Gato Mikio Sumi Tasai

Japanisches Teetablett Holz

ID
5344
Edles, original japanisches Teetablett aus Birkenholz der renommierten Kunsthandwerksmanufaktur Gato Mikio, welche seit über 100 Jahren hochwertigste und mit natürlichem Urushi Lack veredelte Holzarbeiten herstellt. Ideal zur Bewirtung von Gästen und zur Präsentation gehobener Tees, ø21cm
  • Durchmesser (cm): 21
  • Höhe (cm): 1,5
  • Herkunft: Yamanaka, Ishikawa (Pref.), Japan
  • Lackierung: Polyurethan
  • Material: Birkenholz
84,90 €

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ID
5344
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Studio

GATO MIKIO 我戸幹男

Die mit zahlreichen nationalen und internationalen Designpreisen ausgezeichnete Traditionsmanufaktur GATO MIKIO wurde 1908 vom Drechslermeister Komakichi Gato in Yamanaka Onsen (山中温泉) gegründet. Der kleine Kurort mit heißen Quellen (Onsen, 温泉) ist berühmt aus dem Reisebericht "Der schmale Weg in den tiefen Norden" (Oku no Hosomichi, 奥の細道), einem Hauptwerk der japanischen Literatur des Nationaldichters Basho, der die heißen Quellen (jap. Onsen) für ihr verjüngendes Wasser lobt. Das feuchte Klima in der Region ist ideal für die Arbeit mit Urushi und japanischen Lackenwaren. Heute wird GATO MIKIO in der vierten Generation von Masayuki Gato geführt, der sich der Bewahrung der Yamanaka-Shikki-Traditionen verschrieben hat und diese im Einklang mit den Anforderungen der modernen Welt fortführt. Für den Schnitt des Holzes wird die für Yamanaka Shikki charakteristische vertikale Tatekidori-Schnittmethode verwendet, welche das Holz stabiler macht und die auffälligen Muster der Holzmaserung besonders zum Vorschein bringt. Um die natürliche Schönheit des Holzes und der dekorativen Holzarbeiten noch weiter zu betonen, bevorzugen GATO MIKIO für ihre Yamanaka Shikki die fuki-urushi (拭漆): "Wischlack"-Technik (auch bekannt als suri-urushi (摺り漆) "Reiblack"), bei der ein Klarlack in das Holz eingerieben wird und so die natürliche Holzmaserung hervorhebt. Der Rohlack wird mit einem Pinsel aufgetragen, anschließend gleichmäßig verteilt und abgewischt und schließlich mit Schleifpapier sorgfältig poliert. Dieser Vorgang wird fünf- bis sechsmal wiederholt und kann mehrere Monate dauern, wobei jede Schicht dem Gefäß mehr Festigkeit und Glanz verleiht.

In dieser besonderen Liebe zu Material und Detail zeigen sich deutlich die beiden zentralen Grundsätze der Traditionsmanufaktur. Einerseits die Bewahrung des lokalen Erbes, andererseits eine "Rückkehr zum Ursprung" (genten kaiki 原点回帰). Das Erbe Yamanakas als Herstellungsort von Souvenirs für Onsen-Besucher vor Augen, kreiert GATO MIKIO Objekte, die nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch praktisch und an die heutige Zeit angepasst sind. Um dies zu erreichen, arbeiten die Kunsthandwerksmeister mit japanischen Designern zusammen, um neue Shikki Interpretationen von traditionell-minimalistischer Schönheit und moderner Anziehungskraft zu schaffen. Gleichwohl ist der Manufaktur sehr an der Bewahrung der Yamanaka-Shikki-Traditionen und dem Erhalt der lokalen Handwerkskunst und der Handwerkergemeinschaft gelegen.

Produktdetails

Urushi 漆

Japanischer Lack oder Urushi ist der gereinigte Saft des asiatischen Lackbaums, der in Japan seit Jahrtausenden zur Beschichtung von Gegenständen wie Geschirr, Möbeln und Gebäuden verwendet wird. Im getrockneten Zustand ist der Lack sowohl hitze- als auch wasserbeständig und bietet daher Schutz und Festigkeit für die darunter liegenden Materialien, sehr oft Holz, aber auch Bambus, Papier und Leder. Lackwaren selbst können sowohl als urushi als auch als shikki (wörtlich "Urushi-Gefäß") bezeichnet werden, mit der Entwicklung von Acrylharz im letzten Jahrhundert werden zudem auch Objekte, die mit synthetischen Lacken, wie z.B. lebensmittelechtem Polyurethan, beschichtet sind, als urushi/shikki bezeichnet. Reines Urushi ist transparent, während die schwarzen und roten Lacke, die am meisten mit Shikki assoziiert werden, durch die Zugabe von Mineralpigmenten erreicht werden, über denen traditionelle dekorative Details wie goldene maki-e "Streubilder" oder raden "Muscheleinlagen" angebracht werden können.

Yamanaka Shikki Urushi

Die Präfektur Ishikawa, an der nordwestlichen Küste Japans gelegen, gilt als Herzland traditioneller japanischer Kunst und Handwerks und beherbergt zahlreiche Zentren der Herstellung hochwertiger Urushi Lackwaren. Neben Orten wie Wajima, dem Geburtsort der Wajima-Nuri Lackkunst (輪島塗) und Kanazawa, berühmt für seine Maki-e Lackwerke (蒔絵) mit Gold- und Silberdekorationen, blickt vor allem das Dorf Yamanaka auf eine jahrhundertelange Handwerksgeschichte der Herstellung von Holzgefäßen( Kiji (木地) und deren Veredelung mit Urushi Lack zurück, welche als Yamanaka shikki (山中漆器) oder Yamanaka Lackwaren berühmt geworden sind.

Diese Yamanaka shikki gehen auf die Ankunft einer Gruppe von Holzarbeitern aus Echizen um 1580 zurück, die sich auf die Kunst des hikimono-kiji (挽物木地) - das Drechseln von Holz auf einer Drehbank - spezialisiert hatten. Die Waren, die sie herstellten, wurden als omiyage (お土産) - Souvenirs an Onsen-Touristen verkauft, wodurch die Gegend schnell für ihre hochwertigen Lackwaren bekannt wurde. Einen besonderen Platz nahmen dabei Accessoires für die Teezeremonie ein. Ab dem Ende der Edo-Periode (1615-1868) traten dann die dekorativen, gravierten Drechselarbeiten (Kashokubiki 加飾挽き) in Erscheinung, welche nach wie vor nur in Yamanaka beherrscht werden. Heute sind hochwertige Yamanaka Shikki in ganz Japan als ästhetisch vollendete Alltagsgegenstände und edle Designobjekte beliebt.

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