Shiboridashi Banko
Jitsuzan

Meister Jitsuzan

ID
4962
Original japanische, handgedrehte flache Teekanne aus Banko Ton ohne Griff von Meister Jitsuzan, einem der größten lebenden Banko-Töpfer, in Original Holzkiste mit Künstlersignatur, 120ml

Typ

Shiboridashi (絞り出し)
Kiln Banko Yaki (萬古焼)
Studio/Artist Meister Ito Jitsuzan
Herkunft Yokkaichi (Reg.), Mie (Präf.), Japan
Fassungsvermögen 120ml
Empfohlene Füllmenge Zum optimalen Gelingen und Ausgießen des Tees ist eine Füllmenge nur bis zum letzten Drittel des Gefäßes empfohlen.
Maße in cm 9 x 5 cm
Gewicht 460g
Ton Banko Naturton
Glasur unglasiert (jap.: Yakishime; 焼き締め)
Fertigung Der Deckel wurde auf den Körper passend eingeschliffen (Suriawase-Technik, すり合わせ), ein Zeichen von Originalität aus Tokoname.
Stempel Künstlerstempel des Meisters
Verpackung Vom Künstler signierte Holzbox
144,90 €

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ID
4962
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Meister Jitsuzan

Der 1937 geborene Ito Jitsuzan ist zertifiziert in der traditionellen, japanischen Handwerkskunst (伝統工芸士). Er hat das Handwerk von seinem Vater geerbt und repräsentiert damit die zweite Generation der Jitsuzan. Er hat zahlreiche Preise gewonnen,, darunter die Auszeichung als bedeutender Beitrag für das immaterielle Kulturgut der Stadt Yokkaichis. Ito Jitsuzan ist auch einer der wenigen Kyusu-Macher in Yokkaichi, die noch mit der traditionellen kata banko (型萬古)-Technik arbeiten, bei der der Ton dünn auf Holzformen aufgetragen wird und nach dem Trocknen vorsichtig abgetrennt wird. Auch wenn diese Methode sehr zeitaufwendig ist und viel Geschick erfordert, empfindet Ito Jitsuzan, dass sie eine Zartheit vermittelt, die auf der Töpferscheibe nicht auszudrücken ist.

SHIBORIDASHI 絞り出し

Eine Shiboridashi ist eine traditionelle japanische Teekanne für die ideale Zubereitung kleinerer Mengen besonders hochwertiger japanischer Grüntees. Aus Naturton gebrannt und innen unglasiert, reagiert der Scherben mit dem Wasser und dem Tee und hebt bestimmte Aromen hervor. Der Tee kann optimal frei schwebend in der Kanne ziehen.

Im Laufe der Geschichte gab es hunderte Keramikzentren in Japan, überall, wo der vulkanische Boden reiche Tonvorkommen aufwies. Einige sind bis heute aktiv, darunter die sechs wichtigsten ""Alten Öfen"" (jap. Rokkoyo): Bizen, Shigaraki, Seto, Echizen, Tamba und Tokoname. Aber auch andere, wie zum Beispiel Karatsu, Hagi, Mino, Shino, Oribe, Setoguro Ki-Seto und Kyo-yaki, und für Teekeramik vor allem Banko in Yokkaichi.

Sie unterscheiden sich regional nach der Zusammensetzung des Tons, der prävalenten Brennmethode, der Handarbeitsschritte, Dekorations- und Glasurtechniken und der Feinheit bzw. bewussten Grobheit der Herstellung. Vor allem der Ton und der Brand entscheiden über den geschmacklichen Charakter der Shiboridashi, d.h. welche Arten von Aromen eines Tees von ihr hevorgehoben oder gedämpft werden. Daher haben Teeliebhaber oft verschiedene Shiboridashi unterschiedlicher Qualitäten zu Hause, um je nach Tee und dessen Qualität die optimale Zubereitung zu ermöglichen. Zu den edelsten und wertvollsten Shiboridashi zählen diejenigen berühmter Künstler, die nicht nur für ihre speziellen Talente in der Fertigung, Form und Dekoration berühmt sind, sondern auch für ihre eigene Fertigung des Naturtons sowie ihre eigenen Brenntechniken, die zu einzigartigen Qualitäten führen.

Angeführt von den lebenden Nationalschätzen, den höchstausgezeichneten Meistern, gibt es eine ganze Hierarchie der Kunstfertigkeit, die über Studios, die noch vom Ruf vergangener Meister zehren, junge, wilde Studios bis hin zu familienbetriebenen Kleinstbetrieben, die den Großteil der Alltagsteekeramik herstellen. Wichtige Sammlerobjekte sind die Vintage Shiboridashi, die noch vollständig aus inzwischen erschöpften Vorkommen des hochwertigsten Naturton der jeweiligen Region gefertigt sind und damit unvergleichliche Qualitäten im Teeaufguss erzielen.

Banko Yaki

Banko Yaki (萬古焼, Mie-Präfektur)

Diese vergleichsweise jüngere, aber dennoch höchst geschätzte Keramik stammt aus Yokkaichi in Mie, Japan, wo sie seit dem 18. Jahrhundert hergestellt wurde. Vorkommen eines dem für chinesische Yixing-Keramik (Zisha Clay) ähnelnden Tons ermöglichten den Einsatz ähnlicher Fertigungstechniken wie in China und das Entstehen eines der wichtigsten Keramikzentren Japans.

Der ursprüngliche Naturton war ausschließlich gelb (gleich wie in Yixing) und wurde bräunlich-lila im Brand. Dies ist einem besonders hohen Eisengehalt von etwa 6-7% zu verdanken. Er konnte bei höherer Temparatur gebrannt werden, um etwa 1200°C. Mit dem Versiegen des ursprünglichen Banko-Tons seit etwa den 90er Jahren wird heute meist roter mit gelben Ton vermischt, der von den Studios aus verschiedenen Regionen bezogen wird. Nur Vintage-Kyusu verfügen über einen 100% Original-Ton aus Yokkaichi.

Ein wesentliches Charakteristikum des Banko Yaki ist der starke Reduktionsbrand. Dadurch wird dem Ton Sauerstoff entzogen und es wird eine größere Härte und Porosität sowie die berühmte braun/violette Farbe mit besonderem, fast metallischen Glanz erzielt. Der Banko Ton ist zudem bekannt für seine besonderen Eigenschaften in punkto Geschmack und Wirkung auf japanischen Grüntee (siehe Reiter Teesorten).

Herstellung

Ton

roter Banko Naturton

Rokuro

Die Bestandteile von Deckel und Kanne werden von Hand auf der Töpferscheibe getöpfert und dann passgenau zusammengesetzt. (jap.: Rokuro; 轆轤)

Glasur

unglasiert (jap.: Yakishime; 焼き締め)

Anwendung

Eine Shiboridashi sollte vor der eigentlichen Teezubereitung zunächst mit warmem Wasser angewärmt werden, damit der Ton besser mit den Teeblättern reagieren kann. Erst dann werden die Teenadeln mit einem Holzlöffel hineingegeben. Fortgeschrittene und Kenner machen den Tee meist deutlich stärker, als Anfänger, die den intensiven Geschmack und die Bitterstoffe weniger gewohnt sind.

Das Wasser nun vorsichtig und langsam über die Blätter gießen, im Idealfall aus einem Yuzamashi (Gefäß zur Abkühlung des Wassers nach dem Kochen) aus gleichem oder ähnlichem Ton und Brand. Für beste Ergebnisse sollte das Wasser nur bis zum oberen Drittel der Shiboridashi Siebes gefüllt werden. Während der Ziehzeit bitte den Deckel schließen.

Zum Ausgiessen die Shiboridashi mit einer Hand so halten, dass der Daumen auf dem Knauf ruht. Darauf achten, dass die kleine Öffnung am Deckel auf gleicher Höhe mit der Tülle liegt. Dann den Tee langsam in mehreren Zügen in die Tasse ausgießen und frisch trinken. Falls mehrere Tassen befüllt werden, sollten diese in kleinen Schritten reihum eingegossen werden, um ein gleichmäßiges Ergebnis für alle Tassen zu erzielen. Am Ende des Ausgiessens die Shiboridashi mit beiden Händen vorsichtig, aber mit Nachdruck wiederholt ruckartig nach unten schwenken, um auch die letzten, besonders gehaltvollen Tropfen aus dem Tee zu gewinnen.

Pflege und Reinigung

Zur Pflege hochwertiger japanischer Keramik sollte grundsätzlich bei allen Zubereitungs- und Reinigungsschritten kalkarmes, weiches Wasser verwendet werden.

Nach dem letzten Aufguss den Tee vollständig aus der Shiboridashi entfernen und diese nur mit Wasser kräftig ausspülen. Innen nicht kratzen oder anderweitig reinigen. Schließlich die Kanne innen und außen mit kalkarmem, weichem Wasser nachreinigen, damit keine nachteiligen Kalkablagerungen entstehen. Außen mit einem sauberen Tuch kurz abreiben. Danach die Shiboridashi offen vollständig trocknen lassen, und nach dem Trocknen geschlossen für den nächsten Aufguss stehen lassen.

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