Teeblattbehälter Japan
Gato Mikio Chakoboshi Taiko

ID
4678
Chakoboshi aus japanischem Zelkovenholz, Edelstahldeckel mit herzförmigen Löchern. Diskretes entsorgen von Wasser und Teeblättern. 300 ml

Volumen

fasst ca. 300g 
Höhe 7,4cm
Durchmesser 10,9cm
Material aus japanischem Zelkovenholz
Lackierung Naturbelassener Urushi Lack
Verschluss Edelstahldeckel
53,90 €

Lieferung : 1-2 Werktage

inkl. MwSt., exkl. Versandkosten

ID
4678
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Produktdetails

Urushi 漆

Japanischer Lack oder Urushi ist der gereinigte Saft des asiatischen Lackbaums, der in Japan seit Jahrtausenden zur Beschichtung von Gegenständen wie Geschirr, Möbeln und Gebäuden verwendet wird. Im getrockneten Zustand ist der Lack sowohl hitze- als auch wasserbeständig und bietet daher Schutz und Festigkeit für die darunter liegenden Materialien, sehr oft Holz, aber auch Bambus, Papier und Leder. Lackwaren selbst können sowohl als urushi als auch als shikki (wörtlich "Urushi-Gefäß") bezeichnet werden, mit der Entwicklung von Acrylharz im letzten Jahrhundert werden zudem auch Objekte, die mit synthetischen Lacken, wie z.B. lebensmittelechtem Polyurethan, beschichtet sind, als urushi/shikki bezeichnet. Reines Urushi ist transparent, während die schwarzen und roten Lacke, die am meisten mit Shikki assoziiert werden, durch die Zugabe von Mineralpigmenten erreicht werden, über denen traditionelle dekorative Details wie goldene maki-e "Streubilder" oder raden "Muscheleinlagen" angebracht werden können.

Yamanaka Shikki Urushi

Die Präfektur Ishikawa, an der nordwestlichen Küste Japans gelegen, gilt als Herzland traditioneller japanischer Kunst und Handwerks und beherbergt zahlreiche Zentren der Herstellung hochwertiger Urushi Lackwaren. Neben Orten wie Wajima, dem Geburtsort der Wajima-Nuri Lackkunst (輪島塗) und Kanazawa, berühmt für seine Maki-e Lackwerke (蒔絵) mit Gold- und Silberdekorationen, blickt vor allem das Dorf Yamanaka auf eine jahrhundertelange Handwerksgeschichte der Herstellung von Holzgefäßen( Kiji (木地) und deren Veredelung mit Urushi Lack zurück, welche als Yamanaka shikki (山中漆器) oder Yamanaka Lackwaren berühmt geworden sind.

Diese Yamanaka shikki gehen auf die Ankunft einer Gruppe von Holzarbeitern aus Echizen um 1580 zurück, die sich auf die Kunst des hikimono-kiji (挽物木地) - das Drechseln von Holz auf einer Drehbank - spezialisiert hatten. Die Waren, die sie herstellten, wurden als omiyage (お土産) - Souvenirs an Onsen-Touristen verkauft, wodurch die Gegend schnell für ihre hochwertigen Lackwaren bekannt wurde. Einen besonderen Platz nahmen dabei Accessoires für die Teezeremonie ein. Ab dem Ende der Edo-Periode (1615-1868) traten dann die dekorativen, gravierten Drechselarbeiten (Kashokubiki 加飾挽き) in Erscheinung, welche nach wie vor nur in Yamanaka beherrscht werden. Heute sind hochwertige Yamanaka Shikki in ganz Japan als ästhetisch vollendete Alltagsgegenstände und edle Designobjekte beliebt.

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