

Face Yoga: Schönheit beginnt unter der Haut
Schönheit wird oft über Cremes, Treatments und schnelle Lösungen gedacht. Anastasia Goron setzt tiefer an: Für sie gehören auch Gesichtsmuskeln, Faszien, Haltung, Fettpolster und die darunterliegenden Strukturen zum Gesamtbild des Gesichts.
Host Nils Behrens und Anastasia Goron sprechen darüber, wie Face Yoga Spannungsmuster bewusster machen und kurze Routinen in den Alltag bringen kann. Ihr Ansatz verbindet manuelle Techniken, Bewegung, Entspannung und eine aufrechte Haltung.
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Was ist Face Yoga?
Face Yoga ist nach Anastasia Gorons Ansatz eine nicht invasive Praxis für Gesicht und Körper. Es geht nicht darum, möglichst viele Grimassen zu machen oder jeden Muskel stark anzuspannen.
Im Mittelpunkt stehen:
- verspannte Bereiche wahrnehmen
- ausgewählte Muskeln entspannen
- wenig genutzte Bereiche bewusst aktivieren
- Haltung und Atmung einbeziehen
- kurze Routinen regelmäßig durchführen
Anastasia betont, dass Face Yoga nicht nur auf einzelne Falten zielt. Es soll vielmehr ein Gefühl dafür schaffen, wie Mimik, Stress, Haltung und tägliche Gewohnheiten das Gesicht prägen.
Warum Gesichtsalterung nicht nur die Haut betrifft
Die Haut liegt auf Fettgewebe, Muskulatur und Knochen. Anastasia vergleicht das Gesicht deshalb mit einem Sofa: Die Haut bildet die sichtbare Oberfläche, während die darunterliegenden Strukturen Form und Polsterung geben.
Verändern sich diese Strukturen mit der Zeit, kann sich auch das äußere Erscheinungsbild wandeln. Anastasia rät daher, Hautpflege nicht isoliert zu betrachten, sondern die Basis darunter mitzudenken.
Skincare bleibt für sie ein sinnvoller Bestandteil der Gesichtspflege. Sie ersetzt jedoch nicht die Beschäftigung mit Muskulatur, Spannung, Haltung und Bewegung.
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Welche Rolle spielen die Gesichtsmuskeln?
Einige Gesichtsmuskeln sind direkt mit der Haut verbunden und ermöglichen dadurch Mimik und Ausdruck. Werden bestimmte Bereiche dauerhaft beansprucht, können sich Spannungsmuster entwickeln. Das betrifft zum Beispiel Menschen, die häufig die Zähne zusammenpressen, auf einen Bildschirm schauen oder unbewusst die Stirn anspannen. Anastasia erklärt, dass sich angespannte Muskeln verkürzen können. Ihr Ansatz versucht deshalb, überbeanspruchte Bereiche zu entspannen und andere Muskelgruppen bewusster einzubeziehen.
Ein häufiges Beispiel ist der Kaumuskel. Dieser wird im Alltag und bei nächtlichem Pressen stark belastet. Übungen sollten ihn nach Anastasia nicht zusätzlich kräftigen, sondern vor allem aus der Anspannung führen.
Faszien und Haltung: Warum der Körper dazugehört
Für Anastasia endet Gesichtspflege nicht am Kinn. Sie beschreibt die Faszien als zusammenhängendes Netzwerk, das den Körper mit Hals, Kopf und Gesicht verbindet. Eine zusammengesunkene Haltung, ein angespannter Brustkorb oder hochgezogene Schultern können nach ihrem Ansatz auch den Hals- und Gesichtsbereich beeinflussen.
Deshalb gehören für sie zu einer Face-Yoga-Routine:
- eine aufrechte Haltung
- entspannte Schultern
- sanfte Bewegungen für Hals und Nacken
- bewusste Körperwahrnehmung
- regelmäßige Bewegung
Face Yoga wird damit zu einer ganzheitlichen Routine. Einzelne Übungen am Gesicht allein reichen nach Anastasia nicht aus, wenn die Haltung dabei angespannt bleibt.
Face Yoga statt schneller Lösung?
Anastasia grenzt ihren Ansatz von Methoden ab, die ausschließlich eine einzelne Falte oder Region behandeln. Face Yoga soll nicht kurzfristig etwas verdecken, sondern Gewohnheiten und Spannungsmuster in den Blick nehmen.
Sie betont zugleich, dass Face Yoga keine faltenfreie Optik verspricht. Ihr Ziel ist ein authentisches Gesicht, das zur eigenen Lebensphase passt.
Im Mittelpunkt steht für Anastasia, die eigene Mimik zu erhalten und sich als beste Version des eigenen Alters wahrzunehmen.
Drei einfache Face-Yoga-Impulse
1. Zungenposition prüfen
Anastasia empfiehlt, zwischendurch wahrzunehmen, wo die Zunge im Mund liegt. In ihrer Routine wird sie sanft an den oberen Gaumen gelegt. Die Übung lässt sich unauffällig im Büro, unterwegs oder zu Hause durchführen. Dabei sollte kein unangenehmer Druck entstehen.
2. Gesicht und Kiefer entspannen
Ein bewusstes, langsames Gähnen kann helfen, die Bewegung des Kiefers wahrzunehmen. Anastasia rät dazu, vor einem Spiegel auf eine aufrechte Haltung und eine möglichst entspannte Stirn zu achten.
3. Lächeln bewusst einsetzen
Anastasia betrachtet Lächeln als einfache Übung für Mimik und Körpergefühl. Es geht nicht darum, dauerhaft künstlich zu lächeln, sondern die Gesichtsmuskeln bewusst in eine andere Position zu bringen.
Eine einfache Morgenroutine
Am Morgen startet Anastasia mit Bewegungen, die den Körper aktivieren sollen. Sie empfiehlt, die Übungen sanft und ohne Schmerzen durchzuführen.
Eine kurze Routine kann so aussehen:
- Ohren vorsichtig kneten und bewegen.
- Hals und Nacken sanft strecken.
- Schultern öffnen und die Haltung aufrichten.
- Leichte Sprünge oder federnde Bewegungen ausführen.
- Kiefer durch langsames Gähnen entspannen.
- Die Zunge bewusst am oberen Gaumen positionieren.
Bei Schmerzen, Schwindel, Kieferbeschwerden oder Bewegungseinschränkungen sollte die Routine angepasst oder fachlich abgeklärt werden.
Wie schnell lassen sich Veränderungen bemerken?
Anastasia unterscheidet zwischen kurzfristigen und langfristigen Zielen. Bei morgendlichen Schwellungen könne eine sanfte Bewegungs- und Massageeinheit nach ihrer Erfahrung direkt einen sichtbaren Unterschied machen.
Wer Mimik, Haltung oder länger bestehende Spannungsmuster verändern möchte, braucht Geduld. Nach etwa vier bis sechs Wochen könne sich zunächst das Bewusstsein für unbewusste Anspannung verbessern.
Bei Asymmetrien oder stärker ausgeprägten Veränderungen spricht Anastasia von mehreren Monaten. Diese Angaben sind Erfahrungswerte und keine Garantie für ein bestimmtes Ergebnis.
Konstanz ist für sie wichtiger als eine lange Einheit. Drei bis fünf Minuten täglich können ein Einstieg sein. Wer bereits Erfahrung hat, kann etwa 10 bis 15 Minuten einplanen.
Häufige Fehler beim Face Yoga
Der größte Fehler ist für Anastasia, Muskeln nur anzuspannen und sie anschließend nicht wieder zu entspannen. Dadurch könne bestehende Spannung verstärkt werden.
Weitere Fehler sind:
- Übungen mit ungewaschenen Händen
- starkes Ziehen an der Haut
- schmerzhafter oder unkontrollierter Druck
- eine zusammengesunkene Haltung
- wahlloses Nachmachen einzelner Übungen
- zu hohe Erwartungen nach wenigen Tagen
Hände und Gesicht sollten vor manuellen Übungen sauber sein. Die Bewegungen sollten kontrolliert, angenehm und an die eigene Anatomie angepasst bleiben.
Checkliste: Sicher mit Face Yoga starten
- Hände und Gesicht reinigen
- mit wenigen sanften Übungen beginnen
- Haltung und Atmung einbeziehen
- Schmerzen und starken Zug vermeiden
- angespannte Muskeln nicht zusätzlich überlasten
- lieber kurz und regelmäßig üben
- Veränderungen realistisch beobachten
- bei Beschwerden fachlichen Rat einholen
TAKE AWAYS
- Gesichtsalterung betrifft nach Anastasia Gorons Ansatz nicht nur die Haut.
- Face Yoga verbindet Entspannung, bewusste Aktivierung, Haltung und manuelle Techniken.
- Besonders beanspruchte Muskeln sollten nicht wahllos weiter trainiert werden.
- Haltung, Nacken und Schultern gehören zu einer ganzheitlichen Gesichtsroutine.
- Regelmäßige kurze Einheiten sind sinnvoller als seltene intensive Übungen.
- Sichtbare Veränderungen benötigen je nach Ziel unterschiedlich viel Zeit.
- Face Yoga setzt auf Natürlichkeit statt auf ein faltenfreies Ideal.
- Saubere Hände und kontrollierte Bewegungen sind wichtig.
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Anastasia Goron ist Expertin für Face Yoga und natürliche Gesichtsgesundheit. Mit ihrer Plattform All You Can Face vermittelt sie Übungen, die Gesichtsmuskeln, Haltung, manuelle Techniken und Lymphaktivierung miteinander verbinden.
Sie ist außerdem Autorin des englischsprachigen Buches „Face Yoga“. Über ihre Programme zeigt sie, wie sich kurze Übungen in den Alltag integrieren lassen und wie Menschen ihr Gesicht und ihre Anatomie bewusster kennenlernen können.
Mehr Infos: https://www.allyoucanface.com/ & https://www.instagram.com/allyoucanface/
210 Face Yoga: Schönheit beginnt unter der Haut mit Anastasia Goron
[Anastasia Goron]
Oder auch die Fettpolsterungen, die natürlich sich bewegen im Laufe der Zeit, haben ja auch viel damit zu tun, wie die Muskeln angespannt sind und so weiter und so fort. Und da setze ich eigentlich an, das fand ich halt so spannend, als ich selber entdeckt habe, dass man so viel mit seinen eigenen Händen machen kann, unter der Haut an sich schon mal. Und natürlich ist Skincare toll und man kann viel auch erreichen damit, aber wenn die Struktur und die Basis nicht stimmt, dann fällt halt alles wie so ein Haus zusammen.
[Nils Behrens]
Herzlich willkommen zu HEALTHWISE, dem Gesundheitspodcast präsentiert von Sunday Natural. Ich bin Nils Behrens und in diesem Podcast erkunden wir gemeinsam, was es bedeutet, gesund zu sein. Wir tauchen ein in Themen wie Medizin, Bewegung, Ernährung und emotionale Gesundheit.
Immer mit einem weisen Blick auf das, was uns wirklich gut tut. Wir leben in einer Zeit, in der Schönheit oft von außen gedacht wird, über Cremes, Treatments und schnelle Lösungen. Doch immer mehr Menschen spüren, wahre Ausstrahlung beginnt tiefer.
Im Gewebe, im Stoffwechsel und im Alltag. Anastasia Goron ist Expertin für Faceyoga und natürliche Gesichtsgesundheit. Mit ihrer Plattform All You Can Face sowie ihrem Buch Faceyoga zeigt sie, wie gezielte Übungen, Durchblutung und bewusste Routinen das Gesicht nachhaltig verändern können.
Ihr Ansatz verbindet Muskeltraining, Lymphaktivierung und ganzheitliche Beauty-Prinzipien ohne invasive Eingriffe. Und deswegen sage ich herzlich willkommen, Anastasia Goron.
[Anastasia Goron]
Vielen Dank, dass ich hier sein darf.
[Nils Behrens]
Ja, hier sein darf, ist wirklich ein besonderes Privileg. Wir haben hier sozusagen eine Spring Edition im Daios Cove, das ist ein Partner von Sunny Natural. Und wir sitzen hier mit Blick auf das Meer.
Also es lohnt sich in diesem Fall, es lohnt sich natürlich immer, das Video anzuschalten. Aber hier lohnt es sich nochmal besonders, würde ich sagen.
[Anastasia Goron]
Absolut. Und ich meine, wir kennen uns ja auch schon länger und hatten auch schon mal einen Podcast im regnerischen Hamburg. Und was für ein Privileg, jetzt hier sein zu dürfen.
Also es ist wirklich Heaven on Earth. Für alle, die mal nach Kreta wollen. Highly recommend.
[Nils Behrens]
Der Daios Cove, wir lieben. Anastasia, meine erste Frage ist ja immer eine Sonntagsfrage. Das heißt, wie wichtig sind Sonntage für unsere Schönheit?
Gibt es so etwas wie die ideale Face-Routine, die man vielleicht nur am Sonntag macht?
[Anastasia Goron]
Also für mich ist eigentlich aus Privileggründen jeden Tag Sonntag, weil ich jeden Tag Face-Yoga mache. Aber ich glaube für uns allgemein, für den Menschen, der von Montag bis Freitag arbeitet, ist Sonntag super, weil man einfach sich Zeit nehmen kann. Man ist normalerweise in seinem Tag relativ gestresst und man läuft von A nach B und hat kaum Zeit, sich irgendwie mal etwas zu gönnen oder für sich sich die Zeit zu nehmen.
Und ich finde, Sonntag ist dafür der perfekte Tag. Und um ehrlich zu sein, für mich persönlich, nehme ich mir da tatsächlich nochmal extra Zeit, weil man steht auf, ganz entspannt, man trinkt sein Wasser, man kann dann wirklich seine Routine, vor allen Dingen auch, wenn man jetzt into Face-Yoga ist, kann man das ein bisschen vertiefen, man kann wirklich mit sich connecten, finde ich. Was einem einen super Energieboost auch dann für die Woche gibt.
[Nils Behrens]
Finde ich sehr, sehr gut. Viele denken bei Hautalterungen immer nur an Falten. Was passiert wirklich im Gesicht, wenn wir älter werden?
[Anastasia Goron]
Ja, also oftmals, in der westlichen Welt vor allem, haben wir immer das Gefühl, okay, es geht tatsächlich nur um das Organ Haut. Aber worauf sitzt denn die Haut? Die Haut sitzt auf Fett, Knochen, Muskulatur und das ist sozusagen, du kannst dir das vorstellen wie so ein Sofa.
Also man hat eine ganz dünne Schicht, das ist die Haut und dann hat man sozusagen alles, was da drunter liegt, was die Polsterung gibt, die Struktur gibt und alles andere. Und wenn diese Struktur und diese Polsterung nicht mehr richtig vorhanden ist, die natürlich auch mit dem Alter nachgibt, sich verschiebt, dann entstehen diese ganzen Alterungsprozesse und wir denken dann, okay, die Haut bildet Falten, aber eigentlich müssten wir sozusagen ein oder zwei Stockwerke drunter gehen, um dann eigentlich zu sehen, okay, man kann an der Muskulatur was machen, man kann an der Knochendichte arbeiten tatsächlich, darauf können wir auch gerne nochmal später eingehen. Oder auch die Fettpolsterungen, die natürlich sich bewegen im Laufe der Zeit, haben ja auch viel damit zu tun, wie die Muskeln angespannt sind und so weiter und so fort. Und da setze ich eigentlich an, das fand ich halt so spannend, als ich selber entdeckt habe, dass man so viel mit seinen eigenen Händen machen kann unter der Haut an sich schon mal.
Und natürlich ist Skincare toll und man kann viel auch erreichen damit, aber wenn die Struktur und die Basis nicht stimmt, dann fällt halt alles wie so ein Haus zusammen.
[Nils Behrens]
Ich finde dieses durchgesessene Sofa, das ist ja wirklich ein sehr schönes Bild, das kennt ja jeder, dass so irgendwann so Sitzflächen anfangen, dann nicht mehr so prall auszusehen, wie sie am Anfang waren. Also von daher, das finde ich eine sehr, sehr schöne Geschichte und du bist sozusagen die, die dafür sorgt, dass das Polster wieder hochkommt.
[Anastasia Goron]
Absolut, ich bin die Polsterqueen fürs Gesicht sozusagen. Und ja, also es ist halt wirklich, ich meine, es ist ja eigentlich logisch und wir wollen in der westlichen Welt eigentlich immer so diesen Quick-Fix, aber wenn man wirklich in die Struktur geht und in die Basis und eigentlich auch versteht, woher diese Alterungsprozesse kommen, denn meistens das, was man im Gesicht sieht, sei es Augenringen, Doppelkinn, irgendwie fahle, unstraffe Haut, wir denken, das ist halt eigentlich die Ursache, aber das ist meistens ein Symptom, was oftmals komplett woanders anfängt im Körper. Und das ist, finde ich, halt sehr, sehr interessant anzuschauen und den Menschen da draußen irgendwie mitzugeben.
[Nils Behrens]
Sehr gut, sehr gut. Lass uns mal ganz konkret über das Thema Muskeln sprechen. Welche Rolle spielen denn die Muskeln im Gesicht und was glaubst du, warum werden sie so häufig unterschätzt?
[Anastasia Goron]
Also die Muskeln im Gesicht haben eine Riesenrolle, weil die sind auch, um ehrlich zu sein, eine komplett, also die haben eine andere Struktur, also nicht Struktur, aber die sind anders angedockt im Gesicht als im Körper. Im Körper hast du den Muskel, der von einem Knochenende zum anderen geht sozusagen und im Gesicht docken die Muskeln teilweise auch an der Haut an. Dementsprechend kannst du dich ausdrücken, Mimiken zeigen und ja, deine Emotionen sozusagen darstellen.
Aber das hat dann auch mit sich, wenn der Muskel im Laufe der Zeit unglaublich angespannt ist, weil du viel Stress hast, weil du einfach auch oftmals nicht merkst, dass du ins Handy guckst und dann irgendwie so sehr gestresst sozusagen immer deine Zähne knirscht zum Beispiel. Was passiert, wenn ein Muskel angespannt ist? Er verkürzt.
Und wenn der Muskel verkürzt im Gesicht, dann hat die Haut nicht wirklich mehr Platz, ebenmäßig auf dem Gesicht und auf dem Muskel zu liegen und so entstehen dann langfristig Falten. Und das Einfachste ist eigentlich, den Muskel sozusagen wieder in die Entspannung zu bringen und bestimmte Muskelgruppen im Gesicht, die wir oftmals auch nicht nutzen, wieder in Bewegung zu begeben oder zu aktivieren, weil wir dann sozusagen ein Gleichgewicht schaffen mit den Muskeln, die wir verkürzen, zum Beispiel der Masseter, der verbunden ist mit dem Temporalis Muscle, der sozusagen dir Kopfschmerzen bereitet, dein Gesicht sozusagen einfällt. Es hat ja einen Rieseneinfluss auf wie du aussiehst und wie du dich fühlst, weil Spannung fängt auch oftmals im Gesicht an und wenn du das löst, fühlst du dich auch danach eigentlich entspannter, was eigentlich so mein trojanisches Pferd ist bei Face Yoga, weil oftmals kommen alle zu mir und wollen einfach schöner aussehen, aber sie fühlen sich danach auch wirklich entspannter.
[Nils Behrens]
Ich finde das ganz interessant. Ich hatte hier Anfang des Jahres ein Gespräch mit einer Dermatologin, die sagte, dass eigentlich die Zornesfalte ein richtig cooles Sixpack ist.
[Anastasia Goron]
Ja, absolut. Also ja, wie man sieht. Es ist auf jeden Fall mehr oder weniger ein Sixpack, aber eins, was wir nicht wollen.
Und oftmals auch, wenn man im Internet irgendwie sieht, okay, let's work out our face, das ist ein falscher, nicht so wirklich richtiger Ansatz, weil vor allem dort wollen wir nicht unser Gesicht beanspruchen, trainiert haben. Wir wollen auch nicht den Masseter Muskel anspannen. Also das sind so Muskelgruppen, die wir eigentlich eher wieder entspannen wollen.
[Nils Behrens]
Die werden schon genug trainiert.
[Anastasia Goron]
Ganz genau.
[Nils Behrens]
Sehr gut. Was würdest du sagen, wenn jemand sagt, ich habe einfach schlechte Gene, wie viel Einfluss haben die wirklich?
[Anastasia Goron]
Das finde ich ist ein bisschen so eine Ausrede, um ehrlich zu sein. Klar, wir sind alle irgendwie aus einem verschiedenen Genpool sozusagen, aber so verschieden sind wir nun eigentlich auch nicht. Und man kann wirklich viel mit seinem Lebensstil machen und mit seinen Gewohnheiten, weil ich sage auch immer, das Gesicht, was du gerade trägst, ist eigentlich das Ergebnis deiner Gewohnheiten, deiner tagtäglichen Gewohnheiten.
Wie du isst, wie du sitzt, wie du durch den Tag läufst, was du für Gedanken hast, wie du atmest, mit wem du sozusagen die ganze Zeit zu tun hast, wer dich stresst, das hat alles eine Auswirkung, wie du aussiehst, wie deine Muskelgruppen oder wie dein Gesicht auch sozusagen auf deine Außenwelt reagiert. Und dementsprechend kannst du auch viel kontrollieren, beziehungsweise viel auch anpassen. Und das finde ich auch das Tolle daran, dass natürlich geht es nicht von einem auf den anderen Tag, weil es hat Jahre gedauert, dein Gesicht so zu gestalten, wie es halt jetzt gerade ist.
Aber es hat auch einen empowering Effekt, finde ich, weil man eigentlich seine Hände benutzen kann und damit an seinem Gesicht und an seinem Körper vor allem auch arbeiten kann. Das nennt man ja auch Epigenetics. Also man kann viel an den Genen verändern, sie anschalten und ausschalten.
Ich bin da jetzt nicht der Experte, aber es fällt in diese Thematik mit rein.
[Nils Behrens]
Naja, aber du hast ja im Grunde genommen eigentlich auf deinem Account auch mal deine Historie geteilt. Das heißt also, du hattest ja sehr schlechte Haut.
[Anastasia Goron]
Absolut.
[Nils Behrens]
Also schlechte Haut auch im Sinne von Akne und anderen Themen. Und du hast es ja, das ist ja so absurd, wenn man sich darüber nachdenkt. Ich meine, der Professor Steinkraus, ein sehr bekannter Dermatologe aus Hamburg, der sagt immer, die natürlichen zehn Feinde der Haut sind die zehn Finger.
Das heißt also, es ist nicht schlimmer, als wenn man sich mit den Fingern ins Gesicht geht. Aber du machst ja genau das andersrum.
[Anastasia Goron]
Das ist ein sehr guter Punkt. Übrigens ja wirklich Shoutout zu Dr. Steinkraus. Wir haben letztes Mal auch darüber gesprochen.
Er war der Erste, der wirklich meine Akne in den Griff bekommen hat. Und ja, wenn man mich jetzt sieht, dann würde man niemals irgendwie denken, okay, ich hatte schlechte Haut.
[Nils Behrens]
Das sagt man bei mir schon eher, weil bei mir sind die Narben geblieben.
[Anastasia Goron]
Ja, also ich hatte wirklich Glück vielleicht. Aber es ist wirklich so ein Rieseneinfluss in dein Selbstbewusstsein, wie du durch den Tag gehst. Und deswegen kam ich überhaupt auf das Thema, weil es mich so psychologisch mitgenommen hat.
Und nicht nur die Akne, weil wenn man dann Akne hat, dann trocknet man sie aus, dann hat man frühzeitige Fällchen und dann fängt dieser Teufelskreis an. Und nochmal, um auf deine Frage zurückzukommen, zu den Fingern. Genau das ist der Punkt und genau das ist der Fehler.
Wir haben Angst, unser Gesicht anzufassen. Wir sind so damit irgendwie beschäftigt, Sport zu machen, Yoga zu machen, Massagen zu machen am Körper. Und dann ab der Halslinie hört es auf und wir tasten uns nur seichter in unser Gesicht ran.
Und nur die sanftesten Cremes und dann, wenn die Falten anfangen, geht es mit der Injektion, Spritze und direkt wirklich hart ins Gewebe rein. Wenn man aber weiß sozusagen um die Anatomie des Gesichts und vielleicht kommen wir auch nochmal dazu, aber es gibt sowas, das heißt piezoelectric effect. Wenn du durch Druck und das passiert auch am Körper, wenn du durch Druck und durch Massage und durch manuelle Techniken zum Beispiel in den Muskel oder in die Faszien einarbeitest oder sogar in den Knochen, dann A, reminalisiert sich dieser Knochen.
Zweitens kommen die Fibroblasten, ich glaube das heißt so auf Deutsch, also Fibroblasts, gehen dann in diese Stellen, wo du halt manuell reingegangen bist und es bildet sich Kollagen. Jetzt nicht unglaublich viel, aber es ist auf jeden Fall ein toller Effekt und man muss es halt nur richtig machen. Und viele haben auch Angst, wenn ich Face Yoga anfange, dann fängt meine Haut an zu schlaff zu werden, weil ich sie irgendwie ausdehne.
Nein, ganz im Gegenteil, also klar wir sollen jetzt nicht so an der Haut ziehen, aber bei Face Yoga geht es auch eher darum, dass man wirklich tief in die Faszien reingeht, weil dieses Fasziennetz kann verkleben, vertrocknen und unelastisch werden und genau das bildet eigentlich dann diese Struktur, die dann sozusagen Falten bildet, wo dann wirklich keine Blutzirkulation, keine Lymphe fließen kann und das ist dann sozusagen, was den Alterungsprozess verschnellert.
[Nils Behrens]
Ich finde diese Polsteranalogien wirklich sehr, sehr gut, weil wenn ich mir jetzt so vorstelle, auch gerade das Thema beim Bett und der Überdecke zum Beispiel, weißt du, wenn du das Bett nicht machst und einfach nur die Überdecke drauf haust, dann sieht die Überdecke auch nicht gut aus.
[Anastasia Goron]
Hundertprozentig.
[Nils Behrens]
Weil wenn du dich vorher darum kümmerst, dass alles was da drunter ist irgendwie ordentlich ist und dann die Überdecke drauf machst, dann kannst du das auch wirklich vernünftig glatt streichen.
[Anastasia Goron]
Apropos Decke, ich liebe diese Analogie auch, weil man kann sich das Faszienkleid, was tatsächlich von unserer Fußsohle bis zu unserem Kopf hin ein einziges Faszienkostüm ist und du kannst dir das genauso vorstellen bei einer Matratze. Wenn du an einem Ende ziehst, ziehst das andere oben mit. Das heißt, das ist auch so interessant, und da kommen wir auch zu den richtigen Ursachen eigentlich, woher das Ganze kommt.
Wenn du zum Beispiel Verspannungen hast im Brustkorb oder wir alle so durch die Gegend laufen, also für alle, die jetzt zuhören, den Brustkorb eingeschränkt und die Schulter nach unten, das hat oftmals was mit dem Selbstbewusstsein zu tun oder einfach mit vielen psychologischen Techniken, wie man sich fühlt. Also long story short, wenn man so durchs Leben läuft, was passiert? Das Faszienkleid zieht an deinem Gesicht und langfristig zieht es dir sozusagen runter.
Das heißt, alles ist miteinander verbunden und einfach nur eine Creme unter die Augen zu tun, wird es nicht tun, weil oftmals die Ursache woanders liegt.
[Nils Behrens]
Ja, dann lass uns doch mal wirklich genau darüber sprechen. Wo siehst du den größten Unterschied zwischen Face Yoga und der klassischen Anti-Aging-Methoden?
[Anastasia Goron]
Ja, also in der westlichen Welt vor allem und diesen ganzen klassischen Anti-Aging-Methoden sieht man immer sozusagen, erstens, wir wollen Quick-Fixes. Wir wollen schnell irgendwas erreichen, wir spritzen uns in den Muskel, der die Falte bildet, sozusagen ein Toxin und dann entspannt der Muskel und dann haben wir das Problem gelöst. Aber wir gucken uns das Ganze natürlich dann nicht holistisch an.
Also die westliche Medizin ist dann immer sozusagen eher symptomatisch und punktuell da, wo es gerade irgendwie ein Problem gibt, aber sie schaut eigentlich nicht holistisch drauf. Zum Beispiel, wenn man sich dann anfängt, irgendwie ein Facelifting zu machen oder sich irgendwie das Fett im Doppelkinn abzuspritzen, dann ist es kurzzeitig mal gut, aber man hat überhaupt nicht die Ursache bearbeitet. Das ist so, als ob man irgendwie einen Riss in der Wand hat und darüber einen Aufkleber klebt und dann denkt, oh, man sieht es nicht, man hat alles jetzt geregelt, aber der Riss ist immer noch da und der Riss wird wahrscheinlich auch noch größer.
Und weil halt auch die westliche Medizin eigentlich gar nicht schaut, woher das Ganze kommt. Zum Beispiel bei Augenringen kann es sehr gut sein, dass du vielleicht einfach nur eine Verspannung im Rücken hast, deine Faszien verklebt sind oder dein, wie sagt man, dein Scalp, wie sagt man das auf Deutsch? Deine Kopfhaut verklebt ist und sozusagen gar nicht elastisch ist und dementsprechend halt keine Bewegung, keine Blutzirkulation so richtig durchlässt.
Und das holistisch mal anzuschauen, was eigentlich ja logisch ist, wenn man die Sofa-Analogie wieder nimmt, vergessen viele und das ist sozusagen das, was eigentlich so, weiß ich nicht, so banal klingt, aber wir das oftmals übersehen.
[Nils Behrens]
Ich finde es wirklich so faszinierend, also man kann es natürlich jetzt im Podcast vielleicht nur bedingt sehen, aber das Faszinierende ist ja bei dir, wenn du deine Kopfhaut, also deinen Haarschopf sozusagen bewegst, sieht das ja aus, als ob du eine Perücke hättest, so beweglich ist der sozusagen. Das heißt also, man kann wirklich so, da sieht man immerhin, wie wenig verklebt das bei dir ist und wie normal das dann idealerweise sein sollte und wie wenig das bei anderen geht. Gibt es denn aus deiner Sicht eine Übung, ich weiß, du hast diese Frage, weil ich sie dir schon häufiger gestellt habe, aber trotz allem, ich versuch's nochmal, bei der du sagst, wenn du nur diese eine machst, verändert sich schon sichtbar etwas?
[Anastasia Goron]
Ich hab mir natürlich dann auch ein bisschen Gedanken gemacht, als du mir mal diese Frage gestellt hast und wenn man wirklich auf ein oder zwei Übungen gehen sollte, dann würde ich sagen, die Position der Zunge zum einen, wenn jetzt die Zuhörer überhaupt nichts wissen und kurz mal innehalten und mal entspannen und die Frage gestellt bekommen, wo liegt gerade die Zunge in ihrem Mund? Liegt sie unten oder oben am Gaumen? Für alle, die die Zunge gerade oben am Gaumen haben, das ist die richtige Position.
Denn sozusagen, was dann passiert ist, man atmet richtig, man atmet nämlich dann durch die Nase, das hat einen Riesenimpact auf dein Immunsystem, wie du durchs Leben läufst, wie auch deine Kontur, deines Gesichts sich formt, denn wenn die Zunge sozusagen am Gaumen liegt, dann tendierst du dazu oder automatisch atmest du eigentlich eher durch den Mund und das haben auch viele Kinder, die zum Beispiel vielleicht eine zu kleine Palette haben, also sozusagen so einen Mundbogen, wo die Zunge gar nicht richtig reinpasst und dementsprechend werden sie gezwungen, durch den Mund zu atmen und im Laufe des Lebens sieht man einfach, wie sich das Gesicht super krass verformt und man kann eigentlich nur durch diese Übung, in Anführungszeichen, indem man die Zunge gegen den Gaumen drückt, man kann sie auch aktiv gegen den Gaumen drücken und dann sozusagen merkt man sogar, wie sich diese Unterpartie unter dem Kinn anspannt, sehr viel für seine Kontur des Gesichts tun und für sein Immunsystem.
Also deswegen, lange Rede, kurzer Sinn, die eine Übung, die man auf jeden Fall auch, die keiner sieht, man kann es in der Bahn machen, man kann es im Office machen, egal wo man ist, weil es keiner sieht, einfach mal schauen, okay, wo liegt meine Zunge und sie paar Mal wirklich gegen den Gaumen drücken. Das ist eine super Technik, würde ich sagen.
[Nils Behrens]
Ja, hast du noch eine?
[Anastasia Goron]
Ja, absolut. Also, und das ist die Banalste und das ist halt das Coolste beim Yoga, weil wenn man manchmal auch vielleicht meinen Account bei Instagram sieht, man denkt dann sich immer so, okay, das sind ja irgendwie so super easy Übungen, was soll denn da irgendwie in meinem Gesicht passieren, aber wirklich eigentlich lächeln, weil wenn man lächelt oder wenn man positiv durchs Leben läuft, ziehen alle Mikromuskeln mit und man hat nicht nur einen Impact auf das Gesicht, was sozusagen dann automatisch leicht nach oben zieht, sondern einfach auch psychologisch gesehen passiert da auch was. Wir haben ja auch mal darüber gesprochen, wenn man sich so einen Stift in den Mund legt und automatisch dann sozusagen für zwei, drei Minuten lacht oder lächelt, gibt es Studien zu, dass du dich einfach danach besser fühlst.
Das ist wie so eine Power-Pose für dein Gesicht. Also auch wenn man so schwer es manchmal auch klingt in düsteren Situationen, selbst wenn man fake einfach in den Spiegel lacht, zwei bis drei Minuten, es wird sich was verändern.
[Nils Behrens]
Ja, gibt es tatsächlich eine ganz spannende Studie zu, wo sie genau diese Stift-Geschichte auch gemacht haben. Das ist wirklich eine signifikante Änderung. Ich habe da tatsächlich bei mir im Buch auch dieses Experiment beschrieben, das quasi für mich immer ein gutes Beispiel für das Thema Embodiment ist.
Also von daher, ja, sehr, sehr spannend. Was würdest du sagen, wie schnell man realistische Veränderungen sehen kann? Also jetzt mal losgelöst von den beiden Übungen, die wir jetzt gerade besprochen haben, sondern wenn man jetzt einfach mal so eine wirklich anfängt, eine Face-Yoga-Routine zu machen.
Wie lange würdest du sagen, sollte man es denn? Also wenn du jetzt mal sagst, okay, eine Routine, die auch wirklich was bringt. Guck mal, es wäre jetzt so, wenn ich sage, du geh jeden Tag drei Minuten joggen, dann wirst du schon was merken, wirst du sagen, nein.
Aber geh jeden zweiten Tag eine halbe Stunde joggen, dann wirst du ja einen Effekt irgendwann haben. Also wie lang, würdest du sagen, ist die Minimum-Zeit? Wie lang ist die Optimum-Zeit und wann sieht man den Effekt?
[Anastasia Goron]
Ja, das ist eine super Frage, die kriege ich auch oft gestellt. Also oftmals kommt es natürlich immer darauf an, was man sozusagen als Ergebnis sehen möchte. Wenn man zum Beispiel morgens irgendwie ein bisschen puffy, aufgedunstend aufsteht, nach irgendwie einem salzigen Abendessen, dann kann man relativ schnell mit ein paar Handgriffen, also 10 bis 15 Minuten, wenn man weiß, wie der Lymphfluss im Körper läuft, dann muss man auch holistisch angehen.
Also nicht nur im Gesicht, sondern auch tatsächlich den Körper aktivieren, dann kann man da tatsächlich kleinere Ergebnisse auch schon nach der ersten Session sehen. Also Lymphatic Drainage ist da ein Riesenthema, das sieht man eigentlich relativ schnell. Das heißt, man bekommt diese Schwellungen aus dem Gesicht relativ schnell.
Weil das ist einfach nur Wassereinlagerung, die man sozusagen dann bewegt. Und Lymphflüssigkeit bewegt sich nur, wenn du dich bewegst oder sie bewegst. Wenn du aber zum Beispiel bestimmte starke Fältchen wegkriegen willst, dann dauert das auf jeden Fall, weil dieser Muskel muss langfristig entspannt werden und auch deine Mimik und Gestik muss sich erstmal sozusagen verändern oder wie so ein Reset-Muster passieren, weil du dich ja auch daran gewöhnt hast, wie du dich ausdrückst, wie du sprichst.
Und oftmals merkt man das gar nicht, dass man einfach entspannt vorm Handy sitzt und dann die Zornesfalte aktiviert. Das wirst du aber nach, ich würde sagen nach sechs Wochen ungefähr oder vier bis sechs Wochen, wirst du einfach ein Gespür dafür kriegen, was sich in deinem Gesicht bewegt, wenn du mit Face Yoga anfängst. Das ist wie so ein Bewusstsein für dein Gesicht schaffen.
Und das hat dann nicht nur eine Auswirkung auf deine Falten, sondern auch auf deine Kommunikation, weil du einfach verstehst, wie du auf andere wirkst, wenn du sprichst. Dann gibt es auch noch das Thema Gesichtsasymmetrien. Wenn zum Beispiel eine Seite etwas nach unten zieht oder dass eine Auge leicht hängt oder die Nase irgendwie ein bisschen nach rechts oder links zieht.
Das sind ja auch Muskelgruppen, die angespannt sind und sozusagen dann in deinem Gesicht, sozusagen dein Gesicht mitziehen. Das dauert auf jeden Fall etwas länger. Das würde ich sagen, sind ein paar Monate, die du da auf jeden Fall investieren sollst.
Und natürlich denken sich dann die Leute, oh Gott, ein paar Monate und dann nur so kleine minimale Ergebnisse. Aber du kannst es wirklich sehen wie so ein Haus, was du aufbaust und dann wirklich da irgendwie das Fundament schaffst und es langfristig wirklich unglaublich tolle Ergebnisse gibt und natürliche Ergebnisse, weil du siehst nicht anders aus wie jemand anderes durch Plastic Surgery, sondern du siehst aus wie die beste Version deiner selbst und du gewinnst noch dein Bewusstsein. Und wie lange das dauert pro Tag?
Tatsächlich 10 Minuten maximal und dann, wenn man es kann. Da ist auch die Devise, lieber konstant dranbleiben, selbst wenn es 3 bis 5 Minuten am Tag sind. Natürlich wirst du dann nicht so schnell Ergebnisse sehen, als wenn du irgendwie 15 Minuten das am Tag machst.
Aber es braucht jetzt auch nicht eine Stunde und du kannst es ja tatsächlich irgendwie in deinen Tag integrieren, nach dem Zähneputzen oder selbst ein paar Übungen machen im Office.
[Nils Behrens]
Was würdest du sagen, sind die häufigsten Fehler, die Menschen beim Face Yoga machen?
[Anastasia Goron]
Die häufigsten Fehler bei Face Yoga sind tatsächlich diese Übungen, die man auf Instagram sieht, wo man tatsächlich den Muskel anspannt, ohne zu wissen, dass man ihn danach eigentlich auch holistisch wieder entspannen muss. Das heißt, wenn du diese Anspannung da reinkriegst, das ist langfristig einfach kontraproduktiv, das ist genau das. Das ist sogar eigentlich noch schlimmer, als die Haut zu ziehen, weil du einfach den Muskel in so eine Daueranspannung bringst und dann dementsprechend halt die Haut Fältchen legt irgendwann mal.
Das ist sozusagen der größte Fehler. Dann auch noch so eine Sache, dass ich Leute sehe, die einfach Übungen machen, ohne ihre Haltung mit einzubeziehen, weil die Haltung ist wirklich das A und O. Dein Hals, deine Haltung, wie du eigentlich sitzt, beeinflusst unglaublich viel, auch im Alltag.
Und dementsprechend, wenn du wirklich mit Schultern so Face Yoga machst, bringt das überhaupt gar nichts. Das ist so, als ob du auf die Treadmill gehst und währenddessen Burger isst.
[Nils Behrens]
Ja, ich hätte noch einen Punkt dazu gebracht, weil es ist ganz lustig, wir waren mal abends essen und dann hast du mir von einer Übung erzählt und dann habe ich die einfach mal spontan im Restaurant ausgeführt. Also ungewaschene Hände, damit irgendwas zu starten. Es hat auch einen bleibenden Effekt gehabt.
Es hat wirklich ein paar Tage gedauert, bevor das, was ich da bearbeitet habe, sich wieder zurückgebildet hat. Von daher klingt das irgendwie komisch, weil meine Hände jetzt scheinbar beim Essen sind. Aber nichtsdestotrotz, man sollte schon darauf achten, dass das immer gut gereinigt ist.
[Anastasia Goron]
Ach, hundertprozentig. Ich habe wirklich so eine Marotte, ich fasse mir wirklich nie ins Gesicht, wenn meine Hände nicht gewaschen sind.
[Nils Behrens]
Hände und Gesicht wahrscheinlich. Das kann auch sein. Das, was man über den Tag im Gesicht hat.
Ja, also auf jeden Fall ist das eine schlechte Idee. Du sprichst aber viel über Lymphfluss und Durchblutung. Was ist das konkret für unsere Hautqualität?
[Anastasia Goron]
Das sind zwei Systeme, die unglaublich wichtig sind für unsere Schönheit. Und das ist genau das. Das ist dein Leben unter der Haut.
Wenn das nicht funktioniert, dann kann die teuerste Creme überhaupt nichts ausrichten. Zum einen Blutzirkulation. Das ist, wie die Nährstoffe in deine Haut eingeschleust werden, wie rosig deine Haut aussieht, wie gesund sie eigentlich ist, weil die Durchblutung einfach auch Prozesse in Gang gesetzt werden, um deine Haut vital zu halten.
Der Lymphfluss in deinem Körper, das habe ich auch schon eben gerade angesprochen, oder Lymphflüssigkeit ist dafür da, um dein Immunsystem in Gang zu bringen. Das Interessante aber ist, bei der Blutzirkulation passiert es durch das Herz. Also ist unser Blut zirkuliert, mehr oder weniger.
Der Lymphfluss natürlich auch irgendwo. Aber die Lymphflüssigkeit bewegt sich eigentlich nicht, wenn du dich nicht bewegst. Das heißt, wenn du aktiv nicht irgendwie durch Muskelkontraktion, durch Massagen oder durch Bewegungen, durch den Alltag gehst oder aktiv da auch irgendwie was dran machst, dann stagniert das irgendwann mal und läuft in Bereiche rein in dein Gesicht oder in deinem Körper, die du eigentlich gar nicht haben möchtest.
Und dementsprechend hast du dann bestimmte Auswirkungen wie so ein puffy face oder eher gräuliches Gesicht und ein bisschen so Müdigkeit im Gesicht. Und deswegen ist Lymphflüssigkeit und Blutzirkulation das A und O und ist wirklich das, was wir eigentlich durch Face Yoga anregen möchten.
[Nils Behrens]
Sehr gut, sehr gut. Würdest du sagen, wenn wir jetzt von innen nach außen denken, welche Nährstoffe sind aus deiner Sicht zentral für eine gesunde strahlende Haut?
[Anastasia Goron]
Ja, also das ist auch wieder dieses Thema von innen nach außen. Das ist natürlich in meiner Sicht eigentlich viel wichtiger, denn für mich ist Gesundheit Schönheit. Und wenn wir über Nährstoffe sprechen, dann auf jeden Fall Vitamin C, denn das ist unglaublich wichtig, um Kollagen zu bilden.
Dann Omega 3, damit die Zellen geschmeidig bleiben. Vitamin D, wo wir auch schon oftmals ein Gespräch hatten, dass wir vor allem in den nördlichen Hemisphären einfach Defizite haben, also Vitamin D-Mangel, das nicht nur auf deinen Mood oder wie sagt man das, auf dein Gemüt sich schlägt, sondern auch auf Prozesse in deiner Haut, in deinem Knochen und im Alterungsprozess natürlich. Also deswegen würde ich sagen, das sind auch solche Sachen, die jeder nehmen kann, würde ich sagen.
Und auch irgendwie ein super Go-To-Allrounder. Also Omega, Vitamin C, ich glaube Vitamin C dann in der Kombi, da weißt du aber glaube ich mehr als ich mit irgendwas anderem noch wahrscheinlich.
[Nils Behrens]
Aber ja, grundsätzlich ist das auf jeden Fall schon mal eine sehr gute.
[Anastasia Goron]
Und ja, genau, Vitamin D auf jeden Fall.
[Nils Behrens]
Ja, ich bin ja ein persönlicher ganz großer Fan und ich glaube, dass du es auch dabei hast, gerade jetzt, wenn man hier in der Sonne ist, von Astaxanthin.
[Anastasia Goron]
Love it!
[Nils Behrens]
Und das ist ja im Grunde genommen eigentlich auch ein Antioxidant, muss man ja sagen.
[Anastasia Goron]
Ja, ich liebe das. Also das ist, natürlich sollte man sich immer eincremen, vor allem wenn man hier im schönen Kreta ist und unter der Sonne liegt oder sitzt oder geht. Aber Astaxanthin ist ein super, wie du gesagt hast, Oxidant und man sagt sogar oder man sagt ihm nach, dass das wie so ein Sonnenschutz von innen ist.
Also es ist sozusagen nochmal ein zusätzlicher Schutz und der die Zellen gesund hält, der den Alterungsprozess verlangsamt. Das ist dieses super rote oder orangene Öl, was man auch in Flamingos sieht. Also diese Flamingos, die dann sozusagen den Fisch essen, der dann diese rote Farbe hat.
Das ist dann sozusagen dieses schöne...
[Nils Behrens]
Ja, Flamingos haben die Farbe von Flusskrebse und Lachse.
[Anastasia Goron]
Ganz genau, ganz genau.
[Nils Behrens]
Und Flamingos kriegen ja auch keinen Sonnenbrand.
[Anastasia Goron]
Astaxanthin ist sowas, das kennt eigentlich fast keiner. Kann kaum einer aussprechen. Ja, konnte ich auch nicht, um ehrlich zu sein, für längere Zeit.
Aber also highly recommend und highly underrated.
[Nils Behrens]
Ja, ich würde sagen, ist auf meiner Top-Überraschungssupplementliste auf Nummer zwei, muss man wirklich so sagen.
[Anastasia Goron]
Was ist Nummer eins? Kreatin.
[Nils Behrens]
Kreatin, natürlich. Also überraschend vom Effekt her, muss ich sagen. Mittlerweile kein Insider mehr.
Aber nichtsdestotrotz ist es für mich einfach wirklich der größte Gamechanger. Aber ich habe das schon hundertmal in diesem Podcast erzählt, das erzähle ich jetzt nicht nochmal, weil ich so ein Kreatin-Fan bin, aber bin ich. Aber wo wir jetzt schon in dieser...
Ich meine, Kreatin ist ja bekannt worden, eher in dieser Bodybuilder-Ecke. Und wir reden ja hier ganz viel über das Thema Muskulatur. So, und jetzt ist für mich eine Frage, spielen Proteine dann auch da eine Rolle für dich sozusagen, als jemand, der Face-Yoga propagiert?
[Anastasia Goron]
Hundertprozentig. Also ich bin natürlich kein Ernährungsexperte, aber mein Basic-Wissen darüber ist auf jeden Fall. Also Proteine sind unglaublich wichtig, um Kollagen zu bilden für deinen Haarwuchs, für deine Schönheit, für eigentlich alles.
Also für die Muskeln, für den Muskelaufbau und natürlich dementsprechend auch für die Muskeln im Gesicht. Also wenn man Proteine nimmt oder sich proteinreich ernährt, dann hat das natürlich... Man kann ja nie sagen, wo das Protein ankommt.
Also das Protein kommt meistens auch da an, wo es eigentlich am meisten gebraucht wird im Körper. Dann vielleicht oftmals nicht, leider im Gesicht oder in den Haaren. Aber auf jeden Fall super, super wichtig.
[Nils Behrens]
Was kann man konkret im Alltag tun, um die körpereigene Kollagenproduktion zu unterstützen?
[Anastasia Goron]
Also neben Supplements, auch wenn zum Beispiel die Studienlage da so ein bisschen noch nicht so hundertprozentig ist, ich persönlich liebe Kollagen auch einzunehmen, aber man kann auch von außen sozusagen die Kollagenproduktion etwas anregen. Genau durch diesen Piezoelectric-Effekt, wenn man durch manuelle Massagen die Fibroblasten aktiviert und dementsprechend dann auch die Kollagenproduktion. Natürlich wird man nicht aussehen wie mit zwölf, aber es ist ein richtig cooler Effekt, dass man das überhaupt weiß.
Das hat auch einen riesen Impact auf die Knochenbildung, weil nicht nur Muskelmasse geht verloren im Alter, sondern auch die Bone Density, also Knochendichte. Und die ist auch durch diese manuelle und mechanische Aktivierung kann sich sozusagen ein Knochen remineralisieren. Und genau das passiert.
Und das finde ich eigentlich voll cool und auch irgendwie total empowering, dass man das in seine eigenen Hände nehmen kann.
[Nils Behrens]
Finde ich auch, total. Jetzt kommen wir mal zu so einem Klassiker-Frage. Wie stark beeinflusst denn Stress und Emotionen unser Gesicht?
Du hast es so ein bisschen schon reingebracht, aber würdest du schon wirklich so sagen, dass jemand, der sehr viel Stress hat, dass du dem, wenn der jetzt bei dir, du machst ja sehr selten One-on-One, aber trotzdem würdest du jetzt sagen, dass du das dem ansiehst?
[Anastasia Goron]
Absolut. Also ich liebe in Gesichter schauen und ich liebe auch in authentische Gesichter schauen. Und man kann so viel in einem Gesicht auch sehen.
Und das ist auch oftmals vielleicht auch bei Menschen, die oftmals vielleicht in ihren jüngeren Jahren ultra attraktiv waren, sieht man ihnen halt auch oftmals an, was für ein Mensch sie waren. Denn ich liebe diese Analogie, dass man sich wirklich durch seinen Geist und wie man sozusagen durchs Leben geht, sich einfach attraktiver machen kann, wenn man ein guter Mensch ist. Wenn man super attraktiv ist in seinen Zwanzigern, aber eigentlich von innen heraus ein super garstiger Mensch war, dann sieht man dem das irgendwann mal an und man spürt es auch.
Man sieht es wirklich in Gesichtszügen, in bestimmten Muskelgruppen. Und dann gibt es aber Menschen, die vielleicht in ihren Twenties, würde ich sagen, average looking waren, aber dann vielleicht, wenn das so süße Omis werden, so unglaublich toll aussehen, weil das einfach tolle Menschen waren.
[Nils Behrens]
Ja, so Lachfalten finde ich. Ich finde Lachfalten sind ja wirklich, für mich sind es sehr attraktive Falten, ehrlich gesagt. Absolut.
Und von daher, ich finde das tatsächlich einen wichtigen Punkt.
[Anastasia Goron]
Ich bin auch überhaupt nicht anti-Falten. Ich will mich nicht mit 50 und 60 auszusehen wie mit 20, sondern mein Ziel ist es, egal wann, die beste Version seiner selbst in seinem Alter und authentisch auszusehen. Und nicht so auszusehen wie jemand anderes, sondern wirklich wie man selbst.
Weil oft sieht man auch irgendwie Schauspielerinnen, die vielleicht nicht super attraktiv sind, vor allen Dingen auch ältere Schauspielerinnen, also aus den alten Generationen, die noch nicht so Plastic Surgery machen konnten und trotzdem als Schönheitsikonen galten, weil sie einfach aus sich selbst diese Persona geschaffen haben.
[Nils Behrens]
Ich weiß genau, was du meinst. Ich fand das ganz interessant. Ich hatte gerade neulich eine Talkshow gesehen und da hatte der eine von den Männern auch sehr viel Botox im Gesicht.
Und dann sind das auch so, der auch noch ein politisches Amt hatte, das ist dann schon auch ein bisschen komisch, wenn das dann so versteinerte Gesichter sind, muss man sagen.
[Anastasia Goron]
Absolut.
[Nils Behrens]
Ganz abgesehen davon, dass ich es auch in der Schauspielerei wirklich wahnsinnig schwierig finde. Ich finde, da sind echt so einige die diese Mimik dann einfach auch verloren haben.
[Anastasia Goron]
100 Prozent. Wir sind ja auch, wie sagt man, wir sind ja auch eigentlich natürliche Kreaturen, die durch Mikrobewegungen sich verständigen. Und vor allen Dingen bei Politikern, das finde ich halt so krass, oder auch bei Schauspielern, da geht die Authentizität flöten, weil man einfach im ersten Blick sieht man, oh, ein faltenfreies Gesicht, wunderschön, aber auf den zweiten Blick wirklich sinkt das Vertrauen.
Da gibt es auch mittlerweile Studien zu, dass man einfach nicht weiß, okay, kann ich dieser Person 100 prozentig vertrauen? Ist da irgendwas, was ich jetzt so nicht sozusagen deuten kann? Lacht die mich wirklich an?
Und das hat auch einen riesen Impact auf unsere Kommunikation.
[Nils Behrens]
Ich finde es ganz interessant, weil du Schauspieler auch sagst, faltenfrei, Arnold Schwarzenegger zum Beispiel, ist ja alles andere als faltenfrei mittlerweile. Und trotzdem, ich hatte jetzt eine der letzten Netflix-Serien da mit ihm dann so gesehen und er hat quasi jetzt sozusagen das, was er an Falten hat, einfach jetzt lahmgelegt. Und auch das ist irgendwie strange, muss man wirklich so sagen.
Lass uns doch mal jetzt, damit unsere Hörer zum Abschluss mal so eine kleine Idee haben, wenn man heute starten würde, was würde eine einfache, realistische 10-Minuten-Routine aussehen? Du kannst sie natürlich jetzt hier in erster Linie nur beschreiben, weil der Großteil der Leute wird sich jetzt das Video nicht anschaut. Aber wir könnte so ein Start in den Tag aussehen?
[Anastasia Goron]
Ja ich kann die Leute da so ein bisschen durchführen und vielleicht auch ein paar Übungen mitgeben, die gar nichts oftmals mit dem Gesicht zu tun haben, aber einen riesen Impact für das Gesicht haben. Zum Beispiel, wenn wir aufstehen und wie wir über den Lymphfluss gesprochen haben, der ist dann erst mal stagniert. Dann sehen wir vielleicht ein bisschen aufgedunsten aus oder da hat man noch das Kissen halb noch im Gesicht, in der Haut kleben.
Und um das wegzukriegen, kann man mit Lymphatic Drainage starten. Also da kann man sich dann die Ohren massieren. Das ist dann sozusagen ein riesen Impact auch.
Wie man es macht, wenn man durch die Ohren knetet oder sich um die Ohren...
[Nils Behrens]
Also nicht nur die Läppchen, sondern ruhig alles.
[Anastasia Goron]
Genau, man kann dran ziehen, man kann sie kneten. Und es ist auch am Anfang unangenehm. Das Gesicht wird etwas röter und die Ohren vor allem, aber du aktivierst Blutzirkulation und auch den Lymphfluss.
Dann kannst du sanfte Nacken-Stretches machen, um sozusagen den Lymphfluss auch zu aktivieren, weil, was auch sehr, sehr wichtig ist ist, im laufe des Schlafs gibt es das heißt glymfatic system wo das Geehirn sozusagen so ein Detox durchläuft. Und wenn diese Flüssigkeit dann nicht wirklich abtransportiert wird, dann stagniert sie irgendwo und das ist dann auch nicht gesund langfristig. Deswegen kann man diese Lymphflüssigkeit, die Lymphatic Flüssigkeit durch sanfte Nacken-Stretches etwas runterfließen lassen.
Und dann, was wirklich eigentlich banal ist, aber wirklich so... Man kann sich das vorstellen wie so ein Wasserglas, das man selbst ist. Das ist wie Sand.
Wenn sie nicht bewegt wird, dann bewegt sich diese Sandschicht auch nicht mit. Wenn man aber das Glas anfängt an zu vibrieren, dann bewegt sich dieser Sand unten natürlich mit. Und das kannst du dann so sehen, so ein bisschen wie deine Toxine, die dann sozusagen erst mal freigelassen werden.
Und du kannst das aktivieren durch Stampfen in den Boden, durch deine Fußsohlen oder du kannst auch sehr, sehr so nicht hoch, sondern wirklich stumpf, wie, damit du Vibrationen in deinen Körper kriegst, kannst du 100 Mal sozusagen so Small Jumps machen. Also 100 Sprünge, die wirklich banal klingen, aber einen riesigen Impact haben auf dein Gesicht, auf deinen Gemütszustand und du wirst einfach merken, es kommt alles in Wallung und in Bewegung. Das ist eine super Technik, um in den Tag zu starten.
[Nils Behrens]
100 Sprünge?
[Anastasia Goron]
Ja genau, 100 Sprünge.
[Nils Behrens]
Das ist ja auch so ein Instagram-Trend mit der Zeit lang mal gewesen.
[Anastasia Goron]
Also das ist schon seit sieben Jahren bei uns bei All You Can Face eine Technik und mittlerweile genau, Springenleute machen Lymphatic Activations. Was kann man noch machen? Das haben wir mal auch zusammen mal gemacht.
Riesig wie so, man kann sich das vorstellen wie so ein Löwe, der morgens aufsteht und dann gähnt, weil er dann dementsprechend halt seinen Kaumuskel entspannt, den wir oftmals in der Nacht anspannen, indem man riesig wie so ein Löwe in den Spiegel sagt, als ob man gähnt. Und so groß es geht, dann aber sich den Spiegel angucken, schauen, dass man keine Falten in der Stirn wirft, eine offene und gerade Haltung hat und das dann vielleicht 20 Mal in den Spiegel sagen. Das klingt super, manchmal lustig, und dann sich vielleicht auch noch mal als kleinen Tipp irgendwas tolles raussuchen, was man an sich mag, weil dann guckt man sich an, man findet sich irgendwie auf eine Art und Weise toll und man kann sagen, wow, wow, wow.
[Nils Behrens]
Also ein bisschen wie in Zeitlupe, wenn wir alles bewegen.
[Anastasia Goron]
Genau, und das ist ein super Start in den Tag, weil man dann tatsächlich irgendwie alles langsam in Wallung bringt und wenn man dann in den Tag startet, merkt man einfach, wie alles sozusagen leicht abfließt. Natürlich gibt es auch noch andere Techniken, die schwer sind zu beschreiben, aber das sind so Sachen, die man einfach sofort implementieren kann und viel für sein Gesicht und was man auch schon getan hat.
[Nils Behrens]
Was glaubst du, wird sich unser Schönheitsideal in den nächsten Jahren noch mal wieder verändern von perfekt hin zu gesund?
[Anastasia Goron]
Ich hoffe persönlich. Und ich vermute, es werden vielleicht zwei Camps entstehen. Das eine, was wirklich in diese Sci-Fi-Schiene geht und sich wirklich so mit Plastik-Surgery verändert, dass man sich vielleicht auch irgendwelche Hörner oder irgendwelche, weiß ich nicht, Wangenknochen noch mal krasser injiziert, wie Leute, die jetzt irgendwie auf Mikroplastik achten und wirklich auf ihr Polyester in ihren Leggings.
Das sind dann die Leute, die vielleicht auf die wirkliche Ur-Schönheit wieder zurückgehen, weil in Zeiten von AI, von Super-Optimierung, von Perfektion, finde ich, dieses authentische Gesicht, was Falten hat, was vielleicht auch Imperfektion hat, tatsächlich auch das wirkliche Schönheitsideal. Das ist eigentlich auch mein Mantra. Zu mir kommen meistens Leute und wollen irgendwie schöner aussehen, weil sie etwas an sich nicht toll finden und was ihnen fehlt.
Aber oftmals, nachdem sie mit sich durch Face Yoga gearbeitet haben, finden sie zu sich selbst. Und wir haben ja viele Antworten auch schon in uns.
[Nils Behrens]
Ich finde, ein perfektes Schlusswort. Ich kann natürlich allen unseren Hörern dein Buch empfehlen, das heißt Face Yoga. Es ist auf Englisch, muss man sagen.
Es gibt es auch nicht auf Deutsch. Es ist im Dorling Kindersley Verlag erschienen und es ist ein sehr schönes Buch. Es hat eigentlich einen Coffee-Table-Book-Charakter.
Darüber hinaus natürlich dein Instagram-Account oder TikTok-Account, der All-You-Can-Face heißt, also wie All-You-Can-Eat, nur mit Gesicht am Ende.
[Anastasia Goron]
Ganz genau.
[Nils Behrens]
Und die, die aber ernsthaft jetzt wirklich einsteigen wollen, die wirklich ernsthaft mit dem Thema einsteigen wollen und eine regelmäßige Routine haben, nicht darüber nachdenken wollen, was sie machen wollen, sondern das, wenn man wirklich ernst daran gehen möchte kann man auch Programme bei dir machen.
[Anastasia Goron]
Woche an machen kann. Wir haben ein Programm, das heißt Foundational Program, auch da All-You-Can-Face.com. Das hat man dann für immer.
Da lernt man wirklich diese Fundation von den Schultern aus bis zur Kopfkrone wird in Modulen pro Woche jeden Tag und jede Woche ein Modul bearbeitet und man lernt seine Anatomie kennen, man lernt sein Gesicht besser kennen und danach gibt es dann sozusagen so etwas, das heißt All-You-Can-Face-Studio. Das ist dann wie dein Maintenance. Das ist dann so, wie du regelmäßig ins Gym gehst.
[Nils Behrens]
Genau, ich habe das damals mal gemacht und es ist ja wirklich von der Zeit her, sinken wir tatsächlich immer nur so die 10-15 Minuten.
[Anastasia Goron]
Ja.
[Nils Behrens]
Ich sage vielen Dank für das Gespräch.
[Anastasia Goron]
Ich danke dir sehr.
[Nils Behrens]
Hast du eigentlich auch ein persönliches Lieblingssupplement?
[Anastasia Goron]
Astaxanthin. Also, das war jetzt wirklich Astaxanthin. Ich mag auch Ashwagandha abends, um runterzukommen und auch Hormonregulationen zu implementieren.
Ja, das sind so meine zwei Lieblings. Und ich benutze da auch tatsächlich Sunday Natural.
[Nils Behrens]
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