Natives Kollagen Typ II ist das mengenmäßig bedeutendste Strukturprotein im menschlichen Gelenkknorpel, wo es rund 80 bis 90 % des gesamten Kollagenanteils ausmacht. Das Besondere an der „nativen“ Form ist, dass ihre natürliche, dreidimensionale Struktur vollkommen intakt und unbeschädigt (nicht denaturiert) ist.
Synthese & Stoffwechsel
Der Körper stellt Kollagen in einem komplexen, nährstoffabhängigen Prozess (Biosynthese) permanent selbst her. Dabei werden einzelne Aminosäuren zu langen Polypeptidketten verknüpft. Das Besondere an Kollagen ist seine einzigartige Struktur: Die Ketten bestehen aus sich stetig wiederholenden Tripeptid-Sequenzen (Dreier-Einheiten) aus Glycin, Prolin und Hydroxyprolin. Drei dieser Ketten verdrillen sich anschließend zu einer extrem reißfesten Struktur. Für diese stabile Vernetzung wird Vitamin C als essentieller Co-Faktor benötigt. Nur wenn diese dreidimensionale Struktur bei der Biosynthese (oder der Verarbeitung in Nahrungsergänzungsmitteln) komplett erhalten bleibt, liegt es in seiner aktiven, nativen Form vor.
Die Kollagen-Typen
Im menschlichen Organismus wurden bislang über 28 verschiedene Kollagentypen identifiziert, wobei Typ I und III die prominentesten sind:
- Kollagen Typ I: Dieser Typ macht mengenmäßig den größten Teil aus (ca. 90 %). Er bildet dicke, faserige Bündel und ist der Hauptbestandteil der Matrix in Haut, Knochen, Sehnen, Bändern und der Hornhaut des Auges.
- Kollagen Typ II: Dieser Typ bildet das wesentliche Strukturgerüst im hyalinen Knorpel der Gelenke.
- Kollagen Typ III: Dieser Typ bildet feinere, netzartige (retikuläre) Fasern. Er findet sich physiologisch vor allem in elastischen Geweben wie der Haut, den Wänden von Blutgefäßen und inneren Organen. Oft kommt er gemeinsam mit Typ I vor.
- Spezialisierte Typen: Ergänzend wirken Typen wie Typ V (z. B. in Haaren) oder Typ X (im Knochengewebe) im komplexen Zusammenspiel der Matrix mit.
Hyaluronsäure
Hyaluronsäure, auch Hyaluronan genannt, ist ein langkettiges Polysaccharid mit hohem Wasserbindungsvermögen und hoher Strukturviskosität (insbesondere mit mittlerem und hohem Molekulargewicht). Gehäuft ist sie u.a. in Haut und Bindegewebe, Gelenkflüssigkeit, Tränenflüssigkeit und dem Glaskörpers des Auges lokalisiert.
Wertvolle Boswelliasäuren
Neben zahlreichen ätherischen Ölen (8-12%) und Polysacchariden (20-45%) enthält Weihrauch besondere Harzsäuren, nämlich 5 – 8% Boswelliasäuren, darunter insbesondere den Hauptwirkstoff Acetyl-11-keto-β-Boswelliasäure, kurz: AKBA. Alle Inhaltsstoffe der Weihrauchpflanze und insbesondere die ätherischen Öle und Harzsäuren bilden einen synergistischen Komplex.
Gesundheitsbezogene Aussagen (gem. EFSA):
- Mangan trägt zu einer normalen Bindegewebsbildung und Erhaltung normaler Knochen bei.
- Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut, der Knorpelfunktion, der Knochen, des Zahnfleisches und der Zähne und zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.