Shiboridashi Nuka
Mirka Randova

Mirka Randova

ID
5212
Handgedrehte, grifflose Teekanne (Shiboridashi), Meisterstück. Von der renommierten Künstlerin Mirka Randova. Hochwertiges Porzellan mit japanisch inspirierter Nuka yu 糠釉) Holzasche Glasur, integriertes Keramiksieb, ideal für die Zubereitung von gehobenem japanischen Grüntee, 100ml
 

Typ

Shiboridashi (絞り出し)
Studio/Artist Miroslava (Mirka) Randova
Fassungsvermögen 100ml
Empfohlene Füllmenge Zum optimalen Gelingen und Ausgießen des Tees ist eine Füllmenge nur bis zum letzten Drittel des Gefäßes empfohlen.
Brand Oxidationsbrand (jap.: Sanka shōsei; 酸化焼成)
Glasur Nuka yu (糠釉), nach dem Vorbild, traditioneller, japanischer Ascheglasuren
Fertigung Der Deckel wurde auf den Körper passend eingeschliffen (Suriawase-Technik, すり合わせ).
Stempel Signatur der Künstlerin
109,90 €

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ID
5212
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Mirka Randova

Miroslava (Mirka) Randova ist eine hoch angesehene Keramikmeisterin, die ihre künstlerische Schaffenskraft im Besonderen der Herstellung hochwertiger Tee-Accessoires widmet. Sie hat sich dabei auf die Arbeit mit Steinzeug und Porzellan spezialisiert. Dabei bedient sie sich unterschiedlicher Brenntechniken, um die individuelle Ästhetik ihrer Werke bestmöglich zur Geltung zu bringen.

Herstellung

Für die Herstellung des Gefäßes hat sich Mirka für die Slip Casting (Schlickerguss) Methode entschieden. Durch diese Form der Herstellung kann im Gegensatz zum Formen per Hand eine besonders genaue Passform erreicht werden.

Zu Beginn wird flüssiger Ton wird in die Form gegossen und stocken gelassen. Die verfestigten Rohteile werden danach von Mirka auf der Töpferscheibe angepasst und von Hand perfektioniert. Es folgt eine erste schonende Ofenerhitzung (Bisque Firing) bei 1000 Grad C durch die der Rohkörper fest fixiert wird. Im nächsten Schritt erhält die Keramik dann ihre einzigartige Färbung, für die Mirka ihre eigenen, selbstgemischten Glasuren verwendet. Im Anschluß wird das Gefäß bei einer genau bemessenen Temperatur von 1220 Grad im Elektrofen gebrannt. Das Gefäß wird abschließend schonend herab gekühlt, womit sich ein gleichmäßiges Entstehen der, einzigartigen, Farbverläufe und die vollendete Formung entwickeln kann.

Anwendung

Eine Shiboridashi sollte vor der eigentlichen Teezubereitung zunächst mit warmem Wasser angewärmt werden, damit der Ton besser mit den Teeblättern reagieren kann. Erst dann werden die Teenadeln mit einem Holzlöffel hineingegeben. Fortgeschrittene und Kenner machen den Tee meist deutlich stärker, als Anfänger, die den intensiven Geschmack und die Bitterstoffe weniger gewohnt sind.

Das Wasser nun vorsichtig und langsam über die Blätter gießen, im Idealfall aus einem Yuzamashi (Gefäß zur Abkühlung des Wassers nach dem Kochen) aus gleichem oder ähnlichem Ton und Brand. Für beste Ergebnisse sollte das Wasser nur bis zum oberen Drittel der Shiboridashi Siebes gefüllt werden. Während der Ziehzeit bitte den Deckel schließen.

Zum Ausgiessen die Shiboridashi mit einer Hand so halten, dass der Daumen auf dem Knauf ruht. Darauf achten, dass die kleine Öffnung am Deckel auf gleicher Höhe mit der Tülle liegt. Dann den Tee langsam in mehreren Zügen in die Tasse ausgießen und frisch trinken. Falls mehrere Tassen befüllt werden, sollten diese in kleinen Schritten reihum eingegossen werden, um ein gleichmäßiges Ergebnis für alle Tassen zu erzielen. Am Ende des Ausgiessens die Shiboridashi mit beiden Händen vorsichtig, aber mit Nachdruck wiederholt ruckartig nach unten schwenken, um auch die letzten, besonders gehaltvollen Tropfen aus dem Tee zu gewinnen.

Pflege und Reinigung

Zur Pflege hochwertiger Keramik sollte grundsätzlich bei allen Zubereitungs- und Reinigungsschritten kalkarmes, weiches Wasser verwendet werden.

Nach dem letzten Aufguss den Tee vollständig aus der Shiboridashi entfernen und diese nur mit Wasser kräftig ausspülen. Innen nicht kratzen oder anderweitig reinigen. Schließlich die Kanne innen und außen mit kalkarmem, weichem Wasser nachreinigen, damit keine nachteiligen Kalkablagerungen entstehen. Außen mit einem sauberen Tuch kurz abreiben. Danach die Shiboridashi offen vollständig trocknen lassen, und nach dem Trocknen geschlossen für den nächsten Aufguss stehen lassen.

Produktdetails

SHIBORIDASHI

Eine Shiboridashi 絞り出し ist eine traditionelle japanische Teekanne für die ideale Zubereitung kleinerer Mengen besonders hochwertiger japanischer Grüntees. Der Tee kann optimal frei schwebend in der Kanne ziehen. 

NUKA GLASUR

Nuka yu (糠釉) bedeutet übersetzt "Reiskleie-Glasur" und ist eine Form von Asche-Glasur, die in Japan traditionell aus der verbrannten Schale von Kurzkornreis hergestellt wird. Die Verwendung von Ascheglasur geht weit zurück in der chinesischen, koreanischen und japanischen Töpferei Geschichte. Es wird angenommen, dass dieser spezielle Stil vor etwa tausend Jahren in China zufällig entdeckt wurde, als die Asche des verbrannten Holzes im Brennofen auf der Keramik landete und nach dem Brennvorgang eine eigene Glasur bildete.

Reiskleie/-brei ist ein Nebenprodukt von gemahlenem Reis und seine Asche besteht zu 90-98% aus Kieselsäure - einem Hauptbestandteil von Glas. Wenn sie gebrannt wird, ergibt Nuka eine undurchsichtige, milchige, bläuliche Oberfläche, daher wird sie auch allgemein als nukajiro (糠白) "kleieweiße" Glasur bezeichnet. Verschiedene Farben und Effekte können durch die Zugabe von anderen Aschearten wie Holz und Stroh erzielt werden, während Eisen- oder Kobaltwaschungen einen Hauch von Gelb bzw. Blau hinzufügen. 

DIE KÜNSTLERIN

"Meine Arbeit ist kein Versuch die Vergangenheit wiederzubeleben, anstattdessen bediene ich mich ihrer als Inspiration, als Mittel um meine ganz eigene Vorstellung von Funktion und Ästhetik zum Ausdruck zu bringen. Ich möchte die Vergangenheit nicht weiter überbewerten, mich kümmert das Feuer von heute."

Mirka Randova lässt sich für ihr Porzellan von dem legendären Yixing Ton und traditioneller Nuka Glasur inspirieren, mischt diesem rotes Eisenoxid bei und verwendet für das einmalige blau-weiße Finish Holzasche Glasur. Als Ersatz für die traditionelle Nuka Reishülsenasche verwendet sie Eichen- und andere Holzasche aus der Region und bei Bedarf zusätzlich pulverisiertes Siliziumdioxid.

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