Informationen zur Podcastfolge Nr. 180 Warum Longevity nur personalisiert funktioniert. Mit Dr. Christine PfeifferInformationen zur Podcastfolge Nr. 180 Warum Longevity nur personalisiert funktioniert. Mit Dr. Christine Pfeiffer

Warum Longevity nur personalisiert funktioniert. Mit Dr. Christine Pfeiffer

Longevity ist weit mehr als nur ein kurzfristiger Trend oder ein schneller „Quick-Fix“ für den Körper. Es ist eine lebenslange Reise zu sich selbst, bei der individuelle Anpassung und eine tiefe Verantwortung für das eigene System im Mittelpunkt stehen. In dieser Folge von HEALTHWISE spricht Host Nils Behrens mit Dr. Christine Pfeiffer, Fachärztin für Innere Medizin und Medical Director des Longevity Center Zürich, über moderne Diagnostik, personalisierte Longevity und warum wahre Schönheit untrennbar mit der inneren Gesundheit verbunden ist.

Die Folge HEALTHWISE auf YouTube

Personalisierung statt Standardlösungen

Ein häufiger Denkfehler vieler Klienten ist die Erwartung, man könne einfach einen Knopf drücken oder eine Schraube festziehen, damit alles wieder funktioniert. Dr. Christine Pfeiffer betont jedoch, dass wir kein geschlossenes System sind, sondern eine komplexe Einheit aus Körper, Psyche und Emotionalität. Oft ist die wichtigste erste Maßnahme nicht das Hinzufügen neuer Mittel, sondern das Weglassen belastender Faktoren an der Basis.

Es geht darum, individuell zu verstehen, wo die persönlichen Schwachpunkte liegen und welche Justierungen im eigenen System möglich sind. Dr. Christine Pfeiffer entwickelt mit ihren Klienten daher keine starren Zehn-Tages-Pläne, sondern nachhaltige Lebenspläne. Diese Routinen sollen so in den Alltag passen, dass man sie gerne ausführt. Nur so wird Longevity zu einer Reise, die dauerhaft Freude bereitet und funktioniert.

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Oxidativer Stress als Hauptfaktor des Alterns

Der entscheidende Faktor für den Alterungsprozess ist die chronische, oft stille Entzündung. Besonders das viszerale Fett besitzt eine große Potenz für oxidativen Stress. Dr. Christine Pfeiffer erklärt, dass in der heutigen Zeit von Convenience Food Glukose- und Insulinmessungen zum absoluten Standardlabor gehören müssen. Nur durch präzise Daten lässt sich die individuelle Stoffwechsellage wirklich beurteilen.

Moderne Diagnostik erlaubt es zudem, die Elastizität und das tatsächliche Alter der Gefäße zu bestimmen. Das biologische Alter ist dabei jedoch keine unveränderbare Größe, sondern lediglich eine Momentaufnahme. Dr. Christine Pfeiffer verdeutlicht, dass wir durch Epigenetik die Möglichkeit haben, diesen Wert positiv zu entwickeln. Es ist ein Prozess, der Zeit braucht, aber aktiv gestaltbar ist.

Checkliste: Moderne Longevity-Diagnostik

  • Messung von Glukose- und Insulinwerten zur Stoffwechselkontrolle.
  • Analyse der Gefäßelastizität zur Bestimmung des Gefäßalters.
  • Überprüfung der mitochondrialen Aktivität und Zellgesundheit.
  • Bestimmung der Herzratenvariabilität als Marker für Resilienz.

 Mentale Resilienz & supplementierung

Neben der körperlichen Gesundheit gewinnt die psychische Gesundheit im Longevity-Sektor massiv an Bedeutung. Resilienz bedeutet für Dr. Christine Pfeiffer, sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen zu lassen. Dies zeigt sich messbar in der Herzratenvariabilität und den vegetativen Reaktionen des Körpers.

Bei der Supplementierung warnt Dr. Christine Pfeiffer vor blindem Aktionismus ohne fachliche Grundlage. Sie empfiehlt lediglich drei Supplemente, die man meist guten Gewissens einnehmen kann: Vitamin D mit K2, Kreatinpulver und Omega-3-Fettsäuren. Ebenfalls empfehlenswert sind zudem MCT-Fette und Kokosfett. Diese lassen sich leicht in die Ernährung integrieren.

Checkliste: Faktoren für wahre Ästhetik

  • Schutz der Zellen vor oxidativem Stress durch Antioxidantien wie Vitamin C und Zink für eine natürliche Ausstrahlung.
  • Verbesserung der Körperhaltung und der inneren Ausstrahlung.
  • Gezielte Zufuhr von Kollagen und Vitamin C von innen.
  • Unterstützung der Hautstruktur durch PRP oder Kollagenstimulatoren.
  • Ganzheitliche Anpassung des Lebensstils (z. B. Rauchstopp).

Das physiologische Konzept des Fastens

Fasten unterstützt laut Dr. Sepp Fegerl körpereigene Stoffwechselprozesse und die natürliche Reinigungsfunktion des Körpers. Wenn mehr Proteine aufgenommen werden, als der Organismus verwenden kann, müssen diese im Körper deponiert werden. Es entsteht eine interstitielle Überladung mit Stoffwechselendprodukten, erklärt der Experte.

Diese Überfüllung im Gewebe reduziert die Regeneration der Organe und die allgemeine Säuberung des Körpers deutlich. Sogar Hormone können sich in einem derart belasteten Raum wesentlich schlechter bewegen. Dr. Sepp Fegerl empfiehlt daher Methoden wie das intermittierende Fasten, um diese Ablagerungen durch eine zeitweise Reduktion der Zufuhr wieder loszuwerden.

TAKE AWAYS

  • Longevity basiert auf individueller Diagnostik statt auf standardisierten „Quick-Fixes“.
  • Oxidativer Stress fördert biologische Alterungsprozesse.
  • Biologisches Alter und Epigenetik lassen sich durch gezielte Maßnahmen positiv beeinflussen.
  • Wahre Ästhetik ist immer ein Resultat aus innerer Gesundheit und äußerer Pflege.

Mehr erfahren im healthwise Podcast von sunday natural

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Dr. Christine Pfeiffer ist Fachärztin für Innere Medizin und Medical Director des Longevity Center Zürich. Mit über 25 Jahren Erfahrung verbindet sie Innere Medizin, funktionelle Medizin sowie Sport- und Ernährungsmedizin. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf Prävention, Hormonbalance und personalisierter Diagnostik. Als ehemalige Meisterin in Rhythmischer Sportgymnastik verfügt sie über ein tiefes Verständnis für die Verbindung von Leistung und Heilung.

Mehr Informationen zu ihrer Arbeit finden Sie unter www.longevity-center.eu.

[Dr. Christine Pfeiffer] (0:00 - 0:29)

Und hier kann ich jetzt durch ein PRP oder Kollagenstimulatoren zusammen mit Kollagen, was ich von innen gebe und anderen zusätzlichen Stoffen wie zum Beispiel jetzt Vitamin C oder so, kann ich eine sehr schöne Symbiose auch gestalten.

Und wozu führt das? Die Frau guckt sich morgens im Spiegel und sagt, wow, das nützt wirklich was.

Und so macht Ästhetik Sinn.

[Nils Behrens] (0:29 - 1:34)

Herzlich willkommen zu Healthwise, dem Gesundheitspodcast, präsentiert von Sunday Natural.

Ich bin Nils Behrens und in diesem Podcast erkunden wir gemeinsam, was es bedeutet, gesund zu sein.

Wir tauchen ein in Themen wie Medizin, Bewegung, Ernährung und emotionale Gesundheit.

Immer mit einem weisen Blick auf das, was uns wirklich gut tut.

Wir leben in einer Zeit, in der viele Menschen ihre Gesundheit behandeln wie ein Ikea-Regal, Hauptsache schnell zusammengesteckt.

Wenn es wackelt, kommt ein Supplement drunter.

Longevity ist der Moment, in dem man merkt, vielleicht wäre eine Wasserwaage doch ganz hilfreich gewesen.

Und dafür müssen wir verstehen, was im Körper wirklich passiert und was davon nur gut verpackte Wellness ist.

Dr. Christine Pfeiffer ist Fachärztin für Innere Medizin und Medical Director des Longevity Center Zürich.

Sie verbindet über 25 Jahre Erfahrung aus innerer Medizin, funktioneller Medizin, Sport- und Ernährungsmedizin mit einem klaren Fokus auf Prävention, Hormonbalance und personalisierte Diagnostik.

Als ehemalige Meisterin in Rhythmischer Sportgymnastik bringt sie zusätzlich eine Perspektive mit, die man nicht studieren kann, Körpergefühl und Leistung.

Und deswegen sage ich herzlich Willkommen, Dr. Christine Pfeiffer.

[Dr. Christine Pfeiffer] (1:35 - 1:41)

Danke Nils, danke für die Vorstellung. Du willst jetzt wissen, was ich letzten Sonntag gemacht habe.

[Nils Behrens] (1:42 - 1:43)

Du kennst meinen Podcast schon.

[Dr. Christine Pfeiffer] (1:43 - 1:57)

Ja, ja. Jetzt sage ich dir ganz einfach, ich schaue, dass es mir gut geht und ob ich mich jetzt gerade am Sonntag, wenn ein bisschen mehr Zeit ist, tracken lasse.

Das entscheide ich nach Gefühl.

[Nils Behrens] (1:57 - 2:02)

Ja, sehr spannend. Trackst du denn viel insgesamt? Also hast du irgendwelche Variables?

[Dr. Christine Pfeiffer] (2:02 - 2:26)

Ich habe natürlich meine Uhr und habe auch ein IHT-Gerät zu Hause, wo ich Hypoxie-Hypoxie-Training mache.

Und das kann man natürlich auch sehr gut tracken, um zu sehen, wie meine Stressresilienz und so weiter aufgestellt ist.

Und ich muss auch sagen, mit dieser Technik bin ich sehr gut zu Hause und bin auch fast ein bisschen süchtig danach.

[Nils Behrens] (2:26 - 2:32)

Dann müssen wir einmal kurz für unsere Hörerin aufklären, was denn eigentlich ein Hypoxie-Training ist.

Magst du es kurz mal erzählen?

[Dr. Christine Pfeiffer] (2:32 - 3:02)

Ja, ich meine, wir sind hier in der Schweiz. Draußen schneit es heute. Wir haben wunderbare Stimmung.

Und stellt euch vor, ihr seid auf dem Berg. Und was macht ihr auf dem Berg, wenn wir über 2000 Meter ungefähr stehen?

Wir müssen ein bisschen schwerer schnaufen und die Luft wird dünner.

Und das können wir sehr gut imitieren über diese Technik.

Und das Gerät, was uns Sauerstoff über eine Maske gibt, die wir einatmen und dann gleichzeitig auch die Pulsqualität aufzeichnen.

[Nils Behrens] (3:02 - 3:05)

Und das, nehme ich aber an, ist dann in Ruhe, oder?

[Dr. Christine Pfeiffer] (3:05 - 3:27)

Das ist in Ruhe, du liegst. Also das ist wirklich wie so ein kleines Power-Napping.

Wenn du das schon länger trainierst, kannst du das für 30, 40 Minuten einstellen und trainiert unsere Mitochondrien im gesamten Körper.

Das heißt, du hast eigentlich von Kopf bis Fuß ein gutes Training über alle Organe bis hin zu einer guten Hautqualität auch.

[Nils Behrens] (3:28 - 4:03)

Ja, ganz spannend. Also ich kenne das Gerät. Wir hatten das im Lanzerhof früher auch oder haben es immer noch, aber ich bin halt nicht mehr da.

Und ich habe aber auch ein Höhentraining sozusagen in Bewegung.

Das habt ihr ja sozusagen bei Geno damals auch gehabt, dass man eben halt auch in Bewegung dann die Höhe trainieren kann.

Und da habe ich mich damals für einen Kilimandscharo vorbereitet.

Das war ganz gut, weil wir konnten Höhe bis 4500 Meter simulieren.

Und das ist sozusagen das letzte Basiscamp, bevor man dann den Gipfel besteigt, bei 4600 Meter.

Also von daher war das so quasi eine vertraute Umgebung im weitesten Sinne noch, was die Höhe betrifft.

[Dr. Christine Pfeiffer] (4:04 - 4:23)

Also diese Trainingsmöglichkeiten, dass ich in einem Raum Hypoxie simulieren kann, das ist natürlich High End Level.

Das kannst du in einem privaten Rahmen dir nicht zur Verfügung stellen.

Aber es gibt einige Tricks, dass du auch mit diesem Gerät ein bisschen mehr in Richtung Leistung trainieren kannst.

[Nils Behrens] (4:23 - 4:43)

Aber wir kommen eigentlich von unserem eigenen Thema ab. Deswegen sollten wir, ich wollte nur keine offene Frage für die Hörer jetzt hier im Raum lassen.

Du arbeitest ja täglich mit Menschen, die Longevity wollen.

Das heißt also, wir sind hier im Longevity Center in Zürich.

Und was würdest du sagen ist der häufigste Denkfehler ganz am Anfang? Und was wäre eigentlich die bessere erste Frage?

[Dr. Christine Pfeiffer] (4:45 - 5:26)

Meine Erfahrung ist der häufigste, ja ich wiederhole es mal, Denkfehler ist, dass unsere Klienten mich fragen, was soll ich tun?

Und die einfachste Antwort ist, eigentlich lassen sie das und das und das erst mal weg.

Wir fangen mal an der Basis an.

Also wenn wir jetzt zum zum Regal vom Anfang uns nochmal zurückbewegen.

Wir räumen auf und versuchen zu sehen, wo wackelt das System und justieren und versuchen für dein Bauprinzip, für deine Baubiologie, für deinen Raum eine gute Situation zu finden.

[Nils Behrens] (5:26 - 6:05)

Ja, ich finde es ganz spannend, was du jetzt beschreibst, weil ich habe das tatsächlich bei mir auch im Buch beschrieben, weil du sagst es eben ganz richtig, viele Leute versuchen immer diesen Quick-Fix zu machen.

Ich habe dir auch so ein bisschen hier einen Precursor für das Thema NAD mitgebracht, so ein Nicotinamid-Ribosid.

Und da zum Beispiel schreibe ich auch drüber, das macht ja keinen Sinn, irgendwie jetzt mehr Treibstoff in einen kaputten Motor reinzubringen.

Das heißt also genau wie du sagst, dieses Mitochondrientraining, was du machst, das ist natürlich fantastisch.

Aber viele, die sich nicht gut fühlen, haben ja einfach erst mal sehr schlechte Mitochondrienqualität, sage ich jetzt mal einfach mal so.

Und wir müssen dann natürlich erst mal anfangen, wie man die Qualität nach oben bringt, bevor wir jetzt anschauen, wie ich noch mehr Treibstoff reinbringe.

[Dr. Christine Pfeiffer] (6:06 - 6:59)

Ja, das ist eigentlich das Grundprinzip, wenn man sich fragt, was ist Longevity? Man kann es sehr wissenschaftlich ausdrücken.

Ich versuche, ja zu vermitteln, ich möchte ein paar Tests machen.

Das ist natürlich immer sehr individuell, welche Tests die richtigen sind und welche Tests auch, sind wir ehrlich, in unser Budget passen.

Und dann sehen wir, wo sind Schwachpunkte? Ja, wo ist es notwendig, meinen Körper, mein Körpergefühl und auch meinen Alltag darauf abzustimmen, auf meine Schwachpunkte.

Ob das jetzt die Zuckereinstellung ist, dass ich hier die Ernährung wechsle oder ob ich meine Schlafqualität ändere.

Hier gibt es sehr, sehr viele Möglichkeiten, dass man mit einfachen Mitteln die Basis erst mal auf feste Beine stellt.

[Nils Behrens] (7:00 - 7:33)

Wobei ich glaube, das Thema Schlaf, wenn ich mir das so anschaue, bei den Rückmeldungen, die wir so bekommen, dann muss man sagen, die Leute würden ja alle gerne besser schlafen.

Es scheitert ja nur an verschiedenen Faktoren und leider ist es auch da und da komme ich ja gleich zu, nicht der eine Faktor, woran es dann irgendwie scheitert.

Man kann hier leider keinen einen Ratschlag geben und dann schlafen jetzt alle besser.

Also das ist wahrscheinlich das Thema. Ihr sagt ja auch sinngemäß, deine Biologie ist unser Bauplan.

Woran scheitert quasi dieser Anspruch in der Realität am häufigsten?

Ist es die Erwartung, ist es das Verhalten oder vielleicht auch ein generell falsches Verständnis?

[Dr. Christine Pfeiffer] (7:34 - 8:53)

Eigentlich alles. Es ist die Erwartung, dass man denkt, man drückt auf den Knopf oder man stellt eine Schraube ein bisschen fester oder justiert sie und dann funktioniert alles.

Wir sind nicht ein geschlossenes System, unser Körper, unsere Psyche und auch unsere Emotionalität.

Insofern ist es wichtig, individuell versuchen zu verstehen. Zum einen, wo stehe ich, wo sind meine Schwachpunkte und welche Möglichkeiten habe ich in meinem eigenen System zu justieren und welche zusätzlichen Möglichkeiten.

Das kann eine Supplementierung sein, das kann eine Intervention sein, das kann ein spezieller Sport sein, das kann eine Meditation, um Resilienz ein bisschen zu trainieren.

Das können sehr viele Dinge sein, die kein Must darstellen sollen, sondern die wirklich in deinen eigenen Alltag reinpassen, dass du liebst es zu tun und dass es in deine Routine reinkommt und dann stimmt es auch für dich und wird nicht nur ein Zehn-Tages-Plan, ich möchte, sondern es ist ein Lebensplan und das ist diese Reise, die wir irgendwo versuchen wollen mit unseren Klienten zu entwickeln.

[Nils Behrens] (8:53 - 9:27)

Total schön, total schön. Du hast jetzt schon so ein paar Beispiele genannt.

Nichtsdestotrotz, wenn du jetzt so drei Bereiche nennen würdest, die die meisten Menschen, die hierher kommen, unterschätzen, vielleicht, weil sie nicht so sexy sind wie Biohacking.

Weißt du, sowas, was du jetzt erzählst mit diesem Gerät, was du da benutzt, um ein Hypoxietraining zu machen, das ist natürlich schon wirklich echtes Biohacking.

Aber ich glaube tatsächlich, bevor wir jetzt alle loslaufen und so ein Gerät besorgen, gibt es natürlich schon andere Punkte, die viel mehr, ja ich sage mal, wirklich unsexy sind, aber an denen man erst mal arbeiten muss.

Hast du da drei, die du jetzt so...

[Dr. Christine Pfeiffer] (9:27 - 10:44)

Ja, also ich hatte vor zwei Tagen ein langes Gespräch mit jemandem, der beruflich erfolgreich ist, tolle Familie hat, aber trotzdem sich nicht wohlfühlt.

Und hier sind drei Basisdinge, die wir auch herausgearbeitet haben.

Ganz einfache Dinge, es ist Schlaf, es ist kein Sport und es ist dann möglicherweise auch nicht die richtige Maßnahme, um einen wirklich arbeitsreichen Alltag abends gut zu verabschieden.

Das heißt, dass ich hier Routinen entwickle, trotz der Familie, ich komme nach Hause, will eigentlich ein bisschen runterkommen, aber da kommen die Kinder, haben ihre Bedürfnisse.

Wie kann ich das am besten für mich managen, um nicht noch zusätzliche Stressfaktoren aufzubauen?

Und um zurückzukommen zu dem Klienten von vor zwei Tagen, mit dem wir lange, lange diskutiert haben, weil er die Ergebnisse natürlich auch mit sehr viel mehr wissenschaftlichem Background zu interpretieren weiß.

Wo finde ich mit ihm zusammen die beste Möglichkeit, ehrlich Änderungen durchzuführen, die auch wirklich lang und nachhaltig sind?

[Nils Behrens] (10:46 - 11:09)

Es geht ja dann doch eigentlich immer um das Thema Personalisierung.

Wir haben im Vorgespräch, als wir uns über diesen Podcast unterhalten haben, hatte ich dann so gesagt, was sind denn so die großen Parameter, die man immer so checkt und was kann man daraus ableiten?

Und da hast du im Grunde genommen eigentlich gesagt, naja, also eigentlich wollt ihr davon genau weg, dass es jetzt so ein Standardprogramm gibt, sondern dass es im Grunde genommen entscheidend ist, dass es eben halt alles personalisiert sein muss.

[Dr. Christine Pfeiffer] (11:10 - 15:07)

Gut, ich meine, jeder, der sich für das Thema interessiert, ist heute online unterwegs und versucht sich ein bisschen ein Bild zu machen, was macht eigentlich diese Klinik.

Und so ist es wichtig, Beispiele anzugeben, welche Möglichkeiten hier offeriert werden.

Und hier muss ich auch sagen, wir sind hier im Raum Zürich sehr gut vernetzt.

Das heißt, wenn wir spezielle Fragestellungen haben, haben wir Kliniken oder auch Kollegen, mit denen ich schon seit Jahren zusammenarbeite, wo ich weiß, hier können wir zuverlässig auch zusätzliche Untersuchungen anfordern.

Und insofern ist es für mich sehr wichtig, bevor wir eine große Untersuchung machen, einen großen Check-up mit Longevity-Untersuchungen, dass wir vorweg erst mal ein Online-Gespräch haben oder auch einen Mail-Verkehr, der die Dinge herausarbeitet und wir sehen, wo ist die Fragestellung, wo sind die Schwachpunkte, was haben wir hier im Center für Möglichkeiten, auch an diagnostischen Tools anzubieten, die eine Lösung auch geben für den Betroffenen.

Und das nenne ich personalisiert. Ich bin dann auch ganz ehrlich und sage, diese Untersuchung, ich weiß nicht, ob die Ihnen so viel bringt, an Ergebnis.

Also alles zu machen, ich denke, es ist vom Ansatz her, wir sind Mediziner hier, es ist ehrlicher zu sagen, den Check-up machen wir, also ich sage jetzt mal eine Gastro-Koloskopie, möglicherweise auch noch ein MRI.

Und wenn das alles in Ordnung ist, neben den Blutparametern gehen wir ein bisschen mehr ins Detail.

Denn zum Beispiel, wenn ich jetzt bei der Koloskopie sehe, ein breitbasiger Polyp, der muss erstmal raus, bevor ich mit der nächsten Stufe beginne.

Und das ist die Journey, die ich denke, ist auch wichtig und die wir natürlich auch bei Klienten ansetzen, die in der sekundären Prävention sind.

Also eine Chemotherapie mit einer Krebserkrankung durchgemacht haben und sagen, ich will da raus, ich will zum einen wieder aufbauen, wieder auf ein Niveau kommen, was so ähnlich ist wie früher und will gleichzeitig natürlich auch eine Prophylaxe haben und möchte ein bisschen wissen, warum bin ich eigentlich krank geworden.

Und ich muss sagen, ich bin nicht nur Sportlerin in meinem Herzen, ich bin Mutter von drei Kindern und habe eine sehr schwere Krebserkrankung durchgemacht, als meine Kinder wirklich klein waren, eine Flöte und die Mutter brauchten.

Und habe meine Chemotherapie, nachdem ich verzweifelt war, mit meinen medizinischen Kollegen selber gemacht und habe entsprechend dem Biorhythmus die Supplementierung und auch die Infusion selber geleitet.

Und ich muss sagen, ich fühle davon nichts mehr, ich fühle mich sehr fit.

Und das ist natürlich auch ein Tool, was wir anbieten.

Begleitet mit speziellen, hoch spezialisierten diagnostischen Möglichkeiten im Bereich des Cancer Trackings, dass ich heute wirklich bei den meisten soliden Krebszellen sehen kann, welche Immuntherapie greift, welche Chemotherapie greift und hat aber nicht so hohe Nebenwirkungen.

Und welche Biologika, und das finde ich ist so wertvoll, dass ich sehe, ob ich jetzt mit Epigallocatechin aus dem Grüntee-Extrakt oder mit Vitamin C oder mit Hanfsamen oder was auch immer einen guten Input bringe, damit ich wirklich nur das mache, was mir wirklich hilft.

[Nils Behrens] (15:08 - 15:26)

Ja, total spannend, was du erzählst. 

[Dr. Christine Pfeiffer] (16:00 - 16:44)

Es gibt auch Falschaussagen und die gilt es dann auch wirklich ehrlich zu begleiten, denn ich muss ja nicht erzählen, wenn ich jetzt gesagt kriege, der Test ist nicht in Ordnung.

Das heißt, da brauche ich jemanden, der mich abfängt emotional und ich brauche jemanden, der mich da auch fachlich wirklich sicher durch begleitet.

Viele Dinge sind einfach wait and watch und mache in drei Monaten nochmal mit der gleichen Firma und dann schauen wir, wie sich das entwickelt, denn es gibt natürlich immer Störfaktoren im eigenen Organismus oder auch kein Labor ist hundertprozentig Kontrolle.


[Dr. Christine Pfeiffer] (17:00 - 17:46)

Die erste Maßnahme ist, dass ich den Vitamin D Haushalt zusammen mit K2 in Ordnung bringe und dann halt wirklich sehr viel höher einsteige.

Ich sage mal eine Hausnummer 10.000 bis 20.000 Einheiten pro Tag.

[Nils Behrens] (17:47 - 18:10)

Also das, was man immer so irgendwann mal, also ich weiß noch meine erste Vitamin D Supplementierung war noch mal so 20.000 Einheiten die Woche.

Das ist so das, was man heute ja eigentlich nicht mehr macht.

Das heißt also heute ist man ja wirklich bei einer täglichen Dosis nicht so hoch, wie du sie jetzt gerade dann sagst.

Sie ist dann ja wirklich dann wirklich eine therapeutische, ärztlich begleitete Dosis, aber grundsätzlich ist ja schon dann eher immer, dass man eine tägliche Supplementierung dann hat.

[Dr. Christine Pfeiffer] (18:10 - 18:32)

Also ich muss sagen, sowohl was die hormonelle Substitution als auch die Supplementierung angeht, das habe ich von meinem Lehrer, Professor Johannes Huber in Wien gelernt.

Täglich und Montag nicht. Das ist wie so eine Wake-Situation für unser Zellsystem, zu sagen, heute kriegst du nichts.

[Nils Behrens] (18:32 - 18:58)

Ja klar, aber nicht im Wechsel, jetzt nicht einen Tag mit, einen Tag ohne, sondern mal, also ich mache das selbst auch, dass ich ganz häufig mal am Wochenende, weil ich da nicht so in meiner Routine drin bin, da mal einen Tag vergesse oder irgendwie sowas so.

Aber da ist selbst der Gründer von Sunday Natural, der sagt auch, also es gibt nichts, was man durchgehend immer nehmen sollte, sondern tatsächlich genau, was du sagst, ist ja auch eine Art von Hormesis, dass der Körper dann auch immer wieder gezeigt bekommt, es läuft nicht die ganze Zeit.

[Dr. Christine Pfeiffer] (18:58 - 20:53)

Also um zurückzukommen zu Krebspatienten oder gewesenen Krebspatienten, die in einem stabilen Zustand sind, hier kann man schon erstaunlich arbeiten.

Und meine Erfahrung ist, vieles ist ja auch blockiert, was Verhaltensweisen angeht, was Gewohnheiten angeht, was Schlafqualität angeht, weil möglicherweise auch ein Vitalstoffmangel vorliegt.

Und was ich oft auch mache, dass ich den Klienten erstmal Infusion anbiete oder ich gebe ihnen i.m.-Injektionen, um mal die Bereitschaft, sich auch damit zu beschäftigen oder sich zu öffnen, in eine Aktion zu treten, dass ich hier mental das ein bisschen vorbereite.

Ich kann nicht von Null auf 100 Prozent gehen. Ich muss wirklich ein bisschen langsam auch die Reise antreten, dass ein Klient versteht, was da mit ihm passiert ist.

Das ist nicht eine Kampfhaltung.

Da ist mein Gegner, der ist nicht gut mit mir, sondern es ist eine positive Konfrontation, die wichtig ist, um auch dem Geschehen die richtige Wertigkeit in meinem Ich zu geben.

Und das sind natürlich Punkte, die im Longevity-Bereich nicht messbar sind.

Also ich kann hier Telomermessung, Mitochondrienmessung, das bringt mir gar nichts.

Das ist ein Punkt, den man nicht mit AI lösen kann. Also das ist meine Erfahrung.

Hier brauche ich ein ehrliches Gegenüber, was mich versteht, was sich Zeit nimmt und wo auch eine zielgerichtete Möglichkeit ist, wie ich meinen Weg gehen kann, und zwar gesund.

[Nils Behrens] (20:54 - 21:03)

Total gut, total gut. Trotz allem, wenn du eine Longevity-Startliste machen müsstest, welche Messwerte oder Tests willst du bei den meisten Menschen zuerst sehen und warum genau diese?

[Dr. Christine Pfeiffer] (21:06 - 22:55)

Wie du es, glaube ich, in deinem ganzen letzten Podcast auch schon erwähnt hast, wichtig ist in der heutigen Zeit und im Bereich Convenience Food und all dem, was dazugehört, Glukosemessungen, Insulinmessungen, das gehört bei uns zum Standardlabor dazu.

Und wenn hier Auffälligkeiten sind oder auch in der Geschichte schon mal ein bisschen erzählt wurde, ich hatte mal hohe Zuckerwerte im Bereich der dritten Schwangerschaft, in dem dritten Schwangerschaftsdrittel, dann würde ich auch immer eine kontinuierliche Glukosemessung machen.

Und hier ist es wichtig, dass wir die Klienten richtig aufklären und sagen, macht es so wie immer.

Wir wollen die Wirklichkeit sehen. 

Das ist wieder die Ehrlichkeit, die ich meine, die ist wichtig.

Es geht ja um dich und nicht um andere Menschen.

Und insofern, Glukose ist wichtig, weil sich das viele Leute nicht klar machen.

Und auch, wenn Glukose ein bisschen erhöht, wann ist die richtige Zeit?

Und wie verteile ich dann auch meine Ernährung über den Tag? Dann gehören natürlich immer die Vitalparameter dazu.

Das ist der Pulsoxi, also der Sauerstoffpartialdruck, den man an den Fingern ganz einfach messen kann.

Wir können die Bereitschaft messen, wie unsere mittleren und großen Gefäße agieren, wie ist die Elastizität und wie ist das Gefäßalter in dem Bereich.

Und das ist eigentlich das wichtigste Screening neben dem MRI und dem CT natürlich.

[Nils Behrens] (22:55 - 23:09)

Ich muss hier an einer Stelle mal ganz kurz übersetzen, weil du sagst immer MRI, das ist für unsere Internationalen, weil im Deutschen ist es das MRT, weil im Englischen MRI, im Deutschen ist es dann das MRT.

Sorry, kurz für die Unterbrechung.

[Dr. Christine Pfeiffer] (23:09 - 23:18)

Es tut mir leid, es ist einfach bei uns täglich so der Ausdruck.

Und wenn wir hier in Zürich das ein bisschen anders ausdrücken.

[Nils Behrens] (23:19 - 23:31)

Nein, nein, ich kenne das. Ich habe ja lange in London gearbeitet und deswegen war ich auch irgendwann so drin, im MRI zu sagen, dass die Leute mich immer nicht verstanden haben.

Aber deswegen kenne ich das Problem.

Entschuldige, ich habe dich unterbrochen.

[Dr. Christine Pfeiffer] (23:31 - 25:20)

Nein, nein, wir waren ja eigentlich beim Gefäßscreening. Ich wollte sagen, die Möglichkeit, das ist wie so eine Blutdruckmessung.

Und hier können wir schon eigentlich sehr gut frühzeitig erkennen, dass die Gefäße ihre Möglichkeit an Elastizität beginnen zu verlieren.

Und es ist ein sehr gutes Screening, je nachdem wie die Kurve aussieht, für die Früherkennung von einem Aortenaneurysma zum Beispiel.

Das kann ich ohne bildgebende Verfahren sehr schlecht frühzeitig erkennen.

Und wir wissen, wenn ein Aortenaneurysma an einer nicht ganz günstigen Stelle da ist und platzt, habe ich nicht viel Chance.

Also das ist eine echte Früherkennung und kann eigentlich auch in jeder Einrichtung durchgeführt werden.

Die Technik für unsere Nurses ist nicht so ganz einfach.

Also hier muss man eine sehr gute Schulung haben, dass man auch reproduzierbare Messergebnisse bekommt.

Was immer dazu gehört, weil wir wissen, warum altern wir? Der Hauptalternsfaktor ist die Entzündung, die chronische Entzündung.

Und hier haben wir verschiedene Blutwerte, die wir bestimmen können und auch sehen können, wie weit hier chronische Entzündungen stattfinden, wo auch immer.

Häufig weiß man gar nicht, weil sie überall sind im Zellsystem.

Aber es gibt uns dann auch die Möglichkeit zu sehen, hier ist Bedarf an Interventionen oder an weiterer Diagnostik.

Was natürlich zusätzlich dazu gehört, sind einfache Dinge wie Messung der Muskelkraft.

Ich weiß gar nicht, wie man zu dem auf Deutsch sagt.

[Nils Behrens] (25:21 - 25:21)

Griffkraftmesser.

[Dr. Christine Pfeiffer] (25:22 - 26:59)

Ja, das ist für mich fast schon Zungenbrecher. Also wir wissen, was das ist.

Also ich schaue, inwieweit hier die Hand sich flexieren kann und Kraft gibt.

Wofür brauchen wir das? Jeder alternde Mensch muss greifen können, um überhaupt existieren zu können.

Ob es darum geht, eine Tasse zu halten oder sich an einem Treppenlauf zu halten.

Also das ist ein sehr guter Parameter, wie gut die Muskulatur im Stand ist.

Wie gesagt, das ist jetzt nur eine Screening-Methode. Die gibt uns nicht wirklich Auskunft über die wahren biologischen Altersmarkers.

Was wir gerne auch noch messen, sind die Schlaf- beziehungsweise auch Resilienzmöglichkeiten im Bereich der Herzratenvariabilitätsmessung, HRV abgekürzt.

Das kann ich als Momentaufnahme machen, kann ich aber auch mal, wenn ich sehe, es ist Bedarf da, über fünf bis zehn Tage durchziehen und mal schauen, wie sieht das eigentlich so in der ganzen Woche aus.

Und dann wird ein Aktivitätsplan auch vom Klienten mitgeführt, dass wir sehen können, hier war eine schwierige Konferenz in meiner Firma oder hier habe ich Sport gemacht oder hier war ich im Wald.

Hier habe ich mich mit Freunden getroffen, was auch immer.

Und hier sehen wir sehr schön, was da passiert mit der Pulsqualität.

[Nils Behrens] (27:00 - 28:36)

Das ist ganz interessant. Ich habe mal, es gibt einen Anbieter aus Österreich, der heißt Lebensfeuer und da habe ich mal die Ausbildung sozusagen zum Lebensfeuer-Coach gemacht, um das ganze Thema so ein bisschen besser zu verstehen.

Nicht, weil ich wirklich das coachen wollte, sondern einfach nur für mich sozusagen.

Und da weiß ich noch genau, da hat sich dann der Taxifahrer verfahren. Also in Wien.

Und ich habe das dann irgendwie mitbekommen, weil ich parallel dann irgendwie bei Google Maps dann irgendwie schaute und dachte mir so, der fährt doch in die falsche Richtung und sowas.

Und man sieht wirklich so extrem, wie ich dann sozusagen diese Taxifahrt, wo er dann auch irgendwie den Taxameter auch nicht ausstellen wollte und alles, was dazugehörte, wie mich die gestresst hat.

Und das fand ich mal wirklich so schön zu sehen, weil ich wusste einfach, dass das so eine gezielte Stresssituation war, weil diese Taxifahrt war auch dann irgendwie über, keine Ahnung, 20 Minuten oder 30 Minuten oder so, dass es auch einen Ausschlag quasi gegeben hat in meiner HRV, dass man wirklich genau sehen konnte, hier diese Situation, mit dem in die falsche Richtung fahren und dann irgendwie die doppelte Rechnung zahlen und all das hat mich einfach extrem gestresst.

Und das fand ich mal wirklich total interessant zu sehen, wie gut das doch wirklich funktioniert.

Man hat ja manchmal bei so einigen Parametern, ich sage mal so, die Schulmediziner fangen ja immer an, das schnell auch für Voodoo zu halten, aber gerade in dem Fall, wo es eben halt wirklich darum geht, die Herzratenvariabilität zu messen und zu sehen, was das eben halt mit meinem Parasympathikus oder Sympathikus dann eben halt macht, dann muss man schon wirklich sagen, bei mir funktioniert das extrem gut von der Messung.

[Dr. Christine Pfeiffer] (28:36 - 31:06)

Jetzt sind wir bei der Diagnostik. Was machst du als Lösungsmöglichkeit?

Also wir kennen das ja in der mittleren bis späten Wehenphase als Frauen unter Geburt.

Es ist wichtig, dass wir die gesamte Atemmuskulatur möglichst einsetzen und die Ausatemphase so lang wie möglich gestalten.

Wie man so schön sagt, ich habe mal tief Luft geholt und dann aber mindestens dreimal so lange die Luft auch wieder rausgeben, um zu entspannen.

Denn den Taxifahrer wirst du nicht ändern, der wird es morgen wahrscheinlich wieder so machen.

Und deswegen glaube ich, ist es gut, wenn man, das bedeutet ja eigentlich auch das Wort Resilienz, dass sich nicht so viel aus der Ruhe bringt.

Und das sind jetzt nicht nur die äußeren Erscheinungen, dass du trotzdem freundlich bleibst, sondern das sind halt auch die vegetativen Reaktionen im Bereich der Herzratenvariabilität.

Du warst jetzt bei den diagnostischen Möglichkeiten.

Ich glaube, ich werde noch eine zusätzliche Möglichkeit, die wir bei uns glücklicherweise im Center anbieten können, angeben.

Das ist unser iDXA-Gerät, mit der wir die Körperzusammensetzung bestimmen können. Also wir können die verschiedenen Muskelgruppen sehen.

Wir können Muskelgruppen sehen im Vergleich rechts und links und können auch im Bereich des Knochensystems natürlich Achsenverschiebungen sehen bis hin zu einer Skoliose, die dann auch korreliert mit unserer Muskulatur und können das so sehr gut unseren Klienten auch erklären, dass hier Handlungsbedarf ist im Bereich des Muskelaufbaus und spezieller Übungen im Bereich der Torsion.

Die Körperzusammensetzungsmessung gibt uns natürlich auch Aussage über die Fettverteilung.

Wir wissen, es gibt den sogenannten Apfeltypen, den Birnentyp, den wird es immer geben.

Heute gibt es ein bisschen andere Ausdrucksmöglichkeiten. Nur jeder weiß, das, was sich wirklich um den Bauchnabel fettmäßig ansammelt, ist jetzt nicht unbedingt so ganz das gesunde Fett.

[Nils Behrens] (31:07 - 31:09)

Und das viszerale Fett ist ja das Innenliegen.

[Dr. Christine Pfeiffer] (31:09 - 33:25)

Also ich wollte gerade noch sagen, Frauen, die so ein bisschen ihre Hüften bemängeln, das ist zu viel und so weiter.

Ich sage immer, das ist eigentlich das Gute, das gesunde Fett und das zur Not können wir das absaugen.

Aber das ist das Fett, was eigentlich uns Frauen so ein bisschen als Schutz auch im Bereich des Beckens gegeben wurde als Reserve.

Und die weitere Aussage, die wir über die Fettzusammensetzung bekommen, ist, Nils, stell dir vor, du kennst einen Bauchnabel.

Und wenn wir jetzt in der Chirurgie eine Bauchoperation machen, gibt es einen Schnitt.

Und wenn ich das aufklappe und schiebe ein bisschen das Bauchfell weg und komme zu den Darmschlingen.

Und die Darmschlingen, ich sage jetzt mal oben und unten, haben unten die Wurzel, wo auch die Gefäße, die Lymphe und so weiter fließt.

Und dort ist wie ein Blumenkohl, sieht auch weiß aus, Viszerales Fett.

Früher wusste ich gar nicht, was das ist in meiner chirurgischen Ausbildung.

Und heute wissen wir, das ist Viszerales Fett mit einer ganz großen Potenz für Silent Inflammation, chronische Entzündungen.

Und für uns ist diese Möglichkeit, Viszerales Fett zu messen.

Und für mich ist, wenn ich jetzt meine Hausnummer nenne, ein Viszerales Fett über 800 Gramm, ist mir zu viel.

Also hier können wir sehr schön auch sehen, wenn wir von dem Viszeralen Fett von 1600 Gramm runtergehen, unter 1000, was sich da alles verändert.

Emotional, die Erscheinung, der Gang, die Möglichkeit, nach vorne zu schauen und all die Dinge, die in der Vergangenheit waren, hinter sich zu lassen.

Da passiert auch psychisch unglaublich viel.

Also das Viszerale Fett, um zurückzukommen zur Diagnostik, ist eine tolle Möglichkeit, zumindest bei uns in der zivilisierten Welt, einen sehr schönen Verlauf auch zu dokumentieren.

[Nils Behrens] (33:25 - 33:43)

Ich glaube, da gibt es ja, es gibt zwei verschiedene Begrifflichkeiten.

Das eine ist das LOFI oder TOFI, also Thin Outside or Lean Outside and Fat Inside.

Also das heißt ja nicht, nur weil jemand von außen schlank ist, dass er dann zwingend kein Viszerales Fett hat.

Siehst du das im Alltag häufiger?

[Dr. Christine Pfeiffer] (33:44 - 34:16)

Ja, das sind die, leider sind es häufig die Damen, die halt Cola Light Produkte zu sich nehmen.

Häufig auch ein bisschen mehr Alkohol, wenig essen, wenn dann eigentlich nur Convenience Food.

Und dann auch wahrscheinlich nicht so viel Sport machen.

Die sehen toll aus, Twiggy, können eigentlich die Konfektionsgröße, von denen wir häufig träumen, tragen, aber sind eigentlich gar nicht gesund.

[Nils Behrens] (34:16 - 34:16)

Ja.

[Dr. Christine Pfeiffer] (34:17 - 34:44)

Und häufig beginnt dieses gar nicht gesund mit psychischen Erkrankungen, also Schlafstörungen, Depressionen, Ziellosigkeit.

Es sind so manchmal ganz subtile Symptome, die beginnen. Und solche Situationen sind ganz, ganz herausfordernd auch, diese zu öffnen, also auch für uns als Arzt zu knacken.

[Nils Behrens] (34:44 - 34:52)

Ihr habt ja zusätzlich zu diesen ganzen Tests, arbeitet ihr ja auch mit dem sogenannten biologischen Alter.

Warum ist das hilfreicher, als das Geburtsdatum?

[Dr. Christine Pfeiffer] (34:53 - 36:08)

Gut, ich meine, wir haben heute Möglichkeiten, verschiedene Biomarker, also Tests durchzuführen.

Heute gibt es Bemühungen, auch das Organsystem, ob das jetzt die Leber ist, unser Blutbild oder die Niere oder das Gehirn, in verschiedene Alter einzureihen.

Und das kann man zusammenfügen und kann hier eine Summe in ein biologisches Alter geben.

Und ich muss dir das nicht erzählen. Wenn wir das irgendwie auf dem Papier haben, ja, jeder weiß, du bist, ich weiß nicht wie viel, ich bin 67 und dann siehst du, ach, da steht jetzt 75, das kann doch nicht sein.

Also es ist irgendwie, es ist eine Herausforderung daran zu arbeiten.

Und das funktioniert meistens. Du musst es nur vorher deinen Klienten so ein bisschen erzählen und sagen, hier, da ist eine Erwartungshaltung da.

Das kann sein, dass du jetzt viel älter bist, aber mach dir nichts.

Das ist eine Momentaufnahme und das ist ja das Schöne. Die Epigenetik oder das biologische Alter, das kann ich drehen.

Nicht von heute auf morgen, aber wir können das entwickeln.

[Nils Behrens] (36:08 - 36:50)

Es ist ganz interessant. Also ich trage jetzt seit dem Sommer dieses Whoop-Band, Variable, und die haben ja jetzt auch so ein Alter sozusagen.

Und wenn ich dann sehe, wie sich das ständig verändert.

Also ich war, glaube ich, in Rekordzeit schon mal neun Jahre jünger.

Jetzt bin ich, glaube ich, gerade aktuell sieben Jahre oder sechs Jahre, 6,8.

Aber das ist genau das, was du beschreibst.

Das ist natürlich schon sehr viel lebensstilabhängig. Das heißt also gerade, ich hatte jetzt eine Zeit lang eine Phase, wo ich irgendwie relativ viel unterwegs war, viel auf Reisen, wo ich meine Sportroutine nicht so in dem Maße hatte.

Und dann auch gleichzeitig verbunden mit einer relativ schlechten Schlafroutine.

Und dann merkst du einfach wirklich so, wie sich deine Werte dann auch ganz schnell verschlechtern.

[Dr. Christine Pfeiffer] (36:50 - 37:20)

Ja und natürlich auch die verschiedenen Jahreszeiten. Also ich meine, das ist ja das Schöne, dass der Frühling und der Sommer uns auch sehr viel Kraft geben.

Das sehen wir ja draußen in der Natur.

Und die dunkleren oder kälteren Monate, sei denn, dass wir jetzt nicht den Kontinent wechseln, geben uns die Gelegenheit, wieder ein bisschen zurückzukommen und zu reflektieren.

Und ich denke, das macht uns die Natur schon sehr gut vor.

[Nils Behrens] (37:22 - 37:42)

Ihr habt ja verschiedene Check-up-Stufen. Und ich habe hier so ein paar Sachen mir mal auch so rausgezogen.

Also gerade das Thema Gefäßalter, arterielle Steifigkeit, auch das Thema Zucker-Endprodukte.

Warum sind Gefäße für euch so eine zentrale Longevity-Währung? Das heißt, du hast ja schon gerade gesagt, das ist wahrscheinlich dann irgendwie tatsächlich das Risiko, was man dann eben im Herzen verbindet, oder?

[Dr. Christine Pfeiffer] (37:44 - 39:36)

Es gibt verschiedene Punkte dazu, die anzusprechen. Das eine war, dass wir, wenn wir das Gefäßalter bestimmen, uns, wenn das Alter natürlich höher ist als das chronologische Alter, zu fragen, woran liegt das?

Ich gebe natürlich Omega-3-Fettsäuren mindestens zwei Gramm und schaue, dass ich von den anderen metabolischen Parametern möglichst eine Optimierung erzielen kann.

Werde Ernährung umstellen, ein Bewegungsprogramm versuchen, in den Alltag mit einzubinden.

Nur, du weißt ja, das Auge hat ein Gefäß, mein Ohr hat ein Gefäß, die Zähne müssen durchblutet werden, überall sind Gefäße.

Und wenn ich eine Gefäßveränderung habe in den mittleren und großen Gefäßen, sprechen wir von einer speziellen Angiopathie, also Gefäßveränderung oder bis hin zu einer echten Erkrankung.

Wenn jetzt aber die Veränderungen wirklich in den Kleinstgefäßen sind, kann man sich leicht vorstellen, dass man die nicht einfach austauschen kann.

Also die muss ich schon partout sehr gut pflegen, dass die möglichst lange in einem guten Gefäßalter bleiben.

Und wenn wir hier Endglykierungsprodukte finden, heißt das, dass hier der Stoffwechsel nicht ganz optimal funktioniert.

Das kann verschiedenste Gründe haben. Manchmal muss man fast ein bisschen detektivisch damit umgehen, denn ich möchte natürlich auch, dass die Klienten das auch verstehen und nicht einfach sagen, das ist so hoch, das ist so tief, sondern dass da ein bisschen ein neues Gefühl für meinen eigenen Körper entsteht.

[Nils Behrens] (39:36 - 40:15)

Ja, ich kenne das noch aus der Landshauptzeit, wirklich so dieses ganze Thema detektivisch unterwegs sein, weil das große Problem ist ja, dass das Symptom häufig nicht unbedingt an der Stelle sitzt, wo sozusagen die Ursache herkommt.

Und von daher, das waren wirklich die überraschendsten Dinge, die ich da so gelernt habe, wie, was weiß ich nicht, dass Hüftschmerzen eben halt über die Zähne dann getriggert werden oder eben halt auch, dass die Schlafstörung eben halt über zu viel Rohkost am Abend dann auch ausgelöst wird.

Also da sind ja manchmal dann wirklich so Dinge, auf die man nicht unbedingt, gerade als Nichtmediziner vor allem und auch vor allem aber auch leider als nicht ganzheitlich denkender Mediziner nicht unbedingt drauf kommen würde.

[Dr. Christine Pfeiffer] (40:15 - 40:16)

Ja, ja, genau.

[Nils Behrens] (40:17 - 40:30)

Ihr nutzt ja unterschiedliche Anti-Aging-Marker, wie die epigenetische Uhr, dann habt ihr eben halt das Glykanprofil, dann aber auch die Telomer-Analyse.

Welche sind in der Praxis, würdest du sagen, besonders hilfreich?

[Dr. Christine Pfeiffer] (40:33 - 41:42)

Auch hier muss ich sagen, gibt es Vorlieben. Also ich denke, jeder Arzt oder jeder Spezialist im Longevity-Bereich hat auch seine Routinen und weiß, wie er sie lesen kann im Verlauf.

Und ich muss sagen, ich bin ein großer Freund von Methylierungsmustern im Bereich der Epigenetik und das kombiniert mit Telomer-Messungen.

Für einen echten Verlauf ist die mitochondriale Aktivität für mich ganz wichtig, weil wir mittlerweile die Möglichkeit haben, die inaktiven Mitochondrien noch zu unterteilen, welche die gar nicht pushen.

Das heißt, die werden wieder in Aktive gewandelt und andere ist Müll.

Das heißt, hier muss ich dafür sorgen, dass ich die wirklich, bevor die jetzt entdifferenzieren oder sonst irgendwas machen und sich verselbstständigen, sprich in Richtung Präkanzerose gehen, muss ich die versuchen zu eliminieren.

[Nils Behrens] (41:42 - 42:57)

Darf ich vielleicht an der Stelle noch einmal ganz kurz hier als Übersetzer fungieren?

Also das heißt, fange ich mal hinten bei den Mitochondrien an. Das sind ja die Kraftwerke unserer Zellen.

Das heißt, also da geht es ja wirklich darum, wie gut sozusagen diese Maschine, diese Kraftwerke irgendwie tatsächlich, diese Turbinen wirklich funktionieren.

Das ist sozusagen ja dann das, was du jetzt gerade sagtest zum Thema Mitochondrien-Aktivität.

Das Thema Telomere, das sind ja die Chromosomen-Endkappen.

Das heißt, also das geht ja darum, das vergleiche ich immer gerne, habe ich in meinem Buch ausgeschrieben, mit den Schnürsenkelenden, weil so Sneakern, wenn man die Sneaker sehr lange trägt, kennt man es ja, dass die dann irgendwann anfangen, diese Schnürsenkel sich dann sozusagen aufzubröseln.

Das Problem ist dann, wenn man jetzt tatsächlich seine Schuhe nochmal neu einfädeln müsste und die nicht mehr da sind, dann gibt es ein Problem.

Und so ähnlich ist es ja eben, wenn die Telomer-Kappen dann irgendwann weg sind, dass sie dann eben halt auch zu ähnlichen Problemen dann sozusagen dann führen, was die verschiedenen sozusagen genetischen Stränge da so betrifft.

Das Letzte, was du eben halt sagst, dieses Thema Methylierung, vergleiche ich immer so ein ganz kleines bisschen so wie, eigentlich so ein bisschen wie ein Metallstück, wo so ein bisschen der Rost angesetzt ist.

Und man misst sozusagen, wie viel Rost schon da ist. Würdest du sagen...

[Dr. Christine Pfeiffer] (42:57 - 43:05)

Bin ich nicht ganz d'accord. Es ist ein ganz schwieriges Thema, denn die Methylierung brauchen wir auch für gewisse Reparaturmechanismen.

[Nils Behrens] (43:05 - 43:06)

Bei den anderen beiden warst du d'accord?

[Dr. Christine Pfeiffer] (43:06 - 43:32)

Ja, ja, ja. Also es ist auch nicht so ganz einfach nachzuvollziehen, weil sich hier natürlich auch die Wissenschaft so ein bisschen, es ändert sich manchmal in Nuancen.

Nur ganz grob, die Methylierung muss in einer Balance sein.

Der Rost ist gut, aber es gibt auch ein Gegenmittel für den Rost, dass der wieder sich erholt.

[Nils Behrens] (43:33 - 43:35)

Dann sagen wir mal Patina, das klingt vielleicht ein bisschen positiver.

[Dr. Christine Pfeiffer] (43:35 - 44:06)

Ja, und insofern dieses ganz Ausschalten von Methylierung, dass da gar nichts mehr passieren muss, was ja auch viele Klienten mich fragen, ist nicht gut.

Denn der ganze Prozess muss ja auch in einem, wenn man es jetzt sportlich ausdrückt, in einem Trainingszustand sein.

Dass es, wenn einmal wirklich die Notwendigkeit besteht, dass hier repariert werden muss, dass dann auch das System in der Lage ist, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

[Nils Behrens] (44:07 - 45:02)

100 Prozent. Und das finde ich ja so spannend. Wir hatten ja die Hanna Heikenwälder als Krebsforscherin auch hier schon mal im Podcast.

Und die hat ja auch ganz klar gesagt, das Thema Zombie-Zellen, das ist ja so ein Lieblingsthema auch in dieser ganzen Longevity-Welt, wie man eben halt schaut, wie diese seneszenten Zellen, wie man die möglichst wieder abbaut.

So, aber wenn man alle wieder abbaut, hat man eben halt das Problem, dass dann eben halt Krebszellen auch ungehemmt wachsen können.

Das heißt auch hier zu sagen, ich will die alle loswerden, ist auch keine gute Idee.

Also von daher, es ist eben halt auch da immer wieder dieser, der Körper hat sich ja irgendwann mal auch was dabei gedacht, warum er eben halt seneszente Zellen produziert oder Methylierungen dann eben halt anstößt.

Deswegen, ich glaube auch tatsächlich, das ist ja auch ganz häufig so, dass Menschen, die dann eben halt sehr, sehr viele Antioxidantien eben halt auch dann zu sich nehmen, dass die dann wiederum auch andere Prozesse dadurch wiederum lahmlegen.

Also ich glaube alle, die Dosis macht das Gift, wie es so schön in der Medizin heißt.

[Dr. Christine Pfeiffer] (45:02 - 46:05)

Die Dosis macht das Gift und wenn ich, je mehr Hintergrundwissen ich habe von der Basis, also jetzt nicht nur, wie die Zellen reagieren können über epigenetische Umwandlung, also durch Lebensstilfaktoren, Gewichtsabgeben, mehr Sport oder auch Änderung der Ernährung, ich kann über meine genetischen Polymorphismen sehr gut sehen, wo ist mein Mehrbedarf.

Also einfach blind Supplementierung einzunehmen, ohne zu wissen, ist das eigentlich für mich notwendig, neben einer guten, ausgewogenen Ernährung und ab und zu eine längere Fastenzeit, also 16, 8 oder sowas in der Richtung.

Ich sage immer, es gibt nur drei Supplemente, die kannst du irgendwie guten Gewissens nehmen.

Ja, das ist Vitamin D mit K2, das ist Kreatinpulver und das sind Omega-3 Fettsäuren und alles andere muss ein bisschen, die Schweizer sagen, näher angeguckt werden.

[Nils Behrens] (46:06 - 46:09)

Ich habe jetzt Magnesium noch auf die Reihe gesetzt, aber okay, spannend.

[Dr. Christine Pfeiffer] (46:10 - 46:34)

Ja, auch das Magnesiumthema versuche ich auch gerne mit den Klienten zu besprechen, weil wir natürlich viele organische Säuren haben, die unterschiedliche Wirkungen haben, zusammen mit Magnesium, je nachdem, wo der Schwerpunkt ist.

Sonst kommt die Klientin in den Morgen und sagt, ich habe nur Durchfall davon.

Also ich muss die Leute irgendwo auch ein bisschen führen, das ist mein Anspruch auch an mich selbst.

[Nils Behrens] (46:34 - 47:21)

Natürlich, natürlich und gerade dieses Durchfallthema ist beim Magnesium natürlich schon ein großes Thema.

Das kommt aber natürlich auch ein bisschen auf die Magnesiumart an, aber wir wollen jetzt hier kein Supplement Podcast machen.

Ich würde gerne mal auf ein anderes Thema eingehen, weil wir wissen ja, dass das ganze Thema der mentalen Gesundheit auch ein großer Faktor ist und da auch ein großer Faktor für das Thema Entzündung ja auch nicht unbedingt nur durch die Ernährung kommen kann, sondern durch Stress.

Und ihr habt jetzt im Grunde genommen bei dem Thema Stress- und Resilienzdiagnostik habt ihr das Thema HRV, diese Herz-Raten-Variabilitätsmessung, die ihr schon gesprochen habt, ihr habt aber auch Cortisolprofile, dann gibt es so oxidative Stressmarker, es gibt dann eben die erwähnte mitochondriale Funktion.

Was würdest du sagen, ist im Alltag davon besonders handlungsrelevant?

[Dr. Christine Pfeiffer] (47:22 - 50:34)

Ich muss noch dazufügen, wir haben noch ein Online-Tool mit sehr zielgerichteten Fragen in der Richtung, was ich für sehr wertvoll erachte.

Meine Erfahrung ist, dass viele Klienten sich so ein bisschen schwer tun.

Also ich habe jetzt heute Morgen eine E-Mail bekommen von einem auswärtigen Klienten, der jetzt nach drei Monaten sagt, ich will das jetzt machen.

Also ich meine, der Link verfälscht irgendwann, dass man den wieder hochladen muss.

Also ich meine, es ist ja auch eine Form des Outens, wenn ich die Fragen ehrlich beantworte.

Also ich sage jetzt einfach mal eine Hausnummer, wie gehe ich mit Stressfaktoren um, wenn ich jemanden gegenüber sitzen habe?

Und wie stresse ich mich damit selber? Oder gehe ich dann damit sozusagen schlaflos in die nächste Nacht?

Und das sind Dinge, die uns sehr gut einen Score entwickeln lassen können.

Und je nachdem, wie jetzt auch die anderen Parameter sind, schlage ich dann schon auch manchmal vor, dass man ein MRT des Kopfes macht und schaut, wie sieht hier die Hirnsubstanz aus?

Sehen wir hier schon beginnende entzündliche Prozesse? Beziehungsweise wir haben auch die Möglichkeit, spezielle Schichten des Hirn-MRIs oder MRTs hochzuladen auf eine spezielle KI-gesteuerte Plattform, um zu sehen, wie sehen hier die verschiedenen Hirnareale aus?

Also ich sage mal nur ein Beispiel, die graue Zone oder der Hippocampus.

Und wenn wir hier Veränderungen sehen, ist es ganz wichtig, auch den Klienten in der Richtung gut zu führen.

Ich kann jetzt nicht einfach sagen, setze ich hin und mache eine Meditation.

Das macht nicht jeder. Also muss ich ein bisschen rausfinden, was ist das richtige Tool für ihn?

Wie kann ich ihn in die richtige Richtung bringen, dass es wirklich zu einer Routine wird jeden Tag?

Hier gibt es Möglichkeiten über HRV und Visualisierung. Das gibt es schon relativ lange, manchmal in Kombination mit 40-Hertz-Musik.

Also das ist sehr individuell, wie man das steuern kann.

Wir wissen im Bereich des Longevity-Sektors, dass neben der körperlichen Gesundheit die Gehirngesundheit und auch die Emotionalität mehr und mehr an Bedeutung gewinnen, weil die chronischen Erkrankungen, die Volkskrankheiten, Depressionen, Essstörungen auch bei älteren Menschen, Alkoholismus, andere Abhängigkeiten oder ADHS bei Erwachsenen wird immer, immer häufiger.

Und hier kann man über Lifestyle-Änderungen tolle Ergebnisse bekommen und kann wegkommen von Medikamenten.

[Nils Behrens] (50:34 - 51:00)

Ganz toll, ja ganz toll. Gerade auch, wir hatten das in einem anderen Podcast schon bei Kindern, welche positive Wirkung auch z.B.

eine hohe Omega-3-Supplementierung dann auch schon auf das Thema sozusagen Gemüt, Depression, Konzentration eben auch auswirken kann.

Also es ist schon wirklich spannend, wie manchmal doch so eigentlich ja fast naturheilkundliche Maßnahmen dann eben auch doch einen so großen Effekt haben, teilweise einen größeren nachhaltigen Effekt, als es eben halt tatsächlich die Pharma-Industrie schafft.

[Dr. Christine Pfeiffer] (51:00 - 51:23)

Also nicht nur Omega-3-Fettsäuren, alles was mit MCT-Fett, Kokosfett zu tun hat.

Man kann ganz super einfach Cracker herstellen mit den Kindern zusammen oder auch alleine und kann Kokosfett mit integrieren.

Das ist wirklich Brain-Food pur.

Toll. Haben wir hinten bei uns im Backoffice.

[Nils Behrens] (51:23 - 51:43)

Ich freue mich drauf, ich freue mich drauf. Weil du es gerade so ansprichst mit dem Hirnscan, das fand ich, ist jetzt nur eine Seitenbemerkung, aber die wir im Vorgespräch hatten, du hast gesagt, dass du von erfolgreichen Geschäftsleuten gesehen hast, dass da häufig im Gehirn ähnliche Muster sind.

Magst du vielleicht das vielleicht noch mal ganz kurz für unsere Hörerinnen erzählen?

[Dr. Christine Pfeiffer] (51:44 - 53:27)

Gut, ich meine, das ist natürlich jetzt ganz inoffiziell. Ich sehe doch einige Klienten über die Jahre und du hast dann auch, machst dann Beobachtungen, die natürlich wissenschaftlicher Natur sind, aber du siehst Vergleichspattern im Bereich der Hirnstrukturen.

Und ich denke, hier wird es auch in Zukunft mit Sicherheit Arbeiten geben, die sich mit diesem Thema beschäftigen.

Persönlichkeit, wie sehen die Pattern eines erfolgreichen, aber trotzdem resilienten Geschäftsmannes aus?

Wir kennen das aus der Vergangenheit, als die genetischen Polymorphismen auf den Markt kamen.

Da gab es zwei, drei sehr interessante Bücher über Persönlichkeitsstrukturen und genetischen Polymorphismen.

Es geht so ein bisschen in die Richtung rein. Und wir sehen ja auch in der Vorgeschichte, in der Historie bei Musikern oder auch bei einigen, die sehr schöne Gemälde produziert haben, dass da so ein bisschen ein Wechsel von Genie und Wahnsinn stattgefunden hat.

Ich denke, es geht so ein bisschen in die Richtung.

Aber ich finde das riesig spannend, was so im Nebeneffekt auch bei uns hängen bleibt.

Und du kannst das natürlich auch immer wieder abrufen. Das ist das Gleiche, wie ich das damals auch hatte.

Das ist kein Zufall. Und mehr kann man im Moment da noch nicht herausinterpretieren.

[Nils Behrens] (53:29 - 53:40)

Lass uns mal auf so Umweltfaktoren kommen, wie Mikroplastik, Schwermetall. Ist das etwas, was sinnvoll ist in der Diagnose?

Oder soll ich mal so lenken, das eher von der Basis an?

[Dr. Christine Pfeiffer] (53:42 - 56:33)

Ich muss ehrlich sagen, das ist so ein bisschen ein Hype im Moment.

Dadurch, dass die Technik der Plasmaferese auf den Markt gekommen ist. Was ist das?

Das ist eine Art der Blutwäsche, um eben diese speziellen Umweltgifte wie Schwermetalle, wie Plastikrückstände, Hormonrückstände, aber auch Teile von Impfungen, zum Beispiel Covid-Substrate, rauszuspülen.

Kann man alles machen, aber auch hier wird ein sehr intensiver Eingriff in unser Körpersystem vorgenommen.

Und es ist in meinen Augen sehr wichtig, hier die Nutzenanalyse klar rauszuinterpretieren, um hier nicht für eine nicht absolute Indikation vermehrt Risiko für einen Klienten zu induzieren.

Wenn wir sehen, dass wir einige Anhaltspunkte haben, zum Beispiel in der genetischen Polymorphismendiagnostik, dass hier nicht ganz einfach über die Leber detoxifiziert werden kann enzymatisch, haben wir einen Faktor.

Wir haben möglicherweise Klienten, die schon symptomatisch sind mit chronischen Erkrankungen.

Ich sage es mal, vielleicht eine Multiple Sklerose oder eine andere Erkrankung im Bereich des neurologischen Formenkreises.

Es gibt Erkrankungen, die im Ganzen Entzündungen verursachen, im Bereich vielleicht Fibromyalgie, vielleicht eine Rheumatologische Erkrankung.

Ich sage jetzt einfach mal so Deckbegriffe. Dann ist es möglicherweise eine Indikation, hier darüber nachzudenken.

In unserem normalen Checkup, wenn es jetzt nicht der ganz kleine Checkup ist, ist die Bestimmung der Schwermetalle immer mit drin.

Und ich habe jetzt auch einen Klienten, der eine sehr hohe Arsenbelastung hat, wo ich auch die verschiedenen Arsen Subtypisierungen bestimmen lasse, um zu sehen, wie gefährlich ist eigentlich diese Belastung.

Um hier eine klare Aussage zu geben, welche Maßnahmen sind hier für dich am optimalsten.

Immer vorausgesetzt, dass die Basis stimmt. Also wenn jemand raucht, zu viel Alkohol trinkt, die die Ernährung noch nicht angepasst hat, sind das für mich erst mal die Eckpfeiler, bevor ich mit den Stufen oben drüber beginne.

[Nils Behrens] (56:33 - 57:43)

Ja, ich verstehe genau, was du meinst. Und ich finde tatsächlich auch diese Art der Blutwäsche, das ist natürlich schon auch ein Eingriff.

Ich kenne einige Leute aus meiner Longevity Bubble, die das einfach mal so gemacht haben, weil sie meinten, so kann ja nicht schaden, so nach dem Motto.

Und ganz kurz dazu, ich habe jetzt gerade einen alkoholfreien Wein rausgebracht, der jetzt ein neues Osmoseverfahren benutzt, weil sonst hat man den Wein immer erhitzt und dann ist der Alkohol weg gewesen, sozusagen.

Jetzt filtert man den raus. Und dadurch ist der Wein schon, also er schmeckt noch weitestgehend wie Wein, aber trotz allem ist der Alkohol raus und trotz allem sind natürlich gewisse Geschmackskomponenten raus.

Was ich damit sagen will, mit dieser Analogie, ist, wenn ich jetzt mein Blut einmal so durchfiltere, kann es sein, dass dann alle Schwermetalle und Entzündungsträger, Marker da raus sind.

Aber wer weiß, ob nicht dann, um die Analogie des Weines weiterzunutzen, gewisse Geschmackskomponenten, also Dinge, die positiv sind, dann verloren gehen.

Das heißt also, ich bin mir da nicht sicher, ob ich das jetzt einfach mal so als Lifestyle, mein Blut mal durchzuwaschen, einfach mal so machen würde.

[Dr. Christine Pfeiffer] (57:43 - 58:43)

Also als Lifestyle-Komponente würde ich, also dazu muss ich ganz klar Stellung beziehen, das nicht favorisieren.

Dafür sind die Risiken viel zu hoch. Ich muss sicher sein, dass ich hier nicht ein erhöhtes Clotting-Risiko über genetische Gerinnungsstörungen habe, die ich normalerweise ja eigentlich gar nicht abprüfe.

Aber wenn ich so eine Untersuchung jemandem empfehle, würde ich das auf jeden Fall vorher durchführen.

Denn sonst setze ich ein Risiko, was ich nicht hätte, ohne diese zusätzliche Maßnahme.

Und dadurch, dass wir hier keine im medizinischen Sinne absoluten Indikationen haben, sondern nur relative, ist die Entscheidung, solche Interventionen anzubieten, nochmal eine sehr größere Verantwortung von medizinischer Seite, als es vielleicht eine notwendige Blinddarm-Operation ist.

[Nils Behrens] (58:43 - 59:08)

Definitiv, definitiv. Ich komme jetzt schon zu meinen letzten Fragen.

Ihr arbeitet ja entlang einer Journey von Verstehen über Design bis Umsetzung.

Das macht ja auch absolut Sinn, dass man erstmal verstanden hat, warum man es eben halt machen soll und dass man dann eben halt guckt, wie die Umsetzung dann in den Alltag passt.

Wenn die Hörer nur eine Sache mitnehmen, wie sieht so ein realistischer 90-Tage-Plan aus, der nicht nach 10 Tagen scheitert?

[Dr. Christine Pfeiffer] (59:10 - 1:01:58)

Also das implementiert ja schon eigentlich mit der Frage, dass die 90 Tage nicht funktionieren oder die drei Monate.

So ist es auch, muss man ganz ehrlich sagen. Letztendlich, wenn ich jetzt jemand oder das Ehepaar aus Berlin von gestern, wenn ich jetzt zum Beispiel GLP-1 oder Ozempic-Spritzen mitgebe, natürlich muss ich das begleiten.

Und das wird dann am Anfang auch alle zwei, drei Tage begleitet.

Oder man schreibt die Mail oder telefoniert kurz, weil man eine Verantwortung dafür übernommen hat.

Also für mich ist das nicht einfach mal, mach das mal und tschüss, sondern für mich ist das wirklich eine begleitende Verantwortung.

Sonst habe ich keinen, darf ich das sagen, keinen Erfolg.

Insofern, es kommt ein bisschen auf die Natur desjenigen an, der uns aufsucht.

Und wenn es jemand ist, der da ganz neu eingeht, dann ist es auch eine neue Welt, die sich öffnet.

Und die muss sich öffnen oder darf sich öffnen mit einer vernünftigen Begleitung.

Und wir sehen das immer wieder, dass viele, viele, ich weiß nicht, ob aus Kostengründen oder Zeitgründen, Diagnostik-Tools im Online-Markt sich bestellen und werden dann überschüttet mit irgendwelchen Ergebnissen, können aber eigentlich gar nichts damit anfangen.

Und ich versuche dann, Ordnung da reinzubringen.

Und ich bin eine Ärztin, die eigentlich ganz einfache Worte benutzt.

Also ich kann da ein bisschen wissenschaftlich nachtanken, wenn das jemand braucht.

Aber ich will ja was haben, was ich wie ein Schnürsenkel oder eine Schuhe zubinden mit dem Schnürsenkel oder eine Suppe kochen.

Also ich will ja wissen, wie mache ich das jetzt mit mir? Oder was mache ich eher nicht?

Ich will nicht sagen, ich mache es falsch, aber es ist nicht so optimal.

Und insofern, die drei Monate sind für mich zu kurz.

Also ich schaue immer, dass man vielleicht einen physischen Kontakt in sechs Monaten wieder hat, um auch gewisse Dinge vielleicht nachzumessen.

So ein bisschen wie beim Friseur.

Also das ist ja nicht in sechs Wochen gemacht, sondern die Haare brauchen schon ein bisschen länger, bis sie wieder nachwachsen.

Und so muss man das auch mit den anderen Zellen sehen.

Die brauchen eine Chance, um sich ein bisschen wieder zu regenerieren und in eine andere Richtung aufzubauen.

Und insofern, das ist auch das, was ich immer im Vorgespräch kommuniziere. Das ist jetzt ein bisschen so eine Reise.

Wollen Sie da mit?

[Nils Behrens] (1:01:59 - 1:02:12)

Absolut, absolut. Meine letzte Frage ist mal das Thema ästhetische Medizin, was ihr ja auch im Longevity-Kontext anbietet.

Wo liegt hier der echte gesundheitliche Mehrwert und wo darf Ästhetik einfach Motivation sein, ohne sich rechtfertigen zu müssen?

[Dr. Christine Pfeiffer] (1:02:13 - 1:02:44)

Ich hatte mit einer Kollegin, die hier gerade um die Ecke ist, mit der ich sehr gut zusammenarbeite und sehr gut befreundet bin, eine plastische Chirurgin.

Wir hatten einen schönen Abend, Women's Health hier. Und eine plastische Chirurgin ist ja schon mit Schönheit beschäftigt, mit Ästhetik, mit was auch immer.

Und Colette und ich, wir sagen, es ist eine Schönheit von innen und von außen.

Ich sehe, wenn ich, ich bin jetzt mal bei Frauen, Entschuldigung.

[Nils Behrens] (1:02:45 - 1:02:47)

Ja bitte, wir haben über 70 Prozent Hörer innen.

[Dr. Christine Pfeiffer] (1:02:48 - 1:04:25)

Und insofern, wenn ich jetzt hier anfange, meine Reise in eine Richtung, die vorteilhafter ist für das ganze System individuell betrachtet.

Ich sehe, dass auch schon nach drei Wochen Stop Smoking, verändere die Ernährung.

Ich sehe, dass das Puffiness, dass das Gesicht sich komplett verändert.

Ja, die Porengröße verändert sich zum Positiven. Da kommt ein Glow in die Haut, da kommt eine Ausstrahlung in die Haut, da kommt eine andere Körperhaltung.

Das kommt von innen.

Und hier kann ich jetzt durch ein PRP oder Kollagenstimulatoren zusammen mit Kollagen, was ich von innen gebe und anderen zusätzlichen Stoffen, wie zum Beispiel jetzt Vitamin C oder so, kann ich eine sehr schöne Symbiose auch gestalten.

Und was, wozu führt das? Die Frau guckt sich morgens im Spiegel und sagt, wow, das nützt wirklich was.

Und so macht Ästhetik Sinn. Wenn ich einfach nur sage, was auch immer, das ist nicht der Sinn der Ästhetik.

Ich versuche, das ein bisschen in den ganzen Plan einzubauen.

Und auch wenn jetzt größere Eingriffe wie eine Fettabsaugung, Liposuktion oder sowas vorteilhaft ist, um einfach ein bisschen das breitere Becken zu optimieren.

Auch das ist vorteilhafter, ein bisschen vorzubereiten vom Stoffwechsel her.

[Nils Behrens] (1:04:26 - 1:05:03)

Es gibt da ein Zitat von der Sängerin Nena, hier so 99 Luftballons, die hat mal in einem Interview, was ich gesehen habe zum Thema plastische Chirurgie oder ästhetische Chirurgie, wurde sie mal dazu gefragt, wie sie dazu steht.

Und da hatte sie damals gesagt, für mich ist der Körper wie ein Haus.

Und wenn man sich wohler in dem Haus fühlt, wenn man es auch zwischendurch mal renoviert, dann findet sie das okay.

Und um bei dieser Analogie zu bleiben, finde ich es eben tatsächlich diese Kombination, dass man eben halt sowohl von innen dieses Haus sozusagen sauber macht und nicht nur von außen.

Ich glaube, dass das eben tatsächlich wahrscheinlich die ideale Kombination ist.

[Dr. Christine Pfeiffer] (1:05:03 - 1:05:37)

Gut, ich meine, mit 40 siehst du das noch nicht so.

Aber wenn du jetzt eine 60-jährige Frau oder 70-jährige Frau in Anführungszeichen nur spritzt und änderst nichts an ihrer Körperhaltung oder wie sie ausstrahlt oder wie sie mit dem Gegenüber spricht, du wirst dir immer ansehen, irgendwo ist es nicht stimmig.

Und das ist das, was mir am Herzen liegt, dass man hier richtig berät.

Und dann hat auch Ästhetik einen absolut wichtigen Platz.

[Nils Behrens] (1:05:40 - 1:06:05)

Christina, ich sage herzlichen Dank für das Gespräch. Wenn ihr als Hörerin euch intensiver mit Personalisierung und Prävention, moderner Diagnostik und Longevity-Strategien beschäftigen wollt, schaut euch mal die Arbeiten von Frau Dr. Pfeiffer an und eben halt auch von dem Longevity-Center in Zürich.

Und es gibt es ja auch in Polen.

Und man kann sich da auf der Website dann eben halt entsprechend schlau machen.

Und deswegen noch einmal vielen Dank für alles, was du hier geteilt hast.

[Dr. Christine Pfeiffer] (1:06:05 - 1:06:15)

Nils, es hat mir riesig Spaß gemacht. Und ich glaube, das darf ich auch erzählen.

Du gehst jetzt bei uns ins Sportlab und dann wollen wir dir ein bisschen was abfordern.

[Nils Behrens] (1:06:16 - 1:06:17)

Ich bin gespannt.

[Dr. Christine Pfeiffer] (1:06:17 - 1:06:18)

Okay, danke.

[Nils Behrens] (1:06:22 - 1:06:24)

Sag mal, hast du ein Lieblings-Supplement, was du persönlich nimmst?

[Dr. Christine Pfeiffer] (1:06:27 - 1:07:00)

Also ich glaube, du kannst dir vorstellen, dass ich mir natürlich auch ein bisschen geguckt habe, wo ich stehe.

Nicht nur epigenetisch-genetisch, sondern auch mit allen anderen diagnostischen Tools.

Und hier habe ich mir einen personalisierten Plan zusammengestellt, den ich, ehrlicherweise muss ich gestehen, auch sehr konsequent einhalte bis auf einen Tag und das meistens sonntags.

Lassen wir mal alles weg. Und ich fühle mich wohl damit und muss sagen, das ist ein Teil meiner ganzen Routine.

[Nils Behrens] (1:07:02 - 1:07:27)

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