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Die Verkostung Im Detail

Verkostung: Hashiri Shincha Tanegashima Shōju

Die Verkostung im Detail

Der Hashiri Shincha Shōju von der südlich vor Kagoshima gelegenen Pazifikinsel Tanegashima gehört zu den allerersten Shinchas Japans. Dank der optimalen Wetterbedingungen dieses Jahr konnte die Ernte dieses Jahr im idealen Zeitraum Ende März durchgeführt werden, so dass der Tee dieses Jahr noch etwas harmonischer und runder als im letzten Jahr ausfiel.

Wie für Shincha üblich, ist dieser Tee nur kurz gedämpft (asamushi) und etwas weniger stark getrocknet, wodurch seine frischen, ausgeprägten Aromen und Nährstoffe stärker zur Geltung kommen.

Bei der Verkostung des Hashiri Shincha Tanegashima Shōju verwenden wir drei gut gehäufte Teelöffel auf etwa 0,2l Wasser. Bitte achten Sie darauf, nur gutes, weiches (kalkarmes) Wasser zu verwenden, da sonst der Geschmack dieses edlen Tees zu sehr leidet.

Der Tee ist ein solches Geschmackserlebnis, dass wir für ihn eine etwas größere Menge als sonst beim Sencha üblich empfehlen. Es konnte uns gar nicht intensiv genug sein.

Die mit Abstand besten Zubereitungs-Ergebnisse erzielten wir mit der Verwendung einer Yokkaichi Banko-Kyusu aus violett-braunem Ton, die normalerweise für beschattete Gyokuros und Kabusechas empfohlen wird. Diese eignet sich für diesen edlen Tee ebenso sehr, da der Cultivar Shōju für seine extrem ausgeprägten Aminosäuren bekannt und damit in vielen Aspekten den beschatteten Tees sehr ähnlich ist.

Der Hashiri Shincha ist in punkto Nährstoffreichtum und Vitalität in unserem Sortiment unübertroffen, frisch eingeflogen und direkt verkostet ein absolutes Erlebnis. Kein anderer Tee ist so frisch und lebendig. Dieses Jahr erreicht er in unserer Verkostung 98 bis 99 von 100 Punkten.

Er eignet sich auch ideal für Genießer und Kenner von mehreren Aufgüssen. Wir konnten aus ihm bis zu 6 gute Aufgüsse gewinnen.

  • Erster Aufguss: wir wählten 60sec bei 55°C in der Yokkaichi Banko Kyusu “Hiramaru Senbiri” vom bekanntesten lebenden Banko-Töpfer Meister Tachi. Schon nach dieser kurzen Aufgusszeit liefert der Tee ein unglaubliches Umami (100 Punkte) und eine große Süße, wobei die Adstringenz und Edelbitterkeit einem  völligen geschmacklichen Harmonie und Milde gewichen sind. Noch runder und vollendeter als im letzten Jahr bringt er den Charakter der Fusion eines vollen Gyokuros mit einem eleganten Sencha hervor: extrem vital, explosiv aromatisch und unglaublich erfrischend. Der Tee zeigt in der Tasse eine Sencha typische, gelbgrüne starke Farbe und spiegelt den Reichtum des Tees wieder.
  • Im zweiten Aufguss (15sec, 65°C) wählten wir eine leicht höhere Temperatur bei nur 15 Sekunden. Bei dieser Zubereitung treten die schönen Bitterstoffe des Tees in den Vordergrund, der nun weniger voll und süß, dafür aber charakterstärker und kräftiger auftritt. Eine willkommene Abwechslung in dieser Verkostung.
  • Der dritte Aufguss (20sec, 60°C) wird in keiner Weise schwächer, im Gegenteil es zeigt sich eine überraschende Geschmackssynthese aus dem ersten und zweiten Aufguss, was nur einem so nährstoffreichen Tee gelingen kann. 
  • Vierter Aufguss (20 sec., 60°C, Im Gegensatz zum zweiten und dritten Aufguss zeigt dieser Gang wieder eine deutlich kräftigere Farbe, die sogar den ersten Aufguss übertrifft. Im Charakter bildet sich nun ein eher typischer, kräftiger Berg-Sencha, der sehr belebend wirkt und einige Charakterzüge eines guten Honyama auf Shizuoka zeigt.
  • Der fünfte Aufguss (15sec, 60°C) ist dem vierten Aufguss ähnlich, etwas leichter und harmonischer
  • und auch der sechste Aufguss (10 sec, 60°C) ist vergleichbar harmonisch, ja wie ein versöhnlicher Ausklang nach dieser so belebten Aufguss-Reihe. Der große Reichtum dieses Tees lässt sogar noch weitere Aufgüsse zu, dem Spiel der verschiedenen Temperatur- und Zeit-Kombinationen scheinen hier kaum Grenzen gesetzt.

Nichtsdestotrotz empfehlen wir, sich diesen außergewöhnlichen Tee auch gerade als einen einzelnen Aufguss mit insgesamt 2 Minuten und 2-3 gut gehäuften TL nicht entgehen zu lassen. Keiner unserer Shinchas und Senchas erreicht ein solches Umami, eine solche Frische und Vitalität wie der Hashiri Shincha Tanegashima Shōju.

Bewertungsübersicht des Hashiri Shincha Tanegashima Shoju

UmamiEdelbitterRefreshingEdelsüßHarmonieEleganzKraftGesamt
9998999899989898,4


Passende Kyusu und Yuzamashi

Zur Betonung des extremen Umamis dieses seltenen Hashiri Shinchas ist unbedingt eine Banko Kyusu aus natürlichem Ton zu empfehlen. Der Reduktionsbrand, der besondere Ton und die dünne Verarbeitung verhelfen dem Shoju deutlich mehr zur Geltung. In einer schwarzen oder gar roten Tokoname Kyusu fiel die Verkostung viel schlechter aus.

Als Wasserkühler empfehlen wir entsprechend auch einen Yuzamashi aus Banko-Ton.

Der Tee hat durch seine Frische, die extrem ausgeprägten Aminosäuren das Potenzial für sechs volle Aufgüsse. Auch hier sollte man sich jedoch die Zubereitung auch eines einzelnen Aufgusses mit insgesamt 2 Minuten und 2-3 gehäuften TL nicht entgehen lassen.

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