Yuzamashi Tokoname Hakusan Mogake

Meister Hakusan

ID
4125
Kunstvolle, henkellose Abkühlschale (Yuzamashi) gefertigt von Meister Hakusan aus grünem Naturton und in spezieller Kombination aus Reduktions- und Oxidationsbrand mit zufälliger Farbgebung (jap.: Yohen; 窯変), verziert im Mogake Stil (Seegrasmuster). zum Temperieren des Teewassers, ideal zur Zubereitung gehobener japanischer Grüntees, 120ml
Besonders elegant als perfekte Ergänzung zur ebenfalls von Meister Hakusan im gleichen Stil gefertigten Shiboridashi Tokoname Hakusan Mogake
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Tokoname Yaki

Tokoname Yaki (常滑焼, Aichi Präfektur)

Tokoname ist der älteste der sogenannten Sechs Alten Öfen (jap.: roku koyo, 日本六古窯) Japans. Mit ca. 200 Brennöfen für traditionelle Keramik ist Tokoname inzwischen das größte Zentrum der Keramikproduktion. Der pure Naturton (Shudei) ist rot und besonders eisenhaltig und besitzt spezielle Eigenschaften in punkto Geschmack und Wirkung auf den Grüntee. Im Gegensatz zu anderen Regionen verfügt Tokoname noch heute über - wenn auch abnehmende - Reserven seines berühmten Naturtons.

Für die berühmten Shudei Kyusu wird ein möglichst eisenhaltiger und feinkörniger Ton (jap.: tatsuchi) verwendet, der unter Reisfeldern in Tokoname gefunden wird und dem Ton seine speziellen Eigenschaften und Farbe schenkt. Der echte Hon Shudei Ton mit dem idealen Eisengehalt ist inzwischen allerdings so selten, dass er noch zusätzlich mit natürlichem Eisenoxid angereichert wird, um den erwünschten Farbton auch wirklich zu erzielen.

Für andersfarbige Kyusu sprüht der Töpfer nach dem Formen der Basis eine Mixtur aus rotem Ton und natürlichen Farbpigmenten auf. Der Prozeß nennt sich Chara-gake. Anschließend wird die Kyusu gebrannt. Fertige Shudei Kannen besitzen einen besonderen Glanz, der durch das Polieren der getöpferten Kyusu mit Metallspatel oder Stoff vor dem Brand erreicht wird. Daher wird häufig auf Glasuren oder Aufglasurmalerei verzichtet, da man den Ton für sich sprechen lässt.

Bei der Fertigung von Tokoname Kyusu kommen der sogenannte Oxidationsbrand für rote und der Reduktionsbrand für schwarze Scherben auf Gas- oder Elektroöfen zum Einsatz. Manche Studios, insbesondere bekannte Künstler, setzen mitunter eine Kombination der beiden Techniken ein. Der Oxidationsbrand wird je nach Ton zwischen 1100 und 1200 Grad Ceslsius vorgenommen und muß wegen der Farbänderungen und der Gefahr zu reißen äußerst genau kontrolliert werden.

Durch die Einführung des Vielgewölbe-Mehrkammer-Hangofens (jap.: renboshiki-noborigama, 連房式登窯) 1834 wurde eine Verbesserung der Steuerung des Brennvorgangs gegenüber früheren Öfen erreicht. Dadurch und durch die Hilfe chinesischer Spezialisten wurde die Entwicklung der roten, unglasierten Shudei-Ware erst möglich. Besonders für die Shudei-Kyusu aus rotem toki ist Tokoname in ganz Japan, bzw. weltweit, berühmt geworden. Die Studios der Region sind aber auch für viele andere Techniken bekannt, wie z.B. die Ascheanflugglasur (yakishime), dunkle Brandspuren durch Kohlenstoff-Imprägnierung (koge), Seladon-Arbeiten und das Vermischen verschiedener Tonarten und -farben.

Pflege und Reinigung

Reinigung außen:

Nur mit sauberem Wasser und einem weichem Tuch. Bei Verschmutzung mit aufgegossenem Grüntee abreiben.

Reinigung innen:

Nur mit sauberem, möglichst kalkarmen Wasser ausspülen. Bei Benutzung setzt die Kyusu innen Patina an, die nicht entfernt werden sollte.

Nach Verwendung von kalkhaltigem Leitungswasser zum Spülen der Kyusu, diese danach mit kalkarmen, weichem Wasser innen und außen nachspülen. Dies vermeidet die Beeinträchtigung durch Kalkablagerungen. Anschließend außen mit einem sauberen, weichen Tuch abreiben.

Es empfiehlt sich, auf Dauer möglichst nur die empfohlenen ähnlichen Teetypen in der selben Kyusu zu verwenden (siehe Reiter Teesorten). Die innen unglasierte Kyusu entwickelt im Zusammenspiel mit dem jeweiligen Tee eine Patina, die den Geschmack über die Zeit verbessert und intensiviert. Auch aus diesem Grund sollte bei der Zubereitung und Reinigung möglichst kein kalkhaltiges Leitungs- oder Flaschenwasser, sondern ein weiches, kalkarmes Wasser (ähnlich einem natürlichen Bergquellwasser) eingesetzt werden.

Produktdetails

 
Typ  
Kiln Tokoname Yaki (常滑焼)
Studio/Artist Meister Hakusan (白山)
Herkunft Tokoname (Reg.), Aichi (Präf.), Japan
Fassungsvermögen lt. Hersteller 120ml
Empfohlene Füllmenge  
Maße
(Durchmesser ohne Griff x Höhe ohne Knauf)
8,9 x 4,7cm
Gewicht 86g
Ton 緑泥 (Ryokudei: grüner Naturton)
Brand Spezielle Kombination aus Reduktions- und Oxidationsbrand mit zufälliger Farbgebung (jap.: Yohen; 窯変)
Glasur unglasiert (jap.: Yakishime; 焼き締め)
Fertigung Die Bestandteile von Deckel und Kanne werden von Hand auf der Töpferscheibe getöpfert und dann passgenau zusammengesetzt. (jap.: Rokuro; 轆轤)
Verpackung Karton

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