• Matcha Schale Ninsei-tamatsubaki
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Matcha Schale
Ninsei-tamatsubaki


Original japanische Matchawan aus Kyôto vom Studio Yozan

Diese prächtige und aufwendig von Hand bemalte Teeschale (chawan, jap. 茶碗) wird vom Studio Yozan in der alten Kaiserstadt Kyôto, Japan gefertigt. Die Schale ist mit ihrer kunstvollen Handbemalung und den besonders ausdrucksstarken Kamelienblüten auf goldenem Dekor eine Hommage an den lebendigen und freien Stil des großen Kyô-yaki-Meisters Ninsei Nonomura. Matchawans sind für die traditionelle Zubereitung von Matcha (Grünteepulver) bestimmt. Kyôto ist für die Herstellung von Matchaschalen berühmt und galt in der japanischen Teekeramik als stilbestimmend. Das weltbekannte Steinzeug (toki, jap.: 陶器) und Porzellan aus Kyôto wird Kyô-yaki genannt.

Yozan Ogawa

Der Künstler Yozan Ogawa, geb. 1925 in Kyoto, betreibt das Studio Yozan bereits in zweiter Generation, nunmehr zusammen mit seinem Sohn. Das Studio geniesst einen sehr guten Ruf in Japan und arbeitet sehr traditionsverbunden, ganz nach dem Vorbild des großen Kyô-yaki-Altmeisters Ninsei Nonomura. Es werden daher gerne klassische Motive und Glasuren des Kyô-yakis verwendet. Der Stil bringt sehr anmutige und elegante Matcha Schalen hervor. Bemerkenswert ist auch, dass Yozan nur selbst hergestellten natürlichen Ton benutzt, was aufgrund des großen Aufwands selbst in Japan recht selten geworden ist.

Kamelien-Motiv "Ninsei-tamatsubaki" - Handmalerei und Golddekor

Dieser edle Matchawan (jap.: 抹茶碗) wird auf der Töpferscheibe aus natürlichem Ton in die klassische Wan-Form (wannari, jap.: 椀形) gedreht, erhält aber einen für das Studio typische leichte zusätzliche Wölbung in der Mitte. Die Matchaschale ist mit einer besonders aufwendigen Asche-Feldspat-Glasur (hai-gusuri, jap.: 灰釉) versehen, die ihr einen speziellen stereoskopen Pigmentausdruck mit größerer Tiefe verleiht. Ihre außergewöhnlich lebendige und kunstvolle Anmutung erlangt sie durch die aufwendige Aufglasur-Handbemalung (uwa-etsuke, jap.: 上絵付け) mit dem äußerst beliebten und für Kyô-yaki typischen Kamelienmotiv auf Golddekor. Als Dekor wird kein Pigmentgold, sondern ein geschmolzenes Feingold aufgetragen. Die weiße Kamelie (lat.: Camelia japonica, jap.: tama tsubaki, 玉椿) gehört zur Familie der Teestrauchgewächse (Theaceae) und ist eng mit dem Teestrauch verwandt. Sie ist in japanischen Gärten ein äußerst beliebter Zierstrauch und spielte in der Hof- und Teezeremonie eine bedeutende Rolle. Ihre Blüten besitzen in mehrfacher Hinsicht eine symbolische Bedeutung. Zum einen wird mit Ihnen Eleganz, Harmonie und Freundschaft verbunden, zum anderen ist sie ein Symbol von Tod und Vergänglichkeit. Dies rührt von dem Umstand her, dass die Pflanze ihre roten Blütenblätter im Winter einzeln verliert, was auf Schnee den Eindruck von Blut erweckt.

Verpackung: Geschenkbox aus Holz

159,90 €
ID 0705, inkl. 19% MwSt.

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Produktdaten

  • Kiln (Ofen): Kyô-yaki
  • Herkunft: Studio Yozan, Kyôto, Japan
  • Mit Studio-Stempel
  • Farbe: Weiße Kamelien, grüne Blätter und Golddekor
  • Form: Wan-Form (wannari, jap.: 椀形) mit spezieller leichter Auswölbung in der Mitte
  • Glasiertes Kyô-Steinzeug aus natürlichem Ton
  • Asche-Feldspat-Glasur (hai-gusuri, jap.: 灰釉)
  • Hand-Aufglasurmalerei (uwa-etsuke, jap.: 上絵付け)
  • Maße: ca. ø 12,5cm, H 7cm
  • Gewicht: ca. 235g
  • Verpackung: Geschenkbox aus Holzktdaten

Ninsei Nonomura - der Altmeister des Kyô-yaki

Nonomura Seiemon oder Seisuke, Künstlername Ninsei Nonomura (jap.: 仁清, aktiv 1646-1694), gilt zusammen mit Ogata Kenzan und Aoki Mokubei als einer der wichtigsten drei Kyô-yaki-Meister Japans. Sie beeinflussten wesentlich den neuen Keramikstil Japans, der Mitte des 17. Jahrhunderts durch den nunmehr prunkvollen Stil der Teezeremonie aufkam. Auf Ninsei Nonomura ist die Schule des polychromen aufglasurdekorierten Steinzeugs mit Schmelzfarben und Verwendung von Gold und Silber zurück zu führen. Ihm wurde diese Matcha Schale mit Kamelien-Motiv (tamatsubaki) gewidmet. Ninsei und Kenzan waren die ersten Keramikmeister, die ihre Arbeiten signierten. Bislang war dies nur den Öfen (kilns) überlassen.

Kyô-yaki

Unter Kyô-yaki versteht man Steinzeug und Porzellan, dass innerhalb und in der Umgebung der alten Kaiserstadt Kyôto hergestellt wird. Kyôto war über 800 Jahre Regierungssitz (von 794 bis 1603 n.Chr.). Selbst als 1603 Edo (das heutige Tokyo) zur neuen Kaiserstadt ausgerufen wurde, blieb Kyôto weiterhin das geistige und religiöse Zentrum Japans. Als solches zog es die fähigsten Kunsthandwerker Japans an, die durch den Adel sowie durch den kaufkräftigen Absatzmarkt unterstützt wurden. Dadurch erlangte Kyô-yaki einen besonderen Stellenwert in der japanischen Keramik. Über lange Zeit war es sogar stilbestimmend für das ganze Land.

Wasabi- und Kirei-sabi-Ästhetik

Aus Kyôto stammen denn auch die berühmten und von der Wabi-Ästhetik minimalistisch geprägten Raku-yaki. Zugleich ist Kyôto für seine äußerst elegante und farbenprächtige Teekeramik aus Porzellan und Steinzeug (das Kyô-yaki im heutigen engeren Sinne) bekannt, die ab dem 17. Jhdt. durch einen Wertewandel der Teemeister nach einem prunkvolleren Ausdruck (kirei-sabi-Ästhetik) stimuliert wurde. Vor allem die kunstvolle Aufglasurmalerei mit typischen Blumen-, Kirschblüten-, Jahreszeiten- und Ornamentsmotiven, die kobaltblau-weiße Unterglasurmalerei sowie spezielle Tenmoku-, Gohon-de- und Seladon-Glasuren haben einen herausragenden Ruf erlangt. Da in der Region Kyôtos seit jeher keine nennenswerten Tonvorkommen existieren, werden bis heute in den etwa 200 Studios spezielle Tone aus verschiedenen Regionen Japans verarbeitet.

  

Diese hochwertige Matcha Schale sollte am besten nur mit lauwarmen Wasser gereinigt werden. Spülen Sie die Schale nach jedem Gebrauch zügig aus und trocknen Sie sie mit einem sauberen Tuch. Matcha-Reste, die zu lange im Matchawan verbleiben oder austrocknen, oxidieren und können die Geschmacksgebung nachteilig beeinflussen.

Bitte die Matcha-Schale nicht im Geschirrspüler und nicht mit Reinigungsmittel oder Geschirrspülmittel reinigen. Ebenso sollte kein kochendes Wasser in die Schale gegeben werden.

Bei störenden Verunreinigungen können Matcha oder Grünteeblätter zur Reinigung verwendet werden. Dazu nimmt man eine Handvoll guten grünen Tees (ideal z.B. japanischer Sencha), lässt die Blätter nur wenige Sekunden in 70°C heissem Wasser ziehen und wischt damit anschließend die Schale sorgfältig aus. alternativ kann auch Matcha-Pulver dazu verwendet werden. Die antioxidative Kraft des grünen Tees wird für eine natürliche Reinigung sorgen, ohne den Geschmack zu beeinträchtigen.

Vor der ersten Nutzung empfiehlt es sich die Schale mit lauwarmen Wasser mehrfach auszuspülen und mit grünen Teeblättern oder Matcha auszureiben, so wie oben beschrieben. Ein eventuell vorhandener Geruch der neuen Schale wird dadurch neutralisiert.