Informationen zur Podcastfolge Nr. 187 Kollagen: Das Signal für junge Zellen. Mit Dr. Eveline UrselmannInformationen zur Podcastfolge Nr. 187 Kollagen: Das Signal für junge Zellen. Mit Dr. Eveline Urselmann

Kollagen: Das Signal für junge Zellen. Mit Dr. Eveline Urselmann

Kollagen ist das unsichtbare Stützsystem unseres Körpers und weit mehr als nur ein Trend-Wirkstoff. Als wichtigstes Strukturprotein ist es ein wesentlicher Bestandteil von Haut, Gelenken und Gefäßen. In dieser Folge von HEALTHWISE spricht Host Nils Behrens mit der Fachärztin für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Inhaberin einer Praxis für Ästhetische Medizin Dr. Eveline Urselmann über die faszinierende Struktur dieses Proteins, wie unser Körper es aufbaut – beispielsweise unterstützt durch Mikronährstoffe wie Vitamin C für eine normale Kollagenbildung – und welche Rolle es in den verschiedenen Lebensphasen spielt.

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Die fundamentale Funktion von Kollagen

Dr. Eveline Urselmann erklärt, dass Kollagen das wichtigste Strukturprotein im menschlichen Körper ist. Es fungiert als ein wesentlicher Bestandteil des Bindegewebes. Man kann es sich wie ein flexibles Gerüst vorstellen, das für Stabilität und Elastizität sorgt. Es zieht sich durch den gesamten Organismus und beschränkt sich keineswegs nur auf die Haut.

Über die reine Stützfunktion hinaus fungiert das Protein laut Dr. Eveline Urselmann vermutlich sogar als eine Art Kommunikationssystem. Es findet sich natürlicherweise in Sehnen, Gelenkknorpeln sowie in der Darm- und Gefäßwand. Besonders für die Gefäßgesundheit ist dieser Bestandteil später im Leben oft wichtig. 

CHeckListe: Nährstoffe für die haut

  • Schutz vor oxidativem Stress: Nährstoffe wie Vitamin C, Vitamin E oder Zink tragen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.
  • Unterstützung der Kollagenbildung: Eine ausgewogene Ernährung sichert die Zufuhr von Vitamin C, das nachweislich zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut beiträgt.
  • Erhalt des Bindegewebes: Achten Sie auf eine ausreichende Zufuhr von Kupfer, da dieses Spurenelement zur Erhaltung von normalem Bindegewebe beiträgt.
  • Das Supplement Astaxanthin: Dieser fettlösliche Stoff ist ein geschätztes Carotinoid, das natürlicherweise in Algen vorkommt und für seine intensive Pigmentierung bekannt ist. Dr. Urselmann schätzt die besonderen wertvollen Inhaltsstoffe der Alge, weshalb sie diese in ihre künftige Hautpflegelinie integrieren möchte.

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Vitamin C unterstützt die Kollagenbildung

Ab Mitte 20 verändert sich die körpereigene Kollagenproduktion ganz natürlich. Dr. Eveline Urselmann erläutert, dass äußere Faktoren wie UV-Strahlung sowie oxidativer Stress – etwa durch Rauchen oder Alkohol – das Bindegewebe beanspruchen können. Auch hormonelle Umstellungen, wie in den Wechseljahren, beeinflussen das Kollagengerüst der Haut und der Knochen.

Um die Struktur von Haut und Knochen von innen heraus zu unterstützen, ist eine gezielte Nährstoffzufuhr sinnvoll. So leistet Vitamin C einen wertvollen Beitrag zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut sowie der Knochen und hilft zudem dabei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.

Der Einfluss von Zucker auf das Bindegewebe

Ein relevanter Faktor für die Beschaffenheit der Hautstruktur ist die Glykation, bei der Zuckermoleküle die Stabilität der Proteinfasern beeinflussen können. Dr. Eveline Urselmann erläutert, dass dieser Prozess die Flexibilität des Kollagengerüsts beeinträchtigen kann, wodurch das Bindegewebe an natürlicher Spannkraft verliert.

Auf zellulärer Ebene ist ein stabiles Kollagengerüst jedoch die Voraussetzung dafür, dass Fibroblasten aktiv bleiben und die Regeneration der Matrix unterstützen können. Um diese normale Funktion und die Kollagenbildung aufrechtzuerhalten, ist die Versorgung mit spezifischen Mikronährstoffen wie Vitamin C essenziell.

Dr. eveline urselmanns tipps für gesunde haut

  • Ganzheitlicher Lebensstil: Eine bewusste Ernährung und der Verzicht auf übermäßigen Alkohol unterstützen die natürlichen Regenerationsprozesse des Körpers. Äußere Einflüsse wie UV-Strahlung oder Rauchen können die Zellen oxidativem Stress aussetzen.
  • Der regenerative Sonntag: Um das eigene Kollagen zu schützen, setzt Dr. Urselmann an ihrem freien Tag konsequent auf Erholung durch Ausschlafen, Sport, Saunagänge und Wechselduschen.
  • Mechanische Peelings und intensive Pflege: Eine sehr häufige Anwendung von Retinol, Säuren oder groben Körnerpeelings kann die Hautbarriere stark beanspruchen. Dies kann das natürliche Gleichgewicht der Haut beeinträchtigen und zu Irritationen führen.
  • Aktiv nach dem Essen: Ein Spaziergang an der frischen Luft ist die ideale Ergänzung für einen bewussten Lebensstil. Die sanfte Bewegung unterstützt das allgemeine Wohlbefinden nach den Mahlzeiten

Gezielte Stimulation und moderne Ästhetik

Um die Produktion wieder anzuregen, setzt die ästhetische Medizin auf kontrollierte Mikroverletzungen. Dr. Eveline Urselmann nutzt hierfür Maßnahmen wie das Microneedling oder spezielle Laserbehandlungen. Diese Reize unterstützen die natürlichen Prozesse der Hauterneuerung.

Dr. Eveline Urselmann wendet zudem gerne sogenannte Bio-Stimulatoren an, die direkt in die Haut injiziert werden. Im Gegensatz zu klassischen Fillern unterstützen diese Stoffe die körpereigene Kollagenbildung. Auch die Eigenblut-Therapie (PRP) sieht sie als eine sehr natürliche und effektive Methode zur Verjüngung an.

Die Bedeutung des Lifestyles

Dennoch bleibt der persönliche Lebensstil das Fundament jeder Behandlung. Ausreichend Schlaf unterstützt die natürlichen Regenerationsphasen des Körpers. Ergänzend empfiehlt sie die gezielte Zufuhr von Vitamin C, das als Antioxidans die Zellen vor oxidativem Stress schützt und eine normale Kollagenbildung für eine gesunde Hautfunktion unterstützt. Zu ihren Lieblings-Präraten gehören außerdem Omega-3-Fettsäuren (DHA/EPA), die ab 250mg täglich einen Beitrag zu einer normalen Herzfunktion leisten, sowie Vitamin D, das zur normalen Funktion des Immunsystems beiträgt.

TAKE AWAYS

  • Kollagen ist ein körpereigenes Protein, das als struktureller Bestandteil in vielen Geweben des Organismus vorkommt.
  • Kollagen ist ein natürlicher Bestandteil der Hautstruktur, deren Beschaffenheit sich im Laufe des Lebens verändert und durch Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung beeinflusst werden kann.
  • Vitamin C ist essenziell für eine normale Kollagenbildung.
  • Eine zuckerbewusste Ernährung kann dazu beitragen, normale Körperprozesse zu erhalten.
  • Während ästhetische Verfahren direkt in tieferen Gewebeschichten ansetzen können, bildet eine nährstoffreiche Ernährung die Grundlage für die natürlichen Erneuerungsprozesse des Körpers.

Mehr erfahren im healthwise Podcast von sunday natural

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Dr. Eveline Urselmann ist Fachärztin für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und betreibt eine eigene Praxis für Ästhetische Medizin in Hamburg. Sie ist Expertin für ganzheitliche Ansätze zur Hautalterung und bekannt für ihre Arbeit mit regenerativen Methoden wie Laser-Behandlungen und Bio-Stimulatoren. Ihr Wissen vermittelt sie zudem über ihre Website und soziale Medien.

Mehr zu Dr. Eveline Urselmann: www.evelineurselmann.com.

 

 

[Dr. Eveline Urselmann] (0:00 - 0:43)

Rein wissenschaftlich sagt man, dass ab Mitte 20 Kollagenabbau stattfindet. Oder sagen wir vielmehr so, dass die Kollagenproduktion abnimmt.

Und der Abbau, der ist unterschiedlich, der hängt von vielen Faktoren ab.

Man nimmt es natürlich an den äußeren Faktoren wahr. Also das heißt doch eben an der Haut und hauptsächlich natürlich im Gesicht.

Wo ich es am meisten merke, also bei meinen Patienten, es ist so, bei Kollagenverlust wird die Haut natürlich dünner.

Das heißt also, da wo die Haut per se schon mal dünn ist, zum Beispiel im Augenbereich, fällt uns das zuerst auf, zum Beispiel durch Augenringe, dunkle Augenringe.

Es scheint einfach der Muskel oder das Gefäßsystem durch. Und da fällt uns eigentlich der Kollagenmangel zuerst auf, obwohl wir es damit noch gar nicht in Verbindung bringen.

[Nils Behrens] (0:44 - 1:40)

Herzlich willkommen zu Healthwise, dem Gesundheitspodcast, präsentiert von Sunday Natural.

Ich bin Nils Behrens und in diesem Podcast erkunden wir gemeinsam, was es bedeutet, gesund zu sein.

Wir tauchen ein in Themen wie Medizin, Bewegung, Ernährung und emotionale Gesundheit.

Immer mit einem weisen Blick auf das, was uns wirklich gut tut. Kollagen ist eines der meistdiskutierten Moleküle unserer Zeit.

Es steht für Schönheit, Hautgesundheit, aber auch für die Stabilität unseres gesamten Körpers.

Doch was steckt hinter dem Hype um Kollagen und welche Rolle spielt es für gesundes Altern?

Dr. Eveline Urselmann ist Fachärztin für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Expertin für Ästhetische Medizin.

In ihrer Praxis in Hamburg beschäftigt sie sich seit vielen Jahren mit Hautalterung, Kollagenstimulation und minimalinvasiven Methoden der Regeneration.

Ihr Ansatz verbindet medizinisches Wissen über Gewebealterung mit modernen Strategien zur Aktivierung körpereigener Reparaturprozesse.

Und deswegen sage ich herzlich willkommen, Dr. Eveline Urselmann.

[Dr. Eveline Urselmann] (1:41 - 1:43)

Ja, hallo Nils. Schön, dass ich heute hier sein kann.

[Nils Behrens] (1:43 - 2:06)

Ach Evelyn, wir reden da schon so lange darüber, dass du endlich mal bei mir in den Podcast kommst.

Und deswegen freue ich mich sehr, dass wir es jetzt heute geschafft haben.

Und ich weiß nicht, wie gut du meinen Podcast kennst.

Die erste Frage ist ja immer eine Sonntagsfrage. Und daher ist meine Frage, wie hat sich denn dein letzter Sonntag angeführt?

Also ist er eher regenerativ für dein eigenes Kollagen gewesen oder sagen wir mal eher kollagenfeindlich mit viel Stress, Sonne oder wenig Schlaf?

[Dr. Eveline Urselmann] (2:07 - 2:27)

Ja, also der Sonntag ist eher kollagenfreundlich immer bei mir.

Das ist so wirklich mein einziger Tag, wo ich wirklich bisschen Zeit für mich habe.

Und so war der letzte auch.

Meistens ist es so, dass ich auf jeden Fall bisschen ausschlafe. Ich gehe immer zum Sport sonntags.

Das gehört immer dazu und mache auch immer mein Saunaprogramm, auch mit Wechselduschen.

Also da bin ich wirklich sehr stringent, gerade am Sonntag.

[Nils Behrens] (2:27 - 2:28)

Bist du bei Johannes Walder dann beim Sport gewesen?

[Dr. Eveline Urselmann] (2:29 - 2:41)

Ja, ja, genau. Herzliche Grüße gehen raus. Genau.

Und das ist auch immer so ein Highlight. Und dann ist natürlich so ein bisschen Family Time.

Aber grundsätzlich ist das ein Tag, wo ich wirklich eher so doch sehr auf meine Gesundheit achte und eben auch die Zeit dafür habe.

[Nils Behrens] (2:42 - 3:14)

Toll, toll. Ja, ich finde es auch wirklich, wenn man sich den Sonntag nicht so voll setzt mit Terminen, ist das super.

Bei mir ist es tatsächlich häufig so, dass ich den Sonntag immer zum Reisen nutzen muss.

Und von daher habe ich dann immer so einen, in Anführungsstrichen, harten Anschlag, weil ich dann irgendwann in der Deutschen Bahn sitze.

Aber bis dahin kann man es ja genießen. Jetzt lass uns mal über unser Thema Kollagen reden.

Wenn du es wirklich mal so mit einem Satz erklären müsstest, was ist der Grund, warum dieses Protein, sag ich mal so, zentral ist für unseren Körper?

[Dr. Eveline Urselmann] (3:14 - 3:53)

Ja, also in einem Satz das zu erklären, ist natürlich nicht ganz so leicht.

Also wir wissen, es ist ein sehr wichtiges oder das wichtigste Strukturprotein im Körper.

Also das ist sozusagen eine Art Gerüst, muss man sich vorstellen.

Aber ein flexibles Gerüst. Also es geht hier nicht nur um Stabilität, auch um Elastizität.

Wichtig dabei ist halt, dass es wirklich im gesamten Körper vorkommt.

Man assoziiert das ja sehr viel mit Haut. Damit beschäftige ich mich ja auch zum Großteil.

Aber man muss sagen, es spielt in so vielen anderen Geweben auch eine wichtige Rolle.

Und es gibt halt neuere Hinweise, dass es praktisch auch mehr als das ist.

Es ist tatsächlich eine Art Kommunikationssystem darstellt.

[Nils Behrens] (3:54 - 4:33)

Sehr spannend, sehr spannend. Ja, man muss an der Stelle sagen, das habe ich jetzt in den letzten Jahren immer mehr bei dir mitbekommen, dass du zwar eine Praxis für ästhetische Medizin hast, aber dass du ja wirklich auch viele deiner PatientInnen auch schon ganzheitlich wirklich so behandelst.

Und ich war jetzt ganz überrascht, ein gemeinsamer Bekannter zumindest, also dein Patient, ein guter Freund von mir, der war jetzt sogar bei dir zur Testosteron-Therapie.

Also von daher, du bist schon sehr breit aufgestellt. Von daher ist das natürlich etwas, wo man am ehesten denkt, okay, auch bei dir, das hat was mit der Haut zu tun, aber es ist eben halt doch deutlich größer.

Das heißt aber, was würdest du sagen, wo spielt das Kollagen denn die entscheidendsten Rollen?

[Dr. Eveline Urselmann] (4:34 - 5:11)

Ja, also Haut ist natürlich das, was wir alle sehen.

Für mich auch das Wichtigste, klar, weil damit habe ich täglich am meisten zu tun.

Aber natürlich spielt das Kollagen auch in Sehnen eine Rolle, im Gelenk, vor allem im Gelenkknorpel, auch in der Darmwand oder auch in der Gefäßwand, was ja für viele wirklich also mit das Wichtigste ist oder später sage ich mal lebenswichtig.

Außerdem auch Knochen zum Beispiel ist auch ein ganz wichtiger Punkt. Es kommt auch in viel mehr Geweben vor.

Es gibt ja insgesamt 28 verschiedene Kollagentypen.

Aber wir konzentrieren uns eigentlich meistens auf Kollagentyp 1 und 3, was eben in der Haut, im Knochen, in den Sehnen vorkommt.

[Nils Behrens] (5:12 - 5:22)

Interessant, wirklich sehr interessant. Also Darm wäre ich jetzt auch noch nicht so drauf gekommen.

Das heißt also, vielleicht wirklich eine gefährliche Frage, aber Leaky-Gut-Syndrom kann auch was damit zu tun haben?

[Dr. Eveline Urselmann] (5:22 - 5:34)

Leaky-Gut-Syndrom hat eher was mit Transportmechanismen und Membranen zu tun, aber durchaus denkbar, dass Kollagen da auch eine Rolle spielen kann, gerade wenn es praktisch um Funktion und Stabilität des Darms geht.

[Nils Behrens] (5:36 - 5:48)

Dann kommen wir doch mal zu dem Thema Alter, weil ich weiß, dass wir gar nicht so weit altersmäßig auseinander sind, auch wenn du natürlich viel jünger aussiehst.

Aber an welchem Alter beginnt denn der Kollagenverlust im Körper wirklich? Also woran merkt man es im Alltag zuerst?

[Dr. Eveline Urselmann] (5:49 - 7:33)

Also rein wissenschaftlich sagt man, dass ab Mitte 20 Kollagenabbau stattfindet oder sagen wir vielmehr so, dass die Kollagenproduktion abnimmt.

Und der Abbau, der ist unterschiedlich. Der hängt von vielen Faktoren ab, wo wir das im Alltag zuerst wahrnehmen.

Also da habe ich mir schon Gedanken zugemacht. Man nimmt es natürlich an den äußeren Faktoren wahr, also das heißt doch eben an der Haut und hauptsächlich natürlich im Gesicht.

Wo ich es am meisten merke, also bei meinen Patienten, es ist so, bei Kollagenverlust wird die Haut natürlich dünner.

Das heißt also, da wo die Haut per se schon mal dünn ist, zum Beispiel im Augenbereich, fällt uns das zuerst auf, zum Beispiel durch Augenringe, dunkle Augenringe.

Es scheint einfach der Muskel oder das Gefäßsystem durch. Und da fällt uns eigentlich der Kollagenmangel zuerst auf, obwohl wir es damit noch gar nicht in Verbindung bringen.

Dann geht es natürlich weiter mit den mimischen Falten, wo ich ja nun ganz viel mit zu tun habe, mit Botox, also Zornesfalte, Stirnfalten, Krähenfüße.

Auch hier sind das die Zonen der größten mechanischen Belastung im Gesicht.

Und deshalb fällt hier eben der Verlust von Kollagen mit Verlust der Elastizität am allermeisten auf.

Natürlich gibt es dann auch andere Dinge wie zum Beispiel Cellulite. Das fällt auch schon relativ früh auf.

Da merke ich auch schon, dass Patientinnen Mitte, Ende 20 schon mit der Problematik kommen.

Aber das sind sozusagen die Zonen, die am meisten optisch auffallen.

Es gibt aber natürlich auch noch andere Dinge, die man vielleicht im Verlauf merken kann.

Das ist zum Beispiel, dass die Regeneration beim Sport vielleicht sich verschlechtert.

Das kann auch schon ein Hinweis auf einen Kollagenmangel sein.

Oder aber auch auf mehr Verletzungen, die durch Überbeanspruchung passieren können.

[Nils Behrens] (7:34 - 8:23)

Total spannend. Ich finde, das erinnert mich jetzt gerade an ein Interview, was ich Anfang des Jahres schon mal geführt hatte.

Auch mit einer Dermatologin in dem Fall, die dann sagte, dass die Stirnfalte nichts anderes wäre als ein Sixpack im Gesicht.

Weil halt immer diese Muskulatur so oft angesprochen wird. Und naja, das Sixpack möchte man ja an anderer Stelle gerne haben.

Und von daher fand ich das einen ganz interessanten Vergleich, sage ich mal so.

Das heißt aber, du sagst, da sinkt die Kollagenproduktion. Und dann sieht man es auf der einen Seite.

Aber auf der anderen Seite kann es eben auch tatsächlich dann zu diesen Problemen führen, die dann, ich sage jetzt mal, gegebenenfalls in Gelenkproblemen dann aussehen können.

Aber was ich jetzt gerade so interessant finde, auch das Thema Knochen.

Jetzt frage ich mich so, was bedeutet das denn bei Knochen?

Weil jetzt eine Osteoporose zum Beispiel ist es ja nicht.

[Dr. Eveline Urselmann] (8:23 - 9:08)

Nein, das ist keine Osteoporose. Es ist eigentlich so, man muss sagen, dass praktisch Kollagen so eine Art Stützgerüst bildet, was eben nicht so stabil ist, also eher flexibel.

Also es macht den Knochen eigentlich so eher noch flexibler, muss man sich vorstellen.

Wenn wir jetzt einen Kollagenverlust haben, das muss man sagen, kommt aber erst später, also das tritt nicht so früh auf, wird der Knochen einfach spröder.

So muss man sich es vorstellen. Also nicht weniger fest, sondern spröder.

Und dadurch natürlich theoretisch bruchanfälliger. Und das hat jetzt nichts mit der Osteoporose oder den, sage ich mal, den festen Bestandteilen zu tun.

Ja, es ist wirklich nochmal ein anderer Faktor, der eben tatsächlich auf Biegefestigkeit und all solche Dinge praktisch reagiert.

[Nils Behrens] (9:09 - 9:19)

Jetzt frage ich dich mal eine sehr ungewöhnliche Frage. Wenn wir unser Kollagen maximal zerstören wollten, welche drei Lebensstilfaktoren würden wir dann auf jeden Fall anfangen auszubauen?

[Dr. Eveline Urselmann] (9:20 - 9:33)

Ja, da gibt es einiges. Und da kann ich auch wirklich so aus dem Praxisalltag wirklich gut berichten.

Also Nummer eins ist auf jeden Fall UV-Strahlung.

Also das ist wirklich mit Abstand das, was unser Kollagen, also im Hautbereich natürlich, killt.

[Nils Behrens] (9:33 - 10:25)

Ich finde es ganz interessant, weil du das sagst, weil es kommt ja immer wieder diese Frage, also jetzt gerade im Zusammenhang bei mir war das jetzt mit meinem Buch, wurde ich häufig auch von der Presse gefragt, dass wenn ich das alles wüsste, was jetzt so in meinem Buch steht, wenn ich das früher gewusst hätte, was hätte ich geändert?

Und das Witzige ist, der Nummer eins ist, ich hätte früher angefangen mit Muskelaufbau oder mit massivem Muskelaufbau, sage ich mal so.

Aber das Nummer zwei ist tatsächlich, dass ich meine Haut besser geschützt hätte.

Weil, und das ist wirklich etwas, es geht jetzt raus an alle von den etwas jüngeren HörerInnen hier oder die vielleicht da noch rechtzeitig rangehen können, wobei eigentlich ist rechtzeitig jetzt, egal wie alt man ist, dass in meinem Alter jetzt immer mehr so Flecken auftauchen, die häufig jetzt ja nicht das Ergebnis von den Sonneneinstrahlungen des letzten Jahres waren, sondern eigentlich das, was ich über die Jahre angebaut habe.

Hat das was mit Kollagen zu tun?

[Dr. Eveline Urselmann] (10:25 - 10:31)

Das eher indirekt. Also tatsächlich geht es da um Melanozyten, die dann angeregt werden.

[Nils Behrens] (10:31 - 10:37)

Aber die UV-Einstrahlung zu reduzieren, ist auf jeden Fall schon mal eine sehr gute Idee.

[Dr. Eveline Urselmann] (10:37 - 11:40)

Absolut, weil ich sehe das zum Beispiel so, wenn Patienten zu mir in die Praxis kommen, sind immer diejenigen, die wirklich sehr viel der Sonne ausgesetzt waren, wirklich diejenigen, die am schlechtesten vom Hautbild aussehen.

Also nicht am unattraktivsten, das will ich überhaupt nicht sagen. Es geht wirklich um das reine Hautbild.

Wie ist die Hautqualität? Wie elastisch ist das Hautbild? Wie viele Falten hat jemand?

Ja, und da muss ich sagen, sind wirklich diejenigen, die viel in der Sonne waren, das sind klassischerweise Leute, die viel Golf spielen oder Segeln.

Nichts dagegen. Ich finde, das sind tolle Sportarten.

Aber ich weiß, dass in der Vergangenheit war einfach da die Awareness nicht so.

Man hat sich nicht so geschützt und die Leute waren nun mal viel draußen.Und deshalb ist es so, dass ich das wirklich gut nachvollziehen kann.

Also diese Theorie UV-Strahlung, Kollagenverlust, Verschlechterung der Hautqualität, der Elastizität hat wirklich einen direkten Zusammenhang, den ich wirklich auch im Alltag wirklich oft zu sehen kriege. Und das ist für mich deshalb Kollagenkiller Nummer 1 der optisch sichtbaren Faktoren, sage ich mal.

[Nils Behrens] (11:40 - 11:44)

Okay, wir merken uns also, um unser Kollagen maximal zu schädigen, gehen wir ganz viel in die Sonne.

[Dr. Eveline Urselmann] (11:44 - 12:45)

Richtig, ganz viel in die Sonne. Und Nummer 2? Nummer 2 ist natürlich der Klassiker, oxidativer Stress.Ich meine, klar, da hast du schon ganz viele Gäste hier gehabt, die sich dazu bestimmt ausgelassen haben. Aber nach wie vor ist es so, oxidativer Stress ist etwas, was das Kollagen stark schädigt. Klar, dazu gehört, na ja, was alle eigentlich schon so wissen, Rauchen ist natürlich ein extremer Faktor. Alkohol ist ein extremer Faktor. Und natürlich Ernährung, also alles, was oxidativen Stress erzeugt. Aber natürlich auch das Altern an sich selbst. Man muss ja sagen, der Alterungsprozess, den wir ja alle leider unterliegen, der verursacht ja auch eine gewisse Form von Oxidation. Und das ist eben auch der zweite wichtige Faktor, den ich sehe, dass eben Patienten, die aufhören zu rauchen oder Alkohol zu trinken. Ich rede jetzt hier wirklich von größerem Maß. Das sind wirklich starke Raucher oder Leute, die wirklich sehr viel Alkohol trinken. Wenn die damit aufhören, es ist wirklich interessant. Die sehen wirklich nach kürzester Zeit deutlich besser aus.

[Nils Behrens] (12:46 - 13:11)

Ich habe jetzt etwas gelernt, was mich total überrascht hat im Zusammenhang mit Alkohol. Also, dass Alkohol schlecht ist, wissen wir ja sowieso. Aber das insbesondere auch nochmal einen Unterschied macht, wie hochprozentig der Alkohol ist, den wir trinken. Weil er eben halt auch nochmal quasi, kann man sich ja vorstellen, dass wenn man irgendwo was desinfizieren möchte, ist dann eben halt etwas Hochprozentiges, was besser tut, als wenn ich jetzt bei einem Bier, wo dann irgendwie 6 Prozent Alkohol drin sind oder ob ich jetzt eben halt ein Vodka mit 40, 50 Prozent dann trinke.

[Dr. Eveline Urselmann] (13:11 - 13:19)

Ja, absolut. Also so meine subjektive Beobachtung, sage ich mal, ohne jetzt eine Studie dazu gelesen zu haben, würde das auf jeden Fall unterstreichen.

[Nils Behrens] (13:20 - 13:39)

Okay. Ja, sehr gut. Dann haben wir jetzt verstanden. Also das ist ja im Grunde genommen genau das, was ich in meinem Buch auch habe. Wir altern in erster Linie eben halt aufgrund von der Silent Inflammation oder von diesem oxidativen Stress. Und da haben wir auf der einen Seite das, was durch die Ernährung oder durch Rauchen kommt und auf der anderen Seite das, was wir auch psychologisch dann haben letztendlich, den mentalen Stress sozusagen.

[Dr. Eveline Urselmann] (13:39 - 13:41)

Der gehört dazu. Auf jeden Fall.

[Nils Behrens] (13:41 - 13:44)

Ist das dann trotzdem immer noch in der 2 oder wäre das in der 3?

[Dr. Eveline Urselmann] (13:44 - 14:18)

Das ist die 2, würde ich sagen. Und die Nummer 3 ist für mich, betrifft mehr die Frauen tatsächlich so leider eben der Hormonmangel oder die Hormonumstellung. Östrogenmangel ist wirklich auch ein ganz starker Faktor, der eben wirklich deutlich das äußere Erscheinungsbild doch deutlich verschlechtern kann. Ja, bei Männern weniger. Man muss sagen, Testosteron spielt ja auch eine Rolle bei der Alterung. Aber es kommt irgendwie da nicht in so einen Schub, würde ich sagen.

[Nils Behrens] (14:18 - 14:54)

Das habe ich tatsächlich im Zusammenhang mit dieser ganzen Kollagenrecherche gelesen, dass es richtig so nach der Menopause so richtigen Einschlag nochmal so gibt.

Also das ist ja, das habe ich ja schon sehr häufig in diesem Podcast erzählt, was die Muskulatur auch betrifft, aber eben halt auch tatsächlich, was die Kollagensynthese betrifft. Also im Gegensatz zu dem Muskelabbau, der sich dann eben deutlich höher ist, ist es aber glaube ich so, dass bei der Kollagenabbau oder der Kollagensynthese ist das sozusagen ein einmaliger Schub, der quasi dann nach unten geht.

[Dr. Eveline Urselmann] (14:54 - 15:08)

Richtig. Ja, es geht kontinuierlich. Dann kommt die Menopause ungefähr und da vermutet man so, dass es ungefähr 30 Prozent tatsächlich sind, die dann nochmal verschwinden.

[Nils Behrens] (15:09 - 15:30)

Aber es ist natürlich, also es ist für jeden von uns oder insbesondere für unseren Hörer natürlich irgendwie eine abstrakte Zahl, aber man kann sich ja schon vorstellen, dass wenn man irgendwie, ich sage jetzt mal, hier einen Stapel Murmeln hat und jemand nimmt dann auf einmal 30 Prozent an Murmeln weg, dann sind da weniger Murmeln und das sieht man auch.

Wenn ich jetzt zwei Murmeln jedes Jahr wegnehme, dann fällt mir das nicht so schwer.

[Dr. Eveline Urselmann] (15:31 - 15:58)

Richtig, so ist das. Und ich muss dir wirklich sagen, es ist so, dass wirklich Frauen zu mir, also ich sage jetzt immer Frauen, weil ich einfach viel mehr Patientinnen habe als Patienten und die auch vielleicht mehr darunter leiden, die sagen, dass dieser Einbruch eben nicht so peu à peu kam, sondern gefühlt über Nacht. Man wacht morgens auf und guckt in den Spiegel und sagt, oh mein Gott, also was ist hier los? Klar, so ganz drastisch ist es nicht, aber es ist ein Satz, der mir immer wieder auffällt.

[Nils Behrens] (15:59 - 16:16)

Ich habe ja bei mir in dem Buch den Nummer 1 Faktor Zucker als Einfluss für das Thema Silent Inflammation und da ist aber ja nochmal ein anderer Faktor.

Es ist ja nicht nur das Thema Stress, sondern das ist ja dieses Thema, ich glaube es heißt Glykation.

[Dr. Eveline Urselmann] (16:16 - 17:37)

Ja, Glykation, genau. Also das ist auch nochmal eine ganz besonders fiese Sache, die wir dem Kollagen antun können. Und zwar ist das eben diese Glykation, das heißt eben, dass praktisch Zuckermoleküle, reaktive Zuckermoleküle mit Proteinen eine Bindung eingehen tatsächlich und die dadurch sozusagen karamellisieren, um es mal salopp zu sagen. Es bilden sich dabei wirklich Produkte, die auch fast unauflöslich sind oder schwer aufzulösen sind, die eben das Kollagen versteifen. Und durch diese Versteifung des Kollagens hat es nicht mehr die Funktion wie vorher und es hat leider auch noch den Nachteil, dass die ganze Matrix, das muss man sich so vorstellen, also diese bewegliche Matrix, einfach nicht mehr richtig arbeiten kann. Also das heißt, diese AGEs nennen wir das, das sind Advanced Glycation End Products, nennt sich das. AGE hört man ja vielleicht schon mal gelegentlich in der Kosmetikbranche, haben wir das ständig. Wir haben ständig jetzt auch Kosmetiker, die eben das verhindern sollen. Wie gut die das können, kann ich noch nicht viel zu sagen. Da gibt es noch nicht so unfassbar viele Studien zu. Aber es ist tatsächlich so, dass sich dadurch wirklich so ein Teufelskreis fast bildet, dass wir einerseits diese Glykation haben, aber andererseits dadurch auch noch die Kollagenproduktion auch noch mit eingeschränkt wird.

[Nils Behrens] (17:38 - 18:27)

Ja, also ich finde, das klingt schon wirklich sehr erschreckend.

Also ich meine, Karamellisierung klingt erstmal sehr lecker, aber jeder, der mal so eine Karamellschicht oben auf einer Creme Brulee gesehen hat, der weiß ja, wie das im Grunde genommen ist, dass die ja, da drunter ist der elastische Pudding, sage ich jetzt mal so. Und oben drauf ist eben halt diese Schicht. Und wenn man da mit dem Löffel reingeht, dann bricht es halt richtig so. Während ein Pudding, der da drunter ist, der eher so ein bisschen flexibler ist dann von der Sache her. Also deswegen, ich finde, dass das Wort Karamellisierung der Haut eigentlich schon wirklich sehr, sehr gut. Also da hat man ein Bild vor Augen. Und das, was ich aber wirklich, wir hatten hier die Frau Dr. Schmiedeberg im Podcast, und die hat davon auch mal sehr viel ausführlich erzählt. Dass es, wie du schon sagst, sehr schwer reversibel dann tatsächlich ist. Das heißt also, Zucker ist da schon echt ein Endgegner für die Haut.

[Dr. Eveline Urselmann] (18:27 - 19:10)

Und was man da noch betonen sollte, ist halt einfach, es ist wirklich nicht nur der reine Zuckerkonsum, um den es geht. Das weißt du ja auch so. Es ist tatsächlich so, natürlich soll man Zucker vermeiden, aber es sind halt eben doch viel, entsteht durch Stoffwechselstörungen, durch den gestörten Metabolismus, muss man klar sagen. Es ist einfach so, dass auch Leute mit Insulinresistenz natürlich diese Blutzuckerspiegel haben. Obwohl sie vielleicht gar nicht so viel Zucker konsumieren. Also es wäre zu einfach zu sagen, iss weniger Zucker, dann wird alles gut. Das reicht tatsächlich nicht in diesem Zusammenhang. Weil diese Glykation eben auch durch diese interne Spitzen, diese Zuckerspitzen eben auch entstehen kann.

[Nils Behrens] (19:10 - 19:34)

Ich verstehe. Das heißt also, ich habe schon mehrfach mal so einen Glukose-Monitor getragen. Und bei mir, das hat sich ja mittlerweile auch auf Social Media herumgesprochen, also das Thema Hafermilch zum Beispiel, ist ja wirklich so ein massiver Spike. Den größten Spike, habe ich ja auch schon mehrfach erzählt, habe ich bei so Sushi-Reis zum Beispiel. Also wo wirklich eine nahezu Verdoppelung des Wertes sozusagen dann stattfindet.

[Dr. Eveline Urselmann] (19:34 - 19:37)

Und da denkt man, man tut sich eigentlich was Gutes und isst Sushi.

[Nils Behrens] (19:38 - 19:54)

Es hat so einen total guten Ruf irgendwie. Irgendwie hat man dann immer so die gesunden Japaner dann irgendwie so vor Augen. Und in Wirklichkeit ist es eben wirklich, für mich ist es tatsächlich echt ein totaler Glukose-Spike. Also wirklich so der Extremste. Und vor allem, er fällt dann auch sehr schnell wieder.

[Dr. Eveline Urselmann] (19:56 - 20:29)

Also darauf ist auch zu achten. Also nicht einfach nur Zucker reduzieren, auch diese Spitzen reduzieren. Und eben Metabolismus ganz klar. Insulinresistenz, wie auch immer. Also das eben auch möglichst in den Griff kriegen, natürlich durch Sport. Also das ist ja im Moment, sage ich mal, das Mittel, um eben eine Insulinresistenz in den Griff zu bekommen ist ja Gewichtsabnahme und Sport, sage ich mal. Und das sind dann eben auch diese Mechanismen, die da reinspielen.

Ich wollte nur sagen, dass eben das nicht so einfach ist, sondern man das mit beachten sollte, dass das eben auch dazu gehört und eben auch diesen Prozess befeuern kann.

[Nils Behrens] (20:29 - 20:54)

Ich lerne ja nicht nur immer sehr viel in diesem Podcast, sondern ich habe dann ja auch tatsächlich einige Verhaltensänderungen. Und bei mir ist es tatsächlich so, ich bin mir so sehr angewöhnt, einen Spaziergang nach dem Essen zu machen. Das war auch einer der Tipps, die ich hier mal bekommen habe, um eben halt genau diese Sugar Spikes, also diese Spitzen sozusagen relativ schnell nach unten zu bringen. Und ich merke das einfach wirklich, wie gut es mir tut und ich merke es aber auch, wenn ich es nicht tue, dass es jetzt mittlerweile mir auch schon richtig fehlt.

[Dr. Eveline Urselmann] (20:55 - 20:58)

Ja, oder man kann sich das gut angewöhnen und dann fühlt man sich richtig schlecht, wenn man es nicht macht.

[Nils Behrens] (20:59 - 21:05)

Total, total. Was passiert denn eigentlich auf Zellebene, wenn Haut ihre Elastizität verliert?

[Dr. Eveline Urselmann] (21:05 - 22:17)

Also es ist so, man muss sich das vorstellen, wir haben ja also die Zellen, die Kollagen bilden, das sind ja die Fibroblasten, die bilden einerseits Kollagen, ein bisschen Elastin, das wird aber allerdings nur in der Jugend viel gebildet, später weniger. Fibroblasten bilden auch Hyaluron tatsächlich und noch extrazelluläre Matrix, heißt das sozusagen, also alles, was so drumherum, um die Zellen herum geschieht. Und jetzt muss man sich vorstellen, dass diese Fibroblasten, die sind in der Jugend frisch und gespannt. Also das heißt, die sind eingebettet in eine Matrix, die sozusagen auf Spannung hält. Es ist wirklich ein mechanischer Aspekt. Jetzt ist es so, wenn es damit losgeht, dass der Alterungsprozess in irgendeiner Form einsetzt, was das Kollagen angeht, ist es so, dass das Kollagen fragmentiert wird. Also das heißt, es gibt bestimmte Enzyme, die heißen Matrix-Metalloproteinasen, die zerschneiden das Kollagen und es entstehen viele Kollagenfragmente. Die sind ein Anzeichen der Hautalterung, wenn wir das mikroskopisch anschauen.

[Nils Behrens] (22:17 - 22:22)

Also ich stelle mir jetzt gerade so eine Plane vor, die gespannt ist und da sind dann Löcher drin oder wie?

[Dr. Eveline Urselmann] (22:22 - 22:45)

Ja, so ungefähr. Oder stell dir mal vor, so wie Seile, so Taue. Und die halten so alles auf Spannung und dazwischen hängt dann so ein Fibroblast. Und der fühlt sich da so wohl, solange er auf Spannung ist und produziert weiter Kollagen. Jetzt werden diese Seile durchschnitten und es fällt so ein bisschen in sich zusammen, das ganze Gerüst. Da hat dann der Fibroblast viel weniger Anreiz, weiter Kollagen zu bilden.

[Nils Behrens] (22:45 - 22:46)

Ah, das mucksch.

[Dr. Eveline Urselmann] (22:46 - 23:20)

Genau. Der chillt dann sozusagen in der Hängematte. So muss man sich das vorstellen. Und dadurch eben auf zellulärer Ebene wird er träge. Es wird weniger Kollagen produziert, was wiederum zu mehr Elastizitätsverlust wieder führt. Es ist wieder so ein Teufelskreislauf, muss man sagen. Also es wird mehr Kollagen zerstört, mehr fragmentiert, weniger produziert. Und so kommt es eben dazu, dass man überall diese Kollagenfragmente hat, immer weniger intaktes Kollagen und dadurch eben nicht mehr diese Spannung, nicht mehr eben diese Stütze im Gewebe.

[Nils Behrens] (23:20 - 23:24)

Okay, und dieses Zerstören war genau diese Faktoren, die wir vorher besprochen haben.

[Dr. Eveline Urselmann] (23:24 - 23:28)

Richtig. Da haben wir ja schon drüber gesprochen.

[Nils Behrens] (23:29 - 23:42)

Ich habe ja schon einmal die etwas absurde Frage gemacht, welche drei Lebensstilfaktoren in erster Linie das Kollagen zerstören. Gibt es denn auch etwas in der Hautpflege, sage ich mal so, was die Kollagenalterung beschleunigt?

[Dr. Eveline Urselmann] (23:43 - 24:57)

In der Hautpflege? Also eigentlich nicht so wirklich. Also es ist wirklich immer so, wenn man es übertreibt. Das würde ich mal sagen. Also es ist einmal klar. Der größte Fehler ist einfach nicht genug Sonnenschutz zu verwenden oder eben zu sagen, ich nehme Sonnenschutz nur dann, wenn ich in die Sonne gehe und sonst gar nicht. Also es ist für uns, sage ich mal, in der ästhetischen Medizin absolutes Credo, immer Sonnenschutz zu verwenden. Also auch an schlechten Tagen, auch wenn es regnet. Man muss es wirklich jetzt nicht mega übertreiben, aber es gehört einfach so zum Lifestyle dazu. Es ist jetzt nicht so, dass es irgendwelche Inhaltsstoffe gibt, die jetzt besonders kollagenschädigend sind. Es ist eher nur das zu viel. Ja, wenn ich jetzt zum Beispiel zu viel Retinol oder Retinoide verwende, zu viele Säuren, dann schädige ich irgendwann die Hautbarriere und es kommt zu Mikroentzündungen. Und Mikroentzündungen führen, wie wir wissen, sind immer schlecht, führen immer zum Abbau von Kollagen, immer zu Signalwegen, die eben negative Dinge zur Folge haben. Aber ich muss sagen, wenn man vernünftig mit Kosmetik umgeht, dann funktioniert das alles wunderbar. Und ich halte Retinoide für wirklich mit die besten kollagenunterstützenden Wirkstoffe. Man darf es halt nicht übertreiben.

[Nils Behrens] (24:57 - 25:07)

Die Menge macht das Gift. Also ich glaube, du kannst wahrscheinlich jedes Supplement, was Sunday Natural verkauft, kannst du in dem Augenblick auch zu einem Gift machen, wenn du einfach zu viel davon nimmst, sagen wir so was.

[Dr. Eveline Urselmann] (25:07 - 25:07)

Richtig, richtig.

[Nils Behrens] (25:07 - 25:14)

Von daher, bei dem einen oder anderen braucht man sehr viel davon. Aber trotz allem ist das mit Sicherheit so.

[Dr. Eveline Urselmann] (25:14 - 25:43)

Und das ist halt auch etwas, was auf viel von Social Media halt befeuert wird, auch gerade bei vielen Jüngeren, aber bei Älteren auch nur.

Da denkt man so, ja, je mehr, desto besser. Und schwupp geht's dann schon in eine andere Richtung.

Und ich glaube, das war früher ein bisschen weniger, wo man weniger Zugang dazu hatte, zu all den Produkten und auch weniger Marketing betrieben wurde.

Und jetzt übertreiben es einige. Aber so grundsätzlich gibt es jetzt nicht das eine Ingredient, was jetzt besonders hautschädigend wäre, was es so frei auf dem Markt gibt.

[Nils Behrens] (25:44 - 25:51)

Was sind denn aus deiner Sicht die drei wirksamsten Strategien, um vor allem das körpereigene Kollagen oder die körpereigene Kollagenproduktion zu unterstützen?

[Dr. Eveline Urselmann] (25:51 - 26:10)

Ja, das ist ein Punkt. Also körpereigene Kollagenproduktion zu unterstützen, ist natürlich einmal diese ganzen Maßnahmen eben einzuhalten. Also der Lifestyle, das ist das A und O. Das muss man ganz klar sagen. Lifestyle steht wirklich an Nummer eins. Und das beinhaltet einfach das, was wir eben schon alles besprochen haben.

[Nils Behrens] (26:11 - 26:12)

Wo wir nicht gesprochen haben, ist Schlaf.

[Dr. Eveline Urselmann] (26:13 - 27:03)

Ah, Schlaf haben wir noch nicht erwähnt. Tatsächlich, ja, Schlaf ist natürlich auch sehr, sehr wichtig. Da passieren natürlich viele Reparaturprozesse. Und es gehört einfach mit zu einem gesunden Lifestyle, eben auch praktisch genügend Schlaf zu bekommen, weniger Stress. Ansonsten ist es eben so, Sport nach wie vor. Klar, also da gibt es mehrere Faktoren. Es ist eben auch durch verschiedene Signalwege, kann eben Sport kollagenaufbauend wirken. Tatsächlich gibt es jetzt immer schon mal Behauptungen, dass Sport oder Kraftsport viel mehr besser wäre als viele Cremes oder andere Maßnahmen. So weit würde ich jetzt vielleicht nicht gehen, ob es besser ist. Aber tatsächlich ist Sport ein wirklich wahnsinnig wichtiger Faktor, der eben Signalwege, sage ich mal, in Gang setzt, die eben doch eine Kollagenproduktion doch in Gang setzen und fördern.

[Nils Behrens] (27:04 - 27:12)

Ja, wenn ich an unseren gemeinsamen Freund Johannes Walder denke, dann muss ich sagen, der hat hervorragende Haut. Also er sieht ja blendend aus. Aber gut, der ist auch noch jünger.

[Dr. Eveline Urselmann] (27:12 - 27:33)

Der ist jünger, aber der macht auch was. Und natürlich meine Treatments, da muss ich ja auch sagen, also wenn wir im Gesichtsbereich weniger im Körperbereich, da bin ich ja nicht ganz so aktiv, Kollagen fördern wollen, gibt es doch sehr, sehr viele Behandlungen, mit denen man das aktiv tun kann.

[Nils Behrens] (27:34 - 27:42)

Oder würde ich gleich nochmal gerne darauf reinkommen. Das kommt ein bisschen später erst bei mir.Deswegen würde ich ungern springen, dann verliere ich ja total meinen Faden.

[Dr. Eveline Urselmann] (27:42 - 27:45)

Nein, das wollen wir nicht. Ich bin ja nicht so flexibel. Das wollen wir nicht.

[Nils Behrens] (27:46 - 28:13)

Ich möchte nämlich wirklich mal auf einen Punkt eingehen. Und ich bin mir relativ sicher, es gibt immer so Worte, die so trivial klingen und alle immer so nicken.Und wenn du dann aber mal nachfragen würdest und erklär mal, was heißt das eigentlich? Dann würden wahrscheinlich die meisten Laien jetzt erst mal dann sagen, weiß ich nicht. Und jetzt schauen wir mal, ob du als Profi dann genauso bist, weil du sprichst tatsächlich immer von diesen Signalwirkungen und den Signalwegen. Was bedeutet das eigentlich?

[Dr. Eveline Urselmann] (28:14 - 28:54)

Ja, das kann man. Es ist nicht so leicht zu erklären. Ich weiß auch nicht, ob man das wirklich so richtig versteht, wenn man nicht wirklich da als Biochemiker tatsächlich wirklich sich diese Reaktionen anguckt. Aber diese Signalwege werden so in Gang gesetzt, dass enzymatische Reaktionen stattfinden. Ich sage mal, es werden, ich sage mal, Botenstoffe docken an, an Rezeptoren. Und dann wird von der Zelle, von welcher Zelle auch immer, praktisch etwas produziert, was eben eine Kaskade hervorruft. Also so müssen wir uns das vorstellen. Ich glaube, das habe ich jetzt gar nicht so gut erklärt, weil es ist so abstrakt.

[Nils Behrens] (28:54 - 29:22)

Ich glaube schon, weil ich glaube, das Thema Botenstoffe ist ja etwas, was wir sehr viel im Körper haben. Und im Grunde genommen, die meisten Botenstoffe, die man so kennt, sind üblicherweise ja auch wieder mit Stress verbunden. Richtig. Wenn ich jetzt das Interleukin 6 sehe, was ja eben nichts anderes ist, als dass da eigentlich eine Art von Alarmmodus ausgelöst wird. Und genauso kann man sich ja natürlich vorstellen, dass es andere Botenstoffe gibt, die andere Funktionen haben. Das heißt, es gibt eben halt Boten für alles Mögliche.

[Dr. Eveline Urselmann] (29:22 - 29:42)

Genau, für alles Mögliche gibt es Boten. Und es werden wirklich mehrere Reaktionen in Gang gesetzt, tatsächlich durch eben einen Stoff, der praktisch so eine Art wie so ein Domino-System ist, das mehrere Kaskaden in Gang setzt, tatsächlich. Also so müsste man sich das vorstellen. Also es gibt eine Signalwirkung, die eben mehrere Reaktionen nach sich zieht.

[Nils Behrens] (29:43 - 30:01)

Dann komme ich mal zum nächsten Punkt, der immer in diesem Zusammenhang dann auch erwähnt wird. Das Witzige ist, das letzte Wort ist ja gerade so ein totaler Hype. Da habe ich das Gefühl, auch in der Longevity-Szene, das Wort Peptide. So, und jetzt ist man bei dem Kollagen, spricht man ja immer von Tripeptiden. Erzähl doch mal kurz, was das ist.

[Dr. Eveline Urselmann] (30:02 - 31:03)

Ja, Tripeptide. Also jetzt im Zusammenhang mit Kollagen gehe ich mal drauf ein. Also das sind ja kleine Ketten von Aminosäuren. Und in Bezug auf Kollagen ist es so, dass die in der Regel aus Glycin-Prolin, Hydroxyprolin bestehen. Das sind die Tripeptide, wenn es eben drei Aminosäuren sind. Es gibt auch die Peptide, die sind noch mal kleiner, wenn sie dann aus zwei bestehen. Also das sind sozusagen die Peptide. Es sind eben kleine, sage ich mal, kleine Aggregate oder Verbindungen vielmehr.

Und was das Gute an diesen Peptiden ist, dass sie klein genug sind, um eben im Darm aufgenommen zu werden und dann auch ins Blut zu gelangen, eben als Peptid, eben als Komplex und nicht als einzelne Aminosäure, also das ist eben das Besondere an eben diesen Peptiden, deren, sage ich mal, Zusammensetzung, dass sie eben für den Körper gut, sage ich mal, erkennbar wird.

[Nils Behrens] (31:04 - 31:58)

Ja, ich finde es ganz interessant, weil ich habe es bewusst jetzt auch so gewählt von der Interviewführung, sage ich jetzt mal so, weil ich finde es ganz interessant, weil wenn du immer so siehst, dass in Social Media wieder das Thema Peptide grundsätzlich erklärt wird, was ja momentan ein sehr großer Hype ist und ja zum Großteil ja auch in Deutschland gar nicht zugelassen ist, aber das, was da in der Erklärung meistens drin ist, ist ja, dass wir gezielte, ich sage jetzt mal, Aufträge vergeben.

Das heißt also üblicherweise dann eben halt bestimmte Injektionen werden in bestimmte Bereiche gegeben und dadurch werden eben halt bestimmte Aufträge vergeben. Das kann eben halt sein, deswegen ist es eben halt auch gerade in diesem Longevity-Bereich, dass eben halt gewisse Reparaturaufträge da sind, dass gewisse Regenerationsaufträge da sind, manchmal eben halt aber auch eine Art von Muskelwachstum ausgelöst werden soll, Haarwachstum etc. Das heißt also letztendlich sind wir ja dann schon wieder bei der Signalwirkung dann in dem Sinne, die entsteht.

[Dr. Eveline Urselmann] (31:58 - 32:20)

Richtig, so ist das. Also tatsächlich Peptide, wie gesagt, großer Hype im Moment, so wie du schon sagtest, noch wenig Handfestes dazu, zumindest hier auch bei uns in Deutschland. Aber von ein paar Peptiden weiß man ja schon mal sicher, dass sie wirken. Eins davon sind zum Beispiel die Semaglutide. Semaglutide auf jeden Fall.

[Nils Behrens] (32:20 - 32:22)

Vielleicht zur Aufklärung magst du kurz sagen, was das ist.

[Dr. Eveline Urselmann] (32:22 - 32:24)

Ja genau, Ozempic oder Wegovy.

[Nils Behrens] (32:24 - 32:25)

Also diese Abnehm-Spritzen.

[Dr. Eveline Urselmann] (32:25 - 32:34)

Diese GLP-1-Analoga, genau. Diese Abnehm-Spritzen, das sind zum Beispiel auch Peptide mit einem bestimmten Auftrag, muss man sagen. Nur damit man sich das mal einfach mal vorstellen kann.

[Nils Behrens] (32:34 - 32:36)

Aber so ein Klassiker von meiner Oma, ich glaube Insulin.

[Dr. Eveline Urselmann] (32:37 - 32:37)

Insulin.

[Nils Behrens] (32:37 - 32:39)

Ist ja genauso. 

[Dr. Eveline Urselmann] (32:40 - 33:02)

Eigentlich beschreibt Peptid ja nur etwas, sage ich mal, eine Zusammensetzung. Also es geht immer um Aminosäuren und um eine kleinere Anzahl von Aminosäuren, die eben miteinander verbunden sind, muss man sagen. Und größere sind Proteine. Das sind größere Komplexe, kleinere sind Peptide. Und das Kleinste ist dann eben die Aminosäure selbst als Grundbaustoff.

[Nils Behrens] (33:03 - 33:33)

Du gibst mir eine Vorgabe nach der anderen. Und das ist nämlich das Thema Größe. Du hast gerade gesagt, dass Tripeptide eben schon mal sehr klein sind, kleiner als Aminosäuren. Oder nicht als Aminosäuren, als Proteine sozusagen. Und in dem Zusammenhang taucht jetzt auch immer das Wort Dalton auf. Und wir beide sind in dem Alter, wo man auch noch die Comics von Lucky Luke kennt. Und da sind die Daltons diese vier fast gleich aussehenden Verbrecher, die halt nur sich in der Größe in erster Linie und im Intellekt unterscheiden. Jetzt geht es darum ja nicht in diesem Zusammenhang.

[Dr. Eveline Urselmann] (33:33 - 34:29)

Nein, irgendwie nicht. Aber Dalton ist schon mal gut. Ja, da geht es tatsächlich um eine Molekülgröße, um eine Größe. Und das ist etwas, was für mich in der Kosmetik schon mal wichtig ist, weil eine bestimmte, wenn mein Molekül klein genug ist, kann es eben auch praktisch durch die Haut durch oder, ich sage mal, einfach bestimmte Barrieren besser passieren als größere Moleküle. Da kommen wir zum Beispiel auch dazu, wir wissen ja alle inzwischen, wenn wir Kollagen auf die Haut geben, eine Kollagencreme, wissen wir, dass es nicht funktioniert, weil das einfach auf der Haut hängen bleibt. Das dringt nicht ein, das ist viel zu groß, viel zu großes Molekül Kollagen, um in die Haut einzudringen. Aber wenn wir jetzt das Ganze kleiner machen, sage ich mal, eine geringere Daltongröße haben, dann besteht die Möglichkeit, dass es wirklich in die Haut hinein penetriert.

[Nils Behrens] (34:31 - 34:47)

Ja, und ich glaube, das ist insofern ganz spannend, weil, wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind ja diese, ich sage jetzt mal, Studien, die momentan ja auch sehr viel diskutiert werden über das Thema Kollagene, da sind die Daltonzahlen ja auch, wie du schon sagtest, deutlich höher gewesen.

[Dr. Eveline Urselmann] (34:48 - 34:48)

Richtig.

[Nils Behrens] (34:48 - 34:54)

Und von daher genauso wie, ich wusste gar nicht, dass in den Hautcremes auch kein Kollagen mehr drin ist.

[Dr. Eveline Urselmann] (34:54 - 35:01)

Ja, gibt es immer mal wieder, aber da weiß jeder eigentlich, der davon Ahnung hat, dass es eigentlich nur eine Oberflächenwirkung haben kann.

[Nils Behrens] (35:01 - 35:35)

Ja, okay. Ja, und deswegen, also das, was man jetzt momentan immer überließ, ist eben halt dieses 500-Dalton-Thema. Und ich glaube, die meisten Produkte, die wir so im Kopf haben, sind ja deutlich mehr. Da habe ich jetzt eine andere Zahl, das sind so eher 4.000 Dalton, also das ist ja signifikant mehr, also das ist achtfache an Größe. Ich finde es insofern immer lustig, weil auch da, wir sind so noch mit Quartettspielen groß geworden, umso mehr, desto besser war ja früher dann immer so. Und man wusste gar nicht genau, was PS sind, aber man wusste, mehr PS ist besser, sozusagen so. Und bei der Daltonzahl ist es eben halt andersrum.

[Dr. Eveline Urselmann] (35:35 - 36:21)

Genau, also je kleiner, desto besser, desto eher können Membranen passiert werden. Also das heißt, es fängt schon an, Darmaufnahme sollte besser sein, ist auch nachweisbar so, ja, dass das natürlich im Blut erscheint dann auch, also diese Partikel. Aber auch die Zirkulation im Organismus und eben auch der Zugang zu den einzelnen Organsystemen.

Es wird gesagt, dass eben diese Größe tatsächlich passender ist und auch besser an Rezeptoren andocken kann, interessanterweise, weil diese Größe tatsächlich auch der Größe von Hormonen zum Beispiel eher ähnelt. Ja, Estrogen und andere Hormone haben eben auch nur diese Größe und können so eben an Rezeptoren andocken und eben Membranen passieren.

[Nils Behrens] (36:22 - 37:03)

Ja, aber es ist wirklich, man sieht das ja auch jetzt an einigen Stellen, wie man auch weiß, jetzt zwar ein bisschen anderes Thema, aber die ganze Energieproduktion in unserem Körper, die Mitochondrien, die produzieren ja, oder die nehmen ja als Brennstoff das NAD+. Und da hat man ja eine Zeit lang auch gedacht, okay, wenn sich das Thema NAD++ mit dem Alter abbaut, dann muss ich eben etwas nachwerfen. Und da hat man ja festgestellt, das einfache Nachwerfen funktioniert auch nicht, weil es da auch wieder zu groß ist. Und deswegen sind ja diese Precursor, wie sie heißen, dann entstanden, wie NMN oder Nicotinamid-Ribosid oder eben halt, was man als Infusion macht. Aber das ist ja eigentlich das gleiche Thema. Größe spielt einfach eine Rolle. Und in dem Fall ist nicht größer besser.

[Dr. Eveline Urselmann] (37:04 - 37:04)

Genau, so ist das, ja.

[Nils Behrens] (37:05 - 37:06)

Ja, spannend.

[Dr. Eveline Urselmann] (37:06 - 37:20)

Das heißt nicht, dass das per se schlecht ist, wenn man jetzt in Bezug auf Kollagen zum Beispiel größere Moleküle aufnimmt. Die werden ja auch im Darm aufgelöst. Ja, und dann werden sie ja kleiner. Das heißt ja nicht, dass dann da gar nichts passiert. Das wollte ich nur sagen.

[Nils Behrens] (37:21 - 37:24)

Aber wenn man es natürlich vorher so aufbereitet. Verstanden, man erhöht eben die Bioverfügbarkeit.

[Dr. Eveline Urselmann] (37:24 - 37:25)

Richtig, richtig. Spannend.

[Nils Behrens] (37:26 - 37:41)

Nach deiner Erfahrung, was würdest du sagen, wenn man eine gezielte Unterstützung der Kollagenproduktion oder der Kollagenbildung, sage ich mal, sowas hat? Wer profitiert am meisten davon? Eher ältere Menschen oder Sportler oder ich sage jetzt mal einfach Menschen mit Hautproblemen?

[Dr. Eveline Urselmann] (37:42 - 38:26)

Ja, eigentlich profitieren alle drei davon, wenn ich so richtig überlege. Ich muss nur vorweg sagen, es gibt eine Gruppe, die noch mehr davon profitiert. Und das sind diejenigen, die eher jünger sind, aber wirklich einen super schlechten Lifestyle haben. Da sehe ich es wirklich in der Praxis. Wenn man gezielt unterstützt, sei es wirklich mit Kollagensupplements, anderen Supplements oder auch Methoden zur Kollagenproduktion durch meine Behandlung, sind es häufig Jüngere, die eben wirklich viel rauchen, viel Stress haben, sehr wenig schlafen. Da sieht man wirklich in kürzester Zeit eine Verbesserung. Und das ist etwas, was jetzt nichts mit Studien zu tun hat, sondern was ich wirklich so wahrnehme in der Praxis.

[Nils Behrens] (38:26 - 38:43)

Das ist spannend. Wir haben ja gerade gesagt, ab 25 fängt an, die Produktion nach unten zu gehen. Also würde man ja eigentlich denken, die sind noch voll im Saft, was die Maschinerie betrifft. Und trotz allem schaffen die es auch schon, ich sage jetzt mal, ihre Produktion zu regenerieren.

[Dr. Eveline Urselmann] (38:43 - 39:39)

Absolut. Weil einfach die Fibroblasten und die ganze Regeneration noch so gut ist, dann ist einfach, wenn man denen noch mal so Input gibt, tatsächlich noch mal ein wirklich guter Effekt da. Und das ist eben die Gruppe, bei der man sagen muss, dass die optisch jetzt am meisten davon profitieren. Aber trotzdem ist es grundsätzlich so, dass ältere Menschen natürlich von Maßnahmen profitieren, die eben die Kollagenproduktion erhöhen.

Allerdings muss man bei älteren Menschen sagen, dass man da auch mehr braucht. Also ich muss mehr machen. Also längere Einnahmezeiten bei Supplements. Ich muss mehr stimulieren, um ein gutes Ergebnis zu bekommen. Es funktioniert, aber die Dauer ist länger.

Und dann ist es so bei Sportlern, da merkt man schon, wenn die jetzt sehr belastet sind, da finde ich auch, dass man auch schnell tatsächlich Effekte merkt, weil da einfach doch vielleicht auch ein bisschen das Substrat dann fehlt, wenn man so an die Belastungsgrenze geht.

[Nils Behrens] (39:39 - 40:12)

Ich finde es bei Fußballern immer so spannend, wenn du dir einfach mal so anschaust, also gerade solche, die wirklich auf diesem High-End-Profi-Niveau so spielen. Ich weiß noch genau, wir nennen mal einen, der Weltmeister von 2014 sozusagen, der sehr stark geblutet hat beim Endspiel. Wenn ich mir den anschaue, wie der im Ruhestand gegangen ist, da war er glaube ich 32 oder irgendwie sowas. Der sah aber aus wie 42, fand ich schon. Und da siehst du wirklich so, dass dieser Sport auf diesem hohen Niveau natürlich schon auch die Alterung mit nach vorne bringt.

[Dr. Eveline Urselmann] (40:12 - 40:22)

Absolut, das ist dann einfach einer drüber, wo man sagt, das ist wirklich eine zu starke Belastung, denn da muss man schon sehr stark gegenarbeiten. Oder eben im Vorfeld vielleicht schon mehr tun.

[Nils Behrens] (40:23 - 40:39)

Gegenarbeiten haben wir jetzt ja einmal schon drüber gesprochen, dass man eben halt die Möglichkeit hat, es entweder eben halt als Supplement zu sich zu nehmen oder eben halt sich in die Hände von dir zu begeben. Erzähl doch mal, was kannst du denn machen, um das ganze Thema Kollagenproduktion dann voranzubringen?

[Dr. Eveline Urselmann] (40:39 - 41:04)

Ja, also wenn es tatsächlich um die Haut geht, haben wir ja viele Methoden einfach, mit denen wir kollagenstimulierend arbeiten. Das sind einmal Methoden, die eher mechanisch sind oder vielmehr eine Mikroverletzung verursachen. Da arbeiten wir mit einer kontrollierten Mikroverletzung. Das sind dann so Maßnahmen wie Microneedling, Radiofrequenz-Needling oder Laserbehandlung. Wie gesagt, kontrolliert ist aber hier das Schlagwort.

[Nils Behrens] (41:04 - 41:18)

Lass doch mal, mich interessiert das dann in dem Zusammenhang, weil, also ich habe jetzt zum Beispiel, was ich jetzt schon mehrfach gemacht habe, ist so eine PRP-Behandlung. Du erklärst viel besser, was PRP-Behandlung ist.

[Dr. Eveline Urselmann] (41:18 - 41:23)

Ja, PRP-Behandlung mag ich tatsächlich sehr gerne. Da handelt es sich tatsächlich um Eigenblut.

[Nils Behrens] (41:23 - 41:32)

Das ist jetzt keine Werbung oder sonst was für dich. Bitte erzähl.

[Dr. Eveline Urselmann] (41:32 - 42:43)

PRP gehört zu diesen Eigenblut-Therapien, die wir machen. Da nehmen wir praktisch eine kleine Menge Blut. Das wird dann zentrifugiert und es werden Thrombozyten aus dem Blut, also möglichst herausgefiltert, die dann aber tatsächlich aktiviert werden und sozusagen eine Art Wundheilungsprozess in Gang setzen. Also es werden viele regenerative, wundheilungsfördernde Faktoren aus den Thrombozyten im Gewebe freigesetzt, was eben zum Teil Entzündungshemmend ist und zum anderen eben auch Kollagenproduktion, Hyaluronsäureproduktion und aber auch Proliferation von Gefäßen tatsächlich beeinflussen kann. Ich selber bin ein ganz großer Freund von PRP-Behandlungen, weil ich finde, es ist eine supernatürliche Methode. Man hat ja wirklich nur das eigene Material. Da wird in der Regel nichts zugesetzt. Es gibt manchmal so Sachen, wo man einen Aktivator zusetzt, aber damit arbeite ich schon lange nicht mehr. Also es ist wirklich ganz rein und birgt dementsprechend fast kein Risiko von unerwünschten Nebenwirkungen. Und ich finde das Ergebnis sehr, sehr gut. Finde ich auch.

[Nils Behrens] (42:43 - 43:24)

Man sieht am nächsten Tag aus, als wäre man in eine Schlägerei gekommen, zumindest als Mann. Dann ist es aber relativ schnell deutlich besser und man merkt einfach so, auch beim Anfassen selbst, merkt man wirklich, wie die Haut sich signifikant verändert. Also es ist tatsächlich relativ schnell auch so. Also ich finde das immer so interessant, weil, da kommen wir gleich noch mal weiter auf das Thema Radiofrequenz zum Beispiel. Das ist ja so was, das kenne ich, das Thema sehr, sehr gut, weil wir es eben im Landeshof auch immer angewendet haben. Und das ist ja tendenziell eher ein bisschen langfristiger, sage ich mal. Also es ist ja nicht so, dass du sagst, nach zwei, drei Tagen merke ich es oder spüre ich schon einen Unterschied. Das hast du bei dem PRP schon.

[Dr. Eveline Urselmann] (43:24 - 43:36)

Durch diese starke Entzündungshemmung, denke ich, die da mit dabei ist tatsächlich.

Also diese Reduktion von Inflammation macht wahrscheinlich das aus, dass es so schneller sichtbar ist tatsächlich. Nur das hat man bei den anderen Verfahren weniger.

[Nils Behrens] (43:37 - 43:42)

Genau. Also von daher, das haben wir jetzt verstanden. Erzähl mal weiter, was, hattest du ein Laser, hattest du gerade?

[Dr. Eveline Urselmann] (43:42 - 44:37)

Ja genau, Laserverfahren, da haben wir diese fraktionierten Laser. Ich arbeite jetzt mit einem fraktionierten CO2 Laser. Da wird wirklich ein thermischer Reiz gesetzt. Tatsächlich eine Säule, eine thermische Säule, sagen wir dazu, die drum herum ein Feld bildet, von wo aus kontrolliert eben sozusagen Reorganisation der Matrix stattfindet. Das klingt jetzt wild, aber es geht hier in diesem Fall darum, dass wir mithilfe eben dieses Devices Säulen reinsetzen, in die Haut, ins Kollagengewebe. Dadurch eben alte kollagene Fasern kaputt gemacht werden. Also bewusst einen Reiz setzen, um die zu zerstören. Um dann wieder neues Gewebe vermehrt aufzubauen und das dann eben auch sich wieder neu organisiert.

[Nils Behrens] (44:37 - 44:50)

Das heißt also, während bei dem normalen Microneedling sozusagen dann irgendwie tatsächlich ein Loch in die Haut gepikst wird und dadurch dann die Reparaturmechanismen in Gang gesetzt werden, wird beim Laser eigentlich dasselbe gemacht, nur nicht mit einer Nadel, sondern mit Hitze.

[Dr. Eveline Urselmann] (44:51 - 45:03)

Richtig. Ja, muss man sagen. Es ist nochmal intensiver von der Wirkung her. Also diese Hitzewirkung an sich hat natürlich auch schon ein eigenes Potenzial eben, wie gesagt, Kollagen zu denaturieren.

[Nils Behrens] (45:03 - 45:29)

Es ist ja natürlich auch eine Signalwirkung. Auch da wieder kann man sich ja vorstellen, ob ich jetzt eben halt, wenn ich jetzt mit einer Nadel in die Haut streiche oder mit einer heißen Nadel in die Haut streiche, jetzt haben wir übertrieben gesagt, dann kann man sich ja vorstellen, was mehr wehtut und dementsprechend kann man sich auch vorstellen, was dann mehr Signalwirkung dann auch wieder in dem Wasser hat.

So, wir hatten jetzt Microneedling, wir hatten Laser-Microneedling, wir hatten dann eben halt die Radiofrequenz, die habe ich jetzt zwar nur erwähnt und gesagt, das dauert so ein bisschen länger, aber erzähl doch auch da mal, was gemacht wird.

[Dr. Eveline Urselmann] (45:29 - 45:54)

Ja, Radiofrequenz-Needling ist tatsächlich auch eine meiner Lieblingsbehandlungen, weil ich finde, damit kriegt man so tolle Ergebnisse. Also es ist wirklich, es arbeitet wirklich auf zwei Ebenen. Einerseits die mechanische Reizung durch das Needling an sich und dann die Abgabe von Radiofrequenzenergie in der Tiefe mit Erwärmung des Gewebes mit. Und dadurch bekommen wir wirklich eine recht umfassende, sage ich mal, Wirkung, ja, in mehreren Hautschichten.

[Nils Behrens] (45:55 - 45:57)

Aber ich habe immer noch nicht ganz verstanden, was passiert da genau?

[Dr. Eveline Urselmann] (45:58 - 46:02)

Also es ist so, das Microneedling hattest du ja schon, also das ist praktisch...

[Nils Behrens] (46:02 - 46:03)

Stich mir eine Nadel in die Haut.

[Dr. Eveline Urselmann] (46:03 - 46:09)

Genau, man hat ja so einen Stempel, und da piekst man dann in die Haut rein, also es sind natürlich viele kleine.

[Nils Behrens] (46:09 - 46:10)

Ja, ja, ja.

[Dr. Eveline Urselmann] (46:11 - 46:19)

Dasselbe macht man bei Radiofrequenz-Needling auch, nur dass da eben auch in der Tiefe dann dieser Radiofrequenzstrom abgegeben wird.

[Nils Behrens] (46:20 - 46:21)

Okay, es ist eine Art von Strom, die da reingeht.

[Dr. Eveline Urselmann] (46:21 - 46:39)

Richtig, eine Radiofrequenzenergie, so müssen wir es nennen, Radiofrequenzenergie, die in der Tiefe eben abgegeben wird, zusätzlich. Also wir haben so eine Art Doppelwirkung, ja, wir haben einerseits also diese mechanische Verletzung wie beim normalen Microneedling und zusätzlich eben noch diese Energieabgabe in der Tiefe.

[Nils Behrens] (46:39 - 46:45)

Und beim Laser in dem Sinne ist es dann aber dann nicht, wie ich sagte, eine heiße Nadel, sondern es ist dann tatsächlich eher ein Laserstrahl.

[Dr. Eveline Urselmann] (46:46 - 47:04)

Das ist wirklich ein Strahl, der wirklich eine, ja, sage ich mal, eine mini-kleine, ja, wie Verbrennung, also es soll keine Verbrennung sein, es bleibt unterschwellig, aber trotzdem eher wie so eine Säule, wirklich so eine leichte Verbrennungssäule reinsetzt. Klingt jetzt nicht so elegant, aber trotzdem ist es das ja im Endeffekt, ja.

[Nils Behrens] (47:04 - 47:20)

Und wonach, also wenn ich jetzt das alles so zuhöre und sage, ich war früher bei Krieg der Sterne-Fan, finde ich Laser total super, lass mal Laser machen, dann ist das so etwas, also, dass die Leute sagen, was ist so deine persönliche Präferenz, oder gibt es auch Indikationen, für wen was wie besser geeignet ist?

[Dr. Eveline Urselmann] (47:21 - 48:16)

Absolut. Also auf jeden Fall ist der CO2-Laser, der fraktionierte, eben, fraktioniert heißt einfach nur, dass ich, das erkläre ich nur mal kurz, dass der Laserstrahl aufgeteilt wird, ja, in viele kleine Laserstrahlen, sodass ich praktisch ein Muster hab, ja, mit vielen kleinen Säulen. Es gibt alternativ dazu den nicht fraktionierten ablativen Laser, der eben flächig wirklich alles abträgt. Das hat man auch gemacht, oder macht es immer noch. Es wird immer weniger, weil die Downtime da tatsächlich doch sehr groß ist und auch natürlich das Komplikationsrisiko viel größer. Also da arbeitet man nicht mit Säulen, sondern mit einer Fläche tatsächlich, ja. Aber fraktionierter Laser ist jetzt das, was ich tatsächlich als stärkste Waffe sehe. Das nehme ich viel bei Leuten, die wirklich schon sehr tiefere Falten haben, wo ich weiß, dass die anderen Methoden vielleicht ein bisschen zu schwach sein könnten, zu wenig wirken könnten. Das heißt nicht, dass sie gar nicht wirken. Es funktioniert auch, dauert nur länger dann, ja.

[Nils Behrens] (48:17 - 48:49)

Aber jetzt noch mal ein konkretes Beispiel. Ich habe ja bei mir hier unten sozusagen in dem Übergang, an der Jawline, wie das ja so schön heißt, also da unten an der Kinnlinie, habe ich relativ viel noch von den Aknenarben, die ja letztendlich aus meiner Pubertät stammen. So, das muss man jetzt sagen, ich bin 52 Jahre alt, meine Pubertät ist ein ganz kleines bisschen her. Und meistens ist es ja immer so, das ist ja auch bei Wäsche so, dass wenn ein Fleck umso länger drin ist, umso unwahrscheinlicher wird es, ihn rauszubekommen. Das heißt also, wenn ich jetzt sage, ich möchte unbedingt mal diese Aknenarben von früher loswerden, würdest du sagen, wäre das dein Weapon of Choice?

[Dr. Eveline Urselmann] (48:49 - 50:21)

Ja, absolut. Also das hilft mit Abstand da am besten. Also wirklich die besten Ergebnisse.

Auch mehrere Behandlungen, Aknenarben sind somit das Schwierigste, was man behandeln kann, weil sie immer nicht hundertprozentig wegzubekommen sind. Je älter sie sind, umso schlimmer, was du schon gesagt hast. Aber da ist auf jeden Fall der CO2 Laser das Mittel der Wahl. Es gibt halt Patienten, die das nicht wollen, weil man da schon eine gewisse Downtime hat. Ein CO2 Laser hat man so eine Downtime von einer Woche. Also zunächst einmal hat man viel Schwellung, Rötung, Downtime heißt, dass ich nicht repräsentativ vor die Tür gehen kann. Absolut nicht repräsentativ. Also das ist wirklich bei CO2 Laser doch ausschlaggebend. Das ist nicht mal so ein bisschen und das kann man abdecken. Da sage ich immer, eine Woche sieht man wirklich unmöglich aus. Also Patientinnen haben schon berichtet, wenn sie eine CO2 Laser Behandlung gehabt haben, dass wenn der Pizzapotheker, der sich echt tierisch erschreckt hat an der Tür. Also das ist schon was. Und deshalb ist das nicht für jeden was. Aber ich würde es trotzdem empfehlen, weil man damit am schnellsten zum Ziel kommt, gerade was so Aknenarben eben angeht. Oder auch eben tiefe Falten, insbesondere hier im perioralen Bereich. Also so wirklich tiefe Sonnenschäden. Dafür ist der CO2 Laser der Beste. Aber nicht jeder, wie gesagt, kann sich so eine Downtime leisten oder möchte es auch nicht. Und da sage ich, dann ist das Radiofrequenz-Needling und das Microneedling auch sehr gut. Das verbessert das Hautbild ebenfalls langfristig. Aber man braucht wirklich wesentlich mehr Behandlung.

[Nils Behrens] (50:22 - 50:41)

Also wir haben die drei Needlingverfahren. Wir haben dann das Thema PRP, was ja letztendlich kombiniert wird in einer Art mit dem Microneedling. Wie ist es denn, wenn ich jetzt so etwas mache, wenn ich jetzt zum Beispiel eine Mikrodermabrasion mache, das heißt also, wenn ich eben halt so wirklich die Haut abtrage dann in dem Sinne.

[Dr. Eveline Urselmann] (50:41 - 51:34)

Ja, da bin ich nicht so ein Fan von tatsächlich. Also ich mag die Mikrodermabrasion nicht so gerne. Weil ich eher den Eindruck habe, dass man dadurch das Hautbild nicht verbessert, sondern eher die Haut dazu anregt, wieder praktisch mehr Hornschicht zu produzieren. Also ich habe Verläufe gesehen, nicht bei mir, weil wie gesagt ich das gar nicht anbiete, weil ich es nicht so gut finde, wo die Haut tatsächlich mit der Zeit sogar grober aussah. Deshalb finde ich das nicht so gut. Ich finde dann, wenn es um Abtragung geht, eben den CO2-Laser besser oder aber auch Peelings, die dann gleichzeitig also nicht nur abtragen, sondern auch in der Tiefe anregen, Feuchtigkeit fördern. Also so multifunktional sind und nicht nur so rein abtragen. Ich hoffe, ich mache mir jetzt nicht ganz viele Kosmetikerinnen zum Feind, denn sehr viele Kosmetikerinnen lieben die Mikrodermabrasion. Aber ich selber muss sagen, ich kann das nicht bestätigen.

[Nils Behrens] (51:34 - 52:39)

Es gibt ja immer so Mechanismen, ich weiß nicht, du wirst sie mit Sicherheit erinnern und die etwas Älteren von unseren HörerInnen vielleicht auch. Es gab ja mal diese Pflaster, die man sich auf die Nase geklebt hat und wenn man sie dann abgezogen hat, sind die Mitesser alle so rausgekommen. Und das, die gibt es ja heute nicht mehr auf dem Markt. Und warum gibt es die nicht mehr auf dem Markt? Weil man festgestellt hat, dass umso häufiger man es macht, umso mehr Mitesser hat man bekommen.

Und deswegen macht ja das, was du sagst, schon grundsätzlich Sinn, dass eben halt, wenn wir von außen, das merke ich eben halt besonders bei umso mehr ich mit Gewichten trainiere, umso schlimmer werden eben halt meine Hornhautbildung sozusagen unterhalb der Finger, so in der Hand.

Und dementsprechend ist es wahrscheinlich nicht das Gleiche. Also die Haut fängt an von außen, sozusagen dafür gewappnet zu sein, eben halt diese mechanische Herausforderung dann eben halt auch zu bewältigen. Und da ist es ja logisch, was du sagst, wenn man mit dem Laser etwas abträgt, was aber dann auch in die Haut reingeht, dass es dann eben halt auch einen Stimulus von innen gibt. 

[Dr. Eveline Urselmann] (52:39 - 53:13)

Und jetzt zum Beispiel, deshalb mag ich zum Beispiel auch nie diese Körnerpeelings. Das verbiete ich immer allen Patienten in der Regel, weil dasselbe ist auch nur, man nimmt dieses körnige Peeling, es wird wirklich, es passiert ein Abrieb und danach fühlt sich die Haut super weich an. Man denkt, das ist ganz toll. Und wenn man das öfter macht, kriegt man nur mehr Reizungen, kann Rosazea provozieren. Und wie gesagt, es verschlechtert das Hautbild auf lange Sicht schon klar nicht. Wenn man es mal macht, passiert natürlich schon nichts. Aber wenn man das sehr regelmäßig macht.

[Nils Behrens] (53:13 - 53:16)

Ja, als Mann liebt man das natürlich. Also habe ich das früher geliebt.

[Dr. Eveline Urselmann] (53:16 - 53:16)

Ja.

[Nils Behrens] (53:17 - 53:29)

Und das ist dann auch ganz traurig, wenn es mir gesagt hätte, mach das mal lieber nicht mehr. Aber, ja, dafür finde ich eben halt zum Beispiel dieses Thema Fruchtsäurepeeling ist natürlich etwas, was wiederum sehr, sehr schön ist. Hat das auch eine Wirkung aufs Kollagen?

[Dr. Eveline Urselmann] (53:29 - 54:04)

Auch, ja, also Fruchtsäure hat grundsätzlich auch eine Wirkung aufs Kollagen. Also es ist tatsächlich so, dass es auch eher eben kollagenanregend wirkt. Kommt natürlich auf die Tiefe an, wie man das praktisch aufträgt, wie tief es eindringt. Fruchtsäurepeeling sind ja nicht tiefe Peelings an sich. Es gibt ja andere Peelings, die tiefer gehen. TCA-Peelings zum Beispiel.

Da geht man deutlich tiefer. Da hat man eine stärkere Kollagenanregung, aber mit dem Nachteil auch einer sehr starken Schuppung. Und auch wiederum einer Downtime. Aber trotzdem ist ein Fruchtsäurepeeling durchaus geeignet, auch Kollagen anzuregen. Aber eben, wie gesagt, eher oberflächlicher.

[Nils Behrens] (54:05 - 54:10)

Verstehe. Würdest du sagen, wir haben jetzt alle Stimulationen für das Thema Kollagen abgearbeitet?

[Dr. Eveline Urselmann] (54:10 - 55:13)

Nein, noch nicht. Meine Lieblingsbehandlung ist tatsächlich die mit Bio-Stimulatoren. Die Bio-Stimulatoren, die bekannt sind, die Produkte Radiesse und Sculptra, das hört man überall, das sind eben schon Filler, sage ich mal. Also Stoffe, die wir praktisch in die Haut injizieren, wie ein Filler. Die aber eben kollagenanregend wirken auf verschiedene Art und Weise. Also zum Beispiel das eine, das Radiesse zum Beispiel, mit dem ich gerne arbeite, das nutzt diesen Mechanismus dieses Spannungsaufbaus. Also durch Mikropartikel wird eben Spannung im Gewebe aufgebaut, sodass der Fibroblast wieder besser arbeiten kann. Dadurch kann ich eben Kollagen stimulierend in der Tiefe arbeiten. Und ich finde das eine super Ergänzung immer zu den anderen stimulierenden Maßnahmen, dass man also von mehreren Seiten angreift. Einerseits von oben, durch die Haut, durch, aber dann auch noch in der Tiefe eben mit diesen Bio-Stimulatoren.

[Nils Behrens] (55:13 - 55:26)

Und wie kann ich mir das dann vorstellen? Weil bei dem Microneedling ist das ja wirklich so, dass ich nahezu über das ganze Gesicht dann rübergehe mit dieser Nadel. Jetzt kann ich mir aber vorstellen, wenn du etwas injizierst, dann wirst du ja wahrscheinlich nicht über das ganze Gesicht injizieren.

[Dr. Eveline Urselmann] (55:26 - 55:51)

Das stimmt, das geht natürlich dabei nicht. Also da ist es so, dass es schon aufs Mittelgesicht eher beschränkt. Also diese Therapien mit gerade diesen Wirkstoffen, also das eine ist Calciumhydroxylapatit ist da der Hauptwirkstoff. Bei dem anderen PLLA, das ist Polymilchsäure, da ist es so, dass das aufs Mittelgesicht eher beschränkt ist und auch auf Hals, Dekolleté und den ganzen Körper, da kann es verwendet werden.

[Nils Behrens] (55:51 - 55:53)

Aber wie viele Einstiche habe ich dann ungefähr?

[Dr. Eveline Urselmann] (55:53 - 56:43)

Ach, das sind gar nicht so viele. Ich arbeite tatsächlich mit einer stumpfen Technik, oder das machen auch die meisten Kollegen, die damit arbeiten oder inzwischen nur noch wenige mit einer anderen Technik. Man geht praktisch mit durch einen Einstichkanal unter der Haut, arbeitet man unterminierend unter, sage ich mal, unter der Haut. Also ich habe nur einen Einstich und kann mit einer langen stumpfen Nadel, stumpf deshalb, weil sie nicht das Gewebe aktiv verletzt, sondern eher verdrängt. Deshalb wird sie auch atraumatisch genannt. Aber so ganz atraumatisch ist das Ganze dann doch nicht, wie es klingt.

Aber es ist so, dass man dann praktisch von einem oder zwei Einstichpunkten aus das gesamte Gesicht fast behandeln kann, außer eben Augenbereich und Stirn sind immer so Sachen, wo man da nicht mit diesen Biostimulatoren ein bisschen schlechter arbeiten kann.

[Nils Behrens] (56:44 - 56:50)

Entschuldige, wenn ich nochmal nachfrage, ich muss das immer verstehen, brauche ich nicht zwei Einstiche, weil wahrscheinlich die Nase doch im Weg ist?

[Dr. Eveline Urselmann] (56:50 - 57:00)

Ja, ja, pro Seite, ich meinte pro Gesichtshälfte. Ja, ja, man sucht einen strategischen Punkt pro Gesichtshälfte. Ja, manchmal auch zwei. Kommt immer auf das Gesicht und die Anatomie an.

[Nils Behrens] (57:00 - 57:29)

Okay, sehr gut. Aber ich halte mal insgesamt fest, dass das ganze Thema ja Kollagen, also ab 25 geht es bergab. So viel haben wir schon mal so gelernt. Und wenn man eben halt möchte, dass es nicht weiter bergab geht, dann geht es immer darum, Signalwege zu aktivieren. Und die kann man eben halt entweder, wenn ich es richtig verstehe, sowohl eben durch Supplements von innen machen, als auch durch eine Mikroverletzung von außen, als auch durch eine Stimulation in Form von Injektionen.

[Dr. Eveline Urselmann] (57:30 - 57:36)

Richtig, richtig. Ja, das kann man so sagen. Ja, hast du ganz gut zusammengefasst, würde ich sagen.

[Nils Behrens] (57:37 - 57:45)

Glaubst du, dass wir Kollagen in Zukunft noch besser verstehen werden? Vielleicht sogar als Schlüssel für das gesündere Altern insgesamt?

[Dr. Eveline Urselmann] (57:45 - 58:19)

Also das hoffe ich sehr, auf jeden Fall. Ich glaube schon, dass wir da noch nicht alles wissen. Es gibt ja auch schon neuere Ansätze, wo gesagt wird, das Altern beginnt eigentlich gar nicht bei der Zelle, sondern bei der extrazellulären Markmatrix. Also es gibt so Ansätze. Inwieweit das sich bewahrheitet, das kann ich jetzt natürlich noch nicht sagen.

Aber ich kann mir vorstellen, dass es da wirklich noch viel mehr Erkenntnisse geben wird und aber auch Methoden, um es noch besser zu stimulieren und aber auch noch besser zu verstehen, was da wirklich passiert und was wirklich Sinn macht und was vielleicht eher überflüssig ist.

[Nils Behrens] (58:21 - 58:37)

Ich sage vielen Dank für das Gespräch. Falls jetzt unsere Hörer ein bisschen mehr von dir erfahren wollen, dann kann man dich auf jeden Fall empfehlen, einmal bei dir auf der Website vorbeizuschauen, schreiben wir in die Shownotes und ansonsten aber auch natürlich auf deinem Social-Media-Kanal, wo du ja auch regelmäßig immer wieder für Inhalte und Aufklärung sorgst.

[Dr. Eveline Urselmann] (58:37 - 58:38)

Ja, vielen Dank.

[Nils Behrens] (58:42 - 58:43)

Hast du eigentlich ein Lieblingssupplement?

[Dr. Eveline Urselmann] (58:43 - 58:54)

Ja, also nicht eins. Ich bin ein großer Supplement-Fan, muss ich sagen. Das gehört übrigens auch immer zu meiner Sonntagsaufgabe. Da sortiere ich immer Supplements vor.

[Nils Behrens] (58:54 - 58:55)

Ja, das mache ich auch.

[Dr. Eveline Urselmann] (58:57 - 59:16)

Nicht nur für mich, auch für die Familie. Ich muss sagen, ich finde Omega-3 wirklich super wichtig, ist immer dabei. Dann Vitamin D ist natürlich auch immer mit dabei und ich bin da echt oldschool, ich finde auch Vitamin C weiterhin auch noch ein super Supplement.

[Nils Behrens] (59:16 - 1:00:18)

Das ist total lustig. Wir haben ja bei Sunday so einen Core-Stack, das hat unser Gründer tatsächlich entwickelt. Der hat mal zusammengestellt, weil er immer wieder gefragt wird, was muss man denn mindestens nehmen und da hat er jetzt so drei Stufen. Die eine Stufe ist eben halt Multivitamin mit Vitamin D, wie du sagst, und Omega-3 und Magnesium. Das sind so die Sachen, die in diese All-in-One-Pille nicht reinpassen.

Dann gibt es die nächste Stufe eben tatsächlich, da kommt das Q10 dazu und dann eben halt tatsächlich Vitamin C. Und dann gibt es die letzte Stufe, da sind auch Aminosäuren dabei. Aber, das finde ich eben halt auch so spannend, weil ich habe ihn auch gefragt, meine ich so, tatsächlich nochmal Vitamin C, weil in einem Multivitamin ja schon durchaus Vitamin C drin ist. Aber er ist auch ein Fan davon. Er sagt eben halt gerade wegen dieser vielen Entzündungen und allem drum und dran, dass das einfach wirklich nochmal in einer höheren Dosierung und da hat man ja auch den, Pauling hieß er ja glaube ich damals sowieso, den Linus Pauling, der hat ja sogar einen Nobelpreis bekommen. Ich glaube nicht für diese Vitamin C-Geschichte, aber er ist auf jeden Fall Nobelpreisträger. Und der war ja auch mal ein Fan davon, von hochdosiertem Vitamin C.

[Dr. Eveline Urselmann] (1:00:18 - 1:01:07)

Ja, richtig hochdosiert, genau. Der ist da ja wirklich ad extremum gegangen. Ich selber finde Vitamin C halt gut, weil es eben so diese antioxidativen, nachweislich diese antioxidative Wirkung hat und ich selber bin da doch recht von überzeugt, dass das eben doch viel Schaden aufhalten kann. Ich muss sagen, ich sehe es ja auch auf der Haut. Also Vitamin C-Produkte oder Serien, die wirken halt auch sehr, sehr gut auf der Haut. Also man sieht wirklich, wie da eine Verbesserung stattfindet und deshalb bin ich davon überzeugt und wie gesagt, ich habe auch ein ganzes Buch gelesen, was wirklich nur Vitamin C-Studien hatte. Schon ein bisschen länger her, deshalb kann ich die jetzt nicht alle zitieren. Aber das war doch recht überzeugend, auch wenn ich weiß, dass es da viele Gegenstimmen gibt, aber.

[Nils Behrens] (1:01:07 - 1:01:39)

Aber Professor Scheinkrauss, um jetzt hier nochmal so ein lokale, ich sag mal, Kapazität nochmal zitiert, der ist da genauso. Der sagt eben halt, eigentlich für die Haut wirken drei Sachen. Das eine ist eben halt tatsächlich, die ist Retinol oder dann hat er das Thema Niacin eben halt mit reingebracht und eben halt das dritte eben halt das Thema Vitamin C. Also von daher, der sieht das so ähnlich, sage ich mal so.

Und von daher, ich bin ja für meine Haut, kann ich wirklich sagen, der gewusste Game Changer war tatsächlich Astaxanthin. Das ist für mich tatsächlich etwas, ja, ich bin nicht mehr so sonnenempfindlich seitdem.

[Dr. Eveline Urselmann] (1:01:40 - 1:02:06)

Ja, macht Sinn. Also es ist ja auch eher, Astaxanthin ist ja fettlöslich und dadurch hat es da nochmal vielleicht eine bisschen andere protektive Wirkung, gerade was Lipide und Membranen angeht, könnte ich mir gut vorstellen.

Ist jetzt in der, ich finde, in den Hautpflegeprodukten noch nicht so unfassbar oft vertreten, aber ich kann sagen, weil ich selber gerade am entwickeln bin von eigenen Produkten, es würde bei mir auch mit drin sein.

[Nils Behrens] (1:02:06 - 1:02:06)

Ach spannend.

[Dr. Eveline Urselmann] (1:02:07 - 1:02:07)

Ja.

[Nils Behrens] (1:02:08 - 1:02:33)

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