• Yuzamashi Tokoname Kuro
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Yuzamashi Tokoname Schwarz Gross


Elegant schwarz glasierte Seitengriff-Abkühlschale (Yuzamashi) aus Tokoname zum Temperieren des Teewassers zur traditionellen Zubereitung gehobener japanischer Grüntees, 300ml
29,90 €
Inkl. 19% MwSt.

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Besonders stilvoll als perfekte Ergänzung zu unseren Künstler Kyusu

  

Eine Kyusu ist eine traditionelle japanische Teeekanne für die ideale Zubereitung von japanischem Grüntee. Aus Naturton gebrannt und innen unglasiert, reagiert der Scherben mit dem Wasser und dem Tee und hebt bestimmte Aromen hervor. Der Tee kann optimal frei schwebend in der Kanne ziehen, zudem lagern sich die Blätter beim Eingießen vorteilhaft über das integrierte Sieb, sodass sie zum einen selbst filtern, zum anderen eine vollständigere Extraktion von Geschmacks- und Inhaltsstoffen ermöglichen. Der Tee wird immer nur frisch, dafür aber mehrfach aufgegossen. Der Seitengriff und der Knauf auf dem Deckel verhindern, dass die Hand mit dem zu heißen Körper in Kontakt kommt.

Im Laufe der Geschichte gab es hunderte Keramikzentren in Japan, überall, wo der vulkanische Boden reiche Tonvorkommen aufwies. Einige sind bis heute aktiv, darunter die sechs wichtigsten "Alten Öfen" (jap. Rokkoyo): Bizen, Shigaraki, Seto, Echizen, Tamba und Tokoname. Aber auch andere, wie zum Beispiel Karatsu, Hagi, Mino, Shino, Oribe, Setoguro Ki-Seto und Kyo-yaki, und für Teekeramik vor allem Banko in Yokkaichi.

Sie unterscheiden sich regional nach der Zusammensetzung des Tons, der prävalenten Brennmethode, der Handarbeitsschritte, Dekorations- und Glasurtechniken und der Feinheit bzw. bewussten Grobheit der Herstellung. Vor allem der Ton und der Brand entscheiden über den geschmacklichen Charakter der Kyusu, d.h. welche Arten von Aromen eines Tees von ihr hevorgehoben oder gedämpft werden. Daher haben Teeliebhaber oft verschiedene Kyusu unterschiedlicher Qualitäten zu Hause, um je nach Tee und dessen Qualität die optimale Zubereitung zu ermöglichen. Zu den edelsten und wertvollsten Kyusu zählen diejenigen berühmter Künstler, die nicht nur für ihre speziellen Talente in der Fertigung, Form und Dekoration berühmt sind, sondern auch für ihre eigene Fertigung des Naturtons sowie ihre eigenen Brenntechniken, die zu einzigartigen Qualitäten führen.

Angeführt von den lebenden Nationalschätzen, den höchstausgezeichneten Meistern, gibt es eine ganze Hierarchie der Kunstfertigkeit, die über Studios, die noch vom Ruf vergangener Meister zehren, junge, wilde Studios bis hin zu familienbetriebenen Kleinstbetrieben, die den Großteil der Alltagsteekeramik herstellen. Wichtige Sammlerobjekte sind die Vintage Kyusu, die noch vollständig aus inzwischen erschöpften Vorkommen des hochwertigsten Naturton der jeweiligen Region gefertigt sind und damit unvergleichliche Qualitäten im Teeaufguss erzielen.

 
Typ  
Kiln Tokoname Yaki (常滑焼)
Studio/Artist  
Herkunft Tokoname (Reg.), Aichi (Präf.), Japan
Fassungsvermögen lt. Hersteller 300ml
Empfohlene Füllmenge  
Maße
(Durchmesser ohne Griff x Höhe ohne Knauf)
11,3 x 6cm
Gewicht 200g
Ton 朱泥 (Shudei: roter Naturton)
Brand Spezielle Kombination aus Reduktions- und Oxidationsbrand mit zufälliger Farbgebung (jap.: Yohen; 窯変)
Glasur unglasiert (jap.: Yakishime; 焼き締め)
Fertigung Die Bestandteile von Deckel und Kanne werden von Hand in Form gegossen und dann von Hand passgenau zusammengesetzt. (jap.: Ikomi; 鋳込み)
Verpackung Karton

Reinigung außen:

Nur mit sauberem Wasser und einem weichem Tuch. Bei Verschmutzung mit aufgegossenem Grüntee abreiben.

Reinigung innen:

Nur mit sauberem, möglichst kalkarmen Wasser ausspülen. Bei Benutzung setzt die Kyusu innen Patina an, die nicht entfernt werden sollte.

Nach Verwendung von kalkhaltigem Leitungswasser zum Spülen der Kyusu, diese danach mit kalkarmen, weichem Wasser innen und außen nachspülen. Dies vermeidet die Beeinträchtigung durch Kalkablagerungen. Anschließend außen mit einem sauberen, weichen Tuch abreiben.

Es empfiehlt sich, auf Dauer möglichst nur die empfohlenen ähnlichen Teetypen in der selben Kyusu zu verwenden (siehe Reiter Teesorten). Die innen unglasierte Kyusu entwickelt im Zusammenspiel mit dem jeweiligen Tee eine Patina, die den Geschmack über die Zeit verbessert und intensiviert. Auch aus diesem Grund sollte bei der Zubereitung und Reinigung möglichst kein kalkhaltiges Leitungs- oder Flaschenwasser, sondern ein weiches, kalkarmes Wasser (ähnlich einem natürlichen Bergquellwasser) eingesetzt werden.

Tokoname Yaki (常滑焼, Aichi Präfektur)

Tokoname ist der älteste der sogenannten Sechs Alten Öfen (jap.: roku koyo, 日本六古窯) Japans. Mit ca. 200 Brennöfen für traditionelle Keramik ist Tokoname inzwischen das größte Zentrum der Keramikproduktion. Der pure Naturton (Shudei) ist rot und besonders eisenhaltig und besitzt spezielle Eigenschaften in punkto Geschmack und Wirkung auf den Grüntee. Im Gegensatz zu anderen Regionen verfügt Tokoname noch heute über - wenn auch abnehmende - Reserven seines berühmten Naturtons.

Für die berühmten Shudei Kyusu wird ein möglichst eisenhaltiger und feinkörniger Ton (jap.: tatsuchi) verwendet, der unter Reisfeldern in Tokoname gefunden wird und dem Ton seine speziellen Eigenschaften und Farbe schenkt. Der echte Hon Shudei Ton mit dem idealen Eisengehalt ist inzwischen allerdings so selten, dass er noch zusätzlich mit natürlichem Eisenoxid angereichert wird, um den erwünschten Farbton auch wirklich zu erzielen.

Für andersfarbige Kyusu sprüht der Töpfer nach dem Formen der Basis eine Mixtur aus rotem Ton und natürlichen Farbpigmenten auf. Der Prozeß nennt sich Chara-gake. Anschließend wird die Kyusu gebrannt. Fertige Shudei Kannen besitzen einen besonderen Glanz, der durch das Polieren der getöpferten Kyusu mit Metallspatel oder Stoff vor dem Brand erreicht wird. Daher wird häufig auf Glasuren oder Aufglasurmalerei verzichtet, da man den Ton für sich sprechen lässt.

Bei der Fertigung von Tokoname Kyusu kommen der sogenannte Oxidationsbrand für rote und der Reduktionsbrand für schwarze Scherben auf Gas- oder Elektroöfen zum Einsatz. Manche Studios, insbesondere bekannte Künstler, setzen mitunter eine Kombination der beiden Techniken ein. Der Oxidationsbrand wird je nach Ton zwischen 1100 und 1200 Grad Ceslsius vorgenommen und muß wegen der Farbänderungen und der Gefahr zu reißen äußerst genau kontrolliert werden.

Durch die Einführung des Vielgewölbe-Mehrkammer-Hangofens (jap.: renboshiki-noborigama, 連房式登窯) 1834 wurde eine Verbesserung der Steuerung des Brennvorgangs gegenüber früheren Öfen erreicht. Dadurch und durch die Hilfe chinesischer Spezialisten wurde die Entwicklung der roten, unglasierten Shudei-Ware erst möglich. Besonders für die Shudei-Kyusu aus rotem toki ist Tokoname in ganz Japan, bzw. weltweit, berühmt geworden. Die Studios der Region sind aber auch für viele andere Techniken bekannt, wie z.B. die Ascheanflugglasur (yakishime), dunkle Brandspuren durch Kohlenstoff-Imprägnierung (koge), Seladon-Arbeiten und das Vermischen verschiedener Tonarten und -farben.