

Supplements ohne Hype: Was dein Körper braucht
Nahrungsergänzungsmittel sind überall erhältlich. Schwieriger ist die Frage, welche Präparate tatsächlich zum eigenen Bedarf passen. Host Nils Behrens spricht mit Apothekerin Esther Tscherniak darüber, warum Diagnostik, Qualität und Lebensstil wichtiger sind als möglichst viele Kapseln.
Ihr zentraler Ansatz lautet: Erst die Grundlagen prüfen, dann gezielt ergänzen. Supplements sollen weder eine ausgewogene Ernährung ersetzen noch ohne Anlass eingenommen werden. Entscheidend sind die persönliche Situation, mögliche Beschwerden und passende Laborwerte.
Die Folge HEALTHWISE auf YouTube
Prävention: Mehr als Medikamente ausgeben
Esther Tscherniak versteht die Apotheke nicht nur als Abgabestelle für Arzneimittel. Sie möchte Menschen dabei begleiten, ihre Gesundheit frühzeitig im Blick zu behalten und Prävention stärker in den Alltag einzubauen. Dazu verbindet sie klassische Beratung mit Themen wie Ernährung, Schlaf, Bewegung und Mikronährstoffen. Laboranalysen können helfen, mögliche Versorgungslücken gezielter einzuordnen.
Die Apotheke ersetzt für Esther keine ärztliche Betreuung, sondern soll diese sinnvoll ergänzen.
Warum ein großes Blutbild nicht alle Antworten liefert
Ein großes Blutbild zeigt vor allem verschiedene Bestandteile des Blutes. Es enthält jedoch nicht automatisch Werte wie Vitamin D, Vitamin B12, Ferritin, Fettsäuren oder einzelne Mineralstoffe. Esther rät deshalb, zunächst die konkrete Fragestellung zu klären. Müdigkeit, geringe Belastbarkeit oder allgemeines Unwohlsein können unterschiedliche Ursachen haben.
Erst danach lässt sich entscheiden, welche zusätzlichen Werte sinnvoll sein könnten. Mögliche Parameter sind je nach Situation:
- Ferritin zur Einordnung der Eisenspeicher
- Vitamin D
- Vitamin B12 und weitere B-Vitamine
- Omega-3-Index
- ausgewählte Mineralstoffe
- Coenzym Q10 oder weitere Stoffwechselmarker
Nicht jede Person benötigt sofort eine umfassende Analyse. Esther empfiehlt, Untersuchungen nach individuellen gesundheitlichen Zielen, Ernährung, Lebensphase und Budget auszuwählen.
Referenzbereich ist nicht gleich individueller Bedarf
Laborwerte werden häufig nur danach bewertet, ob sie innerhalb des angegebenen Referenzbereichs liegen. Esther hält diese Betrachtung allein für zu kurz gegriffen. Sie empfiehlt, Werte gemeinsam mit dem persönlichen Wohlbefinden, Alter, Lebensstil und persönlicher Situation zu beurteilen. Ein Wert innerhalb des Referenzbereichs beantwortet nicht automatisch, ob die Versorgung für die einzelne Person passend ist.
Das bedeutet jedoch nicht, dass grundsätzlich das obere Ende eines Bereichs angestrebt werden sollte. Laborwerte müssen fachlich eingeordnet werden, da für unterschiedliche Parameter andere Messmethoden, Zielbereiche und Sicherheitsgrenzen gelten.
Drei Nährstoffe im Fokus
Esther nennt Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und Magnesium als Nährstoffe, die sie in ihrer Beratung häufig betrachtet. Ob eine Ergänzung sinnvoll ist, hängt jedoch vom individuellen Status und der Ernährung ab.
- Omega-3: EPA und DHA tragen zu einer normalen Herzfunktion bei. DHA trägt zur Erhaltung einer normalen Gehirn- und Sehfunktion bei.
- Vitamin D: Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems und zur Erhaltung normaler Knochen bei.
- Magnesium: Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel, einer normalen Muskelfunktion und einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
Supplement-Qualität erkennen
Mehr Wirkstoffe bedeuten nicht automatisch ein besseres Produkt. Esther empfiehlt, die Zutatenliste genau anzusehen und unnötige Zusatzstoffe zu vermeiden.
Wichtige Qualitätsmerkmale sind:
- eine übersichtliche Zutatenliste
- klar benannte Wirkstoffformen
- transparente Mengenangaben
- möglichst wenige unnötige Füll- und Farbstoffe
- Angaben zur Kapselhülle
- nachvollziehbare Informationen zur Rohstoffqualität
Bei B-Vitaminen bevorzugt Esther aktivierte Formen. Auch bei Magnesium und Omega-3 lohnt sich aus ihrer Sicht ein Blick auf die genaue Verbindung beziehungsweise Quelle.
Lifestyle bleibt die Grundlage
Esthers wichtigste Empfehlung beginnt nicht bei einem Supplement. Bevor Nährstoffe ergänzt werden, sollten die grundlegenden Gewohnheiten betrachtet werden.
Dazu gehören:
- regelmäßiger und ausreichender Schlaf
- eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr
- eine ausgewogene Ernährung
- genügend Protein, Ballaststoffe und hochwertige Fette
- regelmäßige Bewegung
- bewusste Erholungsphasen
Supplements können eine bestehende Versorgungslücke gezielt schließen. Sie können jedoch dauerhaft zu wenig Schlaf, eine einseitige Ernährung oder fehlende Bewegung nicht ausgleichen.
Checkliste: Supplements sinnvoll auswählen
- Lebensstil und Ernährung ehrlich prüfen.
- Individuelle Bedürfnisse und Ziele konkret benennen.
- Relevante Werte gezielt messen lassen.
- Ergebnisse fachlich einordnen lassen.
- Nur passende Nährstoffe auswählen.
- Dosierung und Einnahmezeitpunkt abstimmen.
- Qualität und Zutatenliste kontrollieren.
- Den persönlichen Nutzen und Verträglichkeit später erneut bewerten.
TAKE AWAYS
- Supplements sollten gezielt und nicht nach Trends ausgewählt werden.
- Ein großes Blutbild ersetzt keine individuelle Mikronährstoffdiagnostik.
- Laborwerte müssen gemeinsam mit dem individuellen Wohlbefinden und Lebensstil betrachtet werden.
- Omega-3, Vitamin D und Magnesium stehen häufig im Fokus, sind aber keine automatische Basis für alle.
- Produktform, Herkunft und Zusatzstoffe beeinflussen die Auswahl.
- Eisen und höher dosiertes Vitamin D sollten nicht ohne passende Einordnung ergänzt werden.
- Schlaf, Ernährung, Bewegung und Flüssigkeitszufuhr bleiben das Fundament.
- Nach einer gezielten Ergänzung sollte überprüft werden, ob sie weiterhin notwendig ist.
Mehr erfahren im healthwise Podcast von sunday natural
Produktempfehlungen von sunday natural
Esther Tscherniak ist Apothekerin und spezialisiert sich auf präventive, individuelle Mikronährstoffberatung. In ihrer Arbeit verbindet sie klassische Apothekenberatung mit Labordiagnostik, Ernährung, Bewegung und weiteren Lebensstilfaktoren.
Ihr Ziel ist es, Menschen nicht nur bei akuten Beschwerden zu begleiten, sondern sie dabei zu unterstützen, ihre Gesundheit langfristig im Blick zu behalten.
Zusätzlich vermittelt sie ihr Wissen über ihren Instagram-Kanal und bietet Online-Beratungen an.
Mehr zu Esther Tscherniak: https://esther-tscherniak.de/
208 Supplements verstehen lernen: So findest du, was dein Körper wirklich braucht mit Esther Tscherniak
[Esther Tscherniak] (0:00 - 0:29)
Die Referenzbereiche sind ja einfach nur die Summe aller Menschen, die jemals diesen Parameter getestet haben und davon so der Querschnitt. Das heißt, ob alte Menschen, ob junge Menschen, die alle Vitamin D getestet haben und davon wird der Schnitt gebildet. Das heißt, liegen in Deutschland viele im Mangel, verschiebt sich der Referenzbereich nach unten.
Das heißt, es macht schon Sinn, dort ungefähr einzusteigen, aber sei einfach am besten im oberen Drittel oder geh zu jemandem, der weiß, wo sind die wirklichen Wohlfühlbereiche.
[Nils Behrens] (0:30 - 1:22)
Herzlich willkommen zu HEALTHWISE, dem Gesundheitspodcast, präsentiert von Sunday Natural. Ich bin Nils Behrens und in diesem Podcast erkunden wir gemeinsam, was es bedeutet, gesund zu sein. Wir tauchen ein in Themen wie Medizin, Bewegung, Ernährung und emotionale Gesundheit.
Immer mit einem weisen Blick auf das, was uns wirklich gut tut. Wir leben in einer Zeit, in der Nahrungsergänzungsmittel überall sind, aber kaum jemand weiß wirklich, was sinnvoll ist und was nicht. Zwischen Hype und echten Defiziten stellt sich die entscheidende Frage, welche Supplements bringen uns wirklich weiter?
Esther Tscherniak ist Apothekerin mit einem klaren Blick auf evidenzbasierte Supplementierung. Sie berät täglich Menschen zu Mikronährstoffen, kennt die häufigsten Mängel aus der Praxis und weiß, welche Wirkstoffe in welcher Lebensphase wirklich sinnvoll sind. Ihr Ansatz ist individuell, alltagstauglich und wissenschaftlich fundiert und deswegen sage ich herzlich willkommen Esther Tscherniak.
[Esther Tscherniak] (1:22 - 1:25)
Ja, danke Nils für die Einladung. Ich bin total froh dabei zu sein.
[Nils Behrens] (1:25 - 1:54)
Ja, ich meine, man muss ja wirklich sagen, wir können auch wirklich total froh sein, hier zu sein. Wir sitzen hier im wunderschönen Daios Cove auf Kreta, ein neuer Partner von Sunday Natural, weil die eben halt hier auch so eine Longevity-Einrichtung eben halt haben, so ein Bereich. Und von daher haben wir das mal, diese neue Partnerschaft zum Anlass genommen, ein kleines Spring Break Edition hier zu machen.
Und ich muss auch sagen, also der größte Faktor für Glück ist ja Dankbarkeit und ich bin sehr dankbar, mit dir hier zu sitzen.
[Esther Tscherniak] (1:54 - 1:57)
Ja, ich bin auch sehr dankbar. Die Aussicht, wo wir gerade sitzen, ist echt wunderschön.
[Nils Behrens] (1:58 - 2:07)
Esther, meine erste Frage ist ja immer eine Sonntagsfrage. Und wie sieht denn dein Sonntag aus und warum ist er gerade dieser Tag ein wichtiger Hebel für deine eigene Gesundheit?
[Esther Tscherniak] (2:08 - 3:02)
Das ist lustig, denn es ist tatsächlich der Sonntag, wo ich mir keine Termine eigentlich lege. Es ist der einzige Tag, wo ich auch mit meinem Freund wirklich immer ausschlafe, frühstücke ausgiebig. Es ist auch der einzige Tag, wo wir auch die Zeit dafür haben.
Und so ein bisschen für ein Mental Reset. Was ich aber auch mache, was jetzt nicht auf den Sonntag fällt, sondern eher auf den Freitag, von Freitagabend bis Samstagabend, habe ich mein Handy aus. Komplett.
Um nicht erreichbar zu sein, keinen Dopaminausstoß zu haben. Auch meine Familie, niemand kann mich erreichen, aber ich denke auch, 24 Stunden sind okay, vor allem in einer schnelllebigen Welt, wo wir einfach immer abgelenkt sind. Und das mache ich von Freitag bis Samstag.
Ich verbringe dann auch meinen Samstag so, wie er vorher geplant war oder auch nicht. Am Anfang war es ein bisschen langweilig. Ich habe natürlich oft nach meinem Handy gesucht, aber mittlerweile liebe ich es und kann es mir gar nicht anders vorstellen.
[Nils Behrens] (3:02 - 3:16)
Toll, toll. Du, da zahlen andere Leute viel Geld dafür, um mal wieder offline zu sein. Also von daher, du machst das in deiner Regelroutine.
Finde ich ganz, ganz toll. Und ich finde es auch toll, dass du, wir haben ja auch immer mal unseren Sunday Paddle Club, dass du dann trotzdem auch mal Termine angenommen hast und wir gemeinsam Paddle spielen konnten.
[Esther Tscherniak] (3:16 - 3:17)
Das macht ja erst Spaß, ja.
[Nils Behrens] (3:18 - 3:34)
Ja, toll. Wirklich toll. Bevor wir, ich sage jetzt mal, wirklich tief in die Materie gehen, was treibt dich an, in deiner Apotheke einen, ich sage jetzt mal, wirklich präventionsfokussierten Ansatz zu fahren?
Und was glaubst du, was im sonstigen System einfach falsch läuft?
[Esther Tscherniak] (3:34 - 4:37)
Ich glaube, ich habe schon von Anfang an mir gedacht, ich möchte nicht einfach Rezepte abarbeiten und ein Arzneimittel nach dem nächsten rausgeben. Ich möchte, dass die Leute kommen in die Apotheke, um gesund zu bleiben. Nicht nur, weil sie krank sind.
Ich möchte, dass wir Sachen anbieten, damit die Leute gesund werden, gesund bleiben und noch gesünder, also ihre Gesundheit optimieren können. Weil ich finde, das ist doch, worauf es ankommt. Und viele Apotheken sind halt noch, wie klassisch, man kommt rein, gibt das Rezept ab, kriegt vielleicht noch eine Beratung, aber das war es.
Und wenn man wirklich auf die Beratung großen Wert legt, wie bei uns, auf vielleicht neue Ansätze, wie für mich Longevity ganz wichtig ist, Prävention ganz wichtig ist oder auch so ein bisschen, vielleicht zu jedem Arzneimittel noch ein Tipp dazu, was man im Lifestyle machen kann, was man in Ernährung, Sport, Schlaf machen kann oder Supplement. Wir haben auch ein paar besondere Dienstleistungen, also wir haben IHHT in der Apotheke, wir haben Darmfachberatung, Mikronährstofffachberatung, ganz viel Labordiagnostik. Mein Ansatz ist, so ein Präventionszentrum zu sein, damit die Leute zu uns kommen, nicht statt den Ärzten, aber irgendwie in Synergien mit den Ärzten.
[Nils Behrens] (4:38 - 5:01)
Ja, ich finde das wirklich ganz, ganz toll, weil ich finde, das auch der richtige Ansatz ist, weil man sieht ja mittlerweile auch, dass es viel, viel günstiger ist, ich sage es immer so, das Kind dabei aufzuhalten, in den Brunnen zu fallen, als es wieder rauszuholen. Und deswegen ist eine frühe Prävention natürlich das, was eigentlich auch in unserem Gesundheitssystem eigentlich der größte, ich sage jetzt mal Gamechanger dann wäre. Und von daher ist das natürlich toll, was Sie machen.
[Esther Tscherniak] (5:01 - 5:26)
Ja, in der Apotheke hat man natürlich, man sieht direkt das Problem, wie es halt die letzten 20, 30 Jahre gelaufen ist. Man sieht, dass die Leute nur kommen und sagen, mein Arzt hat das gesagt, ich brauche das und wollen nicht. Und deswegen habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, die Leute zu bereichern mit unserem Wissen, aber auch dahin zu leiten, dass sie die Gesundheit selbst in der Hand haben, dass sie selbst die Möglichkeit haben, gesünder zu werden und dass Arzneimittel nicht alles sind auf der Welt.
[Nils Behrens] (5:27 - 5:36)
Sehr gut, sehr gut. In deiner täglichen Praxis, welche drei Mängel siehst du am häufigsten? Und was würdest du sagen, woran können auch unsere HörerInnen das selbst erkennen?
[Esther Tscherniak] (5:37 - 6:30)
Also der größte Mangel ist wahrscheinlich Vitamin D, Eisen oder auch, also worauf ich dann schließe, entweder vom Arzt, weil wir Rezepte bekommen, Eisen, Vitamin D. Und dann würde ich sagen, ich meine etwas in Richtung B-Vitamine oder Coenzym-Q10 mit Energie, weil die Symptome einfach darauf hindeuten. Sei es Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Müde, schlechte Laune und so weiter.
Da gehe ich vor allem bei Frauen natürlich auf die Sauerstoffversorgung und dann Eisen, wo ich mir denke, dass ein Eisenmangel vorliegt. Vitamin D ist ganz klar Immunsystem auch, die ganzen erkälteten Leute und die ganze Sache mit Erschöpfung, Antriebslosigkeit, Energielosigkeit, da gehe ich eher auf B-Vitamine und Q10. Diagnostiziert sehen wir dann meistens nur Vitamin D und Ferritin, also Eisen, weil die dann mit Rezepten hinkommen.
Und auch da versuche ich, noch ein bisschen mehr zu beraten, weil die Ärzte meistens etwas verschreiben, was meiner Meinung nach keinen Sinn mehr ergibt.
[Nils Behrens] (6:30 - 6:38)
Okay, sehr spannend. Also vor allem deine Perspektive dann von der Seite. Hast du ein konkretes Beispiel, wo du sagen würdest, das macht wirklich keinen Sinn?
[Esther Tscherniak] (6:38 - 7:10)
Ja, also jemanden, der einen Ferritinwert von 13 hat, also Nanogramm pro Milliliter, wo die Range, wo Referenzwerte zwischen 15 und 150 sind und wenn man zwischen 13 und 20 rumdümpelt und man mir dann sagt in der Apotheke, der Arzt meint, das ist alles in Ordnung. Das ist Fall Nummer eins. Fall Nummer zwei sind D-Kristol 20.000 einmal die Woche. Wenn der Arzt das verschreibt, dann denke ich mir nur so, entweder der Arzt ist über 70 oder der hat irgendwie den Zug verpasst, weil das macht man einfach so nicht mehr.
[Nils Behrens] (7:10 - 7:13)
Du musstest kurz für unsere Hörerinnen einmal aufklären, was ist D-Kristol 20.000?
[Esther Tscherniak] (7:14 - 8:27)
Ja, D-Kristol 20.000 sind Vitamin D-Tabletten, also Kapseln eher, wo 20.000 internationale Einheiten Vitamin D drin sind. Und dann verschreibt der Arzt meistens, die bitte einmal die Woche zu nehmen, es sei denn, es herrscht ein großer Mangel vor. Dann kann es auch mal sein, dass er sagt, für 10 Tage mal jeden Tag und dann ergibt das schon Dosierungsanweisungen.
Aber Vitamin D ist ein Hormon, unterliegt einer Schwankung. Das heißt, es ist viel sinnvoller, das täglich einzunehmen. Außerdem hat Vitamin D eine Halbwertszeit von 12,5 Stunden.
Das heißt, dann ist es nicht mehr für unseren Körper so zur Verfügung, wie wir es brauchen. Wird dann nochmal in der Niere resorbiert, also rückresorbiert. Und das ganze System funktioniert deutlich, deutlich besser, wenn wir das täglich nehmen.
Und hinzu kommt, dass D-Kristol 20.000 halt nur Vitamin D drin hat. Wir aber schon lange wissen, dass die Kombination mit Vitamin K, vor allem für die Knochen, also für Frauen ab 40 sowieso, für erwachsene Menschen einfach auf jeden Fall Sinn macht. Es ist ja der, man nimmt blutgerinnungshemmende Arzneimittel.
Und die Kombination mit Vitamin A oder E wäre auch total sinnvoll. Also da gibt es mittlerweile so viel bessere Produkte als einfach nur dieses D-Kristol.
[Nils Behrens] (8:28 - 8:42)
Okay, sehr spannend. Dann gib uns doch jetzt mal drei Supplements, die den meisten Menschen, sage ich mal so, einen guten Benefit geben. Also wo wirklich ein Hebel ist.
Was bewirkt es im Körper, welche Dosis und wie spürt man den Effekt?
[Esther Tscherniak] (8:42 - 8:44)
Also mein All-Time-Favorite ist Omega-3.
[Nils Behrens] (8:44 - 8:48)
Omega-3. Wir wissen, Esther liebt Omega-3.
[Esther Tscherniak] (8:48 - 9:31)
Esther liebt Omega-3. Also Omega-3-Fettsäuren sollte man, wenn man jetzt 70 Kilo wiegt, auf jeden Fall zwei Gramm am Tag nehmen. Das ist jetzt einfach nur eine ganz klassische Dosis.
Das ist noch nicht therapeutisch. Therapeutisch sind drei, vier Gramm, wenn man wirklich dann Mangel hat. Kann man auch alles nachmessen.
Das heißt, man kann einen HS-Omega-3-Index messen an einigen Laboren. Und der sollte zwischen 8 und 11 Prozent liegen. Liegt man dort, wunderbar.
Kriegt man mit der Ernährung aber sehr schwer hin, muss man tatsächlich sagen. Da musste man irgendwie 250 Gramm Lachs jeden Tag essen oder fettigen Fisch zwei-, dreimal die Woche. Das machen halt nicht viele.
Und deswegen ist Omega-3 mein Liebling, weil es natürlich zur normalen Augenfunktion beiträgt, Herzfunktion, Gehirnfunktion, total anti-entzündlich wirkt. Also mein Wundermittel.
[Nils Behrens] (9:32 - 9:35)
Und die Zellmembran, die besteht ja auch aus Fett.
[Esther Tscherniak] (9:35 - 10:40)
Und da soll ja auch eine gute Ratio sein. Jede Zelle braucht Omega-3. Die Fluidität der Zelle, die Elastizität der Zelle.
Generell für unsere Rheologie des Blutes, also die Fliesseigenschaften. Für unser kardiovaskuläres System. Also von Kopf bis Fuß, von klein bis groß.
Jeder braucht Omega-3. Die nächste Sache ist Vitamin D. Also das ist in Deutschland, mehr gesagt, 65 Prozent der Erwachsenen in Deutschland haben immer noch einen Vitamin-D-Mangel.
Und die, wie du das gesagt hast, die, die es nicht haben, supplementieren Vitamin D. Deswegen, Vitamin D wäre schön, dass man so auf 50, 60 Nanogramm pro Deziliter kommt im Blut. Das ist schon wünschenswert.
Und da supplementiert man zwischen 2.000 und 5.000 Einheiten pro Tag, um da hinzukommen. Also es gibt wenige, die mit 1.000 Einheiten klarkommen, muss ich tatsächlich sagen. Und Vitamin D ist unfassbar wichtig für das Immunsystem, für die Knochenlichte, für ganz viele andere Prozesse im Körper, wo es einfach mitfungiert.
Also wir haben ganz viele Kohlmechanismen, wo Vitamin D einfach sehr wichtig ist. Für die Stimmung ist Vitamin D total wichtig. Genau, das ist Nummer 2.
[Nils Behrens] (10:40 - 10:49)
Darf ich ganz kurz vielleicht einen Hinweis noch bei dem Thema Supplementierung. Du hast schon gesagt, so 2.000 bis 5.000. Aber ich glaube, da ist es ja nochmal besonders wichtig, dass wir es auch immer mit Fett einnehmen, oder?
[Esther Tscherniak] (10:49 - 11:05)
Ja, genau. Also Omega-3 und Vitamin D sind fettlösliche, also Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, wie alle E, D, K. Also Vitamin E, D, K und A sind alle fettlöslich, sollten immer mit Fett eingenommen werden, und Omega auch.
Das heißt, es macht einfach Sinn, zur Hauptmahlzeit das einzunehmen.
[Nils Behrens] (11:06 - 11:21)
Ich finde es so lustig, dass man Fett mit Fett nimmt. Weil ich habe früher tatsächlich auch immer gedacht, dass ich sagte, ich kombiniere einfach Omega-3 mit Vitamin D, dann habe ich ja Fett dabei. Aber es ist ja tatsächlich auch quasi nachgewiesen, dass man Omega-3 immer nochmal wieder mit Fett aufnehmen sollte.
[Esther Tscherniak] (11:21 - 12:23)
Ja, es ist zu wenig einfach. Also wenn wir jetzt irgendwie 6 Löffel Omega-3 nehmen, dann wäre es schon genug Fett. Aber wir nehmen ja meistens einen Löffel oder irgendwie 5 Kapseln.
Und da versteht der Körper noch nicht, dass alle Enzyme ausgeschüttet werden müssen dafür. Und mein drittes Supplement wäre tatsächlich Magnesium. Weil Magnesium einfach an über 300 oder 600, man streitet sich da, enzymatischen Reaktionen beteiligt ist, als Co-Faktor für super vieles.
Es aktiviert auch Vitamin D. Also man sollte schon einen guten Magnesium-Spiegel im Körper haben. Und man schafft es halt nicht, wenn man irgendwie auch mal Sport macht, wenn man Stress hat, wenn man einen normalen Alltag hat als Erwachsener, dann schafft man es einfach nicht, über die Nahrung diese Sachen aufzunehmen.
Magnesium erst recht nicht. Und da würde ich sagen, sollte man ungefähr 6 bis 8 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht zu sich nehmen. Das heißt dein Körpergewicht mal 7 circa.
Weil diese 300, 400 Milligramm auf einmal zu nehmen, das bringt halt nichts. Also es wirkt ein bisschen abführend. Das heißt, wenn man da ein Thema hat, ist das ganz gut.
Aber ansonsten würde ich das immer ein bisschen individueller gestalten.
[Nils Behrens] (12:24 - 12:28)
Und hast du da eine Lieblings-Magnesium-Art? Weil Magnesium ist ja nicht Magnesium.
[Esther Tscherniak] (12:29 - 13:12)
Ja, also was ich nicht machen würde, ist ein reines Magnesium-Oxid-Produkt zu nehmen, wie es viel in der Drogerie gibt. Auch in der Apotheke, muss man sagen. Also Apotheke heißt nicht gleich gute Supplements, muss man sagen.
Ich würde dann, statt ein anorganisches Salz wie Oxid, wie Chlorid-Sulfat, eher organische Salze nehmen, wie Malat, Citrat, Glycinat, Treonat und so weiter. Am besten alle kombiniert. Weil natürlich jedes Magnesium-Salz, also ist einmal Magnesium aufgenommen, die Bio-Verfügbarkeit, dann wirkt jedes Magnesium gleich.
Aber wie es aufgenommen wird, ist halt ein Problem. Und Magnesium-Oxid wird auch sehr, sehr schlecht aufgenommen. Deswegen bin ich ein Fan von einer Mischung vieler Salze, damit man die bestmögliche Wirkung hat.
[Nils Behrens] (13:12 - 13:19)
Sehr gut, sehr gut. Was würdest du denn generell sagen, sind die typischen Fehler bei der Selbstmedikation? Also was kaufen die Menschen am häufigsten aus deiner Sicht falsch ein?
[Esther Tscherniak] (13:19 - 14:04)
An Supplements? Ja, Vitamin D ganz klar. Die meisten wollen die Vigantol oder was es in der Apotheke gibt.
Einfach 1.000 oder 20.000. Und sagen, nein, mein Arzt meint, okay, ist alles in Ordnung. Oder so viel kann ich doch nicht nehmen. Die haben Angst davor, die richtige Dosierung oder die Kombi zu nehmen.
Oder meiner Meinung nach auch Eisen wird einfach Tartiferon, Ferrosanol, das sind die ganz klassischen Arzneimittel, die in der Apotheke abgegeben werden, weil sie verschrieben werden. Die machen dann Verdauungsprobleme und helfen mal ja, mal nein. Und ich würde sagen, mittlerweile belesen sich viele und haben echt auch Ahnung zum Thema Kollagen, Kreatin, Protein ist ja gerade auch in aller Munde.
Ist auch schön, aber ich freue mich dann, wenn ich dann doch noch ein paar Hints geben darf, weil einfach so pauschal alles draufzuhauen, ist natürlich auch nicht die Lösung.
[Nils Behrens] (14:05 - 14:22)
Ja, ich finde auch gerade, was du sagst bei dem Thema Eisen, und du hattest in Zusammenhang mit Magnesium gesagt, das Thema Kofaktor. Und ich glaube einfach wirklich so, dass einer der Hauptfaktoren, warum viele Leute Eisen supplementieren und es nicht erfolgreich ist, dass dann nicht ausreichend Vitamin C Level auch da ist.
[Esther Tscherniak] (14:22 - 14:49)
Ja, absolut. In diesen Arzneimitteln, die es aus der Apotheke gibt, gibt es gar kein Vitamin C enthalten. Und wenn ich dann eins anbiete aus der Apotheke, wo dann Vitamin C mit drin ist, wo meiner Meinung nach auch noch andere Kofaktoren drin sind, was eigentlich ein sinnvolles Supplement ist, es ist nun mal teurer.
Es ist teurer, weil Qualität, beziehungsweise die Forschung, macht einfach auch Sinn, dass es teurer ist. Und dann sagen die meisten, nee, brauche ich nicht. Ich nehme das, was der Arzt gesagt hat.
Schade, aber die kommen dann meistens eh wieder mit ihren Problemen.
[Nils Behrens] (14:51 - 15:09)
Ja, erstmal das Problem zu identifizieren. Da hatten wir schon ein sehr lustiges Gespräch beim Abendessen zusammen, das Thema das große Blutbild. Das heißt, viele Leute kommen ja mit dem großen Blutbild vom Hausarzt und denken, es ist alles okay.
Wo ist der Unterschied zu einer wirklich richtigen Mikronährstoffanalyse?
[Esther Tscherniak] (15:09 - 16:22)
Ja, mein absoluter Lieblingssatz ist, alles ist in Ordnung, und dann gucke ich es mir an. Also das große Blutbild hat seine Daseinsberechtigung. Auf jeden Fall, Ärzte sollen es auch messen, weil man dann einfach die Blutplättchen, die verschiedenen Bestandteile des Blutes einfach sehen kann und schauen kann, ist das Kind schon im Brunnen gefallen, ist da irgendwas Auffälliges?
Aber das hat mit Prävention gar nichts zu tun. Also, wenn man eine richtige Mikronährstoffanalyse machen will, muss man das im Vollblut machen, und da geht es wirklich um Mineralstoffe, um Aminosäuren, um Vitamine, um Fettsäuren. Also, in keinem großen Blutbild ist irgendein B-Vitamin oder irgendein Vitamin D, geschweige denn Eisen oder sonst was.
Der Arzt kann trotzdem, also auch bei Kassenpatienten, die Fettwerte messen, also Leberwerte, auch die Schilddrüse, also er kann schon ein bisschen mehr als das große Blutbild, aber er wird nie von sich aus jetzt einfach ohne Grund richtig präventiv oder Präventionsmedizin betreiben. Und deswegen, wenn man wirklich wissen will, wo sind Defizite in den Mikronährstoffen, müsste man zu einem geeigneten Therapeuten oder zu mir kommen, weil ich genau solche Blutanalysen einfach im größeren Ausmaß mache, wo wir dann wirklich sehen, wo sind die Defizite, wo müssen wir auffüllen, damit du nicht erkrankst oder damit du die nächsten 20, 30 Jahre lang gesund bleibst.
[Nils Behrens] (16:22 - 16:44)
Finde ich total gut, und ich finde ja tatsächlich, man hat immer das Gefühl, dass gerade insbesondere Ärzte, die sich nicht so gut mit diesen Analysen der Laborwerte dann auskennen, die gucken einfach immer nur, was ist Rot und was ist Grün. Und bei Grün ist es ja so, dass es heißt, es ist im Referenzbereich. Magst du vielleicht hier auch nochmal, ich weiß, das ist ein Lieblingsthema von dir, kurz mal erklären, was denn der Referenzbereich ist?
[Esther Tscherniak] (16:44 - 18:06)
Ja, Referenzbereich ist auch so ein Thema und da meine ich es gar nicht böse, weil die Ärzte lernen es einfach nicht im Studium, die machen nicht so viel Labordiagnostik und dann sind die immer heilfroh, wenn sie das irgendwie lesen können, beziehungsweise im Krankenhaus andere Parameter, andere Werte, aber ich rede jetzt über einen klassischen Hausarzt, der schaut dann, liegt es im Referenzbereich?
Ja, dann passt es und egal wo im Referenzbereich. So eine pauschale Aussage ist, ich bin immer ein Fan von, wenn man schon Referenzbereiche sieht, dann sei im oberen Drittel, dann fährst du schon mal ganz gut, aber ganz bestimmt nicht im unteren Drittel, weil die Referenzbereiche sind ja einfach nur die Summe aller Menschen, die jemals diesen Parameter getestet haben und davon so der Querschnitt, also der Durchschnitt davon. Das heißt, ob alte Menschen, ob junge Menschen, die alle Vitamin D gesagt, sage ich mal, getestet haben und davon wird der Schnitt gebildet.
Das heißt, liegen in Deutschland viele im Mangel, verschiebt sich der Referenzbereich nach unten. Das heißt, es macht einfach, es macht schon Sinn, dort ungefähr einzusteigen, aber sei einfach am besten im oberen Drittel oder geh zu jemandem, der weiß, wo sind die wirklichen Wohlfühlbereiche? Wo geht es einem Menschen wirklich gut damit und wo sind wir dann präventiv?
Ich hatte jetzt eine Followerin, die hat mir zum Thema Eisen gesagt, beim Ferritinwert, sie hat eine Ferritin von 30 und die geht super und die Ärzte sagen nie was. Sag ich ja, ist ja super, aber wie würdest du dich vielleicht fühlen, wenn du einen von 70 hättest? Das weißt du nicht, weil die Ärzte bei 30 immer sagen, alles ist super und du fühlst dich auch gut.
Wer weiß, wie du dich sonst fühlen würdest?
[Nils Behrens] (18:06 - 18:37)
Ja, ich habe mal diesen Satz gelesen, ich finde ihn ganz super passend, der Referenzbereich ist der Querschnitt einer kranken Population. Und ich finde das, gerade wenn man weiß, dass 65 Prozent der Deutschen eben halt einen Vitamin D Mangel hat, dann muss man einfach sagen, dann sieht man eben halt automatisch, dass das eben halt so schlecht ist. Deswegen, ich finde, wir müssen jetzt ja hier auch ein bisschen Mehrwertcontent in dem Sinne, was wir hoffentlich die ganze Zeit schon tun, bilden, aber lass es doch mal vielleicht einmal durchgehen, dass wir jetzt mal ganz konkrete, aus deiner Sicht, was wären deine Zielwerte 1 zu 1 sozusagen bei den folgenden Werten?
Ich fange mal an. Vitamin D.
[Esther Tscherniak] (18:37 - 18:40)
Schon um die 50 bis 60 Nanogramm pro Milliliter.
[Nils Behrens] (18:41 - 18:41)
Ferritin?
[Esther Tscherniak] (18:42 - 18:47)
Bei einer Frau über 70, beim Mann gerne über 150.
[Nils Behrens] (18:48 - 18:48)
B12?
[Esther Tscherniak] (18:51 - 19:00)
Da gibt es Aktives und Nichtaktives. Normales würde ich sagen, bitte schon über 500 Picomol pro Liter.
[Nils Behrens] (19:00 - 19:02)
Okay. Omega-3-Index?
[Esther Tscherniak] (19:03 - 19:09)
8 bis 11 Prozent unbedingt. Also 12 ging auch noch, aber weit drüber hinaus nicht. Und drunter bitte auch nicht.
[Nils Behrens] (19:10 - 19:10)
Selen?
[Esther Tscherniak] (19:11 - 19:13)
Selen schon über 120.
[Nils Behrens] (19:13 - 19:14)
Zink?
[Esther Tscherniak] (19:16 - 19:21)
5 bis 6 wären wünschenswert. Sogar 7 wäre toll, aber das schafft man halt meistens nur mit einer Supplementierung.
[Nils Behrens] (19:23 - 19:31)
Gut, dann wird jetzt wahrscheinlich die Frage bei den HörerInnen auftauchen, wenn man eine solche Analyse hat, wenn der Hausarzt sie nicht durchführt, was kostet sie denn ungefähr?
[Esther Tscherniak] (19:32 - 20:36)
Ja, das werde ich ganz, ganz viel gefragt. Also jeder Wert kostet im Labor also jeder Wert hat einen bestimmten Preis und der ist auch von mir überhaupt nicht beeinflussbar und ich weiß, zum Beispiel ein Ferritinwert kostet ungefähr 14 Euro, jedes B-Vitamin kostet 33 Euro und, und, und ein Coenzym Q10-Wert kostet 60 Euro. Omega-3 glaube ich auch relativ viel.
Omega-3-Index mit aber allen Fettsäuren kostet auch 60, wenn man alle Mineralstoffe also wenn man, ich habe mal so einen großen Checkup zusammengestellt, den ich als sinnvoll erachte, auch ein bisschen mit Darm, IFAB, Zonulin, also ein bisschen Darmentzündung, ein bisschen Energiestoffwechsel und, und, und und dann ist man schon bei 600-700 Euro. Man kann mit 200-300 Euro auch Sachen anfangen und man kann auch auf 1.500 kommen aber es ist halt und das Labor, ja, sind halt die Preise der Labore und man kann sie auch vorher wie ich es mit meinen Kunden mache, immer besprechen dass man einfach sagt, wie ein Warenkorbssystem, das wollen wir, das wollen wir nicht oder das Budget habe ich für jetzt und das Budget habe ich für wann in einem Jahr und ist halt, ja, eine teure Angelegenheit.
[Nils Behrens] (20:36 - 20:40)
Ja und es ist jetzt ja nicht so, dass die Labore sich so groß unterscheiden in der Preisentscheidung.
[Esther Tscherniak] (20:41 - 20:46)
Ah, und apropos ein großes Blutbild kostet irgendwie 4,65 Euro oder so, nur mal in Relation zu setzen.
[Nils Behrens] (20:46 - 20:49)
Naja, dann kann man auch, dann weiß man auch, was man davon erwarten kann.
[Esther Tscherniak] (20:50 - 20:50)
Ja, genau.
[Nils Behrens] (20:51 - 21:09)
Ja, okay, dann ich finde, du hast es ganz interessant eben gerade schon bei den Magnesienformen gesprochen, was man eben halt im Grunde genommen eigentlich kaufen sollte, welche meiden und warum so. Wenn wir das jetzt mal für, ich sag jetzt mal B12 machen, also ganz konkret, welche B12-Formen sollte man kaufen, welche meiden und warum.
[Esther Tscherniak] (21:09 - 22:43)
Auch ein Lieblingsthema von mir, weil B-Vitamine einfach so wichtig sind und dann wird sowohl, ich gehe ganz kurz auf Schwangerschaft ein, dann wird einfach gesagt, nimm B9 ist ja Folsäure oder B12, was auch immer, nimm Femibion, nimm Folio, passt schon, aber B-Vitamine sind nicht gleich B-Vitamine. Erstmal muss man darauf achten, dass die B-Vitamine bitte aktiviert sein sollen, egal ob jetzt bei der Folsäure B9 oder B12. Cyanocobalamin ist kein aktiviertes B-Vitamin und wird zum Beispiel in Ankermann Vitamin B12 aus der Apotheke regelmäßig abgegeben.
Das ist keine gute Idee. Wir sollten lieber auf B12 setzen wie Adenosylcobalamin, Hydroxycobalamin und das sind B12-Vitamine, die aktiviert sind, die gut resorbierbar sind und einfach viel mehr Sinn machen und auch teurer sind. Und bei B9, bei der Folsäure, gibt es auch aktives B9 und nicht und da ist es ganz wichtig, in Deutschland haben wir ungefähr 10% einen MTHFR-Gen-Mutation.
Das heißt, dass wir nicht, 10% der Bevölkerung ist nicht in der Lage synthetische Folsäure in aktive Folsäure zu überführen, aber wir brauchen die aktive Folsäure, die in unserem Körper wirkt. Das heißt, wenn man zufällig so eine Mutation hat und synthetische Folsäure nimmt, hat die nicht so die Wirkung oder gar keine Wirkung im Körper und bei der Schwangerschaft ist es super wichtig, dass wir genug Folsäure haben. Das heißt, es macht viel mehr Sinn, direkt die aktivierte Folsäure zu nehmen, weil man überhaupt nicht weiß, ob der Körper in der Lage ist, sie zu aktivieren oder nicht.
Man kann einen Gen-Test machen, kann man auch, mache ich auch mit Kunden, aber ganz einfach, nimm einfach nur aktivierte B-Vitamine.
[Nils Behrens] (22:44 - 22:52)
Sehr gut, sehr gut. Ich stelle die gleiche Frage nochmal für dein Lieblingsthema. Welches Omega-3 sollte man kaufen, welches meiden und warum?
[Esther Tscherniak] (22:53 - 24:36)
Beim Thema Omega-3 ist es sehr wichtig, eine Firma zu wählen, die Ahnung hat von Omega-3, weil wir haben den Totox-Wert, also Thema ranzig werden, nicht ranzig werden, wie gut ist der Ausgangsstoff, also da gibt es so viele Themen, wie rein ist das Produkt. Ich bin auch ein Fan eher von den Ölen als von den Kapseln. Kapseln für unterwegs ganz gut, aber sonst würde ich auf die Öle setzen, weil Olivenöl trinken wir jetzt auch nicht in Kapseln, es ist ein ganz normales Öl und sollte in jeder Haushaltsküche stehen und da würde ich darauf achten, dass es kein Konzentrat ist, sondern ein natürliches Produkt und es schmeckt natürlich maritim nach Fisch oder nach Algen, es gibt ja auch veganes, das ist auch völlig okay und ich würde auch schauen, dass die Totox-Werte von den reinen Werten, also von dem reinen Produkt, gut sind, weil sobald man dort Olivenöl hinzufügt oder andere Stoffe, erhöht sich der Totox-Wert und das ist auch normal, aber da gehen wir jetzt ein bisschen zu tief rein.
Ich würde einfach schauen, dass aus Fisch oder Algen das Omega-3 eben nicht Chiasamen, Walnüsse oder Leinsamen Öl, weil darüber wird ja auch viel gesprochen, das ist sehr gesund und sollen wir auch viel essen, weil es einfach Gesundheit, also das sind gesunde Fette und Öle, aber die haben bei weitem nicht die gesundheitsfördernden Eigenschaften wie EPA und DHA und das sind die Omega-3-Fettsäuren, die wir in Fisch und Algen haben, weil in Chiasamen, Leinsamen und so weiter ist die Alphalinolensäure und die wird nur zu maximal 10, 20 Prozent, wenn es hochkommt, überführt in EPA und DHA und wir brauchen aber EPA und DHA, die dann entzündungshemmend sind, die auf den Körper wirken, die für die Gehirnleistung, für die Augen super wichtig sind und das haben wir halt nicht in den anderen. Das heißt, dieser Hype um Leinöl ist gut und soll man auch essen, aber hat nicht im geringsten dieselben Eigenschaften.
[Nils Behrens] (24:38 - 24:43)
Was sind für dich denn so drei Warnzeichen auf einer Supplement-Verpackung, woran man eine eher schlechte Qualität sofort erkennen kann?
[Esther Tscherniak] (24:44 - 25:32)
Zusatzstoffe, die unnötig sind, Zucker oder E-Stoffe oder Toxine, also man kann das heutzutage ja ganz einfach, würde ich einfach das abscannen in der KI durchjagen und einfach mal fragen, weil natürlich kann nicht jeder Laie wissen, welcher Stoff jetzt ungesund ist. Ich würde auch schauen, dass die Ingredientliste, also die Zutatenliste so gesehen nicht allzu lang ist, auch wie bei Lebensmitteln, muss ich ehrlich sagen, woraus das Material der Kapsel ist oder im Fall von Tabletten halt, welche Füllen und Zusatzstoffe dort drin sind. Titanoxid, also wissen wir jetzt mittlerweile alle, dass es nicht drin sein sollte.
Und dann würde ich auch auf die Verbindung des Rohstoffes schauen, bei Magnesiumoxid. Wissen wir jetzt, sollten wir eher nicht nehmen, bei dem B-Vitamin. Genau, das sind so ein paar Sachen.
[Nils Behrens] (25:33 - 25:42)
Finde ich sehr gut. Ich würde einen Punkt mal rausnehmen, nämlich das Thema Kapselhülle. Das ist ja schon etwas, was, wenn man eben halt viele Supplements zu sich nimmt, auch ein relevanter Faktor ist.
[Esther Tscherniak] (25:43 - 25:43)
Ja, auf jeden Fall.
[Nils Behrens] (25:43 - 25:47)
Welchen Unterschied macht das Material für den Körper, gerade eben halt, wenn man viele Kapseln nimmt?
[Esther Tscherniak] (25:48 - 26:24)
Ja, einen großen, wenn man sich überlegt, wie viele Kapseln man am Tag schluckt. Und es gibt ja Menschen, die, sag ich mal, zwei, drei Supplements am Tag nehmen, einfach zur Prävention. Es gibt Leute, die es therapeutisch nehmen, wie ich aktuell, um Defizite aufzudosieren.
Ich bin bei 20, 30 Kapseln am Tag. Das ist nicht die Norm. Und da müsste man, muss man einfach auf jeden Fall schauen, dass man da ein Kapselmaterial wählt, was gut, sag ich mal, gut abbaubar ist, gut verdaubar ist, die Darmschleimhaut nicht schädigt.
Und da muss ich sagen, hat Sunday tatsächlich, Sunday Natural, ein super Material gefunden. Und da muss man sagen, das ist schon wichtig, ja.
[Nils Behrens] (26:25 - 26:41)
Ja, also das sind, kann ich hier mal kurz ergänzen, das sind HPMC-Kapseln, die vor allem frei von PEG und Karagenen sind, weil der normale Standard ist eigentlich eher Gelatine. Und damit war es dann das auch wieder mit vegan. Also von daher, ja ja, definitiv.
[Esther Tscherniak] (26:41 - 26:47)
Ja, wobei Gutesupplement-Brands gibt es schon einige, die halt darauf achten. Und das ist halt auch so ein Unterschied. Und das ist schon wieder ein Kostenfaktor.
[Nils Behrens] (26:47 - 27:12)
Ja, aber viele deklarieren das ja auch gar nicht. So zumindest nicht auf der Packung. Und ich finde in dem Augenblick, ich werde immer gefragt, wenn man jetzt sozusagen keine Möglichkeit hat, seine Natural-Produkte zu kaufen, werde ich immer gefragt, woran erkenne ich denn ein gutes Supplement?
Du hast gerade eben halt gesagt, woran man schlechter erkennt. Aber ich finde halt auch, alles, was nicht ausgewiesen ist, würde mich nervös machen. Und gerade ein Kapselmaterial ist eben halt nicht sozusagen deklarationsverlichtig.
Und deswegen, ja.
[Esther Tscherniak] (27:12 - 27:30)
Ja, besser als jetzt vor noch ein paar Jahren, bin ich sehr froh, dass es die KI gibt, die so ein bisschen den Laien auch helfen kann. Ich versuche natürlich auf Instagram ganz viel dazu zu erzählen. Und man kann mich dazu fragen, weil mir ist schon klar, dass bei Lebensmitteln ist es einfacher für den Menschen.
Und bei Supplements, da ist so ein Mehr von verschiedenen Produkten und Firmen. Da kommt man einfach nicht so schnell klar.
[Nils Behrens] (27:31 - 27:43)
Der Großteil der Healthwise-Hörer sind ja weiblich. Und deswegen meine Frage, welche zwei Supplements empfiehlst du Frauen mit Zyklus standardmäßig in welcher Dosis?
[Esther Tscherniak] (27:44 - 28:09)
Ja, also vor den Wechseljahren heißt es, normaler Zyklus. Da würde ich sagen, auf jeden Fall Eisen, wenn ein Eisenmangel vorliegt. Und das ist einfach so, so häufig.
Also ich würde erstmal sagen, bitte Eisen checken und dann Eisen. Und Vitamin D mit K, wegen der Knochendichte. Also das sind so meine Supplements.
Das würde ich aber auch jedem Mann erraten. Aber dann ist Eisen so meins für die Frau. Beziehungsweise auch Magnesium.
[Nils Behrens] (28:10 - 28:21)
Okay. Dann gibt es ja das PMS, was ja mittlerweile gefühlt ein Massenphänomen ist. Ich weiß gar nicht, ob sich das verändert hat oder ob man einfach jetzt mehr drüber spricht.
Aber wie auch immer. Welche Wirkstoffe greifen denn da?
[Esther Tscherniak] (28:22 - 28:56)
Also wenn es in Richtung, es gibt ja verschiedene Symptome wie Emotionalität oder doch Stimmung, Schwankung, Schmerz und so weiter. Da gefällt mir natürlich alles Richtung Mönzpfeffer oder Aschwagandha oder 5-HTP. Thema ein bisschen Beruhigung oder Happiness.
Natürlich Magnesium zur Krampflösung. Magnesiumglucinat zum besser Schlafen. Also da gibt es tolle meiner Meinung nach auch Kombiprodukte.
Genau dafür. Aber ansonsten würde ich sagen, auch Entzündungs- und Schmerzlindern Omega 3. Mönchspfeffer, 5-HTP wären so meine Go-Tos.
[Nils Behrens] (28:57 - 29:06)
Sehr gut. Was würdest du denn sagen, ab wann kann man denn als Frau dann erwarten, bei einer konsequenten Einnahme, dass sich eine echte Veränderung ergibt? Also ist das dann schon nach einem Zyklus oder nach drei?
[Esther Tscherniak] (29:07 - 29:26)
Ich würde sagen 2-3. Manche merken es sofort, manche merken es erst später. Das ist halt bei allen Phytopharmaka, also alles was pflanzlich ist, wenn wir jetzt einfach auf Mönzpfeffer so eingehen, dass man halt schon seine 6-8 Wochen braucht, bis es richtig gut wirkt und auch eine konstante Einnahme natürlich.
[Nils Behrens] (29:27 - 29:40)
Jetzt gehen wir mal einen Schritt weiter und jetzt reden wir über das Thema Schwangerschaft. Was würdest du denn sagen, welche 3 Supplements gehören neben der aktivierten Folsäure, wie wir es gelernt haben, bei jedem Kinderwunsch mit in einen Kinderwunsch-Schwangerschaftsplan?
[Esther Tscherniak] (29:41 - 30:26)
Wie immer Omega 3. Omega 3 ist so so wichtig, wenn der Körper entzündet ist, kann sich die Eizelle nicht einnisten. Also der Körper ist nicht ready, das hat die Evolution so für uns auch geschaffen, dass der Körper bereit sein muss, stressfrei sein muss und halt nicht entzündet.
Deswegen unbedingt Omega 3 Fettsäuren. Dann neben den B-Vitaminen und Folsäuren finde ich Vitamin D sehr wichtig und Choline wäre da auch sehr zu nennen, Eisen sowieso, also das wären ja zu meinen. Und da finde ich auch, es ist gut ein Kombiprodukt zu nehmen, außer Omega und Vitamin D, die passen dann meistens mengenmäßig einfach nicht mehr da rein.
Dass man einfach so ein Komplex hat, wo alles aktivierte Vitamine sind und dann das meistens noch ein bisschen Chrom, Kupfer, Eisen, Choline und, und, und.
[Nils Behrens] (30:26 - 30:40)
Gut, dann sagen wir mal, ist es jetzt vorbei mit Zyklus und Kinderwunsch, jetzt kommen wir mal in die Wechseljahre. Eine Frau ab 45 kommt zu dir mit Hitzewallung, Schlafproblem, Stimmungsschwankungen. Was sind so deine ersten drei Empfehlungen und in welcher Reihenfolge gehst du sie an?
[Esther Tscherniak] (30:40 - 31:42)
Ja, also auf jeden Fall ist Lifestyle ein Thema, über das wir dann sprechen müssen, wie handhabt sie aktuell Dinge, weil es natürlich, weil der ganze Körper sich verändert und ich versuche ihr erstmal die Angst zu nehmen und sie irgendwie mitzunehmen. Ich würde schauen, dass wir den Schlaf erstmal verbessern, sie zum Gynäkologen schicken, weil es oft ein Progesteronmangel sein kann. Das ist ganz wichtig, den erstmal auszuschließen.
Ansonsten könnte man mit Melatonin und unserem körpereigenen Schlafhormon L-Theanin arbeiten, Magnesiumglucinat für den Schlaf, auch ein bisschen Beruhigung. Ashwagandha ist ja so, also Cortisol, Adrenalin, Nordrhenalin senkend, beziehungsweise auch Rhodiola mag ich da sehr gerne, wenn es in diese Nervosität, Stressthematiken geht und dann würde ich einfach gucken, in welche Rubrik sie fällt und was man da machen kann. Man kann auch alles zusammennehmen, also ich meine, alles, was ich gerade genannt habe, ist auch kombinierbar und Thema Hitzewallung oder Stimmungsschwankungen, da sind wir wieder bei Mönchspfeffer.
Es gibt, ja, da muss man wirklich aber individuell beraten und nicht einfach für alles eins, aber die Sachen, die ich gerade genannt habe, kann man alle mal ausprobieren, ja.
[Nils Behrens] (31:43 - 31:59)
Sehr gut, sehr gut. Ich liebe ja hier im Daios Cove das Gym. Das ist ja wirklich meiner Meinung nach das beste Hotelgym überhaupt und deswegen komme ich jetzt mal die moderative Brücke zu meinem nächsten Punkt, das Thema Sportler und eben halt mehr Performance eben halt zu bringen.
Das heißt, was sind deine drei Lieblings- Supplements für ambitionierte Sportler, die wirklich einen Hebel haben?
[Esther Tscherniak] (32:00 - 32:16)
Coenzym Q10 für die Energieversorgung der Zellen, für einfach auch mehr Energie, Muskulaturaufbau, Omega 3, sorry, der kommt, das kommt immer, Omega 3 Entzündung, vor allem Regeneration für die Sportler und Magnesium.
[Nils Behrens] (32:17 - 32:22)
Ach, schade, ich habe ja auch ein Lieblingsthema und dein Omega 3 ist ja mein...
[Esther Tscherniak] (32:22 - 33:28)
Kreatin, Kreatin. Ja, Kreatin gehört zu meinen Top 5 immer, aber nicht zu meinen Top 3, wobei Kreatin mittlerweile ja gar nicht nur für die Pumpe möglich, oder nicht nur bei den Pumpern genommen wird, sondern wirklich für die kognitiven Fähigkeiten super wichtig sind. Und wir Frauen haben so einen Mangel an Kreatin, weil wir es einfach nicht gewohnt sind, es irgendwie einzunehmen, wir fürchten uns irgendwie auch davor, wir wollen nicht so aufgedunsten oder aufgequollen oder so gleich muskulös werden, wobei das ja auch ein Mythos ist, weil ja, Kreatin bindet Wasser, aber in der Zelle, das heißt, wenn, dann sieht der Muskel ein bisschen größer aus, aber man kriegt jetzt keine Ödeme oder keine Wassereinlagerung, das stimmt so nicht. Und tatsächlich, in der Dosierung 3 bis 5 Gramm ist ganz super für jede Frau, vor allem aber, würde ich sagen, auch ab den Wechseljahren, weil wir die kognitiven Fähigkeiten oder fürs Kognitive sage ich mal, konzentriert bleiben, über den Tag, das hast du ja auch erzählt, wie du das einnimmst, ist das ein richtig krasser Gamechanger, vor allem, wenn halt im Alter ab 40, 50 das auch mal ein bisschen nachlässt.
[Nils Behrens] (33:29 - 33:35)
Dann nehmen wir doch mal eine weitere Zielgruppe, sehr populär und immer weiter erwachsen, die Veganer beziehungsweise Vegetarier.
[Esther Tscherniak] (33:36 - 34:05)
Ja, bei denen, wie immer, Vitamin D, Omega, Magnesium, das nehmen wir jetzt bereits eins. Dann kommen die B-Vitamine, B12 ist ein großes Problem, einfach dadurch, dass man kein Fleisch ist und in tierischen Produkten ist einfach das einzige Vitamin B12, was gut aufnehmbar ist. Und dann haben wir die Aminosäuren, also die Proteine, die halt oft fehlen, weil pflanzliche Lebensmittel nicht das ganze Aminosäureprofil in dem Ausmaß haben beziehungsweise es immer sinnvoll ist, verschiedene zu kombinieren und deswegen sollte man nochmal auf die Aminosäuren achten.
[Nils Behrens] (34:06 - 34:21)
Ich habe hier so eine kleine Schnellfragerunde hier mal vorbereitet und ich bitte dich wirklich so kurz wie möglich zu antworten, aber trotzdem über die Wirkung zu reden. Let's go! Also, Stress.
Was empfiehlst du, in welcher Dosis und wie wirkt es im Körper?
[Esther Tscherniak] (34:23 - 34:48)
Magnesiumglycinat wirkt beruhigend. Ich würde Magnesium generell 7-8 mg pro Kilogramm Körpergewicht nehmen. Dann würde ich Coenzym Q10 nehmen und die B-Vitamine.
B-Vitamine muss man einfach im B-Komplex nehmen. Aktivierte B-Vitamine bitte, das ist für Energie, das ist für Stimmung, das ist für Blutbildung und Coenzym Q10 für die Energieversorgung. 100-150 mg.
[Nils Behrens] (34:49 - 34:49)
Aschwagandha?
[Esther Tscherniak] (34:50 - 34:55)
Aschwagandha stimmt. Machen wir auch noch. Da können wir 150 mg nehmen.
[Nils Behrens] (34:56 - 35:00)
Schlafprobleme. Drei Optionen vom milden Einstieg bis zur stärksten Wirkung.
[Esther Tscherniak] (35:00 - 35:30)
Ja, Melatonin. Ich würde mit einem halben Milligramm starten. Man kann hochgehen bis 3-4 mg.
Auch 5, nichts passiert. Einfach mal höher dosieren, weil es unser eigenes Schlafhormon ist. Wir bilden es im Alter immer weniger.
Das heißt, kann man auf jeden Fall ausprobieren. Dann hier würde ich eher Aschwagandha, 5-HTP noch mal mit reinnehmen. 5-HTP auch ungefähr 150 mg, weil es einfach beruhigend wirkt, den Cortisol- und Nordrindalinspiegel runter ausgleichend wirkt.
Das wären jetzt meine Ideen.
[Nils Behrens] (35:30 - 35:31)
Magnesium?
[Esther Tscherniak] (35:31 - 35:41)
Magnesium, wenn dann auch Glycinat, weil es einfach beruhigend wirkt. Beim Stress-Thema geht nicht nur Glycinat, da können wir auch andere Salze nehmen.
[Nils Behrens] (35:41 - 35:42)
Was mit l-theanin?
[Esther Tscherniak] (35:43 - 35:45)
Auch eine sehr, sehr gute Idee, ja.
[Nils Behrens] (35:46 - 35:51)
Weniger Energie trotz ausreichend Schlaf. Was misst du zuerst? Was supplementierst du zuerst?
[Esther Tscherniak] (35:52 - 36:22)
Weniger Energie, da messe ich auf jeden Fall Eisen. Ich messe die mitochondriale Energie, also sowas wie Coenzym-Q10, Interzelluläres ATP, B-Vitamine messe ich, Vitamin D messe ich, genau. Was ich dann machen würde?
Wenig Energie, auf jeden Fall die B-Vitamine, einfach ein B-Komplex, aktiviert bitte. Creatin würde ich auch in dem Fall machen, Coenzym-Q10 und weniger Energie, ich überlege noch.
[Nils Behrens] (36:24 - 36:32)
Das war schon sehr vollständig. Hautprobleme, also Akne, Trockenheit, faler teint, welche Stoche wirken und wie lang braucht es?
[Esther Tscherniak] (36:32 - 37:14)
Zink, Vitamin C, Kollagen würde ich jetzt erstmal sagen und Omega-3. Und zwar Zink ist total, wirkt anti-entzündlich, kann die Hautbarriere einfach verbessern und auch wenn man Ausschläge hat oder Akne hat oder so, ist deutlich verbessern. Ich würde in dem Fall, wenn die Haut ausartet, auch keine Laktose und kein Zucker essen, mal sechs Wochen, wirkt Wunder.
Ansonsten Vitamin C, ach da kann man zwischen einem Gramm und wirklich bis zur Durchfallgrenze zehn Gramm, ist jetzt vielleicht viel, aber so drei, vier Gramm am Tag nehmen, auch allergiepräventiv ist das super, aber das hilft der Haut auch sehr, weil es sehr antioxidativ wirkt. Omega-3 ist entzündungshemmend, deswegen Omega-3 und Kollagen hilft einfach der Elastizität, der Spannkraft der Haut.
[Nils Behrens] (37:15 - 37:19)
Kognitive Leistung und Fokus, was wirkt wirklich und was ist nur halb?
[Esther Tscherniak] (37:21 - 38:18)
Kognitiver Fokus, da ist Kreatin auf jeden Fall gar kein Hype, sondern es wird ja gerade auch in Studien für Depression und Alzheimer, Demenz und so geforscht, weil es halt wirklich kognitiven Unterschied machen kann, weil jede Zelle braucht halt Energie, ATP, also unsere Währung in der Zelle oder im Körper für Energie ist ATP. Und was Kreatin macht, das kommt in die Zelle, wird an Phosphat gebunden, dann haben wir Kreatinphosphat und dieses Phosphat brauchen wir, um aus ADP, also Adenosindiphosphat ATP, also Triphosphat so gesehen zu machen. Das heißt, es wird einfach, es schleust die ganze Zeit Energie rein, also unfassbar wichtig und diese Zellen haben wir halt in den Muskeln, aber auch im Gehirn.
Das heißt, kognitive Fähigkeiten, Ginkgo, Ginkgo finde ich auch total spannend in diesem Zusammenhang. Ich frage mich, also es ist auf jeden Fall kein Hype, es ist bewiesen, aber ich habe das Gefühl, dass ich Kreatin deutlich besser finde und ich würde wahrscheinlich auch Magnesium sagen.
[Nils Behrens] (38:19 - 38:20)
Ich hätte jetzt Omega-3 erwartet.
[Esther Tscherniak] (38:20 - 38:35)
Ja, Omega-3 kommt immer. Aber ich darf ja nur ein paar sagen und ich kann nicht überall Omega-3 sagen, aber ja natürlich Omega-3, vor allem Demenzprävention, aber auch ADHS bei Kindern, ganz, ganz wichtig, Gehirnentwicklung des Fötus, also ja, auf jeden Fall auch.
[Nils Behrens] (38:35 - 38:47)
Auf jeden Fall auch, sehr gut. Ich komme schon zu meiner letzten Frage. Wenn jemand jetzt diese Folge, sage ich mal, auf dem Heimweg hört und sagt, ich fange morgen an.
Was sind die ersten drei konkrete Schritte und in welcher Reihenfolge?
[Esther Tscherniak] (38:48 - 39:32)
Erstmal Lifestyle. Sich überlegen, also sich einfach nur Supplements reinzuziehen, ohne das Leben richtig gesund zu gestalten, macht keinen Sinn. Wie ist der Schlaf?
Ist der regelmäßig? Ist der ausreichend? Wie viel Wasser trinke ich?
Trinke ich ausreichend? Wie ernähre ich mich? habe ich genug Ballaststoff, Protein, Fette und dann auch Kohlenhydrate.
Diese ganzen Sachen erstmal in den Griff bekommen oder sich bei mir melden oder tollen anderen Therapeuten, die das mit einem begleiten können. Und dann würde ich sagen, wenn man das wirklich mal drei Monate gemacht hat, dann kann man eine vollwertige Blutanalyse machen und schauen, wo fehlt mir was. Weil der Grundbaustein ist immer Lifestyle und dann kommen Supplements, dann kommen Treatments.
Man kann auch Infusionen machen. Es gibt tolle Sauerstofftherapien und, und, und. Aber das ist alles aufbauend auf einem Lifestyle.
[Nils Behrens] (39:32 - 39:32)
Finde ich super.
[Esther Tscherniak] (39:33 - 39:34)
Also meldet euch bei mir, wenn ihr Lust drauf habt.
[Nils Behrens] (39:35 - 39:52)
Und oder, falls ihr nicht nach Berlin kommen könnt, kann ich an dieser Stelle wirklich sehr empfehlen, dass ihr auch bei Esther in den Instagram-Account einschaut, weil sie da wirklich sehr gute, regelmäßige Inhalte teilt und von daher man da auch schon sehr viel lernen kann. Ich habe ihr schon gefolgt, bevor ich sie kenne.
[Esther Tscherniak] (39:52 - 40:03)
Ja, ich freue mich auch immer total, wenn mir Fragen gestellt werden. Ich habe auch eine Webseite, wo wir auch Online-Beratung machen können, weil ich einfach erstmal erklären will und ja, einfach das Wissen raustragen will.
[Nils Behrens] (40:03 - 40:05)
Esther, ich danke dir für das Gespräch.
[Esther Tscherniak] (40:05 - 40:06)
Sehr gerne, danke dir.
[Nils Behrens] (40:09 - 40:12)
Was ist denn dein persönliches Lieblings-Supplement?
[Esther Tscherniak] (40:12 - 40:14)
Dreimal darfst du raten, Omega 3.
[Nils Behrens] (40:15 - 40:41)
Wenn euch diese Folge gefallen hat, würde es mir sehr helfen, wenn ihr eine Bewertung bei Apple Podcast oder Spotify hinterlasst. Damit ihr nichts verpasst, abonniert unseren Newsletter. Dort geht es nicht nur um diesen Podcast.
Meistens stellen wir euch da ganz neue Produkte vor, zu denen es dann auch immer einen Einführungsrabatt-Code gibt, der aber nur 24 Stunden gültig ist. Und das wäre ja blöd, wenn man das verpasst. Also, den Newsletter findet ihr unter www.sunday.de/newsletter.