Richtige Matcha-Zubereitung

Matcha-Zubehör

Für die Zubereitung von Matcha empfiehlt es sich sehr, das traditionelle Zubehör zu verwenden. Die wichtigsten Utensilien sind nicht nur traditionell und schön anzuschauen, sondern sind auch funktional und sogar kaum ersetzbar.

Chasen (Bambusbesen)

Wichtigstes Utensil ist der Bambusbesen, auch Chasen genannt. Wer schon einmal versucht hat, Matcha mit einem anderen Werkzeug zu rühren, der wird schnell feststellen, dass es keine vernünftige Alternative zu einem guten Chasen gibt.

Für die Teezeremonie und Koicha Matcha kommt ein Chasen mit 70-80 Borsten in Betracht. Für das möglichst schaumige Schlagen des Usucha Matcha kann man sich eines 120-Borsten Chasens bedienen.

Kuseanoshi (Chasen Halter)

Der feuchte Chasen sollte nach dem Gebrauch auf einem speziellen Halter trocknen und seine runde Form zurückgewinnen. Dafür dient der Kuseanoshi. Man steckt den Chasen einfach auf diesen Halter und verlängert so das Leben und die Ansehnlichkeit des Bambusbesens signifikant.

Chashaku (Bambusspatel)

Die extrem feine Vermahlung des Matcha-Pulvers führt dazu, dass es sich gerne elektrostatisch auflädt und an glatten Oberflächen kleben bleibt. Die Verwendung eines normalen Löffels zur Entnahme von Matcha aus der Dose oder gar aus der traditionellen Natsume ist weder ansehnlich, noch praktisch. Sehr funktional dagegen ist die Verwendung eines Bambusspatels, Chashaku genannt.

Chawan (Matcha-Schale)

Die Verwendung einer Schale mit der richtigen Größe ist beim Anrühren von Matcha besonders wichtig. Ansonsten gelingt es nicht, den Bambusbesen richtig zu bewegen und die erforderliche Konsistenz zu erreichen. Matcha-Schalen sind aber nicht nur besonders funktional, sondern besitzen bei Teekennern einen hohen Stellenwert. Sie werden mit zunehmendem Alter immer schöner und gewinnen an Patina.

Natsume (Matcha-Teedose)

Für die schöne Entnahme des Teepulvers in der Teezeremonie wird das benötigte Matcha vorher in eine Natsume umgefüllt. Traditionelle Natsumes werden aus Holz gefertigt und kunstvoll mit einer mehrfachen Lackschicht (Urushi) überzogen. Vielfach werden aber auch lackierte Teedosen aus Kunststoff verwendet. Eine Natsume gehört nicht zur unbedingten Ausstattung für die Matcha-Zubereitung, aber verschönert diese in hohem Maße und ist elementarer Bestandteil der Zeremonie.

Frische und Haltbarkeit

Das Aroma von Matcha reift nach und gilt erst einige Monate nach der Ernte als am besten. Matcha muss also nicht aus dem möglichst aktuellen Erntejahr stammen. Manche Kenner bevorzugen sogar ein auf besondere Weise über einige Jahre gereiftes Matcha (Kuradashi-Matcha). Dies setzt natürlich eine luftdichte und lichtgeschützte Lagerung bei nicht hohen Temperaturen voraus.

Matcha ist nach der Öffnung der Originaldose sehr luft-, wärme-, geruchs- und lichtempfindlich. Matcha sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden. Es sollte aber immer nur für sehr kurze Zeit herausgenommen werden, da es sonst Feuchtigkeit zieht. Zudem muss es luftdicht verschlossen sein, da es ansonsten die Gerüche anderer Lebensmittel annimmt.