)
Ich habe mal was gehört zu Steingraben.
[Dr. Susanne Steinkraus] (9:56 - 9:57)
Wie heißt die Steingrabe?
[Jennifer Knäble] (9:57 - 10:07)
Das hätte ich mal vorher fragen können. Ich denke ja immer, ich kann das alles. Ich mache das einfach.
Du weißt, ich bin Mama von zwei Kindern.
Das muss einfach, ihr kennt das bestimmt auch. Es muss jetzt klappen oder nicht.
[Dr. Susanne Steinkraus] (10:07 - 10:16)
Das macht man im Laufen irgendwie mal so und dann eine Probe und dann am besten noch was anderes drüber. Super, genau so funktioniert es.
[Jennifer Knäble] (10:17 - 10:26)
Dann gibt es noch die, sage ich mal, üblichen Verdächtigen. Hyaluron, Vitamin C oder Niacinamide.
[Dr. Susanne Steinkraus] (10:26 - 11:18)
Also umgekehrt angefangen. Niacinamide, super, finde ich ganz großartig. Ist so ein bisschen, ich sage immer, die kleine Schwester vom Retinol.
Ist sehr viel milder, ist wirklich für jeden Hauttyp geeignet. Das habe ich übrigens gerade vergessen. Retinol ist für jeden Hauttyp geeignet, also auch für empfindliche Haut.
Also das ist einfach nur der Trick, richtig anwenden. Vitamin C, super, auch antioxidant. Sollte auch jeder verwenden.
Hier muss man eben immer noch darauf aufpassen, dass es eben richtig verpackt ist. Mit der Pipette in so einem dunklen Behälter wegen der Oxidation. Vitamin C auf alle Fälle.
Und dann hattest du noch? Hyaluron.
Hyaluron ist auch okay, man muss aber dazusagen, es macht keine echte Hautregeneration, sondern es spendet einfach Feuchtigkeit. Hyaluron hat ja dieses Wasserbindungsvermögen. Das heißt, wir haben eine reine Feuchtigkeitsspende und eine Aufpolsterung der oberen Hautschicht.
[Jennifer Knäble] (11:21 - 11:31)
Welche Skincare-Trends beobachtest du aktuell? Also gibt es gerade welche? Und von denen du sagen würdest, die haben Potenzial?
[Dr. Susanne Steinkraus] (11:31 - 12:45)
Der für mich erfreuliche Trend ist tatsächlich weniger ist mehr. Es war ja mal eine Zeit lang so total in dieses Layering. Stundenlange Hautrituale.
Ich weiß gar nicht, wann die Menschen das getan haben. Ich bin selbst so, morgens Gesicht waschen, Serum drauf, Sonnenschutz, fertig, raus. Und abends sollte es auch möglichst unkompliziert sein.
Und das ist ehrlich gesagt auch mit das Gesündeste. Weil zu viele Wirkstoffe übereinander machen häufig nichts Gutes. Machen eben Überreaktionen, stören eher das Agieren des einzelnen Wirkstoffs und kommen zum Teil auch gar nicht mehr da an, wo sie hinsollen.
Also Layering out und weniger ist mehr, finde ich super, finde ich richtig. Und dann geht es insbesondere eben in Richtung Zellkommunikation, einbringen in die richtige Hautschicht. Sprich, wir versuchen eben, Wirkstoffe tiefer einzubringen durch spezielle Technologien, nicht nur in der Kosmetik, sondern eben, indem wir nicht nur Needeln, sondern indem wir zum Beispiel, kommt so ein Fachausdruck, ein Thuliumlaser anwenden, wo wir eben dann Wirkstoffe in die Haut einbringen können, damit sie einfach da ankommen, wo sie sein sollen.
[Jennifer Knäble] (12:46 - 13:35)
Jetzt habe ich gesehen, das war ja quasi so eine kleine Inhaltsstoffkunde fürs Gesicht. Jetzt habe ich bei verschiedenen Brands aber schon gesehen, das Ganze gibt es jetzt teilweise auch für den kompletten Körper. Also es gibt jetzt Hyaluronserum, was man sich nach dem Duschen auf den ganzen Körper schmiert.
Das ist dann so eine Riesenampulle. Also war mir gar nicht bewusst, dass es das gibt. Es ist, glaube ich, eine ein bisschen andere Zusammensetzung, weil es ist in der Relation nicht so teuer, wie wenn man jetzt sagen würde, es ist das kleine Gesichtserum in mal zehn.
Aber das sehe ich jetzt bei immer mehr Wirkstoffen, dass es die jetzt auch quasi für den ganzen Körper gibt. Ist das etwas für die Zukunft, was jetzt immer mehr kommt? Also dass man sich eben auch Hyaluron, Bakuchiol, was es auch immer da jetzt gibt, auf den ganzen Körper schmiert, bevor man die Creme aufträgt? Ich stelle mir gerade meine Morgenroutine vor mit zwei kleinen Kindern.
[Dr. Susanne Steinkraus] (13:36 - 15:15)
Du, das ist so mit all diesen Möglichkeiten, die uns angeboten werden. Jetzt sind wir ja lange genug in der ganzen Thematik drin.
Ich würde sagen, da ist ganz viel Marketing. Es ist jetzt nicht nur negativ, aber es gab ja auch mal den Trend, dass wir dann für die Kopfhaut alles gemacht haben. Auch gar nicht negativ.
Da gab es dann auch das Serum für die Kopfhaut und dann irgendwelche Kämme und Massage. Und auch hier, es gibt ja mittlerweile die ganzen kosmetischen Verfahren auch für Kopf, Dekolleté, sicher auch für den Körper. Man kann das schon tun.
Also es ist nichts Verkehrtes dran. Man muss sich einfach nur überlegen, möchte man jetzt diesen Aufwand betreiben? Und was soll es denn eigentlich bewirken?
Da muss ich sehr fokussiert sein auf meine Körperpflege. Ebenso wie du sagst, um dann eben morgens, abends, wie auch immer, noch verschiedene Wirkstoffe aufzutragen. Da muss ich mich fragen, was macht denn da dann das Hyaluron, Vitamin C, Vitamin A?
Also ich bleibe da auch eher pragmatisch. Man kann, wenn man es sich gönnen möchte, gerne mal ein Körperpeeling machen. Man kann wunderbar auch mit Harnstoff arbeiten.
Klingt nicht ganz so sexy, kommt auch in der großen Tube, ist aber sehr viel günstiger. Harnstoff, Urea, kennst du doch. Gibt es für Gesicht, Hände, Dekolleté.
Es gibt es auch für die Füße. Also du kennst doch die Fußcreme von XY, ist egal. Da ist dann halt besonders viel Harnstoff drin.
Macht auch geschmeidige Haut.
Verschiedene Prozentzahlen, niedriger ist eher so für den Körper und die höhere Prozentzahl, meistens so 10 Prozent, ist dann für die Füße.
[Jennifer Knäble] (15:16 - 15:36)
Überall anwendbar, das ist doch praktisch dann auch, nachhaltig. Wir kommen, Lifestyle und Ernährung hätte ich jetzt als nächstes bei mir. Es gibt so einen schönen Spruch, eat your skin young.
Oder was man auch gerne sagt, du bist, was du isst. Gibt es Lebensmittel, die eine gesunde, strahlende Haut fördern?
[Dr. Susanne Steinkraus] (15:37 - 16:59)
Ja, es gibt ja ganze Bücher, sonstige Kapitel über Skinfood. Da hast du wieder ein ganz großes Ja und Pro von mir. Da freue ich mich immer.
Hier ist halt immer wichtig, wenn wir jetzt an Antioxidantien, sekundäre Pflanzenstoffe, proteinhaltige Ernährung denken. Da gibt es ganz viele, ich sag mal, Ratgeber. Kann man alles nachlesen, hören, wie auch immer.
Wichtig ist einfach, dass man wirklich weiß, wo kommt das jetzt her? Ist wirklich das drin, was draufsteht? Das ist nämlich gar nicht so einfach.
Dann kann man sich auch immer mal überlegen, will ich doch ein bisschen was supplementieren? Weil ich es vielleicht in den Alltag doch nicht so gut eingebaut bekomme. Weil der Einkauf ein bisschen komplizierter ist, wenn man wirklich wissen möchte, wo kommt es her?
Wenn ich saisonal, lokal einkaufen möchte, ist nämlich auch ganz wichtig. Ich meine, so eine Banane oder eine Frucht, die da irgendwie einmal um den Globus gegangen ist. Da muss ich mich fragen, wie viel ist denn tatsächlich noch drin?
Eine Banane, die einfach grün geerntet wurde und dann irgendwo halt im Karton gereift ist, ist jetzt auch nicht mehr so ein Highlight. Aber ein Tipp, also gerade was Beeren angeht und so grünes Gemüse, ist super gut, wenn du das einfach tiefgekühlt kaufst.
Also da ist die Vitaminhaltigkeit deutlich besser als das eine oder andere Supermarkt-Gemüse oder Obst.
[Jennifer Knäble] (17:00 - 17:16)
Das finde ich doch jetzt mal ein Tipp für, wenn es auch mal schnell gehen muss. Man hat ja fast schon ein schlechtes Gewissen in der Küche, wenn man denkt, jetzt ist wieder das Tiefkühlgemüse oder so. Aber da gab es, glaube ich, jetzt auch schon einige Studien zu, dass es wirklich teilweise sogar besser abschneidet als frisches Gemüse.
[Dr. Susanne Steinkraus] (17:16 - 17:41)
Ja, weil die eben ganz schnell zubereitet werden. Die werden quasi geerntet und direkt gekühlt. Und da passiert eben nichts auf dem Weg, was verloren geht.
Klar, ich muss es dann nicht irgendwie zum Auftauen in die Mikro bei, ich weiß nicht wie viel Watt, oder in kochendes Wasser schmeißen. Unglücklich. Aber Bären, Brokkoli, all diese Geschichten, die kannst du einfach auftauen.
Und genau wie du sagst, easy, schnell und dann auch noch super gesund.
[Jennifer Knäble] (17:41 - 18:03)
Ach, das kommt mir sehr entgegen. Wir kommen zum berühmt-berüchtigten Beauty-Sleep, und zwar für den ganzen Körper. Ich glaube, es ist immer noch unterschätzt und wird immer ein bisschen belächelt, wenn man sagt, ich mache so ein Mittagsschläfchen oder der Schönheitsschlaf.
Aber wirklich gesundes, regelmäßiges und auch genug schlafen hat ja tatsächlich Auswirkungen auf den ganzen Körper, auf unsere Organe, auf alles. Oder, Susanne?
[Dr. Susanne Steinkraus] (18:03 - 18:48)
Ja, es ist das totale A und O. Also das ist der schöne Part von Longevity und all diesen, ja, wie sagt man denn, Aussprossungen.
Also alles, was da gerade eben so los ist. Die Erkenntnis ist ja eigentlich nicht mehr ganz jung, aber es wird total propagiert. Und auch da bin ich super dabei.
Wir brauchen Schlaf, wir brauchen viel Schlaf. Möglichst natürlich auch während der Nacht, dass wir sagen, wir schlafen am Stück, denn da regenerieren sich die Zellen, da kann sich unser Körper regenerieren. Da ist einfach die Zeit auch da und wir sind eigentlich ohne äußere Einflüsse.
Wichtig ist einfach, dass wir wirklich einen guten Schlaf haben. Und ich kann dir hier was zeigen. Ich habe hier diesen berühmten Ring und jetzt wird es ganz schlimm.
Pass auf, ich habe auch noch eine Uhr. Also ich bin so ein Super-Tracker gerade.
[Jennifer Knäble] (18:49 - 18:51)
Du trackst alles, was trackst du genau?
[Dr. Susanne Steinkraus] (18:51 - 19:35)
Ja, ich kann alles Mögliche machen. Da ich, der liebe Felix gerade auch schon festgestellt, ich bin total ein Technik-Nerd. Die Hälfte der Dinge kann ich gar nicht anwenden.
Aber stolze Trägerin dieser Geräte. Und zumindest kann ich regelmäßig meinen Schlaf tracken.
Und das war für mich besonders wichtig, weil ich eben wissen wollte, tut es denn wirklich das, was ich denke? Also ich habe das Gefühl, ich schlafe sehr gut und da stehe ich immer wirklich gut da. Und dann die sogenannte Body Battery.
Das ist wirklich bei uns inzwischen ein Family Joke, weil jeder hier aufsteht. Wir haben so mehrere solche Uhren. Und dann zum Frühstück geschlichen kommt und sagt so, boah, heute sieht es nicht gut aus.
Nicht wirklich aufgeladen.
[Jennifer Knäble] (19:35 - 19:42)
Ihr sitzt beim Frühstück, kann ich mir vorstellen, alle, jeder hat seine Uhr und dann spricht ihr erst mal, wer wie geschlafen hat. Und wie muss man sich das vorstellen?
[Dr. Susanne Steinkraus] (19:45 - 20:06)
Ist wirklich lustig. Aber wir vergleichen dann und gucken, was kann man denn besser machen? Aber ich habe das wirklich meinen Teenies auch gegönnt sozusagen, weil da ist ja besonders wichtig.
Die sind jetzt noch so in der letzten Wachstumsphase. Die müssen echt viel für die Schule machen und Konzentration, Fokus. Und wenn man da nicht richtig schläft, ist irgendwie echt nicht witzig.
[Jennifer Knäble] (20:07 - 20:09)
Das heißt, was genau wird getrackt, Susanne?
Wie lange man schläft, wie oft man wach wird oder?
[Dr. Susanne Steinkraus] (20:10 - 20:34)
Ja, du kriegst quasi eine Kurve und du hast quasi deinen REM-Schlaf, du hast den Tiefschlaf, du hast deine Wachphasen, du hast die Länge des Schlafes und dann kriegst du halt noch eine Auswertung. Jetzt kann man natürlich auch sagen, was da das Gerät vor sich hinspuckt. Quasi, was soll das?
Aber es dient ja wie so viele Dinge, wie so viele Messwerte, einfach nur als Richtlinie, wo man sich so ein bisschen dran lang hangeln kann. Man sagt Mensch, dass es nicht ganz in die falsche Richtung geht.
[Jennifer Knäble] (20:34 - 21:02)
Jetzt kommen wir noch zu einem anderen, sehr wichtigen Thema Mental Health. Ja, das wird immer so ein bisschen. Ich glaube, da sind wir selber eher nicht so ehrlich zu uns.
Wir sind ja immer alle so Macher und sagen, das geht schon irgendwie. Also sich mal so einzugestehen. Mental Health, das ist auch wichtig.
Man muss auch mal bei sich sein und vielleicht auch mal einen Gang runterschalten. Das fällt ja vielen Menschen sehr, sehr schwer. Also meine Frage, wie sehr beeinflusst unsere Psyche das Altern der Haut oder anders?
Wie sehr zeigt sich unsere Psyche in der Haut?
[Dr. Susanne Steinkraus] (21:03 - 22:12)
Beides riesengroßer, also gegenseitiger Einfluss sozusagen. Also die Psyche beeinflusst die Haut. Andersrum auch wiederum, wenn ich in den Spiegel gucke, beeinflusst das meine Psyche.
Es gibt ja sogar Studien zu Einfluss von Botox zu Depressionen. Und Botox hat eine positive Wirkung einfach durch die Spiegelung deiner selbst. Es hat einen ganz positiven Einfluss.
Also hier gut. Und jetzt aber noch zu dem ganzen Stressfaktor. Kleine Randnote war das jetzt.
Aber wir wissen ja, wenn wir gestresst sind, genau wie du gerade gesagt hast, wir schlafen nicht mehr so gut. Wir ernähren uns nicht mehr so gut, weil dann greift man eher mal schnell zu irgendwas, was halt nicht so gesund ist. Es bringt uns vieles dann so aus dem Ruder.
Und das einerseits wirkt sich negativ aus. Und das sieht man uns auch total an. Also sprich, die Haut reagiert mit Rötung, mit möglicherweise Stresspickelchen, mit Reizungen.
Oder sie wird auch einfach nur fahl, sprich, wenn dann Müdigkeit dazukommt. Also vielen Menschen siehst du es doch einfach direkt an der Haut an, wenn da einfach Stress da ist.
[Jennifer Knäble] (22:13 - 22:28)
Die Frage ist immer, es ist ja vermessen zu sagen, wir reduzieren einfach mal unseren Stress. Also aber ich glaube vielleicht so kleine, so kleine Me-Time-Pausen mal einbauen, das schafft man vielleicht mal so eine halbe Stunde einfach mal bei sich sein. Das kann vielleicht schon was ausmachen, oder?
[Dr. Susanne Steinkraus] (22:29 - 23:01)
Sagst du aber genau richtig. Also es ist wie bei all diesen vielen Ratschlägen, die ja gerade so auf uns einprasseln, was wir alles tun sollen. Das kann ja auch schon gleich wieder stressen.
Das einfach in kleinen Dosen und gerade, wie du sagst, bei den Machern und bei Menschen, die sich das eben weniger eingestehen. Man muss ja jetzt nicht gleich irgendwie den ganzen Tag meditieren und irgendwelche Musik hören und seinen Namen tanzen, Blödsinn. Aber halt einfach ein paar Minuten Auszeit rausgehen, den Himmel anschauen, mal tief ein- und ausatmen und tatsächlich so ein bisschen runterkommen.
Ist ganz, ganz wichtig.
[Jennifer Knäble] (23:02 - 23:26)
Ja, ein sehr spannendes Feld, gerade bei uns Frauen, die Hormone. Noch spannender in der Menopause, die sich ja tatsächlich, ich glaube, über fast 15 Jahre ziehen kann, wirklich so vom Start über, bis man dann wirklich durch ist. Wie kann man Hormone kontrollieren, die die Haut aus dem Gleichgewicht bringen können?
Weil das können Hormone ja tatsächlich machen. Die können ja alles aus dem Gleichgewicht bringen.
[Dr. Susanne Steinkraus] (23:27 - 24:26)
Es ist tatsächlich so, dass Hormone ein superkomplexes Thema sind. Wir reden gerne über Östrogen, Progesteron, Testosteron. Östrogenmessung ist ganz, ganz wichtig.
Problem ist, auch da ist es so, wir haben dann eine Momentaufnahme und ein, zwei Wochen später ist es ganz anders. Das heißt, wir können uns darauf nicht verlassen. Auch die Substitution spielt ja mittlerweile eine superwichtige Rolle.
Viele kennen die Präparate, ob das jetzt dann als Creme gegeben wird oder eben als Tablette. Auch da gilt die Beobachtung. Und wie sind die Symptome?
Also viele Kollegen im gynäkologischen Bereich, die sagen eben auch, man muss es gar nicht mehr dauernd gleichmäßig anwenden, sondern so ein bisschen symptomfokussiert. Sprich, wann sind die Beschwerden da, wie sind sie da? Und dann muss man so ein bisschen ein eigenes Körpergefühl entwickeln und sagen, das tut mir gerade gut, da komme ich weiter.
Und ich brauche natürlich einen super Spezialisten, der mich da engmaschig begleitet.
[Jennifer Knäble] (24:27 - 24:42)
Und gerade jetzt mit Blick auf, ich sage mal, Reverse Aging, wenn es einfach anfängt, dass die Hormone nachlassen oder ich sage mal so ein bisschen Pingpong mit uns spielen, dass das eben nicht mehr alles so im Lot ist, sondern eher im Ungleichgewicht. Was macht das mit uns?
[Dr. Susanne Steinkraus] (24:43 - 25:43)
Ganz viele Dinge. Also von den Hitzewallungen über die Stresssituationen, die sogenannte Dünnhäutigkeit über den klassischen Alterungsschub, dass eben einfach die Haare werden dünner, die Haut wird dünner, trockener. Die ganze Hautqualität lässt nach.
Wir bauen leider auch Muskulatur ab und das schon relativ früh. Und hier heißt es halt auch, bevor ich irgendwelche körperlichen Symptome merke, sollte ich eigentlich vorher schon vorbeugen, wie immer. Also hier sind wir wieder beim Protein, hier sind wir beim Sport, beim Muskelaufbau.
Ist ja auch der Klassiker, dass wir Frauen eigentlich gar nicht mehr so viel Ausdauersport machen sollten. Ich bin trotzdem, by the way, ganz großer Freund von Ausdauersport, weil ich einfach sage, das ist wie der Mental Health. Also ich rate ganz vielen einfach, um mal abschalten zu können.
Aber wenn ich was Gutes tun möchte, dann Muskelaufbau. Einfach, weil ein Lehrer sagt, der steht nicht so gut. Insofern, ein bisschen Masse muss eben darunter auch sein.
Dann ist das Ganze auch straffer.
[Jennifer Knäble] (25:43 - 26:24)
Ja, Kraftsport einfach, um die Muskeln aufzubauen wieder, weil sie ja tatsächlich einfach verschwinden. Man muss es sagen, wie es ist. Du hast es schon ganz oft angesprochen, Susanne.
Supplements, also Mikronährstoffe, die helfen der Haut auch lange jung und frisch zu bleiben oder uns natürlich im Ganzen auch lange jung und gesund zu bleiben. Im besten Fall, vielleicht setzen wir einmal an, was sind denn, ich sage mal, deine Favoriten, wenn es darum geht, ja, diesen Longevity-Gedanken oder Reverse-Aging-Gedanken weiterzudenken? Also was müsste bei uns in der Routine dabei sein?
[Dr. Susanne Steinkraus] (26:25 - 27:15)
Ich bin zum Beispiel ganz großer Freund von Vitamin D. Das ist ja, sollte jeder nehmen, gar keine Frage. Ich mag gerne Zink.
Das ist antientzündlich, stützt auch unser Immunsystem. Vitamin C, dann die Vitamin B-Komplexe.
Die Vitamin B-Komplexe, das sind ja verschiedene, die insgesamt unser Immunsystem, unsere Zellaktivität unterstützen und eben gerade in diesem Bereich Longevity ganz gut sind. Und da gibt es eigentlich meistens auch so ein Komplexpaket und nicht irgendwie nur ein einzelnes.
Und was ich wirklich liebe und selbst regelmäßig konsumiere, muss ich schon sagen, ist Magnesium. Finde ich super wichtig für den Muskel zur Entspannung. Und ich nehme das tatsächlich morgens und abends.
Abends macht man das auch gerne zur Entspannung.
[Jennifer Knäble] (27:16 - 28:08)
Infusionen, das ist ja etwas, was gefühlt auch boomt. Also hier in Frankfurt gibt es sogar ganz viele so kleine, ich nenne es jetzt mal Boutiquen, wo es nur Infusionen gibt. Das ist wie in so einer Saftbar.
Also da hast du vorne so ein Menü, da haben wir auch immer ganz lustige Namen. Glow Up, Show Up, After Wiesn Shot. Hero, Immun, I don't know, Superman, Superwoman.
Das könnte auch so ein Saftdrink sein mit Ginger, Orange und Karotte oder Apfel. Also das gibt es bei Ärzten mittlerweile. Es gibt es teilweise beim Hausarzt, bei Dermatologen.
Also ich sehe das, egal wo ich bin, immer häufiger. Ist das ein Trend? Ich weiß, in Amerika gibt es das schon länger.
Oder ist das etwas, wo die Medizin jetzt sagt, nee, das kann schon auch eventuell präventiv was helfen. Es gibt es ja wirklich mittlerweile für alle möglichen Dinge.
[Dr. Susanne Steinkraus] (28:09 - 29:56)
Also ich glaube eindeutig, dass es ein Trend ist. Ich glaube, dass es gut sein kann. Ich glaube aber, dass das Ganze etwas ernsthafter genommen werden sollte, weil man kann es meiner Meinung nach nicht einfach so anbieten, wie du eben sagst, so in einem Studio.
Du musst einen Zugang legen. Das heißt, da kommt etwas intravenös in deinen Körper. Da muss schon ein Profi am Werk sein, weil da kann eben auch einfach mal was schiefgehen.
Du möchtest auf gar keinen Fall eine Unverträglichkeitsreaktion haben. Also weder lokal, sprich da, wo die Nadel liegt. Die kann nämlich auch mal parallel laufen.
Das heißt, dann hast du das ganze Zeug im Arm drin. Kann super unangenehm sein und zu Entzündungen führen. Und du möchtest aber auch nicht systemisch reagieren.
Sprich, dein Körper, der mag irgendeinen dieser Wirkstoffe nicht oder verträgt ihn einfach nicht. Und die banalste Geschichte ist natürlich, die Kunden oder Patienten, die das bekommen, kriegen in der Regel ganz schön viel Kochsalzlösung. Das ist nämlich super ungefährlich in der Regel.
Das heißt einfach, wir hydrieren dich, was ja immer positiv ist. Und dann gibt es eben so ein paar Standardpräparate, die zum Teil in relativ niedriger Dosierung enthalten sind, sodass ich dann wieder die Frage stelle, was tut es denn dann wirklich? Also, wenn ich da ein Hochdosis-Vitamin-C-Präparat rein gebe oder ein Vitamin B, das erkenne ich dann auch an der Farbe, das ist gelb oder rosa, das ist alles super gut.
Und ich unterstütze das total, wenn ich sage, ich möchte das Immunsystem stärken. Ich möchte eben hydrieren. Und jemand braucht so wirklich seinen Vitaminstoß, weil er eben gerade nicht so ganz gut aufgestellt ist oder super Stress ist, das Immunsystem angegriffen ist.
Aber das dann echt vielleicht nicht unbedingt in so einer Bar. Es gibt so ein Lässigkeitsfaktor und hat irgendwie auch eine gewisse Coolness. Aber ich persönlich würde es einfach nicht machen.
[Jennifer Knäble] (29:57 - 30:28)
Ein Thema, über das man einen eigenen Podcast machen könnte, Zucker. Wir wissen natürlich alle, Zucker ist das weiße Gift und er tut unserem Körper wirklich nicht gut. Ich finde auch, umso mehr man darüber spricht und umso mehr man das Ganze so ein bisschen mehr in den Fokus rückt, umso gruseliger wird es ja tatsächlich.
Es gibt aber auch eine Verzuckerung der Haut. Und das haben, glaube ich, nicht alle auf der Uhr. Wie kann unsere Haut verzuckern?
Also wie muss man sich das vorstellen? Ich esse einen Schokoriegel und dann kriege ich Falten.
[Dr. Susanne Steinkraus] (30:29 - 31:15)
Das hat tatsächlich auch mit chemischen Prozessen zu tun. Ich sage mal, das ist so, wie wenn du ein Stück Fleisch auf den Grill schmeißt. Also das ist jetzt sehr bildhaft gesprochen.
Aber es gibt ja ganze Wirkstoffkomplexe, sozusagen, die die Verzuckerung auf der Haut aufhalten sollen. Ich finde, es kann immer nur ein Teil sein. Aber es laufen eben chemische Prozesse ab, die dann eben zur Hautalterung führen.
Eben diese oxidativen Prozesse. Und die wollen wir natürlich nicht haben. Das ist das, was ja auch im Körper stattfindet.
Dass wir einfach unsere Zellen schädigen können bis hin zur Förderung, also Kanzerogenese, also sprich Krebsförderung. Und das wollen wir auf gar keinen Fall. Bei der Haut beschränken wir uns schlicht auf die Hautalterung.
Und auch das wollen wir natürlich nicht haben.
[Jennifer Knäble] (31:15 - 31:19)
Beim Thema Reverse Aging. Wie wichtig ist ein gesunder Darm?
[Dr. Susanne Steinkraus] (31:21 - 32:29)
Nächstes Stichwort, das ist so wunderbar. Könnten wir eigentlich die ganze Zeit so machen. Also Darm ist auch ein riesengroßes Thema.
Es kommt immer mehr in den Fokus. Ich sage immer, Haut und Darm sind so ziemlich beste Freunde. Es ist deswegen so wichtig, wir haben das Mikrobiom.
Haben wir sowohl bei Haut als auch im Darm. Der Darm ist eine riesen Oberfläche. Und du hast bestimmt auch in ganz vielen Folgen schon vom Leaky-Gut-Syndrom gehört.
Es ist jetzt auch so ein Trendwort, aber es beschreibt einfach die Problematik, dass wir Dinge überhaupt nicht mehr so aufnehmen können. Dass eben Resorptionsstörungen vorliegen. Und es betrifft mehr Menschen, als wir denken.
Und es ist vollkommen egal, was wir dann oben reingeben. Es kann noch so gesund sein, wenn das nicht im Körper ankommt. Dann wird es echt schwierig.
Deswegen gibt ganz viele probiotische Präparate auch. Die sollte man jetzt nicht auch wild streuen. Aber die gibt es in der Apotheke auch ganz solide sozusagen, wo eben Bakterienstämme drin sind, einfach um den Darm und die entsprechende Darmflora wiederherzustellen.
Finde ich super, super wichtig.
[Jennifer Knäble] (32:30 - 33:21)
Jetzt schauen wir noch mal ein bisschen als nächstes Thema Haut behandeln. Ja, was man noch so tun kann. Wir haben ein bisschen jetzt von innen auch gesprochen.
Was kann man noch von außen tun? Wir gucken ein bisschen so in die Zukunft der Hautverjüngung, habe ich mir gedacht. Ich habe jetzt gerade gelesen, das ist natürlich dein Gebiet als Dermatologin, Botox und Filler.
Das macht man jetzt eigentlich gar nicht mehr so, weil man sagt, so ein bisschen frischer im Gesicht, das finde ich ganz gut. Es wird jetzt viel mehr gesetzt auf noninvasive Behandlungen. Und da habe ich tatsächlich den Überblick verloren.
Da sind wir jetzt wieder bei Du musst es einordnen. Es gibt den Laser, es gibt die Radiofrequenz-Therapie, es gibt Vampire-Lifting, Hydra-Facial-Needling. Also to be honest, man ist dann also auch, wenn man es nicht jeden Tag macht, weiß man auch nicht mehr, ist das jetzt wieder ein Trend, der gerade irgendwie gehypt wird?
Oder was bringt denn wirklich was?
[Dr. Susanne Steinkraus] (33:21 - 34:56)
Also ich versuche es mal ganz kurz zusammenzufassen. Du hast ja Botox und Filler erwähnt. Die bleiben in jedem Fall.
Ist überhaupt gar keine Frage. Botox ist das Präparat zur Muskelentspannung, wird ganz vielseitig eingesetzt, kosmetisch und medizinisch. Die Filler werden auch bleiben, aber eben im Maße.
Das ist vollkommen klar. Also der natürliche Look steht ganz vorne. Aber Hyaluron ist einfach überhaupt nicht wegzudenken aus der ästhetischen Medizin.
Was aber jetzt super interessant wird, sind eben die sogenannten biostimulatorischen Verfahren. Das heißt, wir gehen auf Zellebene und möchten die Zelle anregen, sich selbst zu regenerieren, Kollagen neu zu bilden. Und hier spielen die schon bekannten mechanischen Verfahren eine Rolle.
Also Needling, Radiofrequenz-Needling, auch bestimmte Laserverfahren und die neueren Verfahren wie Polynucleotide, was aus der Verbrennungsmedizin kommt, die Polymilchsäure, die die Kollagen-Neusynthese anregt und die sogenannten Exosomen, die eben bei der Zellkommunikation helfen. Also das sind jetzt lauter Fachbegriffe, aber per se ist das alles ein ganz großer Blumenstrauß, wo ich mir dann wirklich individuell aussuchen kann, was ist für den Einzelnen am besten, was lässt sich im Alltag umsetzen? Wo habe ich eine Ausfallzeit, wo nicht?
Wie sind welche Kosten? Also deswegen am besten immer individuell entscheiden. Es ist alles eine super Entwicklung, finde ich, weil wir haben bewährte Möglichkeiten und wir bekommen gerade wirklich auch neue Substanzen und besser entwickelte Verfahren zur Verfügung gestellt, so dass wir wirklich für jeden einzelnen Hauttyp und Persönlichkeit die richtigen Möglichkeiten haben.
[Jennifer Knäble] (34:56 - 35:03)
Das heißt, diese Biostimulationsmethoden, die du gerade erklärt hast, die gehen aber schon dann in Richtung Reverse Aging.
[Dr. Susanne Steinkraus] (35:03 - 35:09)
Das ist genau das, wovon wir eben gerade geredet haben. Und das wird auch die Zukunftsmedizin sein. Absolut.
[Jennifer Knäble] (35:10 - 35:21)
Das Buzzword in der Branche, und du hast es eben kurz erwähnt, Exosomen. Das ist ja so ein bisschen wie so ein Wunderding, irgendwie, wenn man darüber liest. Was machen die?
Was sollen die machen? Was steckt dahinter?
[Dr. Susanne Steinkraus] (35:21 - 36:11)
Also Exosomen spielen primär eine Rolle bei der Zellkommunikation. Das sind eben so kleine Boten und die sind schon noch in der Entwicklung.
Denn es gibt sie zum einen in Kosmetika. Es gibt sie für uns Ärzte aktuell primär zum Needeln. Da sind die Reglementierungen sehr, sehr streng.
Das heißt, wir müssen sie ja irgendwie in die Haut einbringen. In anderen Ländern darf man sie tatsächlich schon spritzen. Und Exosomen gibt es unterschiedlichen Ursprungs, gerne auch pflanzlichen Ursprungs.
Also ob das jetzt aus Früchten im Apfel zum Beispiel ist oder die Rose ist gerade ganz gut vermarktet. Es gibt aber auch sogenannte autologe Exosomen, die du wiederum aus dem Blut gewinnen kannst. Das finde ich eigentlich auch ein ganz intelligentes Verfahren.
Und da liegt wirklich ganz viel Zukunftsmusik drin.
[Jennifer Knäble] (36:11 - 36:34)
Und dann jetzt wird es einfacher. Das kann jeder zu Hause machen. Habt ihr bestimmt auch schon gesehen.
Es gibt ja diese Gesichtsmasken mit diesen LED Lämpchen. Die sehen so ganz lustig aus wie so eine Halloween-Maske und alles leuchtet rot. Also das rote, nahe infrarote Licht soll angeblich die Kollagenproduktion stimulieren.
Ist das Marketing oder klappt das?
[Dr. Susanne Steinkraus] (36:35 - 37:19)
Nein, das klappt wirklich ganz gut. Da gibt es ja jetzt den einen oder anderen Anbieter und gibt ja sogar auch für Praxen mittlerweile große Rotlichtlampen. Das ist eigentlich auch ein altbewährtes Verfahren in anderen Fachrichtungen, weil wir wissen ja zumindest, dass es schon mal entzündungshemmend wirkt.
Und hier spielt halt auch wieder die größte Rolle die Regelmäßigkeit. Also wenn ich das so ab und an mal mache, dann habe ich es halt gemacht, auch schön. Aber ich glaube, da ist es wirklich, man muss dann wirklich sich hinsetzen, die Maske aufsetzen und vielleicht sich auch mal einschließen und die sämtlichen Rituale vielleicht parallel abziehen oder irgendwie Hände eincremen, Finger ölen.
I don't know. Und dabei die Retinolmaske aufsetzen. Die sehen nämlich echt schräg aus.
Aber wissen wir ja alle.
[Jennifer Knäble] (37:19 - 37:27)
Aber man kommt frisch dann wieder aus der Session raus, sag ich mal. Männerhaut versus Frauenhaut.
Susanne, gibt es da Unterschiede beim Altern?
[Dr. Susanne Steinkraus] (37:28 - 37:43)
Die Männer haben ja generell eine eher dickere Haut, eine unempfindlichere Haut, eigentlich eine höhere Talgproduktion, was im Alterungsprozess eigentlich ganz praktisch ist. Wir wissen, dass die Männer später altern. Jetzt kommt es, aber wenn sie altern, dann ein bisschen schneller.
[Jennifer Knäble] (37:45 - 38:27)
Ich habe ja mit meinem Mann, Felix, eine Grundsatzdiskussion zu Hause zum Thema Cremen. Also ich bin ja, muss ich sagen, ich habe jetzt nicht massig Produkte, aber ich habe schon das ein oder andere Tiegelchen. Und mein Mann cremt sich wirklich, ich sage mal, einmal im Quartal das Gesicht ein.
Und er ist dann auch ganz stolz und sagt, guck mal, siehst du, ich habe mich eingecremt. Und er sagt, er braucht auch nicht mehr. Ich sage immer, hm, weiß ich nicht.
Was sagst du? Ist Eincremen etwas, was uns frisch hält? Oder könnte man auch sagen, also Eincremen, wenn man es nicht braucht, wenn es die Haut nicht verlangt, muss man es auch nicht machen.
[Dr. Susanne Steinkraus] (38:28 - 38:59)
Also Eincremen ist hervorragend, wenn es zielführend ist, zum Beispiel eben mit Wirkstoffen wie Retinol, Vitamin C, etc. pp.. Wenn ich Creme und relativ sinnentleert Creme und das eigentlich wenig bringt und möglicherweise sogar schaden, dann lasse ich es lieber weg. Das heißt, die Männer machen manchmal gar nicht so viel verkehrt, wenn sie es lassen, weil man hat ja eigentlich auch eine gesunde Talgproduktion und eine gute Hautbarriere.
Sprich, manchmal ist es gar nicht so verkehrt, Dinge wegzulassen. Also ich gebe euch beiden recht.
[Jennifer Knäble] (38:59 - 39:42)
Okay, ich werde es ihm auch weitergeben, so fair bin ich. Habe gesagt, ich frage es dich. Da finden sich bestimmt viele Männer hier jetzt auch wieder.
Und dann wollte ich mit dir, Susanne, einmal noch in die große weite Welt blicken. Es gibt ja auch immer ganz spannende Kongresse, auf denen ihr seid, wissenschaftliche Kongresse, wo immer die neuesten, ja, sagen wir mal, Verfahren erklärt werden oder die neuesten Forschungsergebnisse präsentiert werden. Gibt es denn Ansätze zu Reverse Aging, vielleicht aus Amerika oder aus Asien, von denen du schon gehört hast, die vielleicht noch Zukunftsmusik sind hier in Deutschland?
Also gibt es etwas, was da auf uns zukommt, was vielleicht großes Potenzial hat?
[Dr. Susanne Steinkraus] (39:43 - 40:34)
Also größtes Potenzial haben tatsächlich diese Wirkstoffe auf Zellebene und die Biostimulatoren. Das ist eigentlich immer ein Riesenbereich auf den Kongressen. Da wird sich auch dann das eine oder andere Mal gestritten.
Da geht es dann auch um eine FDA-Zulassung. Das ist ja diese Food Drug Association in den USA. Das ist tatsächlich aktuell auch ein Politikum.
Da möchte ich jetzt aber nicht ausholen. Aber es gibt also wirklich diese, die Exosomen sind einfach ganz weit oben an. Da muss aber einfach noch mehr geforscht werden.
Es muss noch Studien geben, damit wir die vielleicht vielseitiger einsetzen können. Es wird ja auch im H-Bereich ganz viel geforscht. Da werden sie gerne eingesetzt.
Und es bleiben die Polynukleotide. Da gibt es eben mittlerweile bietet das nicht nur eine Firma, sondern mehrere. Also es entwickelt sich dauernd weiter.
Die Qualität wird besser. Die Konzentration der Wirkstoffe wird besser und die Möglichkeiten, wie wir es anwenden können, werden immer auch einfacher.
[Jennifer Knäble] (40:35 - 40:45)
Eine letzte Frage habe ich noch, Susanne. Ich glaube, wir haben alles abgearbeitet. Wenn du einen einzigen Tipp geben dürftest für Hautgesundheit und Reverse Aging, welcher wäre das?
[Dr. Susanne Steinkraus] (40:46 - 41:02)
Ich kann mich jetzt nicht entscheiden zwischen Schlaf und Sonnenschutz. Ganz simpel, total simpel. Also wirklich.
Ich nehme die beiden. Ja, genau.
Also bitte, bitte, bitte unbedingt versuchen, gut zu schlafen. Es ist gar nicht so einfach manchmal. Und Sonnenschutz ist so einfach und so wichtig.
[Jennifer Knäble] (41:02 - 41:08)
Und sag mal Schlaf, das haben wir eben noch nicht gesagt. Was würdest du sagen, Pi mal Daumen? Was ist gesund?
Wie viele Stunden?
[Dr. Susanne Steinkraus] (41:10 - 41:25)
Acht Stunden. Wir lachen jetzt. Man darf auch mal lachen. Also ja, also acht Stunden.
Ich würde mal sagen, wäre gesund. Ich weiß nicht, auf wie viele Stunden du kommst. Also ich finde es ganz toll, wenn das da mal stehen würde.
[Jennifer Knäble] (41:25 - 41:32)
Aber ja, wir nehmen es einfach mal so mit.
Ich habe zwei kleine Kinder, ich rede nicht drüber. Aber für irgendwann nehme ich mir das als Tipp. Dann nehme ich das mit, Susanne.
[Dr. Susanne Steinkraus] (41:32 - 41:40)
Vielleicht kann man ja auch nachschlafen irgendwann. Weißt du, dann das wieder so zurück. So wenn du irgendwann mal so einen Tag schläfst und dann wieder deinen Schlafakku auffüllst.
[Jennifer Knäble] (41:40 - 41:56)
Ich werde das hier mal einreichen. Ich schlafe einen Tag. Dr. Susanne Steinkraus, vielen Dank, dass du mit uns das Thema Reverse Aging, man kann wirklich sagen, beackert hast in all seinen Facetten. Vielen, vielen Dank für diese spannenden Einblicke und dass du heute unser Healthwise Gast warst. Vielen Dank.
[Dr. Susanne Steinkraus] (41:56 - 41:57)
Sehr, sehr gerne, meine liebe.
