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  • Teenadel des Kamairicha Gokase Zairai Bio
  • Aufguss des Kamairicha Gokase Zairai Bio
  • Teenadel des Kamairicha Gokase Okuyutaka Bio
  • Aufguss des Kamairicha Gokase Okuyutaka Bio
  • Gokase in Miyazaki - obwohl es sich noch in der tropischen Klimazone befindet (im Sommer bis zu 33°C), herrschen hier ebenfalls sehr niedrige Nacht- und Wintertemperaturen (teils -10°C)
  • Herkunft der Kamairichas
  • 1st (Ichibancha) / Frühjahrsernte
  • 1st (Ichibancha) / Frühjahrsernte
  • Während der Verarbeitung
  • 1st (Ichibancha) / Frühjahrsernte
  • 1st (Ichibancha) / Frühjahrsernte
  • Die Tee von Miyazaki Sabo gedeihen in subtropischer Klimazone
  • Mr. Miyazaki bei der Verarbeitung
  • Frische geerntete Grünteeblätter von Miyazakis Farm
  • Jungpflanzen Winterschutz
  • Im Winter kommt es hier durchaus zu Schneefall und Frost

Kamairicha Gokase
Okuyutaka Bio+ Zairai Bio


Zwei Bio-Kamairichas (Premium und Super Premium) zum Kennenlernen der vielfach prämierten Teefarm Miyazaki Sabo, Miyazaki. Jeweils deutlich geprägt von seltenen Cultivaren, 2x100g

Regulärer Preis: 14,90 €

Sonderpreis: 24,50 €

Inkl. 7% MwSt.

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Kamairicha Gokase Zairai Bio,
Premium (91/100 P.), 100g

Verkostung: leicht edelherb, "tief", dezent nussig, gerader, purer und natürlicher Berg-Charakter, trotzdem angenehm zurückhaltend, langer Nachgeschmack

 

Kamairicha Gokase Okuyutaka Bio,
Premium (94/100 P.), 100g

Verkostung: sehr ausgewogen, schöne Röstnote, sanft nussig, sehr präsent und runder, schöner Körper, elegante Edelbitterkeit, kräftig, langer Nachgeschmack

 

Zur Übersicht unseres gesamten Kamairicha-Sortiments.

  

Kamairi

Diese Grünteesorte wird als Kamairicha (jap.: 釜炒り茶) verarbeitet (kama 釜 "kiln", iri 炒り "roast", cha 茶 "tea"), der in ganz ähnlicher Weise wie die meisten chinesischen Grüntees hergestellt wird. Die Oxidation wird durch eine Ofenbefeuerung (in China meist Pfannenröstung) gestoppt. Kamairicha gilt in Japan als Rarität und nur wenige Teefarmer haben sich auf diese besondere Sorte spezialisiert.

Ofen-/Pfannenfeuerung

Es existieren viele unterschiedliche Kamairi-Techniken. Historisch wurden die Kamairis auf einer mit hochwertigem Holz für gleichmäßige, langanhaltende Hitze befeuerten Pfanne bei unterschiedlicher Temperatur von Hand bewegt bzw. gerollt und gefeuert. In Miyazaki und Kumamoto (Aoyanagi-Technik) geschah dies hauptsächlich auf einer flachen Pfanne (Hiragama), auf der auch andere Erzeugnisse geröstet wurden. In Ureshino hingegen wurde der Tee typischwerweise in einer speziellen, etwa 45° geneigten Pfanne gefeuert. Heutzutage sind in Japan hauptsächlich Metallöfen mit Gas- oder elektrischer Befeuerung anzutreffen. Meist wird der Tee in verschiedenen Stufen zunächst relativ kurz bei etwa 300-400°C und anschließend bei ungefähr 100°C befeuert.

Kamairicha und Keramik: eine gemeinsame Herkunft aus China

Die Kamairicha-Technik gelangte ursprünglich mit der Keramiktechnik (Brennöfen) aus China nach Japan. Nach Ureshino brachte dies der Töpfer Hong Lin Min (紅令民) aus China im Jahre 1504. Nach Yame gelangte Kamairi sowie Teesamen aus China bereits im Jahre 1406 zum Reigan Tempel durch den japanischen Mönch Eirin Shyuzui. Seit dieser Zeit ist Kamairicha traditionell in Kyushu verankert. Teefarmen im nördlichen Hochland von Miyazaki sowie in Ureshino geniessen einen Ruf als Japans beste Kamairi-Farmer.

Kamairicha

Der Tee erhält durch die Ofenbefeuerung im Gegensatz zu gedämpften Grüntees ein spezielles, nussiges Aroma mit geringerer Bitterkeit, geringerer Adstringenz, weniger Chlorophyll und Grasgeschmack und süßerem, langem Nachgeschmack. Dieses wird Kamaka (jap.: 釜香) gerufen für Kama (釜, Pfanne / Kessel) und Ka (香, Aroma). Zugleich passt der Kamairicha exzellent zu reichhaltigem und salzigem Essen, wie es insbesondere in Kyushu beliebt ist.

Gokase 五ヶ瀬

Die Teefelder von Miyazaki Sabo liegen in relativ großer Höhe (>500m) im nördlichen, bergigen Miyazaki. Obwohl es sich noch in der tropischen Klimazone befindet (im Sommer bis zu 33°C), herrschen hier sehr niedrige Nacht- und Wintertemperaturen (teils -10°C). Im Winter kommt es durchaus zu Schneefall und Frost kann auftreten von Anfang Oktober bis Ende April.

Miyazaki Sabō 宮崎茶房

Herr Ryo Miyazaki 宮崎亮 ist ein noch relativ junger und mittlerweile mehrfach preisgekrönter Farmer, der die Führung des Familienunternehmens in 1991 übernahm. Bereits früh gelangte er zum Bio-Anbau, da er selbst an einem durch Pestizide verursachten Hautproblem litt. Seine Eltern arbeiteten bereits seit 1983 daran, die Teefarm auf reine Bio-Richtlinien umzustellen, in Folge der schweren Krankheit eines Freundes, die er sich bei einem Unfall mit Pestiziden zugezogen hatte. Im Jahre 2000 erhielt er schließlich die begehrte JAS-Bio-Zertifizierung. Die Leidenschaft Herrn Miyazakis liegt neben der Reinheit seiner Tees auch in der Kreation und Mischung natürlicher Gesundheitstees, z.B. Sannenbancha, Mischungen mit Ingwer, Yuzu und verschiedenen Kräutern, aber auch japanischem Oolong. Mittlerweile werden so etwa 200 (!) verschiedene Tees individuell für seine Kunden gefertigt.

Miyazaki Sabo erhielt für seine Tees mehrfach die höchsten Auszeichnungen Japans. Insbesondere für die Kamairichas gewann Herr Miyazaki den MAFF Award 2016 und 2003 sowie den Nihoncha Award Special Prize in 2014. Ausserdem wurde ihm die Emperor's Trophy 天皇杯 des "Agriculture, Forestry, and Fishery Festival 農林水産祭" in 2002 verliehen. Für seinen schwarzen Tee erzielte er 2013 den Golden Award der England Great Taste Awards.

Zubereitung

2 gut geh. TL, 60-65°C, 100-300ml, 2 Min. Geeignet für mehrere Aufgüsse.

Verpackung

Verpackt in einen besonders hochwertigen, luftdichten Aromaschutz-Beutel mit Zipper und Standboden. Durch eine 9-fache Beschichtung wird eine äußerst hohe Barrieresicherheit zum maximalen Schutz vor Schadstoffeinflüssen erreicht. Zudem wird jeder Beutel nach den besten Verpackungsstandards in Japan vakuumiert und etwas Stickstoff hinzugegeben, damit der Tee bestmöglichst vor Oxidation geschützt ist.

Empfohlene Teekanne

Dieser pfannengefeuerte Kamairicha kommt am besten in einer schwarzen Tokoname Kyusu mit feinem Keramiksieb zur Geltung.

Empfohlene Teedose

Ideal ist eine hochwertige Teedose aus Kirschbaumrinde (Vollholz, Kabazaiku Chazutsu), alternativ eine günstigere, innen beschichtete, luftdichte Teedose.